Als künstliche Befruchtung noch „Teufelswerk“ war

Published 25/07/2018 in Familie, Gesellschaft, Gesundheit, Medizin, Mensch & Gene, Wissen

Als künstliche Befruchtung noch „Teufelswerk“ war

Louise Brown unmittelbar nach ihrer Geburt am 25. Juli 1978. Foto: iStock

Vor genau 40 Jahren kam Louise Brown in England als erstes „Retortenbaby“ dank In-vitro-Fertilisation zur Welt. Damals war es eine Sensation – heute ist das Verfahren millionenfach Routine.

Vor genau 40 Jahren kam Louise Brown in England als erstes „Retortenbaby“ dank In-vitro-Fertilisation zur Welt. Damals war es eine Sensation – heute ist das Verfahren millionenfach Routine.

Auf den ersten Blick sieht das kugelförmige Gefäß in der Vitrine aus wie ein Bonbonglas. In Wahrheit ist es ein Exsikkator, in dem das wohl berühmteste Embryo der Welt vor mehr als 40 Jahren nach seiner Zeugung aufbewahrt worden war. Louise Joy Brown, das erste „Retortenbaby“ der Welt.

Das bereits lange erwachsene Kind heißt mittlerweile Mrs. Mullinder, ist selbst Mutter von zwei auf natürlichem Weg gezeugten Söhnen und steht lächelnd neben dem Ausstellungsstück. „Meine Eltern wollten einfach nur ein Baby haben. Und sie vertrauten ihren Ärzten“, erklärt sie den Anfang einer medizinischen Revolution.

Mindestens 6,5 Millionen Kinder kamen seither dank In-vitro-Fertilisation zur Welt. Die Behandlung von Unfruchtbarkeit gehört heute zu den Routinedisziplinen der Medizin. Am 25. Juli 1978 aber war Louise’ Geburt nicht nur eine weltweite Sensation, sondern für die Eltern und das Klinikpersonal ein nervenaufreibendes Experiment.

„Drei Wochen verbrachte meine Mutter für die Befruchtung in der Klinik. Ich kam schließlich per geplantem Kaiserschnitt zur Welt und wurde ihr sofort für Untersuchungen weggenommen. Meine Mutter war völlig aufgelöst, als sie mich endlich in den Arm nehmen durfte. Auch, weil meine Hände ganz schwarz waren.“

Die Ärzte hatten dem Neugeborenen Fingerabdrücke abgenommen. Bis heute wisse sie nicht, was der Zweck desselben war, gesteht Mullinder.

Was, wenn sie krank zur Welt gekommen wäre? 

Die nun 40-Jährige ist den medialen Rummel zu jedem Jahrestag gewohnt. Voller Elan spaziert sie durch die Sonderausstellung des Londoner Science Museum, die unter dem Titel „IVF – 6 Million Babies Later“ kurz und knapp dieses Kapitel der Reproduktionsmedizin erklärt. Nicht nur für Mullinders Eltern, die neun Jahre vergeblich auf eine Schwangerschaft gehofft hatten, war die Methode die letzte Chance. Auch ihre Ärzte in Oldham bei Manchester hatten jahrelang erfolglos experimentiert.

Patrick Steptoe und Robert Edwards hatten fast keine Forschungsgelder mehr, als Lesley Brown Ende 1977 schwanger wurde. Aber die erfolgreich erzielte Schwangerschaft war nur die erste große Hürde. Was, wenn das außerhalb des Mutterleibs gezeugte Kind krank zur Welt käme? Es hätte das Aus für die Forschungsarbeit der beiden Mediziner bedeutet.

„Fünf Sekunden nach ihrer Geburt stieß das Baby den lautesten Schrei aus, den man je von einem Neugeborenen gehört hatte. Patrick rief sofort: ,Genau das will ich hören, gut entwickelte Lungen!‘“, erinnerte sich Edwards einmal, der 2010 für seine Verdienste den Medizin-Nobelpreis bekommen sollte.

Nur Monate zuvor hatte er Lesley Brown in einem Brief mitgeteilt, „dass unsere Bluttests ergeben, dass Sie sich in der Frühphase einer Schwangerschaft befinden“, wie die Schreibmaschinenschrift in einem Ausstellungskasten verrät. Ihr Mann sei bei der Nachricht ausgeflippt. „John drehte völlig durch. Wir küssten und umarmten uns“, erzählte die Mutter später, die noch eine zweite Tochter dank IVF bekommen sollte. Sie habe vom ersten Moment an nie Zweifel am Erfolg gehabt. „Sobald sie mir das befruchtete Ei eingesetzt hatten, habe ich mich schwanger gefühlt.“ John Brown verstarb 2006, seine Frau 2012.

„Ich wusste früh, dass ich besonders bin“

Weil neben den Tausenden Glückwünschen aus aller Welt auch bösartige Kommentare über ihr „Teufelswerk“ kamen, gingen die Browns mit Baby Louise auf eine Art PR-Tour durch Radio- und Fernsehshows und machten ihre Geschichte und ihr Kind weltbekannt. Ein mutiger Schritt, um anderen Paaren die Angst und der Öffentlichkeit mögliche Vorurteile zu nehmen.

Als Louise vier Jahre alt war und zur Schule kommen sollte, zeigten ihr die Eltern erstmals Filmausschnitte ihrer Geburt. „Ich wusste deshalb früh, dass ich irgendwie besonders bin. Aber ob ich mich besonders fühle? Nein, ich bin ja nur geboren worden“, sagt sie lachend. Sie liebe es, andere IVF-Kinder zu treffen und das glückselige Lachen von deren Eltern zu erleben.

„IVF sollte jedem Paar offenstehen, das sich ein Kind wünscht und es auf natürlichem Weg nicht bekommen kann. Es geht ja nicht nur um das Paar. Es geht um eine künftige Familie. Es geht um die Zukunft.“

Die Quelle:

https://www.welt.de/wissenschaft/article179900342/Louise-Brown-das-erste-Retortenbaby-der-Welt-wird-40.html

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65 KommentareKommentieren

  • Kira - 26/07/2018 Antworten

    Ich kann das mir vorstellen, wie es früher war. Noch heute finden sehr viele Menschen, dass Leihmutterschaft oder Eizellspende etwas sehr Schreckliches ist und dass diese Methoden unmenschlich und unmoralisch sind und kein Recht für Existenz haben. Obwohl es ganz normal ist und das ist nur Reproduktionsmedizin, für einigen wird es für immer „ein Teufelswerk“ bleiben.

  • kippen-dealer - 27/07/2018 Antworten

    Freunde von uns haben durch eine Leihmutter von der ukrainischen Biotexcom-Klinik ein sehr süßes Baby bekommen – die beiden sind ein homosexuelles Ehepaar.
    Die Leihmutter hat als Leihmutter davor Zwillinge ausgetragen und hat auch auch eigene Kinder. Sie tut es aus altruistischen Gründen – in vielen Staaten der USA ist die Leihmutterschaft nur so gesetzlich erlaubt. Sie bekommt zwar auch Geld und die Krankenhauskosten, Arztbesuche, … werden bezahlt, aber ihr Hauptbeweggrund ist, dass sie anderen helfen möchte ihr Wunschkind zu bekommen.
    Unsere Freunde sind sehr glücklich, sie haben ihr Wunschkind und sie gehen völlig in ihrer Vaterschaft aus – wenn man sie sieht, dann kann man gar nicht anders, als der Leihmutterschaft durchaus positiv zu sehen!
    Sie haben weiterhin Kontakt zur Leihmutter und sehen sie ab und an und das Kind soll in dem Bewusstsein aufwachsen, dass es bei ihr im Bauch war und sie es geboren hat!
    Aus psychologischer Sicht ist so ein offener Umgang sicherlich das Beste, das Kind wächst so in diese Situation ganz natürlich rein und es weiß, wie es auf die Welt kam.
    Fragwürdig finde ich allerdings die Leihmutterschaft in dritte Welt Ländern oder Schwellenländern, wo diese Frauen definitiv auf das Geld angewiesen sind, und so vielleicht auch in die Leihmutterschaft gedrängt wurden und sie massive psychologische Probleme bekommen, wenn sie das Baby abgeben müssen und sie eigentlich nicht wollen!
    Leihmutterschaft kann am ehsten aus einem freien Entschluss funktionieren aus psychologischer Sicht!

    • Hendrik - 27/07/2018 Antworten

      Wie BITTE ein homosexuelles Paar in der Ukraine????

  • Motivationsforlife - 27/07/2018 Antworten

    Nachdem es in Deutschland und vielen europäischen Ländern verboten ist, hört man leider viel zu wenig aus erster Hand über das Thema künstliche Befruchtung. Eine Leihmutterschaft in den USA hat natürlich auch den Vorteil, dass einem Säugling mit amerikanischem Pass die Einreise nicht verweigert wird (verweigert werden kann?), was mit einem indischen Pass schon öfters vorgekommen ist.
    Ich bin mir nicht sicher, ob der Druck in den USA und in Indien so unterschiedlich ist. Man sieht da viele Dinge wie man sie sehen möchte und klammert sehr viel aus. Natürlich ist die Amerikanerin absolut reicher als die Inderin, aber sie ist wohl auch nur Leihmutter, weil sie relativ ziemlich arm ist. Sie muss schon behaupten es aus reinem Altruismus zu tun, wer wäre denn schon so herzlos und würde sie engagieren, wenn sie dazu stehen würde es aus Armut zu tun?
    Ich bin nicht gegen Leihmutterschaft. Worauf ich hinaus will, ist, dass es sowohl in der ersten als auch in der dritten Welt Frauen gibt, die selbstbestimmt Leihmütter werden, so wie es hier und dort Frauen gibt die sich dazu gezwungen sehen. Wenn die Leihmutterschaft in Indien sozial anerkannt ist, ist es dort vielleicht sogar emotional einfacher Leihmutter zu sein. Man kann nur leider in die Menschen nicht hineinschauen. Das ist alles, sowohl in den USA als auch in Indien, sehr schwer zu beurteilen.
    Die Regelung in Großbritannien ist nicht unklug. Dort ist altruistische Leihmutterschaft erlaubt, kommerzielle aber verboten. Das trennt wirklich die Spreu vom Weizen. In der Ukraine verläuft zwar die ganze LM-Prozedere für deutsche Staatsbürger juristisch reibungslos, bleibt aber ein Geschäft.
    Nicht-kommerzielle altruistische Leihmutterschaft sollte auf jeden Fall erlaubt sein.

