65-Jährige bekommt Vierlinge: Ein Jahr danach

Published 19/05/2016 in Familie, Gesellschaft, Gesundheit, Medizin, Mensch & Gene, Natur

65-Jährige bekommt Vierlinge: Ein Jahr danach

Im Oma-Alter vier Säuglinge: Annegret Raunigks Schwangerschaft entfachte Diskussionen über künstliche Befruchtung. Wie geht es den Babies heute?

Sie lebt nun in Höxter, ausgerechnet. In jener Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen, die gerade durch beispiellose Verbrechen an Frauen weltweit bekannt wurde. Dabei ist Annegret Raunigks Leben selbst schon reich an Schlagzeilen. Raunigk ist die Berlinerin, die im Alter von 65 Jahren Vierlinge zur Welt brachte.

Als die Kinder vor einem Jahr geboren wurden, war nicht klar, ob alle überleben würden, so klein und zerbrechlich waren sie. Doch an diesem Donnerstag kann Annegret Raunigk den ersten Geburtstag der Vierlinge feiern. In ihrem Haus in Höxter, das die pensionierte Lehrerin seit einigen Monaten mit ihrer Familie bewohnt.

Raunigk hat bereits zwölf erwachsene Kinder, ihr 13. Kind, eine Tochter, ist zehn. Und jetzt, im Oma-Alter, fängt Raunigk mit ihren Vierlingen wieder ganz von vorne an. Fläschchen und Brei geben, schlaflose Nächte durchstehen, Windeln wechseln. Und das mal vier. Trotz allem war eine äußerst fitte Mittsechzigerin zu sehen, als der Sender RTL kürzlich für eine Homestory in Höxter vorbeikam. Raunigk hatte schon vor der Geburt der Kinder die Exklusivrechte an der Berichterstattung an RTL verkauft.

Immer wieder sagt Raunigk, dass „alles eine Frage der Organisation“ sei und sie gut zurechtkomme. „Und wenn die Kinder bald anfangen zu laufen?“, fragt die Moderatorin. „Das stelle ich mir nicht so dramatisch vor“, sagt Raunigk. Die Moderatorin bohrt weiter, sie will der Mutter ein Eingeständnis der Schwäche entlocken. Doch Raunigk sagt nur: „Eine vernünftige Kondition muss man schon haben, sonst hält man das nicht durch.“

Immerhin: An drei Tagen in der Woche kommt eine Haushaltshilfe der Caritas nach Höxter. Und die Nächte scheinen ruhig zu sein, wenn man der zehnjährigen Tochter glauben darf, die im Fernsehbeitrag den Vierlingskinderwagen schiebt: „Abends um sieben, halb acht gehen sie ins Bett, und dann schlafen sie durch.“

Wie die ersten Lebenswochen der Vierlinge verliefen

An der Berliner Charité heißt es, man habe Mutter und Kinder nicht mehr gesehen, seit die Vierlinge im August aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Die Geburt der Kinder hatte auch deshalb für Aufsehen gesorgt, weil die drei Jungen und das Mädchen bereits in der 26. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt geholt werden mussten – mehr als drei Monate vor dem errechneten Geburtstermin. Die Vierlinge wogen zwischen 655 und 900 Gramm und waren Hochrisiko-Patienten, die über Monate von zwei Ärzten und zehn Schwestern betreut werden mussten.

Die behandelnden Ärzte sagten damals, es sei zwar unerheblich für die Kinder, ob eine Mutter 30 oder Mitte 60 sei. Aber man hoffe, dass der Fall „die Reproduktionsmedizin aufrütteln“ werde, um solche riskanten Mehrlingsschwangerschaften in Zukunft zu vermeiden. Denn gesundheitliche Risiken gibt es fast immer, schon allein, weil die Kinder oft sehr früh zur Welt kommen.

Auf den ersten Blick sind die Vierlinge süße, propere Babys. Mindestens zwei Kinder haben allerdings mit körperlichen Einschränkungen zu kämpfen. Das Mädchen hat bereits eine Darmoperation hinter sich, wegen ihres Schielens folgt demnächst eine Augen-OP. Ein Junge erlitt nach der Geburt eine Gehirnblutung, die das Einsetzen eines Shunts, einer Art Ventil, nötig machte. Es soll Druck vom Gehirn nehmen, in das Blut gelaufen ist, damit Nerven nicht weiter zerstört werden. Manche Beeinträchtigung zeigt der Junge bereits: Er kann mit fast zwölf Monaten noch nicht richtig krabbeln, nicht einmal robben; selbständiges Laufen scheint in weiter Ferne zu sein, weil er einen Arm und ein Bein nur eingeschränkt kontrollieren kann.

Es ist wahrscheinlich, dass diese Probleme mit der frühen Geburt zu tun haben. „Kinder, die vor der 28. Schwangerschaftswoche auf die Welt kommen, haben ein erhöhtes Risiko für Hirnblutungen“, sagt Andrea Zimmermann, langjährige Leiterin der neonatologischen Intensivstation am Münchner Klinikum rechts der Isar. Das Gehirn entwickle sich in dieser Zeit besonders intensiv, zahlreiche Blutgefäße würden ausgebildet. Sobald Temperatur- oder Druckschwankungen auftreten, kann ein Äderchen platzen. „Wenn sich ein Kind nicht im schützenden Mutterleib befindet, sondern im Inkubator, ist das Risiko besonders groß“, sagt Zimmermann. „Solche Kinder brauchen Förderungsmaßnahmen, und es kann sein, dass ihre Entwicklung nicht nur verzögert ist, sondern manche Stufen gar nicht erreicht werden.“

Wird die Mutter bis zur Volljährigkeit der Kinder leben?

Auch die Augenprobleme des Mädchens sind typisch für sehr früh geborene Kinder, wobei Schielen nur eine leichte Einschränkung ist. Schwierigkeiten mit dem Verdauungstrakt sind bei Frühchen ebenfalls verbreitet. Der Darm kämpft häufig mit dem Essen, für das er eigentlich noch nicht gerüstet ist. „Im Mutterleib müssen Kinder diesen Alters ja noch nichts verdauen“, sagt Zimmermann, „der Darm ruht.“

Für Reproduktionsmediziner Markus S. Kupka stellen sich nicht nur Fragen zur Gesundheit. Kupka arbeitet am Kinderwunschzentrum Altonaer Straße in Hamburg, wo man etwa Reagenzglasbefruchtungen vornimmt. Er sagt, irgendwann würden die Kinder wissen wollen, wie sie gezeugt wurden und von wem sie abstammen: „Das hat nichts mit den sozialen Eltern zu tun, das ist ein Urbedürfnis.“

Was, wenn die Mutter stirbt, bevor die Kinder volljährig sind? Dann haben sie keine soziale Mutter mehr, und über ihre biologischen Eltern werden sie nie Genaueres erfahren, da Raunigk sich in der Ukraine mit fremden Ei- und Samenzellen behandeln ließ. „Wir müssen verantwortlich mit den technischen Möglichkeiten umgehen“, sagt Kupka. Der Mediziner würde Alleinstehende oder Frauen in diesem Alter erst gar nicht behandeln. „Es geht immer darum, wie ist das Kind, das gezeugt wird, am besten abgesichert.“

Annegret Raunigk zeigt sich entsetzt über die oft bösartigen Kommentare, die vor allem in den sozialen Netzwerken über sie zu lesen sind. „Ich finde das gemein, ich mache so etwas auch nicht über die Entscheidung anderer.“

Sie ist überzeugt, dass sie mindestens 80 wird, und dann seien die Vierlinge aus dem Gröbsten raus. Und sie macht deutlich: Sie liebt ihre Kinder Nummer 14 bis 17. Ob sie ein Kind hergeben würde, fragt die Moderatorin im Scherz. Nein, sagt Raunigk ganz ernst, keines.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/panorama/kuenstliche-befruchtung-alltag-hoch-vier-1.2997965

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42 CommentsAdd yours

  • Woody - 19/05/2016 Reply

    Interessant, ob andere ihr nachmachen werden? ich meine gesunde fitte Frauen über 60?

