{"id":18169,"date":"2013-10-13T12:32:14","date_gmt":"2013-10-13T12:32:14","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=18169"},"modified":"2013-10-13T12:32:14","modified_gmt":"2013-10-13T12:32:14","slug":"washington-verbreitet-keine-angst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=18169","title":{"rendered":"Washington verbreitet keine Angst"},"content":{"rendered":"<p>Der Dow Jones und der Dax bewegen sich in der N\u00e4he historischer H\u00f6chstst\u00e4nde. Gold gl\u00e4nzt nicht. Der Bericht von den internationalen Finanzm\u00e4rkten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">Die vor\u00fcbergehende Au\u00dferdienststellung vieler Besch\u00e4ftigter in amerikanischen Beh\u00f6rden hat einen Nebeneffekt, der viele Finanzmarktteilnehmer verunsichern, andere aber vielleicht ruhiger schlafen lassen d\u00fcrfte: Vorerst entf\u00e4llt die Ver\u00f6ffentlichung von Wirtschaftsdaten durch die Bundesbeh\u00f6rden. Es hat ja immer wieder \u2013 wenn auch nicht viele \u2013 \u00d6konomen gegeben, die in der Ver\u00f6ffentlichung gesamtwirtschaftlicher Daten den ersten Schritt in Sozialismus und Untergang sehen, weil gesamtwirtschaftliche Analysen Regierungen Anlass b\u00f6ten, aktive Wirtschaftspolitik zu betreiben. An den Finanzm\u00e4rkten wird die Ver\u00f6ffentlichung solcher Daten hingegen als eine wichtige Informationsquelle betrachtet.<\/p>\n<p>Ganz verzichten m\u00fcssen die M\u00e4rkte in den kommenden Tagen nicht auf Daten aus den Vereinigten Staaten, denn die Fed, deren Regionalbanken sich im Besitz privater Gesch\u00e4ftsbanken befinden, leidet nicht unter den finanziellen Kalamit\u00e4ten des amerikanischen Bundesstaates. Am kommenden Donnerstag wird die Fed in Washington Zahlen zur amerikanischen Industrieproduktion ver\u00f6ffentlichen. Hinzu kommt ein Konjunkturindikator, der von der regionalen Fed in Philadelphia berechnet wird.<\/p>\n<h2>Auftakt der Quartalssaison<\/h2>\n<p>Der vieldiskutierte \u201eShutdown\u201c bes\u00e4\u00dfe an den M\u00e4rkten nat\u00fcrlich eine viel gr\u00f6\u00dfere Bedeutung als Konjunkturdaten, wenn er Zahlungsunf\u00e4higkeit der Vereinigten Staaten zur Folge h\u00e4tte. An den Finanzm\u00e4rkten gilt ein solches Szenario hingegen als sehr unwahrscheinlich. Die meisten Marktteilnehmer rechnen damit, dass in dieser Woche zun\u00e4chst eine befristete Erh\u00f6hung der Schuldenobergrenze von 16,7 Billionen Dollar zustande kommt und dann in den kommenden Wochen Gespr\u00e4che \u00fcber den Staatshaushalt stattfinden. Nat\u00fcrlich wird in den B\u00f6rsens\u00e4len viel \u00fcber den Streit in Washington gesprochen, aber die Aktienm\u00e4rkte sind bisher gelassen geblieben. So legte der Dow-Jones-Index in der vergangenen Handelswoche 1,2 Prozent auf 15 237 Punkte zu- in Deutschland liegt der Dax mit 8725 Punkten nur noch knapp 1 Prozent unter seinem historischen H\u00f6chststand.<\/p>\n<p>\u201eZudem steht die Fed Gewehr bei Fu\u00df\u201c, erg\u00e4nzt die Helaba in ihrem Kapitalmarktausblick. Die Ernennung Janet Yellens zur Nachfolgerin Ben Bernankes an der Spitze der amerikanischen Notenbank spreche f\u00fcr eine Kontinuit\u00e4t der lockeren amerikanischen Geldpolitik: \u201e Zugleich steigt die Chance, dass die Reduzierung der Anleihenk\u00e4ufe der Fed (,Tapering\u2018) auf den Jahresbeginn 2014 verschoben wird, wovon Renten und Aktien gleicherma\u00dfen profitieren w\u00fcrden.