  • rtOno - 27/07/2018 Antworten

    Wenn ich bedenke, wie viel wir uns hier haben selbst erarbeiten müssen und welch anspruchsvolle (intellektuell und emotional) Aufgabe das gewesen ist, dann empört es mich umso mehr, wie vergleichsweise lapidar man seine Überweisung zum KiWu ausgestellt bekommt, dass schon allein der Gyn nicht verpflichtet ist ein sozial-medizinisches Gespräch zumindest anzuraten – Der Hinweis darauf kann dann schon an einem schlicht stressigen Praxistag eines ansonsten durchaus guten Gyn scheitern – und dafür ist schon allein die Diagnosestellung eine zu große Nummer für ein Paar, die im Einzelfall vielleicht gar nicht notwendig ist. Ein Kinderwunsch kann extrinsischen Gründen entspringen, der vielleicht offentsichtlichste ist, dass die eigenen Eltern gerne Enkel hätten, im Falle einer Diagnose sogar einwirken, sich von diesem Partner zu trennen. Und dieser innerfamiliäre Wunsch kann durchaus starke unterbewusste Wirkungen entfalten. Ich bin froh, dass er uns im speziellen erspart geblieben ist (da wir Selbstzahler sind, haben wir uns gleich an die ukrainische Biotexcom-Klinik gewendet und schon im ersten Versuch Schwanger geworden), wenn auch nicht unbedingt auf die Art und Weise, die man sich wünschen würde (ein Teil unserer Eltern ist schlicht früh verstorben), aber ich weiß auch um Menschen, für deren Ehe das schließlich die Sollbruchstelle gewesen ist.
    Es lassen sich rationale Gründe finden, aber ein Kinderwunsch ist nicht nur rational, er ist in hohem Maße irrational, glauben Sie mir. Das ist eigentlich wie mit der Partnerwahl, da sind Hirn und Bauch auch ständig miteinander in Wechselwirkung.
    Hormone sind allerdings wirklich eine Geißel der Menschheit. Die meisten Frauen können das vielleicht nachvollziehen, wenn ich das Stichwort PMS in den Raum werfe.

  • JogoRatz - 27/07/2018 Antworten

    Heee?
    irrational …
    … ist laut Duden:
    a. mit der Ratio, dem Verstand nicht fassbar; dem logischen Denken nicht zugänglich
    und
    b. vernunftwidrig
    Wären wir also alle rational (kein Kinderwunsch, Ihrer Meinung nach), würde niemand von uns existieren.
    Reproduktion ist ein Imperativ, den uns unsere Existenz vorgibt. Schließlich sind sie auch in der Biotexcom-Klinik schwanger geworden, wo für sie ganz reales Geld bezahlt haben.
    Ah ja: Glauben glaube ich niemand nix. Die Kosten des Glaubens sind für die Menschheit so verheerend, dass man Gläubige …
    Puh … Na ja. Mache kann man vielleicht heilen. Hoffentlich.
    Ich weiß nicht, ob sie sich nicht in das Leid ihrer Bekannten zu sehr reinsteigern. Empathie ist sicher wichtig, aber ich sehe ehrlich gesagt nicht, dass manche den Paaren/Frauen irgendetwas unterstellen. Man sollte auch nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen und etwas hineininterpretieren, was so nicht gesagt wurde. Auch, dass man manchmal anderen angeblich sagen will, was richtig ist, kam für mich überhaupt nicht so rüber.
    Wenn z.B. Krankheiten vorliegen, hat es natürlich keinen Sinn entspannt zu bleiben. Herr Maio, als Mediziner, hat nie behauptet, dass in allen Fällen Gelassenheit hilft. Damit unterstellen Sie eher ihm etwas, als umgekehrt. Gut, vielleicht ist der letzte Satz für Betroffene unglücklich formuliert, aber nicht aus der Luft gegriffen. Meine ältere Schwester wünschte sich schon mit 18 ein Kind. Als es jahrelang nicht geklappt hat, beschloss sie, sich nicht mehr unter Druck zu setzen (zu ihrer Zeit war es normal mit Anfang 20 ein Kind zu bekommen). Es klappte dann nach 5 Jahren, ohne med. Eingriffe. Das Gleiche bei meiner Schwägerin. Erst als ihr ein Arzt riet, sich nicht nur auf den Kinderwunsch zu fixieren und zu entspannen (den Rat fand sie natürlich auch voll daneben), klappte es. Sie war 27 und hatte 7 Jahre gewartet. 6 Monate nach der Geburt wurde sie wieder schwanger. War´s Ruhe, Glück, Zufall? Wer weiß es schon?

  • Coudoux - 27/07/2018 Antworten

    Nur noch ne Frage zu den Gründen der Unfruchtbarkeit:
    Mich würde interessieren, in wie vielen Fällen man definitiv sagen kann, warum ein Paar keine Kinder bekommen kann, damit solche Kiwu-Zentren wie das erwähnte Biotexcom sich keine goldene Nase und extra Werbung machen. Wenn eine Krankheit etc. bei Frau oder Mann vorliegt, dann haben die Paar eine Gewissheit. Wie in meinem oberen Kommentar beschrieben, gab es in meiner Familie Fälle, wo nicht ersichtlich war, warum es nicht klappte. Es gab keine üblichen Verdächtigen, wie Alter oder Krankheit. Vor der Geburt meiner Tochter besuchte ich einen Vorbereitungskurs. Die Teilnehmerinnen sollten erzählen, wie sie die Nachricht von der Schwangerschaft aufgenommen haben. Ich erzählte, dass ich ganz überrascht war, da es nach nur 2 Monaten klappte. Ich war 35, mein Freund 42. Ich richtete mich auf ein jahrelanges Warten ein und konnte es am Anfang nicht glauben. Ich erwähnte, dass mein Freund und ich bis zur Schwangerschaft erst 1 Jahr zusammen waren. Darauf die Hebamme: das könne der Grund gewesen sein. Je länger ein Paar zusammen ist, desto mehr Antikörper würden entstehen. Kann jmd. sagen, ob das stimmt? Ist auch das Alter wirklich so relevant? In meinem Freundes/Bekanntenkreis sind etliche Frauen, die sogar mit Anfang/Mitte 40 völlig problemlos schwanger wurden und gesunde Kinder zur Welt gebracht haben, während es bei den jungen Frauen ewig dauerte. Oder ist das nur Zufall? Die Statistiken sprechen ja eine andere Sprache.

  • Inna - 27/07/2018 Antworten

    Viele Paare haben jetzt Probleme mit der Fruchtbarkeit. Vielen klappt es schwer ein Kind zu bekommen, und bei einigen klappt es einfach nicht. Künstliche Befruchtung ist eine der Lösungen dieses Problems. Wegen der Ökologie hat sich die Gesundheit bei vielen Menschen verschlimmert. Die Zahl der ungewollt kinderlosen Paare wächst sich jeden Tag. Reproduktionsmedizin kann die Situation ein bisschen verbessern.

  • maria - 27/07/2018 Antworten

    Wir haben in Biotex EZS in Anspruch genommen. Unser unerfüllter Kinderwunsch dauerte 6 Jahren und das war wie eine Ewigkeit. Wir haben viele unterschiedliche Methoden ausprobiert, aber nur die EZS hat uns geholfen. Das war unser dritter Versuch. Die erste zwei Versuche haben wir in Spanien gemacht, aber sie waren erfolglos. Und in Biotex war unser Letzter. Jetzt ist unser Sohn schon 3

  • Bene C - 28/07/2018 Antworten

    Meinem Mann war das Thema künstliche Befruchtung anfangs sehr unangenehm! Er wollte nicht, dass es irgendjemand mitbekommt!
    Vor allem nicht bei uns zu Hause im Dorf!
    Bei mir war es anders, ich habe gleich offen mit bestimmten Personen darüber gesprochen!
    Habe nur im Dorf nix gesagt!
    Als es dann soweit war und wir unseren ersten ICSI Versuch hatten, wußte es schon das halbe Dorf, als der positive Bluttest kam, wusste das ganze Dorf Bescheid!
    Mein Mann arbeitet im Dorf beim Schlachter und er hat es doch 1-2 Arbeitskollegen erzählt und …am nächsten Tag war es rum!
    Ich hab immer gesagt, es ist nicht´s schlimmes oder peinliches, das man nachgeholfen hat! Jennifer Lopez etc. alle möglichen Stars gehen offen damit um, warum müssen wir darum ein Geheimnis machen!
    Hat mein Mann dann auch so gesehen und letztendlich, hat er´s ja dann auch in Umlauf gebracht!
    Wir haben von keinem was blödes gehört, weil wir uns für künstliche Befruchtung entschieden haben, im Gegenteil!
    Alle haben sich gefreut, dass wir uns dafür entschlossen haben und vor allem, das es geklappt hat! Es wussten ja auch alle, wie lange wir uns schon Kinder wünschten/wünschen!
    Leider haben unsere Bauchmäuse es nicht geschafft!
    Sie sind in der 21. und 24.Woche zu den Sternen gegangen!
    Aber wir hätten es ihnen, wenn sie alt genug dafür gewesen wären, gesagt!
    Was für absolute Wunschkinder sie gewesen wären!
    Wie sehr sie geliebt worden wären!
    Wie unendlich glücklich sie uns gemacht hätten!
    Wir geben nicht auf, eines Tages unserem Kind oder auch Kindern sagen zu können, wie vollkommen unser Leben durch sie geworden ist!
    Und durch wie viel Liebe sie entstanden sind/ wären!
    Wir, aber vor allem ich, können den nächsten Versuch in der Ukraine (Biotexcom) nicht abwarten, weil so viel Hoffnung dadrin steckt!
    Wir gehen auch weiter offen mit dem Thema um und stehen dazu:
    ,, Ja, wir haben bzw. lassen uns künstlich befruchten!