  • Gespalten - 19/05/2016 Reply

    ” Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, daß sie ein allgemeines Gesetz werde.”

  • Dingda - 20/05/2016 Reply

    Es ist immerhin keine Leihmutterschaft, wenn die Begriffe “Mutterschaft und Mütterlichkeit ” ganz verschwommen sind.

  • Silke - 22/05/2016 Reply

    Es wundert mich, dass der Thread dazu schon wieder eröffnet wurde.

    Ich finde es immer noch verantwortungslos, auf Biegen und Brechen Kinder zu bekommen. Der Natur sollte man Vertrauen schenken. Es gibt die Wechseljahre nicht ohne Grund. Wenn diese vorzeitig einsetzen, bin ich auch dafür, dass diesen Frauen geholfen wird.

    Aber diese Frau lässt sich fremde Eizellen mit fremden Samenzellen befruchten und erwartete Vierlinge. Ihr Körper ist darauf nicht vorbereitet und zu alt. Es war zu befürchten, dass sie viel zu früh kommen. Mich wundert es, dass sie es überhaupt bis zur 26. SSW geschafft hat.

    Hoffe, die Kleinen entwickeln sich weiter ohne große Komplikationen. Die Frau wird früher oder später überfordert sein.
    Die Alte hat sicher ein Rad ab. Nicht nur das sie verantwortungslos gegenüber den Kindern handelt die vielleicht nicht mal Volljährig (und damit in einer schwierigen Phase sind) sind wenn die Mutter stirbt. Des weiteren riskiert diese olle Nuss auch noch das Leben ihrer Kinder unnötig wenn ich das hier lese, welches Gewicht sie gehabt haben. Die Kinder wären mit dem Alter ihrer Mutter schon genug gestraft (eine 70 jährige bringt ihre KINDER nicht Enkel in den Kindergarten) sie haben vielleicht noch Mankos die sie nicht hätten wäre die Mutter vernünftiger gewesen, weil hier möglicherweise was hätte vermieden werden können.

    Den Kindern wünsch ich alles Gute zum Geburtstag, der Mutter…. hmm weiß ich nicht. Und natürlich mein riesig großer Respekt für die Kiwu-Ärzte!

  • HoppiPoppi - 22/05/2016 Reply

    Naja, aber jetzt mit 66, da hat die Natur es eher vorgesehen, Oma zu werden anstatt nochmals Mutter.

    Ich kenne leider eine Mutter, die mit 50 Zwillinge bekommen hat, auch künstl. Befruchtung im Ausland.
    Ihr Mann und sie sind alles andere als fit, somit muss die große Schwester mit 30ig die Kinder eher aufziehen.
    Ich find das auch total krass, gerade weil sie ja auch schon 13 Kinder hat.

    Wäre das ihre erste Schwangerschaft könnte ich den späten Kinderwunsch verstehen.
    >>Hauptsache das Geld stimmt <<, wie es jemand im Netz bemerkt hat.
    kann man wohl von aus gehen. Die Errungenschaften der Wissenschaft, auch wenn sie ursprünglich für ein anderes Klientel gedacht waren, werden zweck entfremdet eingesetzt. Und das schön unter dem Deckmäntelchen der Hilfe. Die deutschen Ärzte haben der Alten die Idee ausgeredet, die ukrainischen Biotexer haben gezeigt, dass für sie überhaupt keine Grenzen existieren, ob medizinisch oder ethisch…

    Es wird immer Menschen geben, die neue Errungenschaften für sich nutzen wollen.

    Der Kaiserschnitt ist auch ein nettes Beispiel dafür…

  • Dexter - 22/05/2016 Reply

    hab mir extra die RTL-Reportage angeschaut, vollkommen wertfrei. Dachte eigentlich, dass die Frau recht taff sein muss, mit beiden Beinen im Leben steht und weiß wohin sie will. Alles im Vorfeld durchgeplant hat und strukturiert organisiert ist. Sozusagen eine Powerfrau, die ihren Mann steht.

    ABER die Frau hat keine überzeugenden Argumente genannt , warum sie es gemacht hat, nur einfaches.
    Und als sie ihre Tochter bloß gestellt hat, das auch etwas passieren kann….. ….wenn ich soooo ein inniges Verhältnis mit der Tochter habe, muss ich doch planen ” was wäre wenn”. Das Mädel kam mir eher eingeschüchtert vor, so vor die Kamera gezerrt zu werden. Wer weiß, warum die anderen diese Show nicht mitgemacht haben.

    Dann erzählt sie, dass sie es noch einmal in derselben Kiewer Kiwu probieren will….In welchem Alter nur?
    Alle Kinder haben dazu keinen Kontakt zum Vater. Gibt es gleich 5 Väter, die sind oder liegt es doch an diese Mutter, die mir recht egoistisch und verantwortungslos rüber kam.

  • Alexandra - 22/05/2016 Reply

    Hallo,

    ich habe einige Artikel gelesen und weiß ungefähr, worum es geht. Auf RTL habe ich vorhin den Beitrag dazu gesehen.

    Ich habe dazu zwei Gedanken:

    1. Fake
    – sie hat bereits 13 Kinder
    – sie bekommt Vierlinge
    – ihre jüngste Tochter hat das quasi entschieden
    – sie ist 64 All das sind für mich irgendwie Übertreibungen, die für mich darauf hindeuten können, das alles einfach nur ein Fake ist.

    2. Sie wollte nur in die Medien

    – sie hat sich extra in der ukrainischen Biotexcom-Klinik befruchten lassen, um eben Aufmerksamkeit und Gage zu beziehen. Was sie natürlich geschafft hat, wie man sieht. Wie viel Wahrheit in der Geschichte steckt, möchte und kann ich nicht beurteilen.

    Ich kann mich natürlich auch irren und sie hat es tatsächlich für sich selbst gemacht (und natürlich für ihre Tochter), ohne an Geld und Aufmerksamkeit zu denken. Aber ich glaube es einfach nicht. Irgendwann möchte man doch mal Ruhe haben, gerade nach 13 Kindern und im Rentenalter.

