Deutschland auf Platz zwei beim Fortpflanzungs-Tourismus

Published 19/02/2018 in Familie, Gesellschaft, Gesundheit, Medizin, Wissen

Deutschland auf Platz zwei beim Fortpflanzungs-Tourismus

Foto: Lena Willgalis

Die Eizellspende ist in Deutschland verboten. Viele Paare weichen daher ins Ausland aus. Ärzte kritisieren die veraltete Gesetzgebung.

Berlin.  „Ihr seid in einem fremden Bauch gewachsen, aber wir sind eure Eltern“ – so wollen Jessica und Armin Geißdörfer ihren Zwillingen Teresa und Niklas eines Tages erklären, woher sie stammen. Die heute fast einjährigen Geschwister wurden von einer Leihmutter in der Ukraine ausgetragen. Eine Fortpflanzungsmethode, die in Deutschland ebenso illegal ist wie die Spende von Eizellen. Ärzte, die gezielt dazu beraten, können sich strafbar machen.

Festgelegt sind die Verbote im Embryonenschutzgesetz von 1990. Zahlreiche Mediziner und Forscher kritisierten das Gesetz im Oktober 2017 unter Federführung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina als veraltet. Sie fordern die Regierung auf, ein modernes Fortpflanzungsmedizingesetz zu erarbeiten. Doch in den aktuellen Koalitionspapieren taucht das Thema nicht auf.

Kinderwunschmediziner informieren über in Deutschland verbotene Behandlungen

„Für Parteien des gesamten Spektrums wirft die Reproduktionsmedizin eine fundamentale Frage auf: ‚Wie soll die Familie von morgen aussehen?‘“, erklärt Claudia Wiesemann, Ethik-Professorin an der Universität Göttingen und Mitglied im Deutschen Ethikrat. „An diese ethischen Probleme wagt sich keiner ran“, kritisiert der Reproduktionsmediziner Prof. Heribert Kentenich, der wie Wiesemann an dem Leopoldina-Papier mitgearbeitet hat.

Wie die Geißdörfers weichen deshalb immer mehr deutsche Paare in andere Länder aus. Offizielle Statistiken gibt es darüber keine, aber Schätzungen gehen von jährlich mehreren Tausend aus. Ein wachsender Markt, wie auch die am Samstag in Berlin startenden Kinderwunschtage zeigen. Auf dieser Messe informieren vor allem ausländische Kinderwunschmediziner auch über in Deutschland verbotene Behandlungen.

Deutschland auf Platz zwei beim Fortpflanzungs-Tourismus

„Deutschland liegt in der EU auf Platz zwei beim Fortpflanzungs-Tourismus, hinter Italien“, sagt David McAllister, der für den Veranstalter der Messe f2fevents arbeitet. „Viele Besucher sind verzweifelt auf der Suche nach Hilfe.“ Deutschland sei für so eine Veranstaltung besonders interessant, weil viele Informationen schlicht nicht zugänglich seien. Kritiker wie der Berufsverband der Frauenärzte sehen darin vor allem eine Werbemaßnahme für ausländische Kliniken.

Das Ehepaar Geißdörfer aus einem kleinen Dorf bei Nürnberg hoffte zwölf Jahre lang auf ein Kind. Sie versuchten alles, was ihnen in Deutschland möglich war – von der künstlichen Befruchtung bis hin zur Adoption – vergeblich. Jessica Geißdörfer ist erst 21, ihr Mann Anfang 30, als sich abzeichnet, dass eine natürliche Schwangerschaft schwierig werden würde. „Meine Frauenärztin hat uns damals in eine Kinderwunschklinik überwiesen, wo eine Insemination versucht wurde“, erzählt sie. Dabei wird der Samen des Mannes mit einem Katheter in die Gebärmutter übertragen.

Rund 63.000 Frauen in Deutschland jährlich künstlich befruchtet

6000 Euro zahlen die Geißdörfers für zwölf Versuche. Unterstützung durch die Krankenkasse gibt es keine. In Deutschland darf die Behandlung nur dann zu 50 Prozent übernommen werden, wenn das Paar verheiratet und die Frau mindestens 25 Jahre alt ist. Beide Voraussetzungen erfüllt das Paar zunächst nicht. Jessica Geißdörfer wird nicht schwanger. „Die Ärzte haben es dann mit künstlicher Befruchtung versucht“, erinnert sich die heute 31-Jährige – sieben Mal über mehrere Jahre. 9000 Euro zahlen sie und ihr Mann aus eigener Tasche, die Krankenkasse trägt nach der Heirat der beiden einen Anteil der Kosten.

Rund 63.000 Frauen werden in Deutschland jährlich künstlich befruchtet. Bei der sogenannten In-vitro-Fertilisation werden die Eierstöcke der Frau mit Medikamenten hormonell angeregt, damit mehrere befruchtungsfähige Zellen heranreifen. Diese werden entnommen und im Labor mit den Spermien des Mannes zusammengebracht. Entwickeln sich daraus Embryonen, überträgt ein Arzt maximal drei in die Gebärmutter.

TV-Doku über Leihmütter in der Ukraine weckt wieder Hoffnung

„Dass gleich mehrere Embryonen eingesetzt werden, führt in Deutschland viel zu häufig zu riskanten Mehrlingsschwangerschaften“, sagt Dr. Ulrich Hilland, Vorsitzender des Bundesverband Reproduktionsmedizinischer Zentren Deutschlands.