  • KangaMooo - 28/07/2018 Antworten

    Kinderlosigkeit, Behinderung, Krankheit akzeptieren?
    Manche ausweichenden Antworten auf die Bemerkung ungefähr so wie „Diese Argumentation ist gefährlich. Wenn wir sie zu Ende denken, müssten wir konsequenterweise auch Krankheiten hinnehmen.“ Genau das. Das heißt Frieden mit Kinderlosigkeit zu finden und keine Kiwu-Zentren im Ausland (so wie in D in der letzten Zeit gewordene Biotexcom-Klinik aus der Ukraine) zu bereichern.
    Aber wenn Sie sagen, dass man „nicht mit der Akzeptanz von Leiden anfangen soll, muss ich widersprechen. Anstelle von Krankheiten kann man auch (permanente) Behinderung denken. Ein Antwortsatz von ihn würde dann so lauten:
    „Man kann Menschen mit psychologischer Beratung auch dabei unterstützen, Frieden mit der Behinderung zu schließen.“
    Das nun kann ganz wichtig sein! Bei unheilbaren Krankheiten letztlich auch. In diesem Zusammenhang rufe ich das Stichwort der Via Negativa hervor, ein spiritueller Weg, das Leiden (und das Böse) gelassen akzeptieren zu können.
    Auch Menschen mit einer Behinderung wird üblicherweise zuerst versucht zu helfen. Wenn möglich Heilung, wenn nicht möglich dann Verbesserung der Situation für die Betroffenen, symptomatische Therapie. Eine psychologische Beratung zur Akzeptanz der Behinderung steht ganz am Schluss. Beispiele sind Fehlsichtigkeit (Brille), Schwerhörigkeit (Hörgerät), Paraplegie (Rollstuhl). Sie finden bestimmt noch weitere, wo die permanente Behinderung oder Einschränkung/Minderung der Lebensqualität nicht einfach hingenommen wird.
    Übrigens habe ich mir angewöhnt, meine eigene Ethik als Maßstab für mein Handeln zu wählen, nicht die Ratschläge von kirchlich dominierten Gremien von Berufsethikern wie z.B. dem Deutschen Ethikrat.
    Behindertenverbände nehme ich ähnlich ernst, wenn sie meinen, man dürfe nicht versuchen, Behinderungen zu vermeiden. Natürlich soll man das, sonst kann man auch gleich Arbeitsschutz, Crash-Tests usw. sparen, Verstümmelungen waren früher auch Schicksal. Dass man einen Betroffenen nicht abschätzig behandelt, versteht sich von selbst, aber der Versuch der Vermeidung von Leiden kratzt nicht an der Würde derer, die es tun.
    Bzgl. „spiritueller Wege, das Leiden (und das Böse) gelassen akzeptieren zu können“: Katholiken dürfen gerne vor sich hin leiden, ihr „Schicksal“ als gottgewollt darstellen und damit Veränderungen zum Besseren negieren; Innovation ist, wenn der Status Quo nicht akzeptiert wird.

  • Tsilis - 28/07/2018 Antworten

    „Die ist aber Ihre eigene Ethik.“ Ok!
    Dann hoffe ich mal, dass Sie ihre eigene Ethik nicht auch Ihren durchaus mit eigener Erkenntnisfähigkeit ausgestatteten Patienten um jeden Preis überstülpen. Auch um den Preis, dass sie unter dem Kampf mehr leiden als an der Behinderung. Das soll es nämlich auch geben, dass Menschen am Hörgerät mehr leiden als an der Schwerhörigkeit. Das ist dann aber nicht mit irgendeiner Schuld verbunden und der Schwerhörige ist auch nur begrenzt für die Innovationskraft des Herstellers verantwortlich.
    Und ich bin sicher nicht mit meinem Kinderwunsch dafür zuständig, dass die Repromediziner forschen oder auch nicht. Ich muss damit klarkommen, und wenn ich höchstselbst an einer Stelle sage: Schluss jetzt! dann habe ich damit nicht mein Recht auf Lebensglück schuldhaft verwirkt. Dann liegt es in meiner Macht, damit umzugehen, so oder so (übrigens haben wir uns den ukrainischen Ärzten von der von Ihnen erwähnten Biotexcom-Klinik helfen lassen: erfolgreich!!). Ob ich nun ein behindertes Kind gebäre oder ein gesundes oder gar keins. Und ein aktives Annehmen dessen was man nicht ändern kann, ist meiner Meinung nach da der richtige Weg.
    Aber wenn der Patient, der zu Ihnen kommt, nachdem Sie Ihn ordnungsgemäß aufgeklärt haben, sagt: „Will ich nicht.“ aus welchen Gründen auch immer, können Sie ihn gehen lassen, ohne Ihm Schuldgefühle zu vermitteln?
    Ich kenne einfach Mediziner, die sind sehr gut darin, Ihren Patienten eine Art „Feigheit vor dem Feind“ zu unterstellen. Dazu müssen Sie nicht gehören, ich gebe das nur zu bedenken.

  • Lakygos - 28/07/2018 Antworten

    Leute, früher war´s nicht anders:
    Man denkt: Und manchmal – ganz ehrlich – fragt man sich, ob es nicht besser wäre, das Schicksal akzeptieren zu KÖNNEN, wie Generationen zuvor, als immer verzweifelter nach dem Wunschkind zu streben!
    Meiner Vermutung nach hat es auch in allen Generationen zuvor ebenso Trauer, Enttäuschung bis hin zu extremer Verzweiflung und Depressionen aufgrund unerfüllten Kinderwunsches gegeben.
    Wieso auch nicht?
    Von den individuellen Wünschen einer Frau früher weiß man nichts, kann aber davon ausgehen, dass da auch der Kinderwunsch oft „systemimmanent“ war. Aber man weiß definitiv, dass es oft nötig war, wenigstens einen Stammhalter zu bekommen (vom Regenten bis runter zum Bauern), und auch heute noch ist in vielen Ländern das Kinderkriegen eine Art Altersversicherung und Kinderlose sind geschmähte Leute.
    Man „MUSS“ das überhaupt nicht „normal“ finden, wenn es nicht klappt. Viele müssen sich leider damit abfinden, das ist wahr, aber wenn es einem geholfen werden kann, warum dann nicht? Von mir aus Osteuropa, Ukraine, Biotexcom…. Versuche hat´s früher auch schon noch und nöcher gegeben, das waren halt aus heutiger Sicht lächerliche (mit Kräutern, Stellungshilfen, Besprechungen, Wässerchen etc.), aber die Menschen haben da auch dran geglaubt. Nun ist es eben die Technik – mit dem Unterschied, dass es eben da doch dann öfter mal klappt! Meine Meinung: HELFEN!!

  • McNiggerGook - 28/07/2018 Antworten

    Also manche Aussagen hier kann man ruhig als Propaganda gegen die Reproduktionsmedizinbezeichnen.
    Dass man Kinder nicht erzwingen kann, wissen wir alle. Man kann aber durchaus die Möglichkeiten nutzen, die sich medizinisch bieten. Genau wie man bei Krankheiten alle medizinischen Möglichkeiten nutzen darf, aber auch die Heilung nicht erzwingen kann. Unbedingt anschauen: https://www.youtube.com/channel/UC3wkbg … xTYJhtR0rA
    Wenn es dann doch nichts mit dem Wunschkind geworden ist, kann man ja immer noch psychotherapieren.
    Mancher denkt: Wir sehen Kinder nicht mehr als eine Gabe, über die man staunt und sich freut, sondern als Resultat eines Herstellungsprozesses. – Was für ein langer Bart. Das ist eine typische Aussage gottesgläubiger Gegner der Reproduktionsmedizin. Ich habe meine Kinder auch durch deren Hilfe. Ich habe sie noch nie als Resultat eines Herstellungsprozesses gesehen.
    Neulich darüber gestolpert: „asymmetrisches Herrschaftsdenken über das ungeborene Leben“ – Kann es sein, dass manche Menschen ein asymmetrisches Herrschaftsdenken über ungewollt Kinderlose hat???

  • anita - 30/07/2018 Antworten

    Früher war Reproduktionsmedizin sehr stark beurteilt und viele waren dagegen, weil es Meinung war, dass es unmoralisch ist, fast gleich, wie ein Kinderhandel. Bis heute existiert solche Meinung, dass es Kinderhandel ist, weil die Menschen dafür sehr viel Geld bezahlt. Aber wie kann das kostenlos sein? Die Behandlung und Medikamenten kosten sehr viel Geld. In beliebigem Fall könnte es nicht kostenlos sein.

    • Marta - 30/07/2018 Antworten

      Stimme dir zu. Alle möchten etwas kostenlos bekommen. Trotzdem wollen nicht alle eine Arbeit kostenlos machen. Der menschliche Habsucht ist die Ursache. Louise Brown ist ein Beweis der Reproduktionsmedizin, dass solche Kinder in der Zukunft eigene Babys auf natürlichem Wege haben können. Das ist super.

  • Kiki - 31/07/2018 Antworten

    Auch heute ist die Reproduktionsmedizin von vielen Menschen verurteilt. Nur die Betroffene können verstehen, wie wichtig die Fortschritte im Bereich der Fortpflanzungsmedizin sind. Die Leihmutterschaft und die Eizellspende sind die rettende Panazee für die Eltern, die die Kinder auf natürliche Weise nicht bekommen können. Die Eizellspende ist in Deutschland teilweise laut Gesetzt erlaubt, aber gar nicht für alle ist diese erlaubte und anerkannte Methode rettend. Die Tatsache, dass die Leihmutterschaft die Familie viel glücklicher macht, spielt für die Regierung Deutschlands, die diese Dienstleistung verbotet, keine Rolle. Schade

  • MonikaRohr - 31/07/2018 Antworten

    Noch bis heute bleibt die IVF und auch die Leihmutterschaft das Teufelswerk. In Deutschland ist die Erste nicht bis zum Ende anerkannt und gesetzlich erlaubt. Damit meine ich, dass nicht alle betroffenen Frauen diese Methode durchlaufen können. Und die Zweite Methode ist ehrlich als etwas Naturwidriges bei vielen betrachtet. „heute ist das Verfahren der IVF millionenfach Routine.“ bin einverstanden, die Fortpflanzungsmedizin entwickelt sich ständig und pausenlos. Die Regierung aber behindert diesen Prozess. Als die Behandlung von Unfruchtbarkeit heute in der Ukraine oder in den USA mit Hilfe der Leihmutterschaft zu den Routinedisziplinen der Medizin gehört, ist diese in Deutschland verboten und straffbar. Für Patrick Steptoe und Robert Edwards war das ein nervenaufreibendes Experiment. Sie haben ihre Leben auf eine Karte gesetzt und ins Schwarze damit getroffen. Die Fortpflanzungsmedizin ist im Großen und Ganzen keineswegs das Teufelswerk.