    Meine Meinung dazu:

    Frauen mit 66 sollten ihre Gesundheit genießen, solange es geht und sie nicht leichtsinnig aufs Spiel setzen. Man wird heutzutage so schnell krank. Junge Frauen und Männer werden natürlich auch krank, aber es ist auch keine Selbstverständlichkeit, dass man im Alter noch fit ist. Besonders, wenn man schon eine Fußballmannschaft zur Welt gebracht hat, sollte man sein restliches Leben, ohne Verantwortung für noch mehr Kinder/Babys genießen. Finde ich.

    Wenn das aber ihre Art ist, das Leben zu genießen… Man muss es akzeptieren, ich finde es aber trotzdem nicht schön.

  • Alexandra - 22/05/2016 Reply

    Ich hab kurz überlegt, ob ich meine Worte diplomatisch abmildere, mich aber dann dagegen entschieden.

    Deshalb kurz und knapp:

    Das ist moderner, auf dem Rücken von Kindern ausgetragener Egoismus in einer seiner widerlichsten Formen!

    Absolut ekelhaft. Damit meine ich nicht den Vorgang der Schwangerschaft, sondern die Frau als Mensch, sowie die Ärzte, die das zu verantworten haben.
    Und dabei spielt es für mich keine Rolle, ob die Frau schon zwanzig Kinder hat oder ob es ihre erste Schwangerschaft ist.

    Ich werde die Beiträge und Berichte, die es weiterhin zu diesem Thema geben wird konsequent ignorieren, weil ich mich darüber nur aufrege. Da ich es aber nicht ändern kann, werde ich mich kein Stück weiter gedanklich damit befassen.

  • Wiki - 22/05/2016 Reply

    Ich zitiere Kathrin Spoerr aus “Die Welt” von heute:
    “So hat eine 65 Jahre alte Frau zu sein: Rentnerin, vielleicht geschieden, gern auch arm, zwei erwachsene Kinder, vielleicht Großmutter. Viel zu Hause sitzend, fernsehend, SPDCDU wählend, früh aufstehend, Rückengymnastik machend, mit dem Aldi-Katalog die nächste Urlaubsreise planend, ein bisschen erschöpft vom Leben und ansonsten ausschließlich von früher träumend.

    So hat eine 66 Jahre alte Frau nicht zu sein: Mutter einer neunjährigen Tochter und von zwölf weiteren, zum größten Teil schon erwachsenen Kindern, die sie, in einem ereignis- und liebesreichen Leben von fünf verschiedenen, allesamt inzwischen abwesenden Männern bekam, und trotzdem noch immer besessen vom Wunsch nach Zukunft – nach weiteren Kindern.

    Annegret R. aus Berlin ist eine 65-Jährige, wie sie nicht zu sein hat. Schon als sie mit Mitte 50 ihr 13. Kind bekam, machte sie Schlagzeilen. Sie war eine Attraktion, die in Talkshows auftrat und 1,3-Kinder-pro-Frau-Deutschland erklären musste, wie man so irre und so kindergeil sein kann. Sie erklärte und erklärte, aber niemand verstand sie.

    Jetzt, zehn Jahre später, hat sie noch einmal nachgelegt: Schwanger mit 65. Und zwar mit Vierlingen. Vier Kinder im Bauch einer Rentnerin. Gespendete Eizellen, gespendetes Sperma. 20. Woche, bisher keine Komplikationen. Im Sommer sollen die Kinder geboren werden. Ist das eigentlich noch zu fassen?

    Nein. Es ist nicht zu fassen. Es ist verrückt und schon auch ein bisschen irre. Vor allem ist es unvorstellbar. Und darum fallen jetzt alle über Annegret R. her.

    Man hört die Schadenfreude

    Dass unverantwortlich ist, was sie tut, muss sie sich anhören, dass es unnatürlich ist und abstoßend und eigentlich sogar unethisch. Dass man SO WAS verbieten müsste. Dass man die Frau bestrafen müsste. Dass sie abtreiben müsste, was Annegret R. aber schon einmal abgelehnt hat.

    Es wird bereits nachgerechnet: Wenn die Kinder fünf, wenn sie zehn, wenn sie 18, wenn sie 30 sind, wie alt, o Gott, wird dann wohl die Mutter sein. Ihr baldiger Tod wird bereits an die Wand gemalt. Und man muss nicht mal besonders genau hinhören, um die vorweggenommene Schadenfreude über das mögliche Scheitern von Annegret R. durchzuhören.

    Sehr gern würde man ihr auch noch unterstellen, dass sie eine Asoziale ist, aber das wird schwierig, weil Annegret R. keine Asoziale ist, sondern eine Frau mit Hochschulabschluss, eine Lehrerin, die ihr Leben und das ihrer bisher 13 Kinder gut gemeistert hat. Und das verdirbt die Schadenfreude ein bisschen.

    Nun wird es Zeit, Annegret R. zu verteidigen. Die Frage ist ganz einfach, sie lautet: Was geht uns das eigentlich an?

    Die große Familie fängt jeden auf

    Die Antwort ist leicht zu geben: Es geht uns einen Scheißdreck an. Annegret R. kann mit ihrem Körper, dem sie eine Mehrlingsschwangerschaft zumutet, mit ihrem Geld, von dem sie die künstliche Befruchtung selbst bezahlt hat, mit ihrer Lebensplanung, die von unserer Lebensplanung so total abweicht, sie kann mit ihrer Freizeit, die sie der Aufzucht immer weiterer Kinder opfert, und mit ihren Nächten, in denen an Schlaf erst mal nicht mehr zu denken sein wird – mit alledem kann sie machen, was sie will. Es geht die Öffentlichkeit nichts an.

    Und wenn Annegret R. entscheidet, einen Teil ihres turbulenten Lebens über RTL an die Öffentlichkeit zu bringen, so kann sie das auch, und man kann ihr nur wünschen, dass sie dem Sender dafür eine ordentliche Summe Geld abgehandelt hat, damit sie ihre hoffentlich gesund und munter auf die Welt kommenden Vierlinge so gut wie die anderen 13 Kinder versorgen wird.

    Es geht uns nichts an, wann Menschen, Frauen oder Männer, Kinder bekommen. Es geht uns auch nichts an, auf welchem Wege sie Kinder bekommen. Es geht uns nichts an, wie alt sie sind, wenn sie Kinder kriegen, und es geht uns ebenfalls nichts an, wie alt die Kinder sind, wenn die Eltern sterben.

    Es ist absurd, Annegret R. ihre statistische Lebenserwartung vorzuhalten. Zweifellos werden ihre Kinder sie nicht lange haben. Aber sie ist nicht die Erste und nicht die Einzige auf dieser Welt, deren Kinder früh verwaisen. Aber anders als die meisten Kinder in diesem Land, werden Annegret R.s Kinder von einer großen Familie aufgefangen werden.

    Jeder Einzelne ihrer Vierlinge wird sich dann bei 16 Geschwistern anlehnen und sich von ihnen trösten lassen können. Sie alle werden zurückblicken auf die Zeit, die sie mit ihrer liebevollen Mutter hatten, die bei keinem ihrer Kinder an Schuld, an Reue oder an Abtreibung dachte, und darum für 17 Kinder die beste Mutter der Welt sein wird.

