Debatte um Eizellspenden – Zwischen „Fetozid“ und moderner Medizin

Published 17/10/2018 in Familie, Gesellschaft, Gesundheit, Medizin, Wissen

Debatte um Eizellspenden – Zwischen „Fetozid“ und moderner Medizin

 
Sollte die Leihmutterschaft in Deutschland erlaubt werden? „Mein Kopf sagt ja und mein Bauch sagt, es ist schwierig, gut umzusetzen“, sagt Annika K. Ludwig im heute.de-Interview.

Eizellspende, Embryospende, Leihmutterschaft: Was darf die Medizin in Deutschland? Ärztin Annika Ludwig berichtet im heute.de-Interview von neuen Möglichkeiten und alten Problemen.

heute.de: Wie haben sich die Patienten verändert in den letzten 30 Jahren?

Annika K. Ludwig: Sie sind informierter über die letzten 15 Jahre. Sie wissen, was im Ausland und was hier möglich oder nicht möglich ist, weil es über das Internet mehr Möglichkeiten gibt, sich zu informieren – etwa über „Betroffenen“-Foren.

heute.de: Was ist heute anders als 1990?

Ludwig: Die Forschung ist weiter. Bisher gab es überhaupt keine Studien zur Entwicklung der Kinder und man hatte Bedenken, die mehr einem Bauchgefühl entsprachen. In England gibt es jedoch inzwischen gute Studien zur Gesundheit der Kinder nach Eizellspenden. Wir wissen, dass es den Kindern langfristig gut geht, dass sie sich genauso gut entwickeln wie andere Kinder, dass sie sich psychologisch genauso entwickeln, die Familienstruktur normal ist und dass diese sich nicht von anderen Familien unterscheiden.

heute.de: Haben die Paare manchmal moralische Bedenken bei der Eizellspende?

Ludwig: Moralische Bedenken haben die, die sagen, das kommt für uns infrage, und dann ins Ausland gehen, nicht. Das empfinden die einfach nur als ungerecht, dass die Samenspende erlaubt ist und die Eizellspende aber nicht – und, dass sie jetzt zu den Behandlungskosten auch noch Fahrt und Reisekosten tragen müssen.

Da ist Fetozid inklusive, quasi mit im Preis, das geht gar nicht.

heute.de: Ist anderswo alles besser?

Ludwig: Ganz sicher nicht. Wenn sie in die Ukraine gehen, da haben sie eine hemmungslose Reproduktionsmedizin. Dort bekommen sie die Eizellspende mit dem Versprechen der hundertprozentigen Schwangerschaftschance. Da werden vier Embryonen transferiert. Wenn sie vier Embryonen junger Frauen bekommen, dann ist die Schwangerschaftsrate irrsinnig hoch und dann wird im Nachhinein eine Vierlingsschwangerschaft auf eine Zwillingsschwangerschaft reduziert. Da ist Fetozid inklusive, quasi mit im Preis, das geht gar nicht.

heute.de: In Deutschland gibt es doch ein Recht darauf, die Abstammung zu kennen?

Ludwig: Das ist ein großes Problem, denn die Paare, die ins Ausland gehen, bekommen in aller Regel eine anonyme Eizellspende und damit wird dem Kind hier die Kenntnis seiner Abstammung verwehrt. Wenn wir eine Eizellspende hier erlauben, dürfte es hier keine anonymen Eizellspenden geben. Die Paare wissen, es wäre gut das Kind aufzuklären, doch viele tun sich damit schwer. Hier kann man eine verbindliche psychosoziale Beratung ans Herz legen, die die Patienten darauf vorbereitet, wie wichtig es ist, Kinder aufzuklären, Hilfestellung dazu zu geben.

heute.de: Sollten wir die Leihmutterschaft auch erlauben?

Ludwig: Mein Kopf sagt ja und mein Bauch sagt, es ist schwierig, gut umzusetzen. Wir können es nicht erlauben, bevor wir nicht wissen, wie wir es umsetzen wollen. Dazu kommt das schwierige Thema unserer Gesellschaft: Lesbische Paare können problemlos schwanger werden, während für schwule Paare die Leihmutterschaft der einzige Weg ist – und das ist für mich ungerecht.

Der Kopf sagt prinzipiell, es sollte erlaubt sein – aber erst, wenn wir es richtig regeln können.