  • Marta - 31/07/2018 Antworten

    Du hast recht. Sehr oft ist man minderwertig, wenn man keine Kinder hat. Und vor allem, wen man ungewollt keine Babys hat. Alle denken nicht daran, die Reproduktionsmedizin ist jetzt die einzige Hilfe für sterile Paare. Es gibt keine andere Arznei gegen Unfruchtbarkeit. Vieleicht nur Adoption. Aber nicht alle Paare wollen ein Baby adoptieren. Wenn sie eine Möglichkeit haben, ein leibliches Kind zu bekommen, wählen sie besser diese Variante. Und fast alle Männer wollen, dass die Kinder ihre Gene haben. Die Frauen sind etwas anderer Meinung. Sie wollen nur ein Baby, um ihre Liebe und Sorge zu schenken. Wenn Medizin das Leben der Wunscheltern glücklich machen kann, ist alles nicht umsonst.

  • Maab - 02/08/2018 Antworten

    Und ich bin sicher nicht mit meinem Kinderwunsch dafür zuständig, dass die Repromediziner forschen oder auch nicht. Ich muss damit klarkommen, und wenn ich höchstselbst an einer Stelle sage: Schluss jetzt! dann habe ich damit nicht mein Recht auf Lebensglück schuldhaft verwirkt. Dann liegt es in meiner Macht, damit umzugehen, so oder so (übrigens haben wir uns den ukrainischen Ärzten von der in manchen Kommentaren erwähnten Biotexcom-Klinik helfen lassen: erfolgreich!!). Ob ich nun ein behindertes Kind gebäre oder ein gesundes oder gar keins. Und ein aktives Annehmen dessen was man nicht ändern kann, ist meiner Meinung nach da der richtige Weg.
    Aber wenn der Patient, der zu Ihnen kommt, nachdem Sie Ihn ordnungsgemäß aufgeklärt haben, sagt: „Will ich nicht.“ aus welchen Gründen auch immer, können Sie ihn gehen lassen, ohne Ihm Schuldgefühle zu vermitteln?
    Ich kenne einfach Mediziner, die sind sehr gut darin, Ihren Patienten eine Art „Feigheit vor dem Feind“ zu unterstellen. Dazu müssen Sie nicht gehören, ich gebe das nur zu bedenken.

  • DanielMaass - 02/08/2018 Antworten

    Wenn man so bedenkt, dann merkt man, dass es früher nicht anders war:
    Man denkt: Und manchmal – ganz ehrlich – fragt man sich, ob es nicht besser wäre, das Schicksal akzeptieren zu KÖNNEN, wie Generationen zuvor, als immer verzweifelter nach dem Wunschkind zu streben!
    Meiner Vermutung nach hat es auch in allen Generationen zuvor ebenso Trauer, Enttäuschung bis hin zu extremer Verzweiflung und Depressionen aufgrund unerfüllten Kinderwunsches gegeben.
    Wieso auch nicht?
    Von den individuellen Wünschen einer Frau früher weiß man nichts, kann aber davon ausgehen, dass da auch der Kinderwunsch oft „systemimmanent“ war. Aber man weiß definitiv, dass es oft nötig war, wenigstens einen Stammhalter zu bekommen (vom Regenten bis runter zum Bauern), und auch heute noch ist in vielen Ländern das Kinderkriegen eine Art Altersversicherung und Kinderlose sind geschmähte Leute.
    Man „MUSS“ das überhaupt nicht „normal“ finden, wenn es nicht klappt. Viele müssen sich leider damit abfinden, das ist wahr, aber wenn es einem geholfen werden kann, warum dann nicht? Von mir aus Osteuropa, Ukraine, Biotexcom…. Versuche hat´s früher auch schon noch und nöcher gegeben, das waren halt aus heutiger Sicht lächerliche (mit Kräutern, Stellungshilfen, Besprechungen, Wässerchen etc.), aber die Menschen haben da auch dran geglaubt. Nun ist es eben die Technik – mit dem Unterschied, dass es eben da doch dann öfter mal klappt! Meine Meinung: HELFEN!!

  • hier-mit-dir - 02/08/2018 Antworten

    ..ein sehr alter Kummer, ich stimme völlig zu.
    Das Leiden und der Umgang mit Kinderlosigkeit ist auch für frühere Zeiten gut belegt. Eine sehr alte Quelle ist das Alte Testament (einfach – verkürzt gesagt -als alter Text zu Themen, die die Menschen beschäftigt haben gelesen), aber es gibt auch Texte aus dem Mittelalter, die explizit Frauengebete um Kinder belegen, häufig im Rahmen von Marienliedersammlungen. Ich hatte auch schon darauf hingewiesen, dass z.B. für Maria von England und Elisabeth von England die Sache nicht zuletzt auch ein politisches, öffentliches Problem gewesen ist.
    Es ist wie mit dem Ende des Lebens. Wir haben den Punkt alle Hoffnung fahren lassen zu müssen nicht zuletzt dank den Kämpfernaturen unter den Medizinern und Patienten in den letzten Jahrzehnten weit nach hinten verschieben können. Aber wir können nicht leugnen, dass es diesen Punkt noch immer gibt. Und wann dieser erreicht ist, hängt von vielen Dingen ab, auf die der einzelne zum Teil gar keinen Einfluss hat. Aber über diesen Punkt hinaus zu hoffen, ist manchmal auch der Grund zu neuem Leid. Und dieser Punkt ist nicht zwingend deckungsgleich mit den Grenzen des medizinisch Machbaren (https://www.youtube.com/channel/UC3wkbgaaXc2XaxTYJhtR0rA).
    Wenn ein Mensch das in seine Betrachtung mit einbezieht, ist das ein durchaus bedenkenswerter Beitrag.

  • status-spruchs - 02/08/2018 Antworten

    Hab alle Kommentare durchgelesen und bekomme den Eindruck, dass manche von denen Propaganda gegen die Reproduktionsmedizin darstellen.
    Dass man Kinder nicht erzwingen kann, wissen wir alle. Man kann aber durchaus die Möglichkeiten nutzen, die sich medizinisch bieten. Genau wie man bei Krankheiten alle medizinischen Möglichkeiten nutzen darf, aber auch die Heilung nicht erzwingen kann. Unbedingt lesen: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/leihmutterschaft-in-der-ukraine-15340864.html Wenn es dann doch nichts mit dem Wunschkind geworden ist, kann man ja immer noch psychotherapieren.
    Mancher denkt: Wir sehen Kinder nicht mehr als eine Gabe, über die man staunt und sich freut, sondern als Resultat eines Herstellungsprozesses. – Was für ein langer Bart. Das ist eine typische Aussage gottesgläubiger Gegner der Reproduktionsmedizin. Ich habe meine Kinder auch durch deren Hilfe. Ich habe sie noch nie als Resultat eines Herstellungsprozesses gesehen.
    Neulich darüber gestolpert: „asymmetrisches Herrschaftsdenken über das ungeborene Leben“ – Kann es sein, dass manche Menschen ein asymmetrisches Herrschaftsdenken über ungewollt Kinderlose hat???

  • AndanteGrazioso - 02/08/2018 Antworten

    „Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich“ oder was?
    Ich kann nichts falsches daran finden, die Probleme, die Reproduktionsmedizin aufwirft, zu benennen. Und nach den „Happy End“-Artikel vom Anfang der Themenwoche, war das ein Aspekt, der gefehlt hat: http://de.newseurope.info/?p=46541: Das hat sich doch teilweise gelesen, wie direkt von der Anzeigenabteilung eines KiWu-Zentrums eingereicht.
    Schon wenn sich ein Paar entscheidet, eine Diagnose für die ungewollte Kinderlosigkeit haben zu wollen, kann dies weitreichende Konsequenzen für die Beziehung haben. Und dennoch gibt es da in der Regel kein vorheriges ausführliches Gespräch, sondern man wird zum Screening geschickt, als wäre das eine zahnärztliche Routinekontrolle. Manchmal tauscht ein Paar damit ein viel größeres Problem ein.
    Ich bin dafür, möglichst viele Wege gangbar zu machen und zu halten. Aber ich bin auch dafür, darüber zu sprechen, was die spezifischen Schwierigkeiten der jeweiligen Wege sind. Erst dann kann sich ein Paar doch wirklich entscheiden, welcher Weg zur eigenen Persönlichkeit, Biografie und Beziehung passt. Und das kann (muss nicht, aber kann) auch vor den Grenzen des medizinisch machbaren liegen. Schon allein ein Kinderwunsch kann (nicht muss, kann) durchaus eher extrinsischen als intrinsischen Gründen entspringen, und dann wäre es vielleicht besser, die Beziehung nicht der Zerreißprobe auszusetzen, die allein schon die Diagnose sein kann.
    Wenn jemand das einfach zu bedenken gibt, sehe ich darin noch keine Propaganda.

