Tipps fürs Geschäftsessen: „Auch von Goji-Beeren kann man fettleibig werden“

Published 09/06/2019 in Unternehmen, Wirtschaft

Tipps fürs Geschäftsessen: „Auch von Goji-Beeren kann man fettleibig werden“
Tiramisu mit Beeren – schick angerichtet

Beruf und gute Ernährung gelten als schwierige Kombination. Es gibt Tausende Ratgeber zum Thema Mittagspause. Business-Lunch mit einem, der sich auskennt.

Das Ciabatta bleibt links liegen. So wie man es bei jemandem erwartet, der sieben Jahre ohne lebte: frei von Weizen und Teigwaren, fern von Bäckereien. „Ich bin da immer vorbeigegangen und habe gedacht: ,Die müssen verrückt sein, wie kann man nur so etwas essen?‘“, sagt Nils Binnberg. Der Berliner Autor hat sich kürzlich als Besessener geoutet: In dem krankhaften Bemühen, sich so gesund wie möglich zu ernähren, lehnte er immer mehr Lebensmittel kategorisch ab, verbrachte Stunden in Supermärkten beim Scannen der Zutatenliste und bekam einen Tobsuchtsanfall, wenn es im Hotel nur ordinäres Müsli, aber keine grünen Smoothies gab. Orthorexie nennt sich die Störung – eine permanente Fixierung auf angeblich gesundes Essen, vorangetrieben von sozialen Medien. Er hat sich selbst therapiert – vor allem, indem er ein Buch über krankmachende Ernährungsgurus geschrieben hat.

Wir treffen uns zum Mittagstisch bei einem Italiener seiner Wahl – wir wollen übers Essen reden, vor allem: über die Rolle des Essens für den Beruf. Wie wichtig ist eine echte Mittagspause? Welche Rolle spielt die Nahrungsaufnahme in Ruhe am Tisch statt vor dem Bildschirm? Gibt es heute noch Geschäftsessen mit Zeit für Genuss?

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