Die Schwangerschaft ist aber ein langer Zeitraum, der mit langfristigen Risiken verbunden ist, die die Frau eingeht. Darüber muss man die Frau auch aufklären: Ob sie diese Risiken eingehen will, dafür dass sie selbst keinerlei Nutzen hat. Dazu kommt ein Bindungsproblem. Die Frau baut eine Bindung zu dem Kind auf. Juristen sagen, dass die Frau einen Zeitraum haben könnte, in der sie sagen kann, sie gibt das Kind nicht raus und die Wunscheltern dies akzeptieren müssen. Der Kopf sagt prinzipiell, es sollte erlaubt sein – aber erst, wenn wir es richtig regeln können. Es wird sehr schwierig sein, dies zu regeln. Das ist vielleicht ein Punkt, wo wir sagen, man kann nicht jeden Wunsch erfüllen.

Das Interview führte Petra Otto.

 

Quelle:

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/interview-fortpflanzungsmedizinerin-ludwig-ueber-eizellspenden-und-leihmutterschaft-100.html

 

 

Print article

22 KommentareKommentieren

  • Alayna - 18/10/2018 Antworten

    wie bei anderen dingen kommt es auf die freiwilligkeit an.
    jeder vollidiot darf kinder in die welt setzen und auch behalten. oft auch, unter beobachtung durch das jugendamt, obwohl es nachweislich gewalt und/oder kindesmissbrauch durch die eltern gegeben hat.
    nur weil man die gene teilt, meitn man, dass man die familie erhalten muss. egal was passiert.

    aber wenn eltern, die ihr kind liebevoll behandeln würden und es ein gutes zuhause hätte, dann ist es verboten, dass man das kind einer anderen person übernimmt.
    das ist dann auf einmal schlecht und darf nicht sein.

    natürlich sollte es keinen zwang geben – aber ich verstehe einfach nicht, warum es einer frau nicht erlaubt sein soll, dass sie ihr kind jemand anderem überlässt. das kind selbst braucht nur leibende bezugspersonen-egal wer das ist. guckt ihr euch nur die geschichte an: http://www.leihmutter-schaft.de/elterngluck-durch-leihmutterschaft/

  • AkhilLokesch - 18/10/2018 Antworten

    Guter Punkt, aber wie will man die Freiwilligkeit gewährleisten bei Kiwu-Kliniken aus der sog. 3 Welt? Über den Skandal mit der ukrainischen Biotexcom-Klinik schon gelesen? Rechtlich ist sicher alles wasserdicht, aber ist es freiwillig?
    Das ist auch der Grund warum ich gegen Auslandsadoptionen bin. Obwohl Adoption finde ich prinzipiell eine super Sache… Das ist aber dann kein Problem mit der Repromedizin per se, sondern mit den Zuständen in der 3.Welt.
    Und die betreffen alle Bereiche: Kinderarbeit, vergiftete Umwelt durch niedrige Standards,..
    Nach der Logik müsste man hier Jeans verbieten, Textilien, Smartphones, weil die Bedingungen in diesen Ländern so schlecht sind.
    Man sollte lieber Bedingungen formulieren, unter denen LM, Eizellspende, Samenspende etc etc legal ist, und da fielen ausgebeutete 3Welt Länder nach meinem Geschmack nicht rein.

  • Vacoochie - 18/10/2018 Antworten

    Nach der Logik müsste man hier Jeans verbieten, Textilien, Smartphones, weil die Bedingungen in diesen Ländern so schlecht sind.

    Nein, nach Ihrer Logik ist durch ein Unrecht( unfaire Bedingungen bei der Jeansproduktion) jedes andere automatisch legitimiert.
    Darum nochmal: Leihmutterschaft, Eizellspende: ja aber nur deutsche Frauen nach medizinischen und Psychotest für LM und Eizellspende legal überall im Land.
    Und sie würden sehen, wie sich das Problem von selber löst.

  • MaeMint - 18/10/2018 Antworten

    Ich würde es auf ganz Europa ausdehnen, damit man nicht mehr auf solchen „günstigen“ Kiwu-Kliniken wie die ukrainische Biotexcom fixiert ist oder zumindest Länder, die bestimmte soziale und kulturelle Standards erfüllen. Medizinische Test und Psychotest finde ich sinnvoll. Psychologische Begleitung aller Beteiligten auf Wunsch, medizinische sowieso,…. man bekommt schon ein paar sinnvolle Regeln zusammen wie es funktionieren könnte.
    Wohl eher sollte man die „Auftraggeber“ psychologisch untersuchen. Da ist schon eine ordentliche Portion Narzissmus und Anspruchsbehauptung dabei, eine Dehumanisierung von sozial schwächeren wenn man für sich beansprucht sie derartig zu instrumentalisieren um seinen vermeintlichen Status mit erkaufter (eigentlich erpresster) Elternschaft aufzubessern.