  • Mina - 02/08/2018 Antworten

    Na, stimmt der Satz „Kinder kann man nicht erzwingen“??
    Meiner Meinung nach der trifft auch mehr als 20 Jahre nach dem ersten „Retortenbaby“ zu. Auch wenn so manche Reproduktionsmediziner als „Babymacher“ gerne einen anderen Eindruck vermitteln. Sogar wenn sie einer 64-jährigen Vierlinge schenken wie im Falle der Biotexcom-Klinik: Mutterglück bleibt sogar in diesem Alter Mutterglück.
    Seitens der Reproduktionsmedizin, die sich inzwischen weltweit zu einem sehr lukrativen Geschäft entwickelte, werden die Grenzen des Machbaren gerne unter dem Tisch gekehrt bzw. mit teils fragwürdigen Erfolgsquoten geworben.
    Damit werden zum einen gezielt Hoffnungen geweckt und eine Erwartungshaltung befördert, die bei näherer Betrachtung doch eher unrealistisch sind.
    Wenn man dann jedoch nach der 3. gescheiterten ICSI nach Ursachen und Möglichkeiten zur Verbesserung der Chancen fragt erntet man nur Achselzucken und allenfalls ausweichende Antworten.
    In Anbetracht der von reichlich Unkenntnis und Vorurteilen geprägten Diskussion zur PID vor einem Jahr, zeichnet sich diese Themenwoche und auch dieses Interview bislang durch eine deutlich sachlich fundierte Diskussion aus, was ich sehr schätze.

  • BYacine - 02/08/2018 Antworten

    Ich finde künstliche Befruchtung mit Eigenspenden okay, mit anonymen Fremdspenden schon merkwürdig (Erbgut von irgendwem??), und Leihmutterschaft ganz klar eine Merkantilisierung – unabhängig davon ob Geld fließt oder nicht, ob dies in einer ukrainischen Kiwu-Klinik wie die Kiewer Biotexcom oder in einer amerikanischen gemacht wird. Leihmutterschaft kann zu ernsten seelischen Problemen aller Beteiligten führen.
    Offenbar eine altmodische Auffassung; aber ich akzeptiere Leihmutterschaft, wenn es darüber einen gesellschaftlichen Konsens gibt, nur gut finde ich das trotzdem nicht.
    „Anstatt ständig über diese Frauen und diese Familien zu reden, sollte man mit ihnen sprechen und auf ihre Stimmen hören.“
    Anstatt ständig über und mit diesen Frauen zu reden, sollte man mit den Kindern sprechen und auf ihre Stimmen hören.
    Wer tut das? Wie viele Kinder gibt es, die ihre (leiblichen) Eltern nicht kennen und oft suchen sie verzweifelt dann später nach ihren Wurzeln.
    Ich glaube, dass es ein innenliegendes Bedürfnis danach gibt zu wissen, woher man kommt und vom wem man abstammt.
    Bei Leihmutterschaft, mit fremden Eizellen, fremdem Sperma kann ein Kind zwar eine Bindung zu seinen sozialen Eltern aufbauen, aber niemals erfahren, warum es so aussieht wie es aussieht, woher es Merkmale hat, wo und wie seine Eltern gelebt haben.
    Insofern wirkt jegliche Leihmutterschaft wie ein Betrug am Kind und dessen Herkunft – und ist in meinem Augen egoistisch.

  • Madani - 02/08/2018 Antworten

    Ich bin fest daran überzeugt, dass wir in D eine Diskussion in der Gesellschaft brauchen, die mit Argumenten und nicht mit Emotionen geführt wird, damit dieses Wegsehen vom KB-Problem endlich aufhört. Daraus ergibt sich im positiven Fall dann nicht nur die Betrachtung der Kindesperspektive, sondern auch die der Lein-Kinderausträgerinnen. Und wenn einer erwidert, dass es sehr viele Bereiche in unserem Leben gibt, bei der die Perspektive des Kindes auch nicht berücksichtigt wird, obwohl diese auch darunter leiden, z.B. billiger, ausreichender Wohnraum, Mindeslohn und Gehälter und Löhne allgemein ….dann sag e ich das mag alles sein, es bedeutet aber nicht, dass man noch einen weiteren Bereich dazu erfinden muss, bei dem das Kindeswohl sch…egal ist. Außerdem will ich nicht den Eindruck erwecken, dass in den Ländern, wo die LM erlaubt ist, alles „okay“ sei.
    Und unser Leihmutterverbot wie auch Babytourismus besonders in Osteuropa (besonders gerne wird dann den LM-Service bei der ukrainischen Biotexcom-Klinik gefragt) sind bereits Realität seit ein paar Jahren. Es wird nur nicht wahrgenommen, da es ja fast alles verboten ist.
    Also bitte, bei der Leihmutterschaft werden Kinder gezeugt die gewollt sind und für die die Eltern fast alles tun würden. Hier penetriert der Mann nur nicht eine weitere Frau um ein Kind zu bekommen, was es schon seit Jahrhunderten gibt.
    Deutschland braucht also dringend eine ehrliche Debatte zum Thema Repromedizin.

  • Ivanka - 07/08/2018 Antworten

    „Die In-vitro-Fertilisation ist heute das Verfahren millionenfach Routine.“ steht im Artikel. Ich bin mit solcher Aussage einverstanden. Aber nicht überall der Welt ist solche Routine leider möglich. Die Situation mit den betroffenen Frauen, die unter Unfruchtbarkeit leiden, ist bitter unbeschreiblich. Und in Deutschland gibt es keine absolute Lösung dieser Frage, die auch für die meisten Paaren eine Wunde ist. Die IVF ist nur teilweise erlaubt und deshalb müssen die Paare ins Ausland fahren, wo die Reproduktionskliniken eine breite Palette nicht nur der IVF, sondern auch Leihmutterschaft anbieten. Die Kinder, die durch Leihmutterschaft oder In-vitro-Fertilisation geboren wurden, sind kein Teufelswerk, sie sind ein Gottesgeschenk.

  • Terry - 09/08/2018 Antworten

    In D ist Leihmutterschaft, soweit ich weiß, komplett verboten… Sollte es anders sein, darf man mich gerne aufklären. Ich persönlich finde es gut dass es so was gibt. So kann der Kinderwunsch der unfruchtbaren Frau doch erfüllt werden. Z.B. mit dem Samen des eigenen Mannes durch eine künstliche Befruchtung… natürlich gäbe es für so ein Problem auch die Adoption, aber so hat das Kind wenigstens die Gene eines Elternteils. Hut ab vor den Frauen, die anderen so einen Wunsch erfüllen und das größte Geschenk machen. Ich selbst könnte es nicht, weil ich das kleine in mir viel zu lieb gewinnen würde, als das ich es dann nach der Geburt hergeben könnte… 🙂 In der Ukraine gibt es dafür umfangreiche Regeln, zwischen den Eltern des Kindes und der Frau, die es austrägt, gibt es einen Vertrag, der alles detailliert regelt. Die Leihmütter sind in diesen Fällen ja mit dem Kind nicht verwandt und haben ihm gegenüber auch keinen rechtlichen Status. Sicher geht es da auch um Geld und das ist sicher ein moralischer Grenzbereich, aber wir leben in einem Land, wo Prostitution erlaubt ist…

  • Jayyy - 09/08/2018 Antworten

    Das ist ein sehr, sehr schweres Thema. Wie auch gestern in der Sendung von den Kritikern gesagt wurde: wäre die Leihmutterschaft in D erlaubt – wie stellt man sicher, dass die Frauen damit nicht ihren Lebensunterhalt sichern, bzw. das ganz sehr kommerziell wird? Soll jetzt nicht heißen, dass ich Leihmütter ablehne, aber die Begleitumstände sind sehr kompliziert hierbei. Kann mir nur schwer vorstellen, dass sich eine Frauen aus reiner Hilfsbereitschaft als Leihmutter zur Verfügung stellt! In den USA werden wohl 12.000 Dollar dafür bezahlt (Zahl aus gestriger Sendung). Die Frau in der Sendung meinte, der Bewegungsgrund ihrer Leihmutter wäre allein, helfen zu wollen? Für mich fraglich, ob das auch so wäre, wenn es kein o. weniger Geld dafür gäbe…Die Frage ist auch immer, wegen welcher Indikation es gemacht werden soll. Was die billigste Leihmutter in Europa kostet: https://www.youtube.com/watch?v=FRm2agv_0aY&t=158s

  • David Y - 09/08/2018 Antworten

    Ich denke, es muss nicht alles möglich gemacht werden, was möglich ist. Das Konzept Leihmutter halte ich für hochgradig problematisch, besonders in solchen Ländern wie die Ukraine, wo die meisten Babytouristen aus D Kinder „besorgen“: im Netz wimmelt es nur von der Biotexcom-Werbung. Es wird immer schwieriger eine eindeutige Elternschaft zuzuordnen. Ich frage mich, wie das dann entstandene Kind darauf reagieren wird. Ich bin einfach der Ansicht, dass es Grenzen gibt und die sind für mich spätestens bei der Leihmutterschaft erreicht. Man muss nur sehr gut aufpassen, dass man sich im Strudel der Kinderwunschbehandlungen nicht immer zu einem kleinen bisschen „noch mehr“ hinreißen lässt. Denn hat man einmal angefangen, sind die Schritte kleiner, als wenn man von null auf Leihmutterschaft geht. Nur sollte man sich vor jeder Behandlung ganz genau fragen, was man sich zumuten kann und was man letztendlich dem eventuell entstehenden Kind zumuten kann.
    Leider können dann die Kinderwunschbehandlungen schon mal einen suchthaften Charakter bekommen. Und davor sollte man sich dringend hüten. Schließlich geht es auch um die eigene Gesundheit.

  • Mitesch - 09/08/2018 Antworten

    Organhandel ist Leihmutterschaft nicht. Ich finde es schade, wenn es jetzt hier ausartet, ich fühle mich vor allem wohl hier, weil genau das nicht passiert ist. Wenn ich die Möglichkeit hätte, natürlich schwanger zu werden und vor allem mein Kind selber auszutragen, ich würde es sofort tun. Die Sache des Preises, ein gutes Argument. Aber wenn ich die Ukraine mit anderen Ländern vergleiche, dann haben die ukrainischen Frauen sogar finanziell am meisten davon: googelt nur nach Berichten von Biotexcom-Leihmüttern. Es kommt doch nicht darauf an, wie viel Geld es uns kostet, sondern wie viel die Frau davon hat. Wenn ich die Einkommen der einzelnen Länder vergleiche, und wie viel man dafür kaufen kann… dann bleibt in der Ukraine am meisten Kaufkraft von der Summe über…Wir persönlich haben unsere LM schon lange ausgesucht. Und ja auch schon einen Versuch hinter uns. Wir kennen unsere LM und stehen auch ständig mit ihr in Kontakt. Hier Äußerungen zu treffen, ohne Genaueres zu wissen, finde ich schon hart. Ich finde es schade, dass es im deutschsprachigen Raum so rein gar keine Informationen über Leihmutterschaft gibt. Und verstehe so langsam warum das der Fall ist.

