Finanzen

Neue amerikanische Zölle: Yuan fällt auf 11-Jahres-Tief

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George Washington und Mao Tse-Tung: Ihre Nachfolger bekriegen sich heftig.

Amerikas Präsident Donald Trump hat weitere Zölle gegen China angekündigt. Das setzt den Yuan-Kurs unter Druck, was China wieder zupass kommt.

Die chinesische Landeswährung Yuan hat am Montagmorgen gegenüber dem Dollar stark abgewertet. Erstmals seit dem Jahr 2008 kostet ein Dollar wieder mehr als sieben Yuan. Diese Marke galt unter Experten lange Zeit als kritische Marke, deren Überschreiten die chinesische Notenbank nicht zulassen werde.

Der Yuan-Kurs ist nicht gänzlich frei, sondern wird von der Notenbank Chinas gemanagt. Die Notenbank führt die Abwertung auf die Gefahr neuer amerikanischer Zölle auf chinesische Waren zurück. Der Yuan sei gegenüber einem Währungskorb aber weiter stabil und stark, teilte sie in einer Erklärung mit.

Allerdings wertete der Yuan auch gegen den Euro deutlich von 7,71 Yuan auf 7,82 Yuan. Auch in japanischen Yen kostet der Yuan am Morgen nur noch 15,07 Yen. Am Freitag waren es noch 15,805 Yen gewesen. Die Zentralbank werde weiter neue Instrumente schaffen, um notwendige Maßnahmen zu ergreifen, um auf die Entwicklung zu reagieren, hieß es von der People’s Bank of China (PBOC).

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Die oberste Frage sei, ob China in einem chaotischen Handelskrieg seine Währung zur Waffe machen wolle, schreibt Zhou Hao, Ökonom der Commerzbank in Singapur. Denn die Nationalbank gibt sich selbstbewusst: Der Yuan-Kurs werde von einer gesunden Wirtschaft fundamental unterstützt, die über kontrollierbare finanzielle Risiken, reichlich Reserven und eine stabile Zahlungsbilanz verfüge, hieß es von der Zentralbank.

Schon seit längerem wird darüber spekuliert, dass die chinesische Zentralbank ihre Wechselkurspolitik in Reaktion auf die Zolldrohungen von Amerikas Präsident Donald Trump geändert hat. Die PBOC hatte ihren Referenzzinssatz erstmals seit Dezember oberhalb der Marke von 6,9 Yuan festgesetzt.

Auf Yuan lautende Vermögenswerte seien unterbewertet, da China als einzige große Volkswirtschaft eine normale Geldpolitik beibehalten habe. China werde wohl zum Sammelbecken des globalen Kapitals werden. Wechselkursschwankungen seien normal, die Marke von 7 Dollar nicht unwiederbringlich verloren, gab die PBOC zu verstehen. Ein marktorientierter Wechselkurs sei ein automatisierter Stabilisator, der wirtschaftliche Schocks und grenzüberschreitende Kapitalflüsse ausgleichen könne, der Markt werde im Laufe der Zeit ein neues Gleichgewicht finden. Unternehmen sollten sich auf ihr Geschäft konzentrieren, statt sich in Spekulation auf Wechselkursderivate zu versuchen.

Unabhängig davon, inwieweit die China über den Wechselkurs zurückzuschlagen versucht, bleibt aber festzuhalten, dass natürlich eine über Zölle erzeugte Schwächung der amerikanischen Nachfrage nach chinesischen Waren Druck auf den Yuan ausübt.

Die PBOC braucht daher den Wechselkurs nicht unbedingt künstlich nach unten zu treiben, sondern muss zunächst nur die von den Vereinigten Staaten erzeugte Abwertung zulassen. Die amerikanische Regierung dürfte dies allerdings als Manipulation werten, mit der sich China Vorteile im internationalen Wettbewerb verschaffen wolle.

Dass China sich nicht auf eine passive Rolle zu beschränken scheint, zeigt eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag, wonach die politische Führung Chinas die Staatsunternehmen dazu aufgefordert haben soll, als Reaktion auf die Androhung neuer Strafzölle durch Trump keine Agrarprodukte aus den Vereinigten Staaten mehr einzuführen.