    Vierlinge mit 65 – man muss es nicht nachmachen. Aber man muss Annegret R. und ihrer Familie wirklich alles Gute wünschen.”

    Diese Meinung vertrete ich auch. Und die Biotexcom-Ärzte nicht einsperren sondern gratulieren. Weil die Welt sich verändert. Es gibt Social Freezing, schwule und lesbische Paare dürfen Kinder haben. Wir sind alle freie Menschen.

    Und außerdem. Warum ist es eigentlich immer “schlimmer”, wenn Frauen spät Mutter werden? “Späte” Väter werden nicht so an den Pranger gestellt.

  • Eule - 23/05/2016 Reply

    Warum zerreißt ihr euch hier über diese Frau das Maul?

    Es ist allein ihre Entscheidung und nicht eure! Ganz egal wo sie sich behandeln ließ, ob in der Ukraine oder in den USA. Punkt.

    Ich würde meinen Sie wollte noch ein Kind haben, trotz ihres Alters. Ich finde es mutig solch eine Entscheidung zu treffen.

    Sie scheint noch fit zu sein, warum soll sie da keine Kinder bekommen?

    Also kehrt mal vor eurer Tür!

    Leben und Leben lassen.
    Kann jedem doch egal sein! Außerdem gehts keinen was an oder ist euer Leben so uninteressant, dass ihr über eine Frau herziehen musst, die ihr weder kennt noch jemals mit ihr gesprochen habt?

  • Sonja - 23/05/2016 Reply

    Ja, schlimm…

    aber erstens ist eine Eizellspende in Deutschland verboten (wobei ich es mir für eine sehr gute Freundin, die sich nichts mehr wünscht vorstellen könnte) und ebenso das Einsetzen der Eizellen ab 50!!! In der Ukraine dagegen nicht und daher haben die Biotexcom-Ärzte ihre Chance benutzt, um ein medizinisches Wunder zu vollbringen…

    Ich finde es schlimm, dass durch so ein unverantwortliches Handeln seitens Ärzte und Mutter das “Social Freezing” bzw. was damit zusammen hängt so in Verruf gerät.

    Ich hatte vor 3 Jahren eine Fehlgeburt, mein Partner hat mich verlassen und ich wünsche mir sehr ein Kind. Ich hoffe durch das Einfrieren der Eizellen etwas Zeit zur Partnersuche zu erhalten, aber ich würde nicht das durchschnittlich biologische Alter überschreiten wollen, es ist wohl nur eine Art Sicherheit für mich.
    Andere Frauen suchen sich halt irgendwen und hängen dem Mann ein Kind an. Darüber spricht niemand!!!

    Ebenso wenn der Vater ein Opa ist. Es gibt ja immerhin auch Frauen die sich jüngere Männer suchen. Und ob nun der Mann oder die Frau die / der Ältere ist spielt ja wohl keine Rolle.

    Dass es wirklich Frauen gibt, die dies aufgrund der Karriere machen, ist doch Blödsinn!

    Das macht vielleicht einen Bruchteil aus wie Statistiken beweisen..

  • Mellilein - 25/05/2016 Reply

    Hi!
    kann einfach nicht schweigen!!! Wahnsinn! Hab grade den Artikel gelesen (weiß nicht, ob ich überhaupt Recht habe hier zu referenzieren, außerdem da ist die Kiewer Biotexcom- Klinik erwähnt, und kann es klingen, als ob ich dafür Reklame mache). Also zitiere ich einfach: …”Nicht mal ein Jahr ist es nun her, seit die Frage nach der Legitimität der künstlichen Befruchtung noch einmal zur Debatte gestellt wurde. Der entscheidende Durchbruch für eine gesellschaftliche Tirade fiel in jene Zeit, in der Annegret Raunigk, eine siebzehnfache Mutter, die Weltgesellschaft mit einem dubiosen Weltrekord überraschte: mit 65 gebar sie Vierlinge, nachdem sie sich für ein In-vitro-Fertilisation-Programm „mit Erfolgsgarantie“ in der Kiewer Klinik …, sowie für ein biologisches Spendermaterial entschieden hatte.”
    Das ist doch unglaublich!! Wie konnte so alte Dame 4 Kinder austragen? Und dazu – sie HAT SCHON 16 KINDER! Ist sie verrückt? oder liebt so stark Kinder?
    Oder ist diese Information einfach von einem RTL-Reporter ausgedacht? Es klingt aber, als ob es die Wahrheit ist… Bin ich hinter der Zeit zurückgeblieben?
    Was denkt ihr? Kann das überhaupt sein?

  • DongDong - 25/05/2016 Reply

    Die Frau hat eine vierfache Eizellspende hinter sich, also 4 Embryonen einer jungen Spenderin einsetzen lassen. Klar kann man damit nach hormoneller Vorverhandlung ss werden.
    In einer Klinik in Kiew. Es gibt viele ausländische Kliniken, die mit solchen “Erfolgsgeschichten” werben. Das hier ist nur die spektakulärste.
    Das ist nicht sensationell, sondern aus meiner Sicht ist es gesundheitsgefährdender Irrsinn. Und der Arzt der 4 SpenderBlastos einsetzt dem gehört die Zulassung entzogen. Aber das sieht man in Kiew ja nicht so eng.

    Noch was: Die Kosten für die “billige” Behandlung im Biotexcom-Zentrum in Kiew zahlt die Patientin, die Kosten für eine wochenlange intensivmedizische Betreuung der 4 Frühchen zahlen dann alle wir mit unseren Kassenbeiträgen. Die Betriebskosten für einen Intensivbett pro Tag liegen bei ca 1400 Euro (Betriebskosten enthalten keine Therapiekosten wie Medikamente, OPs Blutkonserven usw. , keine Untersuchungen wie MRT usw) , legt man das zuGrunde, entstehen dem deutschen Gesundheitssystem Kosten in Höhe von fast 170000 Euro pro Monat plus Betrag x für Medis, OPs, Untersuchungen Zusatzleistungen wie Langzeitbeatmung…. letztlich reden wir von Behandlungskosten Kosten von bestimmt 300000 Euro pro Monat. Zurückhaltend geschätzt.
    Wie viele verantwortungsvoll durchgeführte IVFs kann man davon sponsern? Lasst uns alle mal rechnen…… und wie viele Kinder würden dann geboren? Ein paar mehr als 4.

    Natürlich müssen die Kleinen behandelt werden. Daran besteht kein Zweifel. Die können ja nichts für den Wahnsinn der behandelnden Ärzte (und der Mutter). Aber wer solche dubiosen Methoden anwendet, der sollte auch für die Folgekosten zur Kasse gebeten werden. Was diese Kliniken machen ist in meinen Augen absolut kriminell. Und gegen jede ärztliche Ethik.

  • Caro - 25/05/2016 Reply

    Naja, ausgetragen hat sie die Kinder ja nicht wirklich.
    Die armen Mäuse wurden viel viel viel zu früh geboren (Gottseidank geht es denen nach einem Jahr gut).
    Sie hat den Kindern einen beschissenen Start ins Leben beschert und eine traurige Zukunft ohne Mama, weil die Frau wird bestimmt keine 120 Jahre alt werden.
    Und noch dazu eine anonyme Spende, dass die Kinder nicht mal ihre Wurzeln erforschen können.