  • RedCloud - 09/08/2018 Antworten

    Ich persönlich würde die Leihmutterschaft nicht immer gut aber auch nicht immer schlecht finden. Es gibt bestimmt ganz viele schwarze Schafe, bei denen es ausschließlich ums Geld geht und im schlimmsten Fall die LM auch noch gezwungen wird. In eurem Fall sieht die Sachlage aber wieder ganz anders aus. Wie immer im Leben muss man für sich und seine Familie den besten Weg gehen (und das den nicht jeder Außenstehende gut findet ist auch mal klar.
    Ich finde es wundervoll, meine Bekannte, die eine Leihmutterschaft in Kiew machte, sagte, die LM sei ihr zur Schwester geworden und sie ist die Patentante des Kindes. D.h. sie wird wohl doch auch weiterhin einen engeren Kontakt haben. Ich wüsste nicht, warum dies egoistisch sein soll und für euer Kind irgendwie schädlich oder unfair oder sonst was. Und mal ganz ehrlich, das Problem mit der Bindung wäre im Fall einer Adoption vermutlich noch größer, da meckert dann aber keiner, oder wie?

  • Kierra - 09/08/2018 Antworten

    Wie bei allem, es kann ein Segen und Fluch zugleich sein.Ich finde es super das es die Möglichkeit gibt für Mütter die aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst ein Kind austragen können.Aus „Lifestyle“ gründen habe ich da aber kein bisschen Verständnis, es erwartet kein normal denkender Mensch das man mit der Geburt eines Kindes sein Leben abgibt und nur noch „Mutter“, nicht mehr „Mensch“ ist, aber wenn es dann schon so ist das man aus Bequemlichkeit/nicht vorhandener Lust/… das Kind nicht austragen will weil es das Leben zu sehr verändert frage ich mich ob so jemand wirklich ein Kind haben sollte.Wenn mir die Natur nicht mehr vergönnt schwanger zu werden (so wie es bei mir der Fall ist), dann nehme ich das so hin. Eine Leihmutter oder eine Eizellspende käme für mich nicht in Frage.Auch andersherum wäre es nichts für mich: Ich könnte nie ein Kind austragen und es dann verkaufen.Besonders dann nicht, wenn frau ihren Body nicht verschandeln will, aber ein Kind zur Selbstbestätigung braucht.Und nein, in Deutschland sollte es nicht legalisiert werden.Wenn Frauen in andere Länder gehen, o.k., akzeptiere ich.Ich habe auch nix gegen die Biotexcom-Werbung in deutschen Kiwu-Foren.

  • Katy - 13/08/2018 Antworten

    Du hast Recht. „Deutschland braucht also dringend eine ehrliche Debatte zum Thema Repromedizin“. Ganz klar. Und dringend. Warum müssen die kinderlosen Paare eine Hilfe im Ausland suchen? Das ist nicht fair. Alle haben gleiche Rechte.

  • Angus - 19/08/2018 Antworten

    Ich war echt geschockt, als eine Deutsche mit 65 ihre Vierlinge bekam, die sie sich im ukrainischen Biotexcom-Zentrum machen ließ. Jetzt schaudert mir schon vor dem Tag, an dem das perfekt designte Kind in unserer Gesellschaft vorausgesetzt wird. Und alle anderen Kinder als mangelhaft bis ungenügend durch das Raster fallen. Und erst recht diejenigen kinderlosen Frauen und Männer, die als wertlose Menschen gelten, weil sie sich nicht reproduziert haben. Gottlob bin ich nicht mehr jung, und schon lange aus der „Familienphase“ heraus. Die jungen, zukünftigen Eltern von heute tun mir Leid. Diesem gesellschaftlichen Druck möchte ich heutzutage nicht mehr standhalten müssen. Bei so vielen armen Kindern auf der Welt, die auf Adoption oder Patenschaften hoffen, ist der eigene Kinderwusch, koste es was es wolle, eine Perversion des Egoismus. Lebenswert kann Deutschland nur wieder werden, wenn seine Bevölkerungszahl deutlich auf das Niveau der 80er Jahre schrumpft. Und somit ist künstliche Befruchtung ein No go. Gerade eine vorgeblich christliche Partei wie die CDU hätte zudem dafür Sorge zu tragen in der Legislative, daß solche Gottesblasphemie und Teufelswerk künstlicher Befruchtungen endlich verboten wird. Leute, die ihre Kinder künstlich und mit aller Gewalt bekommen wollen, lieben nur sich selbst. Aber bestimmt keine Kinder.

  • Oslo Nor - 19/08/2018 Antworten

    So wie bei der Gen-Technik kommt auch bei der unnatürlichen, künstlichen Befruchtung nur Murks raus und die Kindergrabreihen auf den Klinik-Friedhöfen werden von Jahr zu Jahr immer länger. Oft sind da auch Zwillings- und Drillingskindergräber dabei, weil künstliche Befruchtungen oft ungewollte Mehrlingsgeburten verursachen. Mit Ethik und Moral hat diese ganze ärztliche Geschäftemacherei zum Schaden der Eltern und zum Unheil der Kinder absolut nicht zu tun. Ungewollte Kinder brauchen wir in einem der dichtesten bevölkerten Land Europas halt nicht, genauso wie die „Hilfe“ von solchen osteuropäischen Kiwu-Kliniken wie die ukrainische Biotexcom, die so kräftig vom deutschen Babytourismus profitiert.

  • SseeFlor - 19/08/2018 Antworten

    Bei der meist umweltbedingten unfreiwilligen Kinderlosigkeit sollte man beachten, dass in Deutschland jedes Jahr über 100.000 zumeist gesunde Kinder im Mutterleib (zu fast 100% steuerfinanziert!) getötet werden – mit der Duldung aller etablierten Parteien, nachdem diese der Forderung der 68er nach Legalisierung von Morden an ungeborenen (deutschen) Kindern nachgegeben hatten! Dabei steigern die Profite solchen unverschämten Kiwu-Zentren wie das schon erwähnte Biotexcom in der Ukraine. Und mit Verweis auf die aufgrund weniger Geburten erfolgte demographische Schieflage forder(te)n die 68er u. die von deren Zeitgeist durchdrungenen Politiker(innen) seitdem die dauerhafte Zuwanderung fremder Völker! Zudem beschloss der Bundestag unter der ersten Merkel-GroKo am 9.11.2006, Muslimen ihre üblichen Zwangsheiraten u. Vielehen zu erlauben! Und vielen (deutschen) Frauen wird durch den Kindesvater, den Arbeitgeber, Ärzten oder „pro familia“ eine Abtreibung nahegelegt, wodurch sie z.T. später keine Kinder mehr bekommen können! Ich empfehle dazu das Buch „SOS Lebensrecht – Neue Debatten um die Abtreibung“!

  • Setthawutt - 19/08/2018 Antworten

    Was ist denn die Reproduktionsmedizin anderes als oft üble Geschäftemacherei (schauen sie nur die Unmengen der Werbung vom ukrainischen Biotexcom-Zentrum in jedem deutschen Kiwu-Forum) auf Kosten der belasteten Psyche ungewollt kinderloser Paare? Wer spricht denn über die tiefe Verzweiflung dieser Betroffenen, wenn auch diese Methode fehlschlägt? Viel wichtiger wäre es doch, solche Menschen zumindest parallel zu einem Psychologen zu schicken, der sinnvoll berät, unterstützt und tröstet. Aber hier werden die Kinderlosen gemein alleine gelassen. Ganz zu schweigen von der Diskriminierung kinderloser Leute, die oft als karrieregeile Egoisten vorverurteilt werden. Heutzutage haben Kinder in den übervölkerten Städten Deutschlands keinerlei gesunde Spiel- und Entwicklungsmöglichkeiten mehr zwischen von Hunden vollgeschissenen Sandkästen, Sperrmüllablade-Parkanlagen und Autoabgasen ohne Ende. Da sollten Menschen wenigstens noch so viel Rest-Verstand und Verantwortung haben, keine Kinder mehr in die Welt zu setzen, und schon gar nicht durch künstliche Befruchtung.

  • Futao Ma - 19/08/2018 Antworten

    Eigentlich wollte ich zu dem Thema nichts schreiben und den Namen Biotexcom-Zentrum gar nicht erwähnen, aber…. Aber dann kam die erste Anruferin, die vieles schlecht redete und sogar Brustkrebsscreening verurteilte. Ich habe erfahren, dass in unserer Stadt beim letzten Screening u.a. 2 Frauen nachher in Behandlung mussten. Die eine Frau ist gut 50 Jahre alt. Sicher hat das Screening schon einigen Frauen das Leben gerettet, dieses kostenlose Angebot zu verurteilen, halte ich für unverantwortlich. Zum Thema: Ich kenne im Bekanntenkreis zwei herzige Zwillingskinder, die durch Arztbemühungen jetzt leben und für die liebevollen Eltern auch Lebensaufgabe sind. Einige schreiben von Kinder als Statussymbol und das halte ich für sehr fragwürdig. Es ist doch ein natürlicher Trieb, Kinder zu bekommen, sie zu erziehen und sich über sie zu freuen. Kindererziehung ist sehr viel Mühe und Verantwortung. Es ist gut, dass dieses Thema in den Blick einer Öffentlichkeit gerückt wurde und habe keine ethischen Bedenken bei künstlicher Befruchtung.

  • Cjango - 19/08/2018 Antworten

    Die größte Inspirationsquelle war und ist immer noch die Natur und keinerlei die ukrainischen Biotexcom-Ärzte. Wir sollten uns lieber immer wieder und wieder fragen: wie macht es die Natur, und was machen wir anders? Wir greifen mit unseren Forschungen immer wieder in die Naturgesetze ein und bekommen Jahre später die Probleme. Heute sind wir dabei, um den katastrophalen Schaden wieder gut zu machen, den wir in den vergangen Jahren angerichtet haben. Gleichzeitig aber verursachen wir neue Katastrophen. Es geht immer nur um das Einfache und das ist die Natur. Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens – Ein Weg zu weltweitem Wohlstand und Frieden in Harmonie mit der Natur: Gemeinwohl-Ökonomie, Bedingungsloses-Grundeinkommen.

