Aus Angst vor Coronavirus: Apple sperrt China-Filialen zu

Published 01/02/2020 in Konjunktur, Wirtschaft

Aus Angst vor Coronavirus: Apple sperrt China-Filialen zu
Apple-Verkäufer mit Mundschutz in Peking

Der amerikanische Technologiekonzern Apple schließt wegen des Coronavirus-Ausbruchs für mehr als eine Woche seine Filialen und Büros in Festland-China. Die Maßnahme gelte bis 9. Februar, teilte das Unternehmen am Samstag mit.

Die Entscheidung sei als „Vorsichtsmaßnahme“ und auf der Grundlage der „jüngsten Ratschläge führender Gesundheitsexperten“ getroffen worden. Online könnten chinesische Kunden weiter Apple-Produkte kaufen, hieß es weiter.

Ikea und Toyota schließen Geschäfte

China ist nicht nur der drittgrößte Verbrauchermarkt, sondern auch ein wichtiger Zulieferer des amerikanischen Unternehmens. Einige Apple-Zulieferer sind in der zentralchinesischen Metropole Wuhan angesiedelt, wo der neuartige Corona-Erreger im Dezember erstmals aufgetreten war.

Wegen der Coronavirus-Epidemie hatten bereits andere internationale Unternehmen, darunter der schwedische Möbelkonzern Ikea und der japanische Autobauer Toyota, ihre Geschäfte auf dem chinesischen Festland geschlossen.

Die Zahl der Infizierten und Todesopfer durch den Erreger wuchs zuletzt immer schneller. In China sind nach offiziellen Angaben inzwischen knapp 11.800 Menschen infiziert, 259 Menschen starben. Hinzu kommen mehr als hundert Infektionsfälle in rund 25 weiteren Ländern.

Der koreanische Autohersteller Hyundai hat eingesichts des Virusausbruchs seine für dieses Wochenende geplante SUV-Produktion ausgesetzt. Zur Begründung nannte eine Unternehmenssprecherin am Samstag die Schließung mehrerer Werke in China, die zu einer Versorgungsstörung geführt habe. Davon betroffen sei das komplette elektrische Leitungssystem eines Fahrzeugs.

Für diesen Samstag und Sonntag seien außerplanmäßige Produktionszeiten für den SUV „Palisade“ geplant gewesen, sagte die Sprecherin. Diese seien nun gestrichen worden. Hyundai beobachte die Situation genau, um auf mögliche künftige Versorgungsstörungen reagieren zu können, fügte sie hinzu.

Massiver Dämpfer

Die Coronavirus-Epidemie hat der chinesischen Wirtschaft einen massiven Dämpfer versetzt. Zahlreiche Firmen mussten vorübergehend schließen. Auch weltweit hat die Epidemie Auswirkungen auf die Wirtschaft. Zahlreiche Fluggesellschaften, darunter Lufthansa oder die australische Fluggesellschaft Quantas, strichen Flüge in die Volksrepublik.

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