Prävention: Mein täglich Aspirin – gib mir besser nicht

Published 24/09/2018 in Medizin & Ernährung, Wissen

Prävention: Mein täglich Aspirin – gib mir besser nicht
Don’t worry, be happy? Die Präventionspille Aspirin hilft bei der Primärprevention nicht.

Kerngesund bleiben mit einem harmlosen Mittelchen, eine Aspirin-Pille täglich bis ins Alter. Ein Traum, an den sich auch Ärzte klammerten. Jetzt gibt es eine böse Bauchlandung – zumindest für die große Mehrheit.

Das Ende ist eine Enttäuschung für all diejenigen, die gehofft hatten, eine schnelle Lösung für eine bessere Gesundheit im Alter gefunden zu haben. Die tägliche Einnahme von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure – kurz ASS genannt – ist kein Jungbrunnen für Senioren. Wer gesund ist und über siebzig Jahre alt, vermeidet dadurch weder Herzinfarkte, Schlaganfälle, Demenzen noch körperliche Behinderungen, sondern schadet sich sogar möglicherweise sogar. Manche schwere Blutung und eine höhere Sterberate jedenfalls hat man jetzt bei den täglichen ASS-Konsumenten nachgewiesen. Die „primäre Chemoprävention“ ist offenbar ein Mythos – und nützt lediglich den Firmen.

„Wer kein ASS braucht, sollte auch keines nehmen“, lautet das Resümee von John McNeil von der Monash University im Melbourne in der „New York Times“. McNeil war Leiter einer wegweisenden neuen Studie zum Thema Prävention mit ASS. Die Studienergebnisse seien hässliche Fakten, die einer wundervollen Theorie den Garaus machen, so McNeil.

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