Schulbücher und Elefantenbabys: Melania Trump solo in Afrika

Published 05/10/2018 in Gesellschaft, Menschen

Schulbücher und Elefantenbabys: Melania Trump solo in Afrika
Der Babyelefant hat Durst – und Melania Trump Milch

Zum ersten Mal reist die First Lady alleine ins Ausland. Und zwar nach Afrika. Dort sitzen ihr abfällige Kommentare ihres Gatten über den Kontinent im Nacken. Mit Besuchen in Schulen und Krankenhäusern versucht sie auch, die Wogen zu glätten.

Auf ihrer ersten Solo-Auslandsreise als First Lady hat sich Melania Trump in Afrika der Bildung und Gesundheit von Kindern gewidmet. In Kenias Hauptstadt Nairobi besuchte Trump am Freitag unter anderem eine Unterkunft für junge Kenianer, die ihre Eltern verloren haben oder deren Mütter im Gefängnis sind, und tanzte mit einer Gruppe singender Kinder.

Melania Trump reiste erstmals als First Lady ohne Begleitung des Präsidenten ins Ausland, sie besuchte zunächst Ghana und Malawi. Von Kenia aus fliegt sie nach Ägypten. Die Tour steht im Zeichen ihrer im Mai gestarteten Initiative „Be Best“. Mit der Kampagne will sie die Lebensbedingungen von Kindern verbessern.

In Kenia stand auch eine Safari-Tour und eine Besichtigung einer Tierschutzorganisation auf dem Programm: Bei dem bekannten David Sheldrick Wildlife Trust, der Elefantenbabys in der Wildnis rettet, aufzieht und wieder auswildert, fütterte sie fröhlich einen jungen Elefanten mit einer übergroßen Babyflasche.

Die Reise wirkte bislang fast wie eine PR-Tour für die Vereinigten Staaten und ihren Ehemann Donald Trump. Das war womöglich auch ein Ziel: Denn Anfang des Jahres war der amerikanische Präsident scharf in die Kritik geraten, als er einige afrikanische Länder als „Drecksloch-Länder“ bezeichnet haben soll. Die abfälligen Kommentare hatten auf dem Kontinent Empörung ausgelöst – die Afrikanische Union etwa forderte eine Entschuldigung.

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Auch hatte Trumps Regierung versucht, das Budget des amerikanischen Hilfswerkes USAID zu kürzen. Viele der Projekte, die Melania Trump auf ihrer Afrika-Reise besuchte, werden von USAID unterstützt.

So begutachtete die First Lady etwa in Ghana ein von USAID unterstütztes Krankenhaus, hielt ein Baby auf dem Arm und teilte Teddybären aus. In dem westafrikanischen Land wurde sie auch durch eine alte Festung geführt, die einst für den Sklavenhandel nach Amerika genutzt wurde. In Malawi besuchte sie etwa eine Schule und verfolgte dort den Unterricht in Klassenzimmern mit durchschnittlich 110 Schülern.

Bis auf einige wenige Demonstranten, die in Malawis Hauptstadt Plakate mit der Aufschrift „Willkommen in Malawi. #KEINDRECKSLOCH“ hielten, verlief die Reise bislang reibungslos. Sie äußerte sich öffentlich nur wenig – und wenn, sagte sie vor allem „wunderschön“, „toll“ und „danke“.

Ehemann Donald Trump hatte nette Worte für seine Frau übrig und twitterte, „die tolle First Lady unseres Landes, Melania, macht das richtig gut in Afrika. Die Menschen lieben sie, und sie liebt die Menschen!“. Zuhause beschäftigte Trump sich mit der umstrittenen Nominierung von Brett Kavanaugh zum amerikanischen Supreme-Court – und machte sich öffentlich über die Zeugin in der Belästigungsaffäre lustig.

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