Autosalon in Genf: Spannungsaufbau

Published 05/03/2019 in Motor, Technik & Motor

Autosalon in Genf: Spannungsaufbau
Piëch Mark Zero

X-mal schon wurde das Zeitalter des Elektroautos ausgerufen. Bis heute ist es nicht gestartet. Jetzt aber soll es klappen. So viel Energiedichte wie auf dem Salon in Genf war nie.

Der Markt für Elektroautos kommt nicht in Gang. Nur dort, wo großzügig Subventionen verteilt werden, greifen die Kunden zu. Augenfällig wird das im Vergleich zwischen den drei großen Absatzmärkten Nordamerika, Deutschland und Großbritannien auf der einen und Norwegen auf der anderen Seite. In den drei erstgenannten dümpelt der Anteil von Elektroautos an den Neuzulassungen um zwei bis drei Prozent. Im an Staatshilfen reichen Norwegen waren es im vergangenen Jahr 49 Prozent. Freilich lässt sich nicht verkennen, dass Regierungen rund um die Welt auf Elektromobilität dringen, vor allem wegen der tatsächlichen oder vermeintlichen Luftbelastung in den Großstädten. Dieses Bestreben trifft auf ein bislang dürftiges Angebot. Als Erstwagen taugliche Elektroautos gibt es höchstens eine Handvoll, für die breite Masse bezahlbar ist kein einziges.

Seit Jahren wird versprochen, das werde sich bald ändern, ein ums andere Mal wurde auf Messen das elektrische Zeitalter ausgerufen. Geworden ist daraus bisher nichts, im Gegenteil, die Skepsis der Bürger nimmt zu. Daran sind auch die Energieversorger schuld, die ein unkomfortables Zugangswirrwarr über verschiedene Apps, Chips, Karten oder Scanner an den öffentlichen Ladesäulen schaffen und dort zudem vielfach Preise verlangen, die das Laden eines Elektroautos teurer machen als das auch noch um ein Vielfaches raschere Betanken eines Diesels.

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