Neue Produkte: Amazon macht die Welle

Published 20/09/2018 in Digital, Technik & Motor

Neue Produkte: Amazon macht die Welle
Echo Show in der neuen Version.

Das war ein ziemliches Feuerwerk, was Amazon heute in Seattle präsentiert hat. Viele neue Produkte kommen auf der Markt. Darunter auch eines für die Küche.

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft (es ist nicht mehr so lange hin) hat Amazon seine komplette Produktpalette erneuert und erweitert. Es sind bekannte Produkte dabei, die verbessert wurden und neue, die Alexa noch weitreichender im Haushalt integrieren sollen. Und das sind sie:

Echo Show

Echo Show ist der Versuch, die intelligenten Lautsprecher von Amazon durch einen Bildschirm für weitere Anwendungen zu öffnen. Im letzten Jahr wurde die erste Version vorgestellt. Der neue Echoshow hat ein 10 Zoll großes Display, was einer gängigen Tabletgröße entspricht. Weil er eine Kamera (Auflösung von 5 Megapixel) eingebaut hat, lässt sich mit ihm auch Videotelefonie betreiben. Dies funktionierte bisher nur, wenn der Gesprächspartner ebenfalls einen Echo Show besitzt oder auf seinem Smartphone die Alexa-App verwendet. Neu ist die Integration von Skype. Das dürfte die Einsatzzeit als Videochat-Gerät deutlich erhöhen.

Amazon hat jetzt einen Browser integriert, sodass im Wohnzimmer gesurft werden kann. Der Fokus von Amazons Produktvorstellung liegt auf dem Einsatz in der Küche. Über die App Kitchen Stories lassen sich Rezepte aufrufen und Anleitungen schrittweise folgen. Letztlich ist Echo Show als Mini-Fernseher zu verstehen, der – wie häufig bei den Amerikanern – in der Küche steht.

Echo Show lässt sich ebenso als moderne Jukebox einsetzen. Da das Design keinen 360-Grad-Sound zulässt, was in diesem Fall von Vorteil ist, spielt der Show sogar in Stereosound die Musik ab. Amazon verspricht aufgrund des neuen Design und verbesserter Treiber einen lauteren Klang mit starken Bässen. Die Lautsprecher sitzen an der Rückseite und strahlen schräg nach hinten ab, somit werden die Schallwellen von der Wand reflektiert, falls Echo Show an einer solchen steht. In den Demoräumen und während der Präsentation gefiel der Klang. Der Preis beträgt 230 Euro.

Echo Plus

Als letztes Jahr mit dem Plus der große Bruder des Echo vorgestellt wurde, bekam der Ur-Echo starke Konkurrenz: Er ist größer, hat besseren Sound und hat einen Smart Hub installiert, der die Einbindung von smarten Geräten sehr leicht macht. Und offensichtlich wird der Echo Plus zum Standardgerät. Denn Amazon hat nur ihn verbessert. Sein Bass soll noch stärker, die Mitten klarer geworden sein, sein Sound deutlicher. In den Demoräumen war es schwierig den Unterschied herauszuhören, weil es keinen direkten Vergleich gab. Das Design ist etwas rundlicher geworden.

Neu ist auch ein Temperatursensor. Damit lassen sich interessante Routinen erstellen, also Wenn-Dann-Verknüpfungen, wie zum Beispiel: Wenn die Temperatur 25 Grad übersteigt, dann schalte die Klimanlage ein. Echo Plus wird 150 Euro kosten.

Echo Dot

Neben dem großen und mittleren Echo gibt es den kleinen Dot. Dieser war bisher eher als Befehlsempfänger gedacht, um mit Alexa zu kommunizieren. Musik hören konnte man damit nicht, weil der Klang schwach und blechern war. Wohl auch diesem Grund hat Amazon in diesem Punkt nachgebessert.

Echo Dot hat größere Treiber bekommen, die Sound um 70 Prozent lauter und voluminöser machen. Der Echo Dot wird einen Preis von 50 Euro haben.

Echo Input

Dieses Produkt ist quasi ein Echo Dot ohne Lautsprecher. Er übernimmt ausschließlich die Aufgabe, eine Stereoanlage oder Bluetooth-Lautsprecher Alexa-fähig zu machen. Verbunden wird entweder mit Mini-Klinke-Kabel oder über Bluetooth. Echo Input ist sehr flach und unauffällig, ähnlich wie Bluetooth-Adapter von anderen Hersteller.

Echo Input bietet sich an, um die Multiroom-Fähigkeit auszunutzen. So können mehrere Gruppen erstellt werden, dass zum Beispiel diese Musik in Küche und Bad gleichzeitig spielt und jene im Schlafzimmer.

Echo Sub

Dass Amazon den Klang nun endlich ernst nimmt, zeigt dieses neue Produkt. Der Echo Sub ist ein kabelloser Subwoofer, der die tiefen Frequenzen der anderen Lautsprecher unterstützen soll. Wer nicht genug kriegen kann von tiefen Bässen, kann mehrere Subs parallel wummern lassen.

Ein nettes Set-up ist die Kombination mit zwei Echo Plus. Diese lassen sich jetzt zum Stereo-Paar koppeln, sodass ein 2.1-Set entsteht. Der Subwoofer trägt nicht zu dick auf, kämpft zuweilen aber mit den unteren Frequenzen des Echo, was dann nicht ganz sauber klingt. Für 130 Euro ziehen die tiefen Frequenzen ins Wohnzimmer ein.

Echo Link Amp

Und noch mehr Audio von Amazon: Echo Link Amp ist ein Verstärker mit Digitalanalog-Wandler. Es braucht also nur noch ein paar Passivboxen, die klassisch über Kabel angeschlossen werden, fertig ist die Stereoanlage. Wie es sich für einen handelsüblichen Verstärker gehört, gibt es analoge und digitale Eingänge. Bei Bedarf würde auch ein CD-Spieler Anschluss finden. Die naheliegende Speisung mit Musik ist natürlich Streaming in Sinne von “Alexa, spiele Rage agaist the machine auf Spotify”.

300 Dollar kostet Echo Link Amp und wird vorerst nur amerikanischen Amazon-Kunden Freude bereiten können. Besitzer von Aktivboxen können sich 100 Dollar sparen und den Echo Link kaufen. Das ist dann ein Netzwerkspieler mit Digital-Analog-Wandler ohne Endstufe.

Smart Plug

Um smarte Geräte von anderen Herstellern einfacher in den Alexa-Kosmos einbinden zu können, gibt es nun Smart Plug. Das Gerät wird in die Steckdose gesteckt und bietet wiederum selbst Platz für einen Stromanschluss. Sobald Smart Plug eingesteckt ist, gibt ein ein schon eingerichteter Echo Plus oder Show nach wenigen Sekunden Bescheid, dass er Smart Plug eingerichtet hat.

Liefert er etwa Strom für eine Lampe, kann eine Routine erstellt werden, um diese über den Alexa-Befehl ein- oder auszuschalten. 30 Euro wird Smart Plug kosten.

Mikrowelle

Amazon verkauft von nun an eine Mikrowelle mit Alexa-Anbindung. Das klingt verrückt, vor allen Dingen, wenn man den Preis von 60 Dollar beachtet. Und man fragt sich auch, was der Sinn dieses Gerätes – und eigentlich auch der Gattung an sich – sein soll. Über die Antworten müssen wir hier in Deutschland nicht nachdenken. Die Mikrowelle wird es vorerst nur in Amerika geben.

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