Mütter als Unternehmerinnen: To do: Firma gründen!

Published 30/09/2018 in Gesellschaft, Menschen

Mütter als Unternehmerinnen: To do: Firma gründen!
Stillen, Kundengespräche, Windeln wechseln: Mütter, die ein Unternehmen gründen wollen, haben alle Hände voll zu tun.

Immer mehr Mütter werden in der Elternzeit zu Unternehmerinnen. Viele werden belächelt, aber sehr viele sind auch richtig erfolgreich. Drei Mütter geben Tipps.

Ein Baby auf dem Schoß, den Laptop vor sich auf dem Tisch und das Telefon am Ohr: So stellt man sich Mütter vor, die selbständig arbeiten. Und das Klischee hat recht: Tatsächlich stehen viele von ihnen morgens um fünf auf, setzen sich an ihren Computer, während die Kinder noch schlafen, führen nachmittags auf dem Spielplatz zwischen Schaukel und Rutsche am Smartphone Kundengespräche und nehmen bis einen Tag vor der Geburt des zweiten Kindes noch Termine wahr. „Mompreneurs“ ist der Begriff, unter dem Frauen zusammengefasst werden, die minderjährige Kinder haben und ein Unternehmen gründen.

Oft allerdings werden sie belächelt und nicht für voll genommen. „Sie bloggt jetzt ein wenig, damit sie beschäftigt ist“ oder „Sie hat ihr Hobby – das Stricken – ausgebaut und verkauft online Kinderpullis“ sind herablassende Sprüche, die sich viele Gründerinnen und Mütter anhören müssen. Doch machen sie nicht einfach ein Hobby zum Beruf, sondern erkennen Marktbedürfnisse und bedienen diese – wenn alles passt – sehr erfolgreich. Und natürlich vollzieht sich die Gründung bei Müttern in der Regel anders als bei klassischen Start-ups, weil sie parallel eine Familie zu versorgen haben. Doch immerhin haben sie im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 42 Milliarden Euro in Deutschland gemacht, wie eine Umfrage von Statista im Auftrag von Ebay zeigt, und sind damit wirtschaftlich durchaus ein ernstzunehmender Faktor.

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