Gespräch mit Biochemikerin: „Das beste Alter, um Kinder zu zeugen? Anfang zwanzig bis Anfang dreißig“

Published 09/01/2019 in Gesellschaft, Gesundheit

Gespräch mit Biochemikerin: „Das beste Alter, um Kinder zu zeugen? Anfang zwanzig bis Anfang dreißig“
„Das biologisch beste Alter, um Kinder zu zeugen, ist zwischen Anfang zwanzig und Anfang dreißig“, sagt Dr. Melina Schuh.

Die Eizelle rückt immer stärker in den Fokus der Forschung: Die frisch gekürte Leibniz-Preisträgerin Melina Schuh erklärt, wie sie Frauen mit Kinderwunsch hilft und warum sie Social freezing für problematisch hält.

Was läuft in der weiblichen Eizelle häufig schief?

Eizellen haben oft zu viele oder zu wenige Chromosomen, da diese während der Reifeteilung, der Meiose, häufig nicht korrekt getrennt werden. Wenn solche Eizellen befruchtet werden, entsteht meist kein lebensfähiger Embryo, und es kommt zu einer Fehlgeburt. Nur sehr wenige Chromosomen-Anomalien sind mit dem Leben vereinbar. Das gilt etwa für das Down-Syndrom, bei dem Chromosom 21 in dreifacher Ausführung vorliegt. Weshalb die unbefruchtete menschliche Eizelle so häufig Fehler aufweist, ist noch weitgehend unbekannt. Denn die Meiose wurde bislang nur in chemisch fixierten Eizellen untersucht. In Kooperation mit der Bourn Hall Clinic, der ersten In-vitro-Fertilisations-Klinik der Welt, haben wir nun eine Mikroskopietechnik etabliert, mit der sich die Reifeteilung in lebenden Eizellen verfolgen lässt.

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