{"id":17914,"date":"2013-10-20T14:13:39","date_gmt":"2013-10-20T14:13:39","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=17914"},"modified":"2013-10-20T14:13:39","modified_gmt":"2013-10-20T14:13:39","slug":"kein-platz-fur-die-familie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=17914","title":{"rendered":"Kein Platz f\u00fcr die Familie"},"content":{"rendered":"<p>BMW hat eine Reihe von Cabriolets im Programm. Als reiner Zweisitzer konzentriert sich der Z4 auf das Wesentliche: Fahren und Spa\u00df. Doch wer f\u00e4hrt im Z4 sDrive 35i eigentlich noch mit?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"First\">BMW steht f\u00fcr Bayerische Motoren Werke. Das muss man sich mal wieder ins Ged\u00e4chtnis rufen, in Zeiten des i3 und des i8. W\u00e4hrend sich die M\u00fcnchener neuen Ufern zuwenden und bald auch den ersten Minivan im Programm haben werden, h\u00e4lt vor allem der Z4 noch die alte Fahne in den Wind: Der Motor ist alles, der Rest Beiwerk.<\/p>\n<p>So hat kein BMW im Verh\u00e4ltnis zur Wagenl\u00e4nge (4,24 Meter) eine so lange Schnauze, und darunter kann der Kunde je nach Gusto f\u00fcnf verschiedene Triebwerke (kein Diesel dabei) packen, vom kleinen 2,0-Liter-Motor im sDrive18i mit 156 PS (115 kW) f\u00fcr 33 950 Euro bis zum sDrive35is mit 340 PS (250 kW) f\u00fcr 57 600 Euro. Dann gibt es sechs statt vier Zylinder, drei Liter Hubraum (nicht 3,5), Direkteinspritzung und zwei Turbolader. Weil wir nicht ganz so hoch hinauswollten, haben wir uns f\u00fcr mehr als 3300 Kilometer mit einer etwas schw\u00e4cheren Variante dieses Triebwerks besch\u00e4ftigt, 306 PS (225 kW) sollten allen Anspr\u00fcchen gen\u00fcgen. Der Basispreis betr\u00e4gt hier 52 000 Euro.<\/p>\n<p>        \t                        \t<!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/fahrtberichte\/fahrtbericht-bmw-z4-die-neuen-kleider-sitzen-fast-perfekt-1831888.html\" target=\"_blank\">Nun ist diese Generation des Z4 auch schon wieder vier Jahre auf dem Markt<\/a>, seither tr\u00e4gt er ein Stahldach statt einer Stoffm\u00fctze, was einige Puristen vergr\u00e4tzt haben mag, doch viele sch\u00e4tzen ein festes Dach. Es gibt einem das Gef\u00fchl von mehr Sicherheit. F\u00fcr die Saison 2013 gab es nun eine leichte \u00dcberarbeitung mit kaum wahrnehmbaren Retuschen an der Front. Dazu wurde der oben erw\u00e4hnte Basismotor ins Programm genommen. Ferner gibt es neue Lackfarben, so auch das \u201eValencia Orange Metallic\u201c des Testwagens (f\u00fcr 690 Euro Aufpreis). Schon die Farbe allein machte den Z4 zum Hingucker, gepaart mit dem \u00fcbrigen exaltierten Auftreten bedeutet das: Der Z4 ist nichts f\u00fcr Menschen, die Bescheidenheit demonstrieren wollen.<\/p>\n<p>Wer so ein Auto f\u00e4hrt, will sich zeigen, und er kann dies besonders gut tun, wenn er das Dach (in Schwarz) im Kofferraum verschwinden l\u00e4sst. Das geschieht in 20 Sekunden, es klappt auch w\u00e4hrend der Fahrt (bis 40 km\/h), danach ist der Himmel offen und der Kofferraum schrumpft auf ein Fassungsverm\u00f6gen von 180 Liter. Im Coup\u00e9-Modus hat der Z4 ein Kofferraumvolumen von 280 Liter, f\u00fcr zwei Personen ist das durchaus ausreichend. Gegen Aufpreis gibt es eine Durchreiche f\u00fcr Skier. Im Kofferraumboden sitzt die Batterie, ein Reserverad gibt es nicht, daf\u00fcr \u201eRunflat\u201c-Reifen. Hinter die Sitze des lupenreinen Zweisitzers passt ein Kulturbeutel, aber nur, wenn die St\u00fchle nicht ganz nach hinten geschoben werden.