    Traurig und egoistisch!
    Und die Biotexcom-Klinik ist mehr als verantwortungslos, finde ich.
    Die Frau hat m. M. nach eine krankhafte Störung Kinder “zu sammeln”.
    Keine schöne Geschichte und nach einem Jahr ist das noch kein ohne happy end.
    Ich halte es für total bescheuert…nur um des Rekordes willen oder wie? Wenn die Kleinen in die Schule kommen, ist sie so alt wie meine Oma als sie starb.

    Den Kleinen geht es echt viel besser als gerade nach der Geburt. Die lagen erst im Virchow Klinikum in Berlin als dort so viele Kleine an den Bakterien erkrankten und waren wohl sehr schwach.
    Das eigentlich Unverschämte war nur: während Hintz und Kuntz damit leben musste, dass seine Kinder in einer Klinik liegen, die mit gefährlichen Darmbakterien zu kämpfen hat, hat das Fernsehen angefragt wie es denn den “4 Sensationsbabys” gehen würde….daraufhin wurden diese verlegt, weil man kein Risiko eingehen wollte. Danke für die Gleichbehandlung!

  • Caro - 25/05/2016 Reply

    Wo kommt denn immer diese Lust her, über andere Menschen ein Urteil zu fällen? Steht das irgend jemandem wirklich zu? Guckt mal DIE ist ja mal wirklich schlimm, dagegen bin ICH ja wirklich lieb und harmlos?

    Davon ab hatten wir das Thema hier doch echt schon oft genug. Die Story hat soooooo einen Bart
    Jedem das Seine zieht bei Irrsinn dieser Dimension nicht mehr. Das geht über die Freiheit des Einzelnen hinaus. Und JA da erlaube ich mir ein Urteil.
    Illimenz… war die Frage, ob der Reporter sich die Biotexcom-Klinik und Frau Raunigk ausgedacht hat ernst gemeint? Ich meine wie auch immer Du den Artikel gefunden hast…. Dir muss doch klar gewesen sein dass das ernst war….
    und dass sich heutzutage kein Reporter in unserer klagefreudigen Gesellschaft SOWAS ausdenken würde . Und einmal bei google geguckt, dann weiß man auch, dass das nicht nur EIN Reporter geschrieben hat…. es war überall in der Presse.

    Wenn man Dein Zitat googelt, dann kommt genau ein Link der wortwörtlich passt.
    In dem Artikel auf newseurope.info (Sitz in Barcelona- zumindest steht Barcelona im Impressum) ist ein Foto der Frau zu sehen und viele Beteiligte werden mit Namen genannt. Deshalb kommt mir Deine Frage “Kann das wirklich sein? Unglaublich?” seltsam unecht vor.

    Ich kann mir nicht helfen und frage mich gerade, ob die Werbeleute der IVF Firmen nicht vielleicht jetzt länger im Forum blieben und öfter unter einem Nick öfter posten? Damit man den Namen kennt.
    Bis dann doch Werbung kommt. Oder Threads wie der hier.

    Irgendwie sehe ich starke Parallelen …. Auch bezüglich bestimmter immer wiederkehrender Formulierungen.
    Mellilein, tue ich Dir Unrecht?

  • Mellilein - 25/05/2016 Reply

    Hab so was nicht erwartet!!!
    Wenn jemand fragt, ob die anderen etwas gelesen oder gesehen haben, und welche Meinungen haben, ist es ganz normal. Und ich werbe für die Biotexer…
    Das hat meine Freundin verlinkt.
    Du schreibst: …Wenn man Dein Zitat googelt, dann kommt genau ein Link der wortwörtlich passt… – hab doch geschrieben, dass ich zitiere!!
    Was ” Deshalb kommt mir Deine Frage “Kann das wirklich sein? Unglaublich?” seltsam unecht vor” angeht – ja, ich lese Presse und sehe fern ganz selten. Und war ganz lange im Ausland. Ich wusste diese Geschichte nicht!!!!
    Wieso frage ich, ob es Wahrheit ist? In der Presse kann ich sogar Information finden, dass ein lebendiger Schneemann ergriffen ist. Bedeutet das, dass ich sofort daran glauben muss??? Es konnte sein, dass diese Frau nicht so alt ist, oder nicht so viele Kinder schon hat, oder gebär nicht Vierlinge, sondern Zwillinge – so gesagt eine Übertreibung in der Presse.

    Na ja, fühle mich mit Dreck überschüttelt zu sein…

  • Caro - 25/05/2016 Reply

    „Hab so was nicht erwartet!!!
    Wenn jemand fragt, ob die anderen etwas gelesen oder gesehen haben, und welche Meinungen haben, ist es ganz normal. Und ich werbe für die Biotexer…
    Das hat meine Freundin verlinkt.
    Du schreibst: …Wenn man Dein Zitat googelt, dann kommt genau ein Link der wortwörtlich passt… – hab doch geschrieben, dass ich zitiere!!
    Was ” Deshalb kommt mir Deine Frage “Kann das wirklich sein? Unglaublich?” seltsam unecht vor” angeht – ja, ich lese Presse und sehe fern ganz selten. Und war ganz lange im Ausland. Ich wusste diese Geschichte nicht!!!!
    Wieso frage ich, ob es Wahrheit ist? In der Presse kann ich sogar Information finden, dass ein lebendiger Schneemann ergriffen ist. Bedeutet das, dass ich sofort daran glauben muss??? Es konnte sein, dass diese Frau nicht so alt ist, oder nicht so viele Kinder schon hat, oder gebär nicht Vierlinge, sondern Zwillinge – so gesagt eine Übertreibung in der Presse.

    Na ja, fühle mich mit Dreck überschüttelt zu sein… „
    Niemand überschüttet Dich mit Dreck, ich habe nur eine Vermutung geäußert und ich lag offenbar falsch. Das tut mir leid. Deshalb hab ich extra gefragt, ob Du das ernst meinst oder ob ich Dir mit meinen Vermutungen Unrecht tue.
    Das ist aber auch kein Grund gleich so sauer zu reagieren, denn es gibt hier oft so Pseudobeiträge im Forum, die nur dazu da sind bestimmte Themen ins Gespräch zu bringen.

    Ich habe dargelegt, was mich zu der Vermutung geführt hat und Dich zu keinem Zeitpunkt angegriffen. Aber ungläubiges höfliches Nachfragen ist erlaubt.

    Ich entschuldige mich für meine Vermutungen.

    Das mit dem “das hat meine Freundin verlinkt” verstehe ich allerdings nicht (aber das tut nichts zur Sache.)

    Es war wohl alles ein großes Missverständnis.