  • just me - 18/10/2018 Antworten

    ich sehe da nur eine möglichkeit leihmutterschaft oder zellenspenden ethisch vertretbar zu legalisieren, in der form einer offenen adoption und ohne honorar, und dadurch den massiven babytourismus zum biotexcom-zentrum und co zu stoppen.

    ich sehe nämlich nicht das es besser ist den wert eines kindes als ein drittel einer eigentumswohnung in österreich zu bemessen als irgend ein viellleicht eben niedrigeres „honorar“ in einem 3. welt land. beides ist menschenhandel egal ob die austrägerin genötigt wird oder sich einreden kann kinder produktion einer marktlogik zu unterwerfen hätte etwas mit freiwilligkeit zu tun.

  • Jarlenne - 18/10/2018 Antworten

    Die Eizellspende wird gerade sehr in Frage gestellt, da man mittlerweile die ethischen Probleme die sie birgt, bzw. die Unvereinbarkeit mit Kinderrechten nicht mehr ignorieren kann. Genauso ist es mit der Samenspende problematisch: Jetzt wo die aus Samenspende entstandenen Kinder Zugang zu ihren biologischen Vätern einfordern. Ob man Eizellspende und Leihmutterschaft ethisch vertretbar oder findet oder, ist sekundär gegenüber dem Grundproblem: dass dieses und viele andere hochrelevante gesellschaftliche Themen (Zukunft der Arbeit https://socialkairos.wordpress.com/…-oder-was/, persönliche Daten https://socialkairos.wordpress.com/…uckerberg/ u.v.m.) nicht rechtzeitig diskutiert und schon gar nicht beeinflusst werden können weil die Märkte die Entwicklung diktieren, nicht die Menschen. DAS muss sich ändern, eben damit keine Kinderlosen mehr aus Deutschland zur Biotexcom-Klinik pilgern müssen.

  • PastelCutie - 18/10/2018 Antworten

    Die Alternative für die Kinder ist es halt, nie geboren worden zu sein. Also ich denke, ich würd mir eher liebende Eltern wünschen, die aus physiologischen Gründen halt nicht in der Lage sind, Kinder zu bekommen und es deswegen so versucht haben, als Eltern die fruchtbar sind, aber denen ich „passiert“ bin und die mich vielleicht gar nicht in ihrem Leben haben wollen.

    Man kann ja wohl alles gesetzlich regeln. Kein Grund für ein Totalverbot meiner Meinung nach. Eizellspende und LM gibt es für die deutschen unfreiwillig Kinderlosen am günstigsten in der Ukraine (https://www.youtube.com/channel/UC3wkbgaaXc2XaxTYJhtR0rA), dann in einigen europäischen und US Staaten, dort kann man gesetzlich viel regeln, dass alle Personen abgesichert sind. In Indien ist es glaub ich eh schon verboten. Wenn man das europaweit sauber regelt, dann sehe ich kein Problem.

    Und bitte machen wir uns nichts vor, auch bei normalen Schwangerschaften und IVFs wird getestet ob das Kind gesund ist. Wollen sie das verbieten? Das Organscreening, die Bluttests? Wollen sie Mütter zwingen ein schwer behindertes Kind auf die Welt bringen zu müssen, um ihm dann beim Sterben zusehen zu müssen? Nicht, oder?

    Und dann genetische Abstammung. Ist auch nicht alles. Oft sind Kinder ARM bei ihren genetischen Erzeugern, wenns saufen etc. Das kann kein Argument sein.

  • SammieSpeaks - 29/10/2018 Antworten

    Bei der ganzen Diskussion sollte man sich mal bewusst werden, dass wir als Menschen nicht soweit gekommen sind weil wir als Individuen so perfekt entwickelte Organismen sind, sondern weil wir die sozialsten Lebewesen auf dieser Erde sind.

    Unser Gehirn hat sich schon lange nicht mehr weiterentwickelt, unsere sozialen Strukturen hingegen schon.

    Die Stärke des Menschen ist nicht seine Intelligenz oder seine Biologie, sondern seine Fähigkeit des Zusammenarbeitens, des Miteinanders. Das klingt cheesy, ist aber das einzige was uns von Affen unterscheidet. Und da wir die natürliche Selektion weitgehend abgeschafft haben, unsere Gene aber immer weiter mutieren, müssen wir, solange wir uns auf natürliche Weise fortpflanzen, auch mit einer laufenden Verschlechterung unseres Genpools rechnen.

