VW T-Cross auf Probefahrt: Der ist ein wenig Cross geraten

Published 27/03/2019 in Motor, Technik & Motor

VW T-Cross auf Probefahrt: Der ist ein wenig Cross geraten
Crossunder: T-Cross von VW

Das kleinste SUV von Volkswagen heißt T-Cross und ist nur wenig größer als der Polo. Gute Platzverhältnisse und flexibler Laderaum bieten dennoch viele Möglichkeiten.

Nach Touareg, Tiguan, Tiguan Allspace und T-Roc hebt Volkswagen jetzt sein kleinstes SUV aus der Taufe. Der 4,11 Meter lange, kantig-stämmige T-Cross kommt Anfang Mai auf den Markt. Der stets frontgetriebene Viertürer bedient sich der Technik des um fünf Zentimeter kürzeren Polo und basiert wie jener auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) des Konzerns.

Dank 1,58 Meter Dachhöhe (Polo: 1,45 Meter) mit deutlich mehr Kopffreiheit sowie bei identischem Radstand von 2,55 Meter mit flexiblerem Innen- und größerem Laderaum ausgestattet, könnte das Crossover-Modell seinen Plattformspender in Bedrängnis bringen. Zumal der Aufpreis zum Polo ausstattungsbereinigt nur einige hundert Euro beträgt.

Der T-Cross startet bei 17.975 Euro, er kommt dafür zwar ohne Klimaanlage, dafür aber serienmäßig mit Spurhalteassistent, Totwinkelwarner, Fußgängererkennung und City-Notbremse sowie einer um vierzehn Zentimeter verschiebbaren Rückbank. Wird diese ganz nach vorn gerückt, erweitert sich das Ladevolumen von 385 auf üppige 455 Liter. Rein rechnerisch passen bis zu 1281 Liter hinter die Heckklappe, wenn die im Verhältnis 60:40 teilbaren Rücksitzlehnen umgelegt werden. Auf Wunsch kann zudem die Lehne des Beifahrersitzes nach vorn geklappt werden, dann wird der T-Cross zum Kleintransporter.

Die klassischen Rundinstrumente sind gut ablesbar, optional steht ein digitales Cockpit mit 8-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole zur Wahl. Bedienbarkeit und Ergonomie sind, wie von Volkswagen gewohnt, vorbildlich. Die Platzverhältnisse vorn sind gut, auch im Fond sind zwei Passagiere gut untergebracht, für den Dritten wird es eng. Dass mit spitzem Stift kalkuliert wurde, ist an den harten Kunststoffen der Instrumententafel sicht- und spürbar. Haltegriffe über den Türen wurden gleich ganz eingespart. Dafür lässt sich aber die höchste Ausstattung Style (darunter rangieren T-Cross und Life) gegen Aufpreis mit verschiedenfarbigen Cockpit-Dekoren, Sitzbezügen und Felgen individuell aufpeppen.

Zum Marktstart ist ein Ein-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner in zwei Leistungsstufen mit 95 PS und manueller Fünfgangschaltung oder mit 115 PS und wahlweise Sechsgangschaltgetriebe (ab 19.400 Euro) oder mit 7-Gang-DSG (ab 20.900 Euro) verfügbar. Vor allem die stärkere Version hat mit dem 1,2 Tonnen schweren Crossover keine Mühe- das Fahrwerk ist ausgewogen und von der gutmütigen Sorte. Nach einer ersten längeren Ausfahrt verzeichneten wir einen Verbrauch von 6,7 Liter, der Normwert ist mit 5,1 Liter je 100 Kilometer angegeben. Noch im ersten Halbjahr folgt der 1,6-Liter-TDI mit 95 PS, Ende des Jahres ergänzt der 150 PS starke 1,5-Liter-TSI die Motorenpalette.

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