  • Mellilein - 25/05/2016 Reply

    Hallo Caro!
    Entschuldige mich bitte auch für meine emotionale Reaktion. Ich vermute, dass der Grund von solchen Missverständnissen an den verschiedenen Mentalitäten liegt. Bei mir zu Hause ist es ganz normal, wenn die Leute verschiedene Artikel und Fernsehsendungen besprechen und ihre Meinungen äußern. Ich habe nie gedacht, dass es Werbemails sein können. Jetzt hast du mich einen Hacken schlucken gelassen. Vielleicht war ich zu naiv.
    Ich verstehe aber noch nicht, was man als Werbung in meinem Zitat aufnehmen kann. Habe paar Mal gelesen, was ich oben geschrieben habe. Es ist doch Blödsinn, so was zu werben! Das Einzige, was mir einfällt – „in der Kiewer Biotexcom-Klinik“ (hab echt vergessen, wegzuschmeißen). Sonst verstehe ich einfach nicht…
    Was siehst du merkwürdiges, dass meine Freundin mir verschiedene links schickt? Hast du solche Freundinnen nicht? Bei mir ist sie nicht die Einzige, die das macht. Sie weiß, dass ich jetzt einen großen Kinderwunsch habe, deshalb schickt sie mir oft links, die mit Schwangerschaft, Mutterschaft, KiWu-Behandlungen verbunden sind. Diese Artikel können komisch, tragisch (wie diese) oder nützlich sein. Ich finde, dass es ganz normal ist. Anders kann sie mir nicht helfen und irgendwie unterstützen. Außerdem wohnt sie im Ausland. Also sehen wir einander ganz selten.
    Aber in jedem Fall werde ich jetzt bestimmt keine Artikel mehr besprechen )))

  • Crimsopink - 25/05/2016 Reply

    Mellilein, jetzt lass es halt mal gut sein. Wieso schreibst du nicht dort, wo du deine Muttersprache verwenden kannst? Deine google-Translator Postings kann kein Mensch verstehen. Es ergibt schlicht keinen Sinn, dass jemand, der ganz offensichtlich kein Deutsch kann, ausgerechnet hier immer und immer wieder über Eizellspende-Themen im Biotexcom-Zentrum “diskutieren” möchte. Wenn du meinst, wir merken das nicht, hältst du uns offenbar für ziemlich bescheuert. Sind wir aber nicht.
    Du schreibst aber doch überhaupt nie über spezielle Gegebenheiten hier in Deutschland, nur immer wieder über Kiew – aber gut, du bist natürlich ein Unschuldslamm und ich werde nie wieder etwas sagen.

  • Stellmach - 27/05/2016 Reply

    Wir dürfen nicht alles machen, was wir können.

  • Aranja - 27/05/2016 Reply

    Wunschkinder, aber später 🙂

  • Domirende - 27/05/2016 Reply

    Mich freut aber dass die Annegret ihre Embryos nicht ausgewäht hat und allen Kindern das Leben geschenkt hat.

  • King king King - 30/05/2016 Reply

    Angenehm offene Weise so sein wie du bist

  • Mondstaub - 03/06/2016 Reply

    Frau Annegret Raunigk lebt streng genommen übrigens von Stütze. Sie hat zwar mal eine Ausbildung zum Lehrberuf gemacht, aber seit diese mit Ende 20 beendet war, ist sie im Grunde mit nur kurzen Unterbrechungen (Unterricht) immer, wenn nicht im Mutterschutz, dann im Mutterschaftsurlaub. Zusätzlich denke man an die Fehltage durch kranke Kinder. Der Schulleiter darf die Stelle nicht besetzen, da die Planstelle offiziell besetzt ist, auch wenn sie wahrscheinlich auf eine Auszeit von ~25 Jahren kommt. Nur weil der Beamtensoll noch sicherer und vor allem höher ist als staatliche Alimentierung in Form von H4, konnte sie überhaupt diesen “Lebensstil” haben. Absolute Versorgungssicherheit vom Vater Staat machte auch die leiblichen Väter der Kinder in deren Versorgerrolle überflüssig, weshalb diese natürlich auch keine Rolle mehr spielen und sie im letzten Kapitel nicht mal mehr erscheinen müssen. Soll dies eine Familie heißen? Soll das heißen, dass die Repromedizin den Menschen hilft? Dies ist eine Frage an Sie, geehrte Biotexcom-Ärzte, haben Sie auf diese Weise Frau Raunigk geholfen? Schöne neue Welt. Mir gruselt.

  • Labello - 03/06/2016 Reply

    Jetzt fehlt ja nur noch ein Wettbewerb, bis zu welchem Alter eine Frau Kinder mit der Biotexcom-Klinik gebären kann … Vielleicht geht’s auch mit 70. Andererseits wenn man schon so eindringlich von den ethischen Problemen in diesem sehr persönlichen Fall spricht, dann sollte man doch wenigsten begründen, warum man den Fall für ethisch bedenklich hält. Die Tatsache, dass es sich hier um ein gewisses Risiko handelt, kann allein noch keine ethischen Bedenken begründen – denn ein hohes Risiko gibt es ja für ziemlich viele alltägliche Aktivitäten (Autofahren z.B.). In diesem Fall scheint Fr. Raunigk den größten Teil der Risiken selbst zu tragen; in einem freiheitlichen Staat sollten Menschen in der Lage sein, Risiken einzugehen die andere nicht eingehen würden. Die Behauptung, dass ältere Menschen keine guten Eltern sein können wird ebenfalls nicht begründet und scheint mir eher ein Vorurteil zu sein. Wie gesagt, es handelt sich um einen doch sehr persönlichen Fall. Wenn Politiker und Journalisten über einen solchen Fall so öffentlich moralisieren, dann sollten sie doch zumindest verantwortlich genug sein, ihre moralischen Urteile zu begründen.

  • Poppi - 03/06/2016 Reply

    Auf der einen Hand, will jeder sein individuelles Recht auf Selbstverwirklichung geschützt haben, aber wenn Leute dieses Recht in einem Maße nutzen, das nicht gesellschaftlich der allgemeinen Norm entspricht, regen sich alle auf. Besonders die Medien. Aber es scheint ja schon Standard zu sein, sich in das Privatleben anderer Menschen einzumischen. Zum Beispiel bei den Schülern und Angehörigen des abgestürzten Germanwings-Fliegers und jetzt, schon nach einem Jahr bei dieser Frau, bei den Biotexcom-Ärzten… Dass sowas nicht nur im Youtube, sondern sogar in der FAZ diskutiert wird, zeigt, dass selbst die selbsternannte geistige “Elite” nur noch einen Katzensprung von der BILD-Leserschaft entfernt ist. Und das alles in den Zeiten, wenn Familienplanung (Abtreibungen, Verhütung, Samenspenden, Adoptionen, etc.) schon lange gesellschaftlich akzeptiert ist. Und urplötzlich bricht ein Shitstorm los, weil eine alternde Neurotikerin mit einer speziellen Variante des Münchhausen-Syndroms die biologische Uhr austrickste.