    Allein deshalb werden wir früher oder später gezwungen sein, die Sache in die Hand zu nehmen und solche Fälle http://de.newseurope.info/?p=54505 schon jetzt begrüßen. Ich denke, die nächsten 100 Jahre werden von einer regelrechten Dialektik aus Dysgenik und Eugenik bestimmt sein.

  • Savitar - 29/10/2018 Antworten

    Falsch. Das scheitert schon an der Behauptung “die sozialsten Lebewesen“
    Wie wollen Sie das messen? Und warum begrüßen Sie Raunigk mit ihren Biotexcom-Vierlingen? Die sozialsten Lebewesen sind eigentlich die, die ohne Gemeinschaft keine Überlebens- und Fortpflanzungschance haben. Das wären Bienen oder Ameisen.

    Das Sozialverhalten des Menschen hat sich kaum verändert in den letzten 50.000 Jahren, die kulturelle Leistung dagegen enorm. Es ist die Intelligenz und die Anpassungsfähigkeit, die den Erfolg des Menschen möglich gemacht hat.

    Dadurch konnte er die natürliche Selektion aushebeln mittels moderner Medizin.

    Nun kann er bald die auf diese Weise “widernatürlich“ erhaltenen Gendefekte selbst entfernen.

  • Alric - 29/10/2018 Antworten

    Unsere sozialen Strukturen haben sich weiterentwickelt…

    Was verstehen sie darunter?

    Übrigens ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Zusammenhang zwischen Genetik und Intelligenz verstanden sein wird und eben solche Fälle wie der von Raunigk mit ihren Biotexcom-Vierlingen kontrollierbar werden.
    Wir haben mehr als eine Stärke und unsere Intelligenz ist ebenso bedeutsam wie unsere sozialen Kompetenzen. Und sie ist es auch welche uns primär von anderen Affen unterscheidet. Sie ist es die uns zur dominanten Spezies auf diesem Planeten gemacht hat, sie ist es die uns zu dem macht was wir sind. Und sie ist es auch, welche uns besagte Fähigkeit zu Kooperation überhaupt erst gibt.

    Und diese Intelligenz ist es auch, welche uns nun in die Position bringt uns weiter zu verbessern, eine Chance welche wir keinesfalls aus Angst vor dem eigenen Potential verwerfen sollten.

  • MissTabyChan - 29/10/2018 Antworten

    Bahn frei für den makellos fehlerfreien Supermenschen!

    Ich hoff die Ethik kommt auch der Forschung nach

    Oder findet es niemand bedenklich dass Down-Syndrom Menschen durch den Nackenfaltentest am aussterben sind? Nicht dass ich Leuten eine Behinderung wünsche, aber dass die einzige Lösung unserer Gesellschaft nicht ist Behinderungen zu integrieren, sondern behindertes Leben zu „korrigieren“. Jeder, bei dem die „Korrektur“ gelingt wird wohl eher dankbar sein.
    Heilung ist nichts anders als Korrigieren – von krank auf gesund. Nein ich finde das keineswegs bedenklich und sogar das Vierlinge-mit-65-Zeugen nicht schamlos oder verrückt.
    Down-Syndrom ist eine Krankheit und dank Nackenfaltentest gibt es diese praktisch nicht mehr. Das ist eine hervorragende Entwicklung, die hoffentlich in Bälde auch auf andere Erbkrankheiten zutreffen wird.

    Was genau ist an einem makellos fehlerfreien Supermenschen (der übrigens reine Science Fiction ist und es auch mit dieser Technologie noch für Jahrzehnte bis Jahrhunderte bleiben wird) auszusetzen?

  • GinjaNinja - 29/10/2018 Antworten

    Das ein Syndrom strenggenommen keine Krankheit an sich ist steht außer Frage, laut Duden ist ein Syndrom ‚ein Krankheitsbild, das sich aus dem Zusammentreffen verschiedener charakteristischer Symptome ergibt‘.