<\/p>\n<p>Zwei Personen f\u00fchlen sich dennoch sehr geborgen im kleinen Cockpit mit Alcantara-Lederkombination &#8211; im Falle dieser Farbwahl mit orangefarbenem Streifen auf den Sitzen. Mangelnde Wertigkeit kann man diesem BMW nicht vorwerfen, allerdings war der Testwagen nach tiefem Griff in die Zutaten-Liste deutlich aufgewertet. Der Endpreis lag schlie\u00dflich bei 66 990 Euro.<\/p>\n<p>        \t                        \t<!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>2400 Euro davon waren f\u00fcr die \u201eSport-Automatik\u201c (sieben G\u00e4nge) gut angelegt. Die Kraft wird per Doppelkupplung auf die Hinterr\u00e4der \u00fcbertragen. Ums Schalten muss sich der Fahrer nicht k\u00fcmmern. Zwei Teilgetriebe mit eigener Kupplung leiten die Motorkraft an die Hinterr\u00e4der. Wird zum Beispiel im dritten Gang beschleunigt, ist der vierte schon eingelegt. Das alles funktioniert wunderbar, die Schaltvorg\u00e4nge sind kaum zu bemerken. Wer will, kann die einzelnen G\u00e4nge manuell einlegen (auch mit Tasten am Lenkrad), aber das haben wir schon immer als Spielerei erachtet. Ungewohnt ist, dass man f\u00fcr \u201eP\u201c oben auf den Schalthebel dr\u00fccken muss, sonst ist die Parkstellung bei einem Automatik-Getriebe immer die vorderste Position des Hebels. Aber daran kann man sich gew\u00f6hnen, ebenso wie an die elektrische Handbremse und den Startknopf.<\/p>\n<p>Als Schl\u00fcsselablage dient ein kleiner Schacht am Armaturenbrett- er kann aber auch in der Hosentasche bleiben. L\u00e4sst man die 306 Pferde mit voller Kraft losrennen, wird in glatt sechs Sekunden von 0 auf 100 km\/h beschleunigt, der Vortrieb endet erst bei 250 km\/h. Der Motor grollt sch\u00f6n dumpf und z\u00e4hlt damit zu jenen Maschinen, die man gerne h\u00f6rt, ohne dass die Ger\u00e4uschentwicklung als l\u00e4stig empfunden wird. Dass man bei 306 PS und einer Spitzengeschwindigkeit von 250 km\/h nicht an der Leistung herumm\u00e4kelt, ist klar. Allerdings braucht der Doppelturbo beim Start einen kleinen Moment, bis er Druck aufbaut und die Beschleunigung einsetzt.<\/p>\n<p>        \t                        \t<!--\/\/ End Fullscreen Foto \/\/-->    <\/p>\n<p>Verbrauchswunder darf man nicht erwarten, doch ein Gesamtschnitt von 10,7 Liter auf 100 Kilometer ist in Anbetracht der Motorleistung ein guter Wert, in diesem Fall allerdings gesch\u00f6nt durch lange Strecken in L\u00e4ndern mit Tempolimit. Dann sind auch 8,8 Liter auf 100 Kilometer drin, im Mischverkehr (Stadt\/Landstra\u00dfe) oder beim Ausnutzen der vielen PS steigt der Kraftstoffbedarf gern auf mehr als 12 Liter f\u00fcr 100 Kilometer, unser H\u00f6chstwert war 13,7. Sp\u00e4testens dann ist der 55-Liter-Tank zu klein.<\/p>\n<p>Und sonst? Der Z4 hat sich als flottes Reisefahrzeug bew\u00e4hrt, das nicht ohne Komfort ist. Die gewisse sportliche H\u00e4rte tat gut. Vor allem auf der feuchten Landstra\u00dfe muss man oft aufs ESP vertrauen, das Heck rutscht schnell weg, ist aber genau so schnell wieder gefangen. Die Bremsen sind jederzeit Herr der Lage. Der Z4 ist ein GT im alten Wortsinn, also ein Gran Turismo, ein Auto, das sich f\u00fcr die weite Reise eignet. Aber auch den Begriff GT versteht man bei den Motorenwerken inzwischen ja ganz anders. Gut, dass es noch den Z4 gibt.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/bmw-z4-sdrive-35i-kein-platz-fuer-die-familie-12616607.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/bmw-z4-sdrive-35i-kein-platz-fuer-die-familie-12616607.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BMW hat eine Reihe von Cabriolets im Programm. Als reiner Zweisitzer konzentriert sich der Z4 auf das Wesentliche: Fahren und Spa\u00df. 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