  • Nadine - 03/06/2016 Reply

    Die Natur hat nun mal eine Grenze gezogen Kinder zu bekommen, nicht ohne Gründe, alles hat seinen Sinn. Ob dieses bei einer Frau durchaus schon mit 35 beendet sein kann, oder erst mit 55 ist eben unterschiedlich. Wenn es noch Natur bedingt möglich ist, sehe ich aber noch keine Moralischen Bedenken. Aber nach der Menopause ist nun mal Natur bedingt Schluss und dieses sollte man einfach akzeptieren, alles darüber hinaus ist unverantwortlich und egoistisch. und wenn sie schon ins Ausland (das war das Kiewer Biotexcom-Zentrum) geht, um “mit biologischer Gewalt” schwanger zu werden, dann soll sie sich auch im Ausland selbst kostenpflichtig behandeln lassen. Immer wieder liesst man, das Eigen- und Selbstverantwortung dem Staat zugeschustert wird und dafür vom Staat auch noch Extrawürste verlangt und diese Selbstgerechtigkeit geht mir ganz schon auf dem Wecker: “Wer etwas haben will, muss dafür Leistung bringen !” und nicht immer alles auf dem Staat abschieben. Die Degeneration unserer Gesellschaft schreitet vehement voran.

  • Lelec - 03/06/2016 Reply

    Es wird Ihnen nichts nützen. Persönliche Befindlichkeiten taugen nicht zur Etablierung einer Moral, die eine Gesellschaft fit für die Zukunft macht und ihr wieder Biss verleiht. Die Menschheit hat das Recht “die Farbe zu wechseln” will heißen, dem Fortschritt in anderen Regionen eine Heimat zu bieten. Exakt das passiert doch gerade. Die hier problematisierten Techniken werden im Ausland ganz selbstverständlich angeboten. Deutschland hat, was Embryonenschutz, Reproduktionsmedizin und Gentechnik anbetrifft, die schärfsten Gesetze und wird irgendwann den Preis dafür bezahlen. Billy Joel wird Vater, mit 65, und die Literaturnobelpreisträgerin Bertha von Sutter, geboren 1843, hat ihren Vater nie kennengelernt, denn der war schon 75 und ist während der Schwangerschaft gestorben. Die Politik verlangt Gleichbehandlung auf allen Ebenen, die Modernisierung der Gesellschaft und die Anwendung der neuesten Technologien, vom Auto bist zur IT- Technologie. Und ausgerechnet in der Reproduktionsmedizin bleibt Deutschland meilenweit hinter dem Weltstandard, insbesondere des angelsächsischen Raumes, zurück. Amerika, du hast es schon immer besser gehabt. Und jetzt noch mein Respekt vor den Kiewer Biotexcom-Ärzten. Weiter so, Jungs!!

  • rahbeah - 03/06/2016 Reply

    Ich bin sicher, deutsche Kliniken (genauso wie die ukrainische Biotexcom) werden keine Mühen scheuen, irgendwie die Lebendgeburt der Vierlinge zu ermöglichen, und dann alles daran setzen, dass wenigstens eines der Kinder überlebt. Das ist OK, selbst dann, wenn die ethische Motivation von anderen Interessen überlagert wird. Dieses Experiment wird von der Solidargemeinschaft der Krankenversicherten bezahlt, ob dies das wollen oder nicht, finanziell ist das Risiko abgesichert. „Ich finde, das muss man für sich selbst entscheiden“. Gilt das auch für die vier noch ungeborenen Kinder? Falls sie überleben, haben sie zur Konfirmation oder Jugendweihe keinen Papa, auch keine Mama, keine Oma, bestenfalls eine Frau, die aussieht wie eine Urgroßmutter, sich als ihre Mutter ausgibt, und in Wirklichkeit allenfalls als „Leihmutter“ durchgeht. Ob eines der 13-17 Kinder freiwillig in einem ungenehmigten Kinderheim aufwachsen wollte? Warum finanziert die Gesellschaft diesen Wahnsinn? Warum konnte man dieses Verbrechen nicht verhindern?

  • trettrettri - 03/06/2016 Reply

    Sicher ist das nicht „normal“, aber was ist das heutzutage schon? Conchita Wurst ? Homoehe ? Einem Menschen wie Frau Raunigk wird man die Schuld an der demografischen Katastrophe in Deutschland jedenfalls nicht anlasten können, genauso wie den Kiewer Biotexcom-Profis. Die Entscheidung für das Leben, egal unter welchen Umständen, sei es bei der ungewollten Schwangerschaft einer 13 jährigen oder so wie im vorliegenden Fall, ist immer der “Kultur des Todes” durch Abtreibung vor zu ziehen. Und warum wollen immer ein Teil der Gesellschaft Gott spielen oder die sich über die Natur stellen? Ich warte, wann der erste Minotauros gezeugt wird!

  • danichris - 03/06/2016 Reply

    Moralische Bewertungen sollten zurückgewiesen werden, um nicht andere Frauen, die das 40. Lebensjahr überschritten haben, davon abzuhalten, noch ihr Kind zu bekommen. Die Welt sieht nämlich heute anders aus, was uns ja auch täglich vorexerziert wird, wenn auf die neuesten Ergebnisse der Genderwissenschaft verwiesen wird untermauert durch Antidiskrimierungskampagnen. Aber die deutsche Frau darf bei ihrer Familienplanung beliebig diskriminiert werden. Dass Akademikerinnen nicht nach dem Studium gleich schwanger werden und sich damit um alle Chancen in der Berufswelt bringen, ist doch wohl nachvollziehbar. Und dann ist das 35. Lebensjahr schon erreicht. Vielleicht gibt es dann keinen Partner, vielleicht klappt es nicht gleich mit der Befruchtung und schwupp die wupp, ist man über 40. Dann wird aber schon der Zeigefinger erhoben. Hier sind stattdessen klare Indikatoren angezeigt mit Wahrscheinlichkeiten. Danach soll sich jeder das Risiko, das er eingeht, selber aussuchen. Ohne Kommentar. Biotexcom-Klinik – mein Beifall.

  • Evelyne - 03/06/2016 Reply

    Ganz abgesehen von der ethischen und medizinischen Diskussion frage ich mich, wann hat diese Lehrerin bei 13 Schwangerschaften eigentlich gearbeitet. Wohl wenig, dafür hat sie wie bei Beamten eben üblich über die ganzen Jahre volles Gehalt mit den üblichen Kinderzuschlägen bezogen und nun geht sie mit 71,7% ihrer letzten Bezüge in Pension. Kurz gesagt, auf Kosten der Steuerzahler hat sie ihren Narzissmus ausgelebt. Gehalt der letzten 35 Jahre + Pension die nächsten 20 Jahre summieren sich auf ca. 2,5 Mill. Euro ohne die etwaigen Beihilfen. Schämen sollte sich nur diese Dame. Es geht auch nicht darum, dass sie 13(!) Kinder in die Welt gesetzt hat, es geht vielmehr darum, wie und warum. Aber auch das ist nicht des Pudels Kern. Der Hauptkritikpunkt ist die Tatsache, dass sie im Alter von 65 sich noch einmal dazu entschließt weitere vier(!) Kinder zu gebären. Es bedarf lediglich eines gesunden Menschenverstandes dies zumindest hinterfragen zu wollen. Was die staatliche Finanzierung angeht, auch darüber darf man diskutieren. “Sie glauben doch nicht wirklich, dass eine Mutter, die für 13 Kinder verantwortlich ist, auch noch einem Vollzeit- oder auch nur Teilzeitjob nachgehen kann.” Eben! Ich kann die Begeisterung dieses Biotexcom-Rekordes nicht verstehen. Sieht man mal davon ab, dass es hier um das ganz normale “Beamtenbashing” geht, ist der Anlass hier ja wohl doch etwas daneben: Da wird einer Beamtin vorgeworfen, viele Kinder bekommen zu haben, auf Kosten des Steuerzahlers. Gesellschaftlich haben wir grundsätzlich ein Interesse daran, dass Menschen Kinder bekommen. Übrigens auch berufstätige Frauen – und dafür muss sich keine schämen. Es wäre ja noch schöner, wenn jetzt berufstätige Frauen plötzlich aus Rücksicht auf den Arbeitgeber keine Kinder mehr bekommen dürften oder nur noch eine bestimmte Anzahl. Ob diese Dame im konkreten Fall womöglich nicht ganz richtig tickt und vielleicht besser nicht auf anderer Leute Kinder losgelassen werden sollte, steht auf einem anderen Blatt. Aber deswegen muss man jetzt nicht gleich wieder mit den ganzen Vorurteilen gegen Beamte aus der Deckung kommen. So impliziert Ihr Beitrag z.B., dass Beamte während der Erziehungszeiten das volle Gehalt bekommen. Und das ist schlicht unwahr!