In zahlreichen anderen EU-Staaten komme stattdessen der sogenannte elektive Single-Embryonen-Transfer zum Einsatz. „Dabei wird nur der Embryo mit der größten Entwicklungsfähigkeit übertragen.“ In Deutschland ist dieses Vorgehen verboten. Die für das Gesundheitsressort verantwortliche CDU will daran „im Sinne des Lebensschutzes“ festhalten. Ein Embryo sei nicht weniger wert als ein anderer.

Bei Jessica Geißdörfer bleibt auch die künstliche Befruchtung erfolglos. Sie und ihr Mann entschließen sich zur Adoption. „Aber obwohl wir das perfekte Paar waren, im richtigen Alter mit gutem Einkommen und verheiratet, hat man uns gleich gesagt, dass wir kaum eine Chance hätten. Es würden zu wenige Babys abgegeben und es gebe eine lange Warteliste von Bewerbern.“ Sie tragen sich trotzdem ein, lassen sich parallel weiter medizinisch beraten.

Ein auffälliger Bluttest führt das Ehepaar schließlich zu einer Immunologin und der Diagnose: Eine Schwangerschaft ist nahezu unmöglich. Ihre in Deutschland möglichen Optionen sind erschöpft. „Erst eine TV-Doku über Leihmütter in der Ukraine hat uns wieder Hoffnung gegeben“, erinnert sich Jessica Geißdörfer.

In nur wenigen Ländern ist die Leihmutterschaft gesetzlich reguliert

In nur wenigen Ländern ist die Leihmutterschaft gesetzlich reguliert. Neben der Ukraine auch in England, Russland, Georgien, Griechenland Kanada. Marktführer ist der US-Staat Kalifornien. Als Positivbeispiel nennt Reproduktionsmediziner Kentenich England. „Hier gibt es die ‘altruistische’ Leihmutterschaft. Frauen bekommen eine Aufwandsentschädigung, keine kommerzielle Bezahlung“. In Staaten wie Georgien, Indien, China oder Thailand sei die Leihmutterschaft rein kommerziell und gerade in China oder Indien auch kaum reguliert. Ein Risiko für Paare und Leihmütter.

Auch die Geißdörfers sind zunächst unsicher. „Eine Firma im Internet versprach eine Baby-Garantie“, erinnert sich Jessica Geißdörfer. „Das will jede Frau hören, die jahrelang nur Enttäuschung erlebt hat. Die sich von Ärzten immer wieder anhören musste ‚irgendwann klappt es‘ – ‚Irgendwann‘ ist emotional ein sehr breites Spektrum“.

Auf privaten Blogs liest sie Erfahrungsberichte, dann der Entschluss: Das Paar will es riskieren. 6000 Euro kostet die erste Rate für ein Paket ohne Sicherheiten. Kommt es nach dem dritten Monat zu einer Fehlgeburt, müssen die beiden Deutschen der ukrainischen Frau Schadensersatz zahlen. Geht alles glatt, soll der gesamte Prozess mit Hotelaufenthalt und Medikamenten 30.000 Euro kosten. Die Anreise ist nicht enthalten. „Das konnten wir uns gerade so leisten“, sagt Jessica Geißdörfer.

Eine Firma versprach im Internet eine Baby-Garantie

Von der Ausstattung des Krankenhauses, der deutschsprachigen Betreuerin, dem luxuriösen Hotel, in dem man sie unterbringt, sind Jessica und Armin Geißdörfer positiv überrascht. Sie bekommt über einige Wochen Hormone, um die Eizellproduktion anzuregen. Mehrere Zellen werden ihr entnommen, mit den Spermien ihres Mannes befruchtet und einer anonymen Leihmutter eingesetzt.

Doch es kommt zu keiner Schwangerschaft. „Zu diesem Zeitpunkt haben wir dann auch über eine Eizellspende von einer anderen Frau nachgedacht, es wäre nicht die beste Lösung gewesen, denn die Kinder hätten dann genetisch nichts mit mir zu tun gehabt“, sagt Jessica Geißdörfer.

Männer, die beispielsweise aufgrund einer Krebsbehandlung zeugungsunfähig sind, können in Deutschland auf Samenspenden zurückgreifen. Die Spende weiblicher Eizellen ist hingegen nicht erlaubt. „Es gibt einen klaren Mangel an Gerechtigkeit im Umgang mit Männern und Frauen, die keine Kinder bekommen können“, sagt Ethikerin Wiesemann.

Leihmutter darf das Kind auf Wunsch behalten

Kritiker wie die Kirchen und die christlich-konservativen Parteien warnen vor psychischen und körperlichen Risiken. „Die Gewinnung von Eizellen ist für die Spenderinnen ungleich belastender als eine Samenspende“, erklärt eine Sprecherin der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD).

Bei der Hormonbehandlung kann es etwa zu einer schmerzhaften Überstimulation kommen, bei der die Eierstöcke anschwellen. Zudem sei „eine gespaltene Elternschaft in genetische, leibliche und soziale Elternschaft problematisch, zumindest aus der christlichen Sicht von Ehe und Familie“.

„Früher hat man angenommen, dass Kinder, die genetisch nicht von der Frau abstammen, die sie austrägt, Selbstfindungsprobleme haben könnten, Studien haben mittlerweile das Gegenteil