F.A.Z. exklusiv: „Der Thyssen-Vorstand muss schnell liefern“

Published 12/05/2019 in Unternehmen, Wirtschaft

F.A.Z. exklusiv: „Der Thyssen-Vorstand muss schnell liefern“
Guido Kerkhoff ist jetzt gefordert.

Die Gewerkschaft macht Druck: Das Management soll in den nächsten Monaten ein Konzept vorlegen zum Stellenabbau und der Rettung des Konzerns.

Der Kursschwenk für den angeschlagenen Industriekonzern Thyssen-Krupp geht mit hohem Tempo voran. Nachdem der Vorstand um den Vorsitzenden Guido Kerkhoff am Freitag sowohl die geplante Fusion der Stahlsparte mit Tata als auch die Aufspaltung des restlichen Unternehmens abgesagt und dafür den Börsengang der Aufzugssparte in Aussicht gestellt hatte, stützte das Präsidium des Aufsichtsrats die Pläne am Wochenende. Außerdem einigte sich der Vorstand mit der Gewerkschaft IG Metall auf eine Grundlagenvereinbarung zur Neuausrichtung.

Sie beinhaltet unter anderem die Verpflichtung, für die Aufzüge eine in Deutschland gelistete Aktiengesellschaft und für die Autozuliefersparte eine Führungsgesellschaft mit Aufsichtsrat zu gründen. Wie am Freitag angekündigt, wird Thyssen-Krupp auch 6000 seiner rund 160.000 Arbeitsplätze abbauen, davon 4000 in Deutschland. Dies soll nach Angaben von Personalvorstand Oliver Burkhard weitestgehend sozialverträglich geschehen. „Betriebsbedingte Kündigungen wollen wir vermeiden, sind aber in Ausnahmen (ultima ratio) möglich. Wir sind ehrlich zu uns selbst“, teilte Burkhard nach der Vereinbarung über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

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