Wie erkläre ich es meinem Kind?: Was eine Leihmutter ist

Published 08/08/2014 in Familie, Gesellschaft

Wie erkläre ich es meinem Kind?: Was eine Leihmutter ist
Wann ist der richtige Moment es meinem Kind zu erzählen?

Manche Frauen bekommen Kinder, ziehen sie aber nicht selbst groß, sondern geben sie nach der Geburt einer anderen Familie. Sie werden Leihmütter genannt.

Vielleicht besteht ja der Wunsch, sich mal die Mutter des besten Freundes auszuleihen, wenn die eigene wieder zu streng war. Oder wenn es viel zu selten Spaghetti und Nachtisch gibt. Aber das ist mit dem Begriff Leihmutter nicht gemeint. So nennt man eine Frau, die eigentlich wie jede andere Mutter auch, eine Schwangerschaft erlebt und ein Kind – oder eben mehrere, wenn es etwa Zwillinge sind – zur Welt bringt. Doch Leihmütter geben ihre Neugeborenen in die Obhut anderer Frauen oder Familien und ziehen sie meist nicht selbst groß.

Diesen Plan haben sie gefasst, bevor sie schwanger wurden, und sie trafen eine entsprechende Vereinbarung mit den künftigen sozialen Eltern, wie es in der Fachsprache heißt. Denn anders als bei einer Adoption kann eine Leihmutterschaft bedeuten, dass die Schwangere gar nicht verwandt ist mit dem Kind, das in ihr heranwächst. Damit ein Kind entstehen kann, muss eine weibliche Eizelle von männlichem Sperma befruchtet werden, aber das kann eben auch in einer Klinik geschehen. In einem Labor werden Ei- und Samenzellen der Wunscheltern zusammengeführt und es entwickelte außerhalb des Körpers ein winzigkleiner Embryo, den Ärzte nach ein paar Tagen der Leihmutter einpflanzen.

Das kann für Familien, in denen die Eltern nicht auf natürlichem Wege schwanger werden können, ein Segen sein. Diesen Weg wollten auch die Eltern von Baby Gammy wählen. Aber nun scheint es so, als wollten sie nur ein gesundes Kind haben, aber keines, das behindert ist. Nun ist ein Durcheinander entstanden mit zwei Müttern und es ist dann ziemlich kompliziert, wer nach der Geburt denn nun Vater und Mutter ist.

Jedes Land hat andere Gesetze und Bestimmungen. In Deutschland etwa ist eine Leihmutterschaft verboten und Ärzte machen sich strafbar, wenn sie dabei helfen.

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