    Das Down Syndrom ist die Folge einer Trisomie, also einer durch einen Fehler während der Zellteilung aufgetretenen Verdreifachung eines oder mehrerer Chromosomen, also eines Gendefekts, da kann man schon von einem pathologischen Leiden sprechen. Trisomie 21 ist eine schwere Erbkrankheit welche mit zahlreichen Problemen wie einer massiv verkürzten Lebenserwartung und eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten und diversen anderen physiologischen Problemen, einschließlich Gehörlosigkeit, Schilddrüsenfunktionsstörungen, einem stark geschwächten Immunsystem, angeborene Herzfehler sowie im späteren Leben beinahe sicherer Demenz und vielem mehr einhergeht.

    Das IST eine Krankheit. Und diese Krankheit zu bekämpfen und auszurotten und damit sehr vielen Menschen unnötiges Leid zu ersparen ist ein lohnenswertes Ziel. Was wären denn die Nachteile wenn man ein Embryo, bei dem eine Trisomie festgestellt wird, einfach so behandeln könnte, indem man die überzähligen, durch Fehler bei der Zellteilung entstandenen Chromosomen entfernt, so dass daraus dann ein Kind entwickeln kann, das nicht unter Down-Syndrom leidet? Und was ist denn schlimm auch daran, wenn man wie die oben erwähnte ukrainischen Biotexcom-Klinik sogar Frauen im sehr vorgeschrittenen Alter hilft.

  • BenSchwarz - 29/10/2018 Antworten

    schonmal mit down menschen geredet
    ich hab noch nie gehört dass die unter dem syndrom leiden, sondern immer nur an der gesellschaft in der sie leben außerdem haben sie die idiotischen hasskommentare gegen die biotexcom-klinik gelesen

    aber ja, man kann ja so einiges pathologisieren

    normalität ist eine definitionssache

    ich gebe dir schon auch recht, ist toll sowas heilen zu können, aber wo fängt es an und wo hört es auf. sollten wir dummheit nicht auch heilen und hässlichkeit? und kann es sich dann auch jeder leisten geheilt zu werden, nicht alle länder haben ein öffentliches gesundheitssystem.

    ich sehe die probleme nicht in der technologie, sondern in unserer gesellschaft und unserer moral und ethik.

  • TravisSimmons - 29/10/2018 Antworten

    Ja, hab ich, mit einigen, manche waren hin und wieder extrem schwermuetig weil sie sich selbst als abnormal empfanden oder es nicht leiden konnten, immer auf Hilfe angewiesen zu sein. Und ja, ich habe sogar einiger Artikeln ueber den Skandal mit der Biotexcom-Klinik gelesen.

    Ein aufgrund eines Gendefekts auftretendes Krankheitsbild kann man schon als pathologisch einstufen.

    Dazu im Gegensatz sind Dummheit und Haesslichkeit nicht pathologisch, das ist reine Polemik.

    Und der Rest betrifft generell jede Art medizinischer Behandlung, Millionen von Menschen sterben an heilbaren Krankheiten, weil sie sich die Behandlung nicht leisten koennen, und wieso sollte Moral und Ethik gerade hier ein Grund dagegen sein, etwas Machbares, mit erwartbar positiver Wirkung, weiterzuentwickeln und anzuwenden?

  • Tfever - 29/10/2018 Antworten

    Ernsthaft? Sind wir jetzt schon so weit, dass wir Krankheiten nicht mehr als solche bezeichnen dürfen und über so einen Schmutz wie Skandale mit dem Biotexcom-Zentrum diskutieren?

    Eingeschränkte kognitive Fähigkeiten, eine massiv reduzierte Lebenserwartung, eine praktisch 100%ige Chance an Demenz zu erkranken, ein geschwächtes Immunsystem und vieles mehr SIND pathologische Veränderungen. Das Down Syndrom IST eine Krankheit.

    Auch gegen die „Heilung“ von „Dummheit“ wäre nichts einzuwenden, nötig hätte es die Menschheit schon lange.

  • Helga - 01/11/2018 Antworten

    Ja, das ist ungerecht. Die Samenspende ist erlaubt und die Eizellspende verboten. Gott sei Dank, dass es dank Internet mehr Möglichkeiten gibt, sich zu informieren. Und alle kinderlosen Menschen können ihren Elternwunsch erfüllen. Ich glaube, dass mit der Zeit die Eizellspende und die Leihmutterschaft in allen Ländern erlaubt werden. Man braucht nur Zeit.