\u201c<\/p>\n<p>Neben dem amerikanischen Haushaltsstreit und der Jahrestagung von Internationalem W\u00e4hrungsfonds und Weltbank in Washington ist der Auftakt der Quartalssaison bisher wenig beachtet geblieben. Nachdem in der vergangenen Woche wie \u00fcblich der Aluminiumhersteller Alcoa den Reigen der viertelj\u00e4hrlichen Unternehmensergebnisse ver\u00f6ffentlicht hatte, stehen in den kommenden Tagen die Namen von Coca-Cola, General Electric, Google, Citigroup, Bank of America, Goldman Sachs und Morgan Stanley auf der Liste.<\/p>\n<h2>Keine Freude bei Edelmetall-Anh\u00e4ngern<\/h2>\n<p>Hinter den Nachrichten aus den Vereinigten Staaten verblassen derzeit die Nachrichten aus Europa. In der vergangenen Woche haben sich die Renditeabst\u00e4nde zwischen deutschen Bundesanleihen und Staatsanleihen aus Peripheriel\u00e4ndern wieder etwas verringert. Die Aussicht auf eine baldige Beendigung des amerikanischen Haushaltsstreits veranlasst manche Investoren, wieder etwas mehr ins Risiko zu gehen. Au\u00dferdem hat der gescheiterte Versuch Silvio Berlusconis, die Regierung Enrico Lettas zu st\u00fcrzen, das Klima f\u00fcr Kapitalanlagen in Italien verbessert. So hat auch der Aktienmarkt in Mailand in der vergangenen Woche Gewinne verzeichnet.<\/p>\n<p>Mehr Klarheit w\u00fcnschen sich viele Finanzmarktteilnehmer nach wie vor \u00fcber die Konjunkturaussichten im Euroraum. Die vielbeachteten Markit-Stimmungsindikatoren lassen zwar auch eine Besserung der Lage hoffen, aber sehr dynamisch d\u00fcrfte ein Aufschwung zumindest in der absehbaren Zeit nicht verlaufen.<\/p>\n<p>Am Montag steht die Ver\u00f6ffentlichung von Zahlen f\u00fcr die Industrieproduktion im August im Euroraum ins Haus. Sie d\u00fcrften nach Sch\u00e4tzungen der Bayerischen Landesbank einen Zuwachs gegen\u00fcber dem Vormonat zeigen, aber daf\u00fcr ist die Industrieproduktion im Juli unerwartet schwach gewesen. Am Dienstag werden Daten des Mannheimer Zentrums f\u00fcr Europ\u00e4ische Wirtschaftsforschung (ZEW) Aufschluss \u00fcber die Konjunkturerwartungen von Finanzmarktteilnehmern geben. F\u00fcr Deutschland erwartet die Bayerische Landesbank einen \u201enahezu unver\u00e4ndert positiven\u201c Indexstand.<\/p>\n<p>Wenig Freude hatte die abgelaufene Woche den Anh\u00e4ngern von Edelmetallen zu bieten. Der Preis f\u00fcr eine Unze Gold (31 Gramm) beendete den Handel mit 1275 Dollar- der HUI-Aktienindex liegt in der N\u00e4he mehrj\u00e4hriger Tiefs.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/internationaler-finanzmarkt-washington-verbreitet-keine-angst-12616233.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/internationaler-finanzmarkt-washington-verbreitet-keine-angst-12616233.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Dow Jones und der Dax bewegen sich in der N\u00e4he historischer H\u00f6chstst\u00e4nde. Gold gl\u00e4nzt nicht. 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