  • Vivienne - 03/06/2016 Reply

    Bei allem Verständnis für Kritik in diesem Fall, aber Ihre Rechnerei ist wieder typisch für unser Land (ob der Fall nach einem Jahr schon typisch für die Biotexcom-Klinik aus Kiew geworden ist??). Diese Frau hat 13 Kinder groß gezogen und Sie fragen sich tatsächlich, wann sie denn eigentlich gearbeitet hat? Rund um die Uhr wahrscheinlich!!! Sie glauben doch nicht wirklich, dass eine Mutter, die für 13 Kinder verantwortlich ist, auch noch einem Vollzeit- oder auch nur Teilzeitjob nachgehen kann. Wenn wir familiär erbrachte Erziehungsleistung mit den Kosten staatlicher Erziehungsleistung (Heimplatz pro Kind meines Wissens ca. 5000 pro Monat) ansetzen würden, ja dann rechnen Sie mal, wie viel mehr diese Frau tatsächlich geleistet hat, als Ihre verachtende Rechnung hergibt. Mich wundert, dass Sie so viel Zustimmung für Ihren Kommentar bekommen haben. Ich schäme mich ganz arg dafür. Die gesamte Familie lebt offenbar fast ausschließlich auf Kosten des Steuerzahlers. Und die Frau weiß außerdem genau, dass sie mit ihren zahlreichen Auftritten im Raritäten-Kabinett des deutschen Fernsehens noch ordentlich zusätzliche Kohle machen kann. Widerlich – die armen Kinder sind ihre Opfer. Nein, ich finde diesen Ansatz ist falsch, wenn sich 13 Kinder nicht rechnen, dann rechnet sich auch ein Kind nicht, damit würden sie die Kinder aller Beamter als Minusgeschäft für den Staat deklarieren. Da ich aber nicht davon ausgehe, dass die Kinder wieder alle Beamte werden, schafft sie damit unter Umständen Beitragszahler für die Gesetzliche Rentenversicherung.

  • manuel - 16/03/2017 Reply

    Denke, dass ihre große Kinder helfen ihr, arme Kinder ohne Kindheit(

  • Nana - 02/03/2018 Reply

    Habe gestern schon mal den Artikel über diese “junge” Mutter kommentiert http://de.newseurope.info/?p=48830. Bei mir bleibt ihr Bescheid mit 65 Mutter zu werden, als Geheimnis. Bin kein Gegner der Leihmutterschaft und IVF, aber nicht in diesem Fall.

  • Bianka - 06/03/2018 Reply

    Na gut. Diese Frau, Annegret Raunigk, hat den Beschluß, mit 65 Mutter zu werden, selbst gefasst. Es ist selbsverständlich gut, dass die Reproduktionsmedizin zur Zeit auf großem Niveau ist. Die stellt den unfruchtbaren Frauen wunderschöne Möglichkeiten zur Verfügung vor. Annegret Raunigk hat schon 14 Kinder. Wozu braucht sie noch? Im Artikel steht eine gute Frage: Wird die Mutter bis zur Volljährigkeit der Kinder leben? In ihrem Fall ist dies die Hauptfrage, da Kinder fast ihr ganzes Leben Mutterhilfe und Muttersorge brauchen.

  • Liam - 22/05/2018 Reply

    eine seltsame frau. warum wollte sie in ihrem alter vierlinge? vielleicht wollte sie adrenalin. würde sie besser aus einem flugzeug mit fallschirm abgesetzt. aber nein, sie fuhr in die ukraine und hatte eine eizell- und samenspende durchgeführt. die körperliche zustände der kinder machten sorge nicht dieser unverantwortlichen frau, sondern den ärzten.

  • Max - 01/06/2018 Reply

    Ein Egoismus! Eine solche späte Schwangerschaft ist mit zahlreichen Risiken sowohl für die Mutter, als auch für die Kinder verbunden ist.

    • Jens - 08/06/2018 Reply

      Du hast Recht. Das ist nur ein reiner Egoismus! Sah ein Video über diese Frau und ihre Kinder, die schon 3 Jahre alt sind. Ehrlich gesagt war ich erstaunt. Die fehlende medizinische Versorgung der Kinder macht dieser Frau keine Sorgen. Sie ist müde und vielleicht unzufrieden, wenn Kinder ihre Hilfe brauchen. Und wer ist schuld daran, dass sie mit 65 noch so viele Kinder zur Welt bringen wollte?

  • Liam - 03/07/2018 Reply

    Nichts Gutes hat diese Schwangerschaft ihr gebracht. Und diese Abenteuer. Sie ist vielleicht unzufrieden. Natürlich ist sie nicht glücklich, dass keine Freizeit hat. Aber das war ihre Entscheidung. Und Kinder müssen durch ihr Egoismus und Wahnsinn leiden.

  • Osi - 12/07/2018 Reply

    Wer noch nicht auf dem laufendem ist, so gibt’s was Neues über diese Annegret. Das Video wurde von einer berühmten RTL‚EXTRA‘-Moderatorin Birgit Schrowange gefilmt https://www.rtl.de/cms/vierlingsmutter-annegret-raunigk-68-hat-ganz-schoen-zu-kaempfen-4173188.html. Sie besucht diese Familie schon zum Zweiten mal, wenn ich mich nicht irre. Die Erwartungen und die konkrete Realität sind leider verschieden.

  • Katharina - 29/08/2018 Reply

    Kein Wunder! Sie ist wie eine Katze. Sie hat schon viele eigene Kinder geboren. Und späte Schwangerschaften für solche Frauen sind keine Belastung oder noch etwas. Das ist vielleicht ein Weg der Einsamkeit zu fluchten. Und die Nutzung der Dienste von ukrainischen oder anderen Kinderwunschkliniken kann das nicht ändern, das wird das Problem verschlimmern.

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