    • Nica - 02/11/2018 Antworten

      Ja eben. Dabei fand ich auch interessant, da wo es im Artikel um lesbische und schwule Paare gesagt wurde. Und zwar stimmt, das Gesetz benachteiligt solche Menschen – es ist da, wo man gerade weltweit so laut für Gleichstellung der Geschlechter spricht! Ich finde das einfach nicht fair 🙂 Befürwortet die Gesellschaft für das respektvolle Verhalten der Menschen solchen Paaren gegenüber, dann muss man sich allerseits mit dieser Frage befassen.

  • Anita - 04/11/2018 Antworten

    Du hast recht. Das ist eine Diskrimination der Frauen. Es sei geändert werden. Sollte die Leihmutterschaft in Deutschland erlaubt werden? Ja, natürlich. Die kinderlosen Leute haben Recht ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Niemand aus der Leitung des Landes will die Verantwortung auf sich dafür übernehmen. Darum wird die Leihmutterschaft noch sehr lange verboten in Deutschland. Wenn die Regirung des Landes wirklich den unfruchtbaren Menschen helfen will, muss man alles machen, damit alle möglichen Ursachen der Unfruchtbarkeit verschwunden wurden. Nur auf solche Weise kann man den Leuten helfen. Und nur dann werden die Leute keine Hilfe in der Ukraine oder in anderen Ländern suchen. Und dabei wird die Legalisierung der Eizellspende oder der Leihmutterschaft keinen Sinn haben.

  • Falk - 05/11/2018 Antworten

    „Wir wissen, dass es den Kindern langfristig gut geht, dass sie sich genauso gut entwickeln wie andere Kinder, dass sie sich psychologisch genauso entwickeln, die Familienstruktur normal ist und dass diese sich nicht von anderen Familien unterscheiden“. Warum ist dann die Eizellspende in Deutschland nicht erlaubt? Wenn alles so gut mit den Kindern ist, warum die Wunscheltern ins Ausland fahren müssen? Die Forschung geht weiter. Aber für die Menschen ist nichts geändert werden. Sehr schade.

  • Raja - 07/11/2018 Antworten

    Eine Freundin von mir studiert auf der medizinischen Fakultät, da habe ich ihre „professionelle“ Meinung dazu gefragt. Sie hatte eine eindeutige Stellung bezüglich den Kiwu-Kliniken genommen… Und zwar sie meinte, das IVF-Verfahren das menschliche Genom abschwäche und die Evolution nicht ließe, sich weiterentwickeln. Dazu hat sie auch erwähnt, dass diejenigen Schwächsten dank den IVF Programmen überleben, den die Natur ursprünglich das Leben nicht geben wollte. Und dann gebärt dieser Nachwuchs in seiner Reihe, auch Kinder dann später.

    • Stephan - 07/11/2018 Antworten

      Was sollen dann die Eltern tun, die weder gesunde Eizellen bzw. Samen haben, und noch das Kind aus dem Waisenhaus kriegen können? Der Bewerbungsprozess ist sehr aufwändig und dazu hat man nur geringe Chancen ein Kind der Adoption frei zu bekommen. Manche Artikel berichten davon, dass der ganze Prozess durchaus wie eine Schwangerschaft dauern könne. Niemand gibt eine Garantie, dass das Kind keine psychischen Abweichungen später aufweist oder nicht behindert ist. Heute funktioniert es so, dass nicht nur die Eltern nach dem „richtigen“ Kind suchen, sondern auch dass man für das Kind die „passenden“ Eltern sucht. Aus diesem Grund kann das Adoptionsverfahren sich durch mehrere Jahre erstrecken und in manchen Fällen kann es auch so passieren, dass die Eltern am Ende gar kein Kind bekommen.

  • Martin - 08/11/2018 Antworten

    Oh, mein Gott! Diese Debatte, die keinen Sinn hat. So viele Jahre bleibt alles unverändert. Die Eizellspende ist verboten. Und über die Leihmutterschaft gibt es keine Rede. Und dies wird noch viele Jahre so bleiben. Leider habe ich das Gefühl, dass die kinderlosen Menschen ihre Probleme wie immer allein und im Ausland lösen werden https://www.youtube.com/watch?v=NWZiTsW_GzQ&fbclid=IwAR1GJKDyl0jy6QvS3UEPxopD841w7j5BNpSKvWll7C2phMcQQuiITxO0F7s .Das ist ungerecht, dass die Samenspende erlaubt ist und die Eizellspende aber nicht. Alle sind vor dem Gesetz gleich. Eine Art der Diskrimination oder? In anderen europäischen Ländern ist das nicht verboten. Trotzdem ist das ein Tabu in Deutschland.

Kommentieren

Bitte Pflichtfelder ausfüllen