  • Supernaturalme - 19/08/2018 Antworten

    Bei diesem Tagesgespräch sollte es doch eigentlich um Ethik und nicht um Medizin und Machbarkeit gehen? Daher wurde für mich das Thema verfehlt. Zumal die eigentliche „Hauptperson“ Louise Brown erst gegen Schluss nur kurz erwähnt wurde. Man hätte so viel mehr aus diesem so kontrovers diskutierten Aufreger-Thema machen können. Sehr bedauerlich. Diese Kinder tun mir einfach nur leid, die sich rücksichtslose, egozentrische Eltern entgegen Gottes Willen erzwingen auf Teufel komm raus. Denn schließlich hat sich Gott etwas dabei gedacht, dass er diesen Eltern Kinder verweigert. Diese Kinder kann die Kirche nicht anerkennen, da sie durch Teufelswerk entstanden. Meine Schwester hat wegen Unfruchtbarkeit im Abstand von 2 Jahren2 Mädchen aus Kolumbien adoptiert, statt sich ein Kind im Biotexcom-Zentrum zu kaufen – Kinder, die in einem Kinderheim vor sich hin vegetierten: 1 Betreuerin für einen Saal mit 80 Kindern! Auch mir erscheint Adoption der sinnvollere Weg – denn wir sind ohnehin zu viele auf diesem Planeten.

  • KobeLi - 19/08/2018 Antworten

    Heutzutage noch Kinder in die Welt zu setzen, ist verantwortungslos, und auch rücksichtslos und egoistisch gegenüber den Kindern, die dann die Plage haben mit diesem nicht mehr lebenswerten Leben zwischen wachstums-zugrundegerichteter Umwelt und immer höllischer werdendem Klimawandel. Diese bevorstehende Zukunftsapokalypse kann man keinem Kind mehr zumuten. Auch dieser Artikel scheint mir nicht gelungen. Mir fehlten so viele Aspekte, die man noch hätte ansprechen müssen: Druck der Gesellschaft, Hybris, Adoption, Geschäftemacherei, psychische Auswirkungen auf Eltern und Kinder, Leihmutterschaft in den ukrainischen Kliniken (vor allem im Biotexcom-Zentrum) etc. etc.. Schade! Das Tagesgespräch ist nicht mehr das, was es lange war. Vor allem die sog. Experten sind oft fehlbesetzt oder nicht gut. Sehr schade! Welt und immer höllischer werdendem Klimawandel. Diese bevorstehende Zukunftsapokalypse kann man keinem Kind mehr zumuten. Das Vergleichen der Entstehung eines fühlenden denkenden Lebens mit Milchpasteurisierung muss man wohl als sehr harten Tobak bezeichnen. Der Natur auf die Sprünge helfen oder einen starken manipulativen Eingriff vorzunehmen sind wohl auch zwei Paar Schuhe. Einen sehr wichtigen Aspekt vermisse ich in Ihrer Diskussion: Ich glaube es ist fast nicht möglich dem Kind im späteren Lebensalter die Tatsächlichkeiten beizubringen ohne das ein etwaiger Psychotherapeut aufzusuchen wäre.

  • Ivy - 19/08/2018 Antworten

    Schlimm genug, dass Paare in unserer Gesellschaft erst ihr sicheres Nest bauen müssen, um eine Familie zu gründen. Da kann schon mal die Eieruhr ablaufen. Ich wollte keine Kinder und habe zwei, die wir dem ukrainischen Biotexcom-Zentrum verdanken und sie sind das Beste was mir bisher passiert ist. Warum sollen wir nicht auch anderen dazu verhelfen, wenn die Natur sich sperrt. Kinder per Petrischale zu erzeugen ist doch kein Regelfall und wird auch keiner werden, sofern wir als Gesellschaft aus ethischen Gründen da bestimmte Regeln zu aufstellen. Alles was uns jetzt noch natürlich erscheint, wie gebären, wachsen und sterben in Flora und Fauna wird sowieso schon kontrolliert und gesteuert. Natürlichkeit wird doch schon ausgeschaltet und verfremdet. Man sollte diesen Menschen in Deutschland helfen, sie nicht stigmatisieren und in Stich lassen

  • Lilu Roh - 28/08/2018 Antworten

    „Als künstliche Befruchtung noch „Teufelswerk“ war“ dieser Titel ist auch zurzeit aktuell. Die meisten nicht nur Frauen, sondern auch Männer sprechen sich gegen Leihmutterschaft aus und verachten insbesondere die Familie, die ihre Kinder durch Leihmutterschaft bekommen haben. Wieso können die Paare ihren Kinderwunsch durch Leihmutterschaft nicht verwirklichen lassen? Dank moderner Fortpflanzungsmedizin aber ist der unerfüllte Kinderwunsch kein Problem mehr. Laut Statistik sind schätzungsweise zwei Millionen Paare in Deutschland ungewollt kinderlos und diese Tendenz steigt ständig an. Die Welt und die Umgebung, die Luft, das Wasser und das Klima, ändern sich und das alles beeinflusst die Gesundheit der Jugendlichen. Anders gesagt die Regierung macht nichts sowie für die Verminderung der Umweltverschmutzung als auch für Verbesserung der Bevölkerungsstatistik und glückliche Elternschaft der betroffenen Familien.

    • Alex29 - 30/08/2018 Antworten

      Ich stimme Ihnen zu. Ich bin auch der Meinung, dass nicht nur Leihmutterschaft, sondern auch Eizellspende in Deutschland zu legalisieren sind. Es gibt ein großes Problem mit Kinderkriegen hierzulande und das muss gelöst werden. Meiner Meinung nach, ist die Legalisierung beider Behandlungsmethoden der Ausweg aus dieser komplizierten Situation. Aber jetzt ist es noch zu früh, darüber zu sprechen, weil deutsche Gesellschaft sich an diese plötzliche Veränderung noch nicht gewöhnt hat. Deshalb sind unfruchtbare deutsche Paare gezwungen, in der Ukraine oder Britannien Hilfe zu suchen.

    • Lara - 31/08/2018 Antworten

      Ich stimme Dir zu! Die Männer sprechen so, weil Samenspende in Deutschland nicht verboten ist. Würde es verboten, würden sie ganz anders sprechen. Niemand kann genau sagen woran liegt die Ursache der Unfruchtbarkeit. Trotzdem ist die letzte Chance für manche Familien eine Eizellspende oder die Leihmutterschaft. Warum müssen diese kinderlose Paare von der gemeinen Meinung abhängen? Sie machen so, wie sie wollen.

  • Emma - 29/08/2018 Antworten

    Das erste „Retortenbaby“ ist ein Beweis gegen Kinderlosigkeit für alle. Die Reproduktionsmedizin kann Wunder machen. Ich dachte, sie kann auch steril sein. Trotzdem ist selbst Mutter von zwei auf natürlichem Weg gezeugten Söhnen. Das bedeutet, die Unfruchtbarkeit kann man vermeiden. Hoffe erfinden die Ärzte mit der Zeit eine Arznei für kinderlose Paare.

  • Tiana - 29/08/2018 Antworten

    Sehr interessant über „Retortenbaby“ lesen. Sie ist schon 40 und sieht wie alle andere Frauen und hat ein normales Leben. Dazu ist sie schon eine Mutter auf natürliche Weise. Sie hat allen bewiesen, dass Wunder sein können. Und die Kinderwunschkliniken können Familien helfen. Darum verstehe ich jetzt, warum so viele Menschen suchen eine Hilfe in der Ukraine, Russland usw.

  • Susi - 29/08/2018 Antworten

    Alles kann sein. Diese Babys haben keine Probleme mit der Kinderlosigkeit. Dank der PID können sie verschiedene gesundheitliche Probleme vermeiden. Die Zukunft sieht ohne Krankheiten aus. Eine Utopie? Und was werden dann Ärzte machen? Und die Kinderwunschkliniken haben dann keinen Sinn für die Menschen.

  • Bern - 30/08/2018 Antworten

    Die Reproduktionsmedizin entwickelt sich so schnell. Und dieses erste Baby ist für alle nur ein Beispiel und Beweis, dass das Leben anders sein wird. Ob diese Entwicklung schlecht oder gut ist? Niemand weiß, aber alle Experimente haben immer negative Folgen mit. Das kann man beachten. Ich denke, die Unfruchtbarkeit verschwindet nicht. Zu viele Menschen haben Profit von der Behandlung von kinderlosen Leuten.

  • Lusi - 03/09/2018 Antworten

    Ein sehr wichtiges Problem der heutigen Familien. Sehr schade, dass die kinderlosen Menschen so viel erleben müssen, um ihren Kinderwunsch zu erfüllen. „IVF sollte jedem Paar offenstehen, das sich ein Kind wünscht und es auf natürlichem Weg nicht bekommen kann…Es geht um die Zukunft.“ Diese Worte machen mir einen Gedanke, dass die Zukunft der Leute von der Reproduktionsmedizin abhängt. Zu viele Leute sind jetzt steril. Nicht weniger Menschen können dank der IVF ein Baby haben. Ja, IVF ist eine Lösung aus der Situation. Aber das löst gerade das Problem der Unfruchtbarkeit nicht. Ich habe ein Gefühl, dass etwas später in der Zukunft nur die Leute werden leben, die dank der IVF und zwar Fortpflanzungsmedizin entstanden sind. Und was auch interessant, es gibt Fälle wenn die künstliche Befruchtung nicht helfen kann. Darum bleibt eine der Variante EZS oder Leihmutterschaft.

  • Liam - 06/09/2018 Antworten

    Ein Phantastik! in der Zukunft werden nur Retorten Menschen leben.

    • Melina - 15/09/2018 Antworten

      Ja. Kaum zu glauben. Ich denke, es weniger kinderlose Menschen werden. Die künstliche Befruchtung kann nicht allen helfen. Vielleicht werden die Leute nicht so unverantwortlich und egoistisch sein. Hoffe werden sie schätzen, was sie haben und zerstören nicht alles um sie herum.

