Kongress verlangt: Tech-Konzerne sollen E-Mails offenlegen

Published 13/09/2019 in Uncategorized

Kongress verlangt: Tech-Konzerne sollen E-Mails offenlegen
Der Justizausschuss des amerikanischen Kongresses verlangt interne Dokumente von den Tech-Konzernen.

Werden bald E-Mails von Zuckerberg und Bezos offengelegt? Der Justizausschuss des amerikanischen Kongresses verlangt für seine Untersuchung interne Dokumente von den Tech-Konzernen.

Der Justizausschuss im amerikanischen Kongress hat eine breite Auswahl interner Dokumente der vier großen Tech-Konzerne für seine Wettbewerbsuntersuchung eingefordert. Das Google-Mutterunternehmen Alphabet, Apple, Facebook und Amazon sollen unter anderem E-Mails von Top-Managern herausrücken, in denen es um Wettbewerbsthemen geht. Außerdem wollen die Abgeordneten Unterlagen zu allen Behörden-Ermittlungen gegen die Unternehmen sowohl aus den Vereinigten Staaten als auch aus dem Ausland sehen.

Angefordert sind auch Dokumente, die von den Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren bei der Wettbewerbsprüfung von Übernahmeplänen eingereicht worden waren, wie der Ausschuss am Freitag mitteilte. Das könnte den Fokus der Untersuchung auf Facebook lenken: Die Übernahmen der Fotoplattform Instagram 2012 und des Chatdienstes Whatsapp 2014 stehen besonders häufig in der Kritik. Unter anderem die demokratische Präsidentschaftsanwärterin Elizabeth Warren fordert, die beiden Dienste von Facebook wieder abzuspalten.

Der Justizausschuss des Repräsentantenhauses will auch konkrete Zahlen zu einzelnen Produkten und Diensten sehen. Hier sind die Unternehmen bei der Vorlage ihrer Ergebnisse oft sehr zurückhaltend. So weiß man etwa bei Facebook nicht, wie viel Umsatz Instagram macht, und bei Apple sind zwar die iPhone-Erlöse bekannt, aber nicht die Geschäftszahlen zu seinem App Store.

Die großen Tech-Konzerne sind in den Vereinigten Staaten in diesem Jahr ins Visier diverser Wettbewerbs-Untersuchungen geraten. Eine führende Rolle spielt dabei das amerikanische Justizministerium, aber auch die Staatsanwälte von Bundesstaaten leiteten Kartellermittlungen gegen Facebook und Google ein.

Print article

Leave a Reply

Please complete required fields