  • Gunnar - 10/09/2018 Antworten

    Warum Teufelswerk? Das neue Leben ist laut diesem Begriff der Reproduktionsmedizin ein Teufelswerk. Aber ich muss sagen, dass es in unserem Leben kein Licht ohne Schatten wie auch kein Gutes ohne Böses gibt. Die Wissenschaftler versuchen immer was neues herauszufinden, um z.B. den Tod zu bekämpfen oder das neue Leben dem Baby und auch seinen Eltern zu schenken. Und jetzt ehrlicherweise: wenn es in der Waagschale das Leben, damit meine ich das Baby, und die Leerheit, damit meine ich das pure Unglück tausenden von kinderlosen Frauen, legen, so was werden sie wählen? Diese Frage stelle ich an diejenigen, die die Leihmutterschaft verurteilen.

  • Lina - 18/09/2018 Antworten

    Retortenbabys werden mit jedem Jahr mehr und mehr sein. Was wird weiter sein? Die Reproduktionsmedizin ist führende in der Welt. IVF ist jetzt ganz normal. Ein Mittel gegen Unfruchtbarkeit. Das ist schon kein Wunder, wenn die Wunscheltern ihre Babys dank künstlicher Befruchtung bekommen haben. Die Retortenbabys sehen wie andere Kinder. Sie können eigene Kinder auf natürlichem Wege haben. Nicht schlecht. Vielleicht wird uns ein Leben ohne Kinderlosigkeit in der Zukunft erwartet. Eine so genannte Utopie? Oder etwas Besseres…

  • Klarisa - 29/09/2018 Antworten

    In unsere Zeit ist schon kein Wunder, wenn ein neues Leben entsteht. Ich bin nicht dagegen. Aber es muss eine Grenze sein. Ich denke, man muss sehr gründliche Untersuchungen machen lassen und nur dann eine IVF durchführen. Es kommt Situationen vor, wenn die Frau sehr lange nicht schwanger werden konnte. Sehr lange Jahre der Behandlung in KIWUK waren vergebens. Und man wurde keine Ursache der Unfruchtbarkeit beim Ehepaar gefunden. Sie beschlossen weiter nichts zu machen und im Urlaub zu fahren. Und wie war ihre Überraschung, dass sie auf natürliche Wege schwanger sein wurde. Alles kann sein…Nicht selten sehe und wisse ich, dass der Kinderwunsch entsteht, weil das von der Gesellschaft oder Verwandten usw. erwartet wird. Man sagt, das Kind kommt, wenn das Paar bereit ist.

  • Roderick-Sama - 04/10/2018 Antworten

    Ich habe eigentlich immer den Gedanken an medizinische Hilfe nicht zugelassen. Doch als mein Mann das ausgesprochen hatte und sagte „dann gehen wir halt in eine Kinderwunschklinik“ – erst dann habe ich mich mit dem Gedanken befasst. Da ich keine Geschwister habe, habe ich mich meiner Freundin anvertraut und seither weiß es unser Freundeskreis (mit mir sind wir 3 Mädels mit Ehemännern). Unsere Familien wissen nichts und ich muss ehrlich sagen, dass ich es auch nicht erzählen will, was und wie wir was machen (sogar wenn wir nicht an die ukrainische Biotexcom-Klinik denken – übrigens ist das Thema Osteuropa kein Tabu für mich – denken… oder noch nicht?).

  • ShisterSierra - 04/10/2018 Antworten

    Hab mittlerweile 8 Versuche hinter mir.
    Meine Eltern und Schwiegereltern sowie meine beste Freundin wissen, dass es nur auf diesem Weg funktionieren kann. So sind wir dem ständigen Gefrage etwas aus dem Weg gegangen.
    Jetzt ist es von Versuch zu Versuch unterschiedlich. Z.B. wenn wir einen Versuch im Ausland (Ukraine, Biotexcom) unternommen haben, habe ich auch meinen Chef einweihen müssen.
    Aber meistens sagen wir niemandem etwas, um alles in Ruhe durchzustehen. Aber bei manchen Versuchen muss ich mit jemandem reden und mich anvertrauen.
    Es gibt vermutlich kein richtig oder falsch und man muss einfach auf sein Bauch hören. Wenn du das Bedürfnis hast dann rede mit jemandem darüber dem du vertraust.

  • Clever Name - 04/10/2018 Antworten

    Ein eigenes Kind für viele Menschen ist das größte Glück und der wichtigste Fokus im Leben. Doch was ist wenn sich dieses Glück nicht einstellen will, was wenn dieses Ziel mit Fokus auf Misserfolg ist. So nehmen die Paare zu viel auf sich, um sich ihren sehnlichsten Wunsch nach einem eigenen Kind zu erfüllen. Aber es geht nicht automatisch, die Medizin und unser Körper funktioniert nicht einfach auf Knopfdruck. So Misserfolg um Misserfolg und die sind fast am Rande der Verzweiflung. Es gibt aber die Lösung, es soll eine rettende Lösung sein und man nennt diese Lösung die Leihmutterschaft, in Deutschland aber verbotene und in der Ukraine erlaubte Möglichkeit Kinder zu kriegen. Die Ukraine und zwar Biotexcom bezieht die führende Position im Bereich der Fortpflanzungsmedizin und ist genug bekannt.

  • Neshroom - 04/10/2018 Antworten

    Heute herrschen andere Zeiten… … als früher. Wenn ich solche Kommentare lese wie: „Man soll das Schicksal akzeptieren, wie Generationen zuvor…“. Und dafür gibt es eine Redaktionsempfehlung? Sorry, aber klar: Frühere Generationen sind an Krebs gestorben, weil die Medizin nicht so weit war. Und soll man das heute auch akzeptieren und sich nicht behandeln lassen, obwohl man sich dadurch heilen oder das Leben lebenswerter machen lassen könnte?! Dieses „Schicksal“ würde auch niemand akzeptieren, oder irre ich mich? Und warum bitte darf in der Repromedizin Branche kein Geld verdient? Wenn die schon in manchen Kommentaren erwähnte ukrainische Biotexcom-Klinik einen guten Service bietet, muss er logischerweise bezahlt werden, es geht nicht um Geldmacherei.

  • Saynator - 04/10/2018 Antworten

    Bei ein paar Aussagen zum Artikel war ich richtig berührt. Es trifft vieles so sehr genau auf den Punkt – genau wie ich es erlebt habe oder erlebe … (ich gehöre zu diejenigen, die ihre Behandlungen in der Ukraine, im Biotexcom-Zentrum planen). Es ist ja schon so, dass das Thema Kinderwunsch nicht immer nur „Betroffene“ interessiert. Manche sind interessiert daran, weil sie sich um Freunde Gedanken machen. Oder selbst „knapp drum rum“ kamen… ja, wie auch immer. Ich glaube ja auch, dass das Forum von Vorteil vor allem für diejenigen ist, die still mitlesen, sich informieren wollen oder einfach ehrlichen Anteil nehmen… (habe ich ja selbst ganz lange gemacht). Daher hat mich das „Andere könnten sich belastet (oder wie auch immer) fühlen“ echt beschäftigt.

  • Schawol L - 04/10/2018 Antworten

    Also: Ich hatte insofern eine Kiwu Geschichte, als ich in einem Jahr drei FG hatte. Auf die erste war ich absolut nicht vorbereitet, hatte niemals damit gerechnet. Danach habe ich viel hier gelesen, wir hatten einen netten Strang für Frauen mit FG, wir sind inzwischen weggezogen, da alle inzwischen Kinder haben und die Themen nicht mehr zum Titel passten und wir uns enger austauschen wollten. Auch bei den Hoffnungsfrauen habe ich viel gelesen, aber nicht geschrieben, da ich ja immerhin schnell schwanger werde und das unsensibel fand. Trotzdem habe ich viel gelernt und Verständnis entwickelt. Ich bin der festen Überzeugung, dass es jedem gut tut, zu wissen, dass nicht jeder sofort schwanger wird und nicht jede Schwangerschaft gut ausgeht (die vierte Schwangerschaft, zu der uns die ukrainischen Ärzte aus der Biotexcom-Klinik verholfen haben, endete glücklich und wir haben jetzt einen 3-jährigen gesunden Sohn). Dem einen hilft das wissen, nicht allein zu sein, der anderen tut ein bisschen Demut und Dankbarkeit ob der eigenen glücklichen Situation nicht schlecht. Wer sich von diesen Themen belästigt fühlt… Nun ja, so ist das Leben.

  • Summer Raye - 04/10/2018 Antworten

    Meine beiden Kinderchen sind per EZS in der ukrainischen Biotexcom-Klinik entstanden und ich kann euch beruhigen, wir sind kein Teufelswerk. Warum man Paaren, die sich wirklich Kinder wünschen und die sich diesen Wunsch auf diesem Wege erfüllen könnten Kinder verwehren will, erschließt sich mir nicht ganz. Es gibt genug Eltern auf der Welt die ihre Kinder nicht gut behandeln, diese vernachlässigen etc. Warum dann nicht Paaren Kinder schenken, die sich wirklich um diese kümmern wollen? Wieso der Vergleich mit Medikamenten befremdlich sein soll müsst ihr mir aber mal erklären. Natürlich, Leben schaffen ist eine der elementarsten Dinge der Welt. Genauso elementar ist aber auch das Sterben. Und dieser natürlichen Selektion wirken Sie mit der Einnahme von Medikamenten oder durch Operationen entgegen, was also auch ein Eingriff in die Natur ist.

  • Helga - 11/10/2018 Antworten

    Die Zeit bringt immer etwas Neues mit. Die künstliche Befruchtung, die früher eine Fantastik war, ist jetzt eine Realität. Heute können nicht sehr viele Menschen ohne IVS schwanger werden. Diese Frau Louise Brown bewies allen, dass alles möglich ist. Jetzt sie ist selbst zweimal eine Mutter. Wie kann so sein. Doch…Es kann sein. Sie kann auf natürliche Weise schwanger werden. Ein Wunder oder nicht. Aber das ist eine Realität. Vielleicht wird mit der Zeit auch die Leihmutterschaft in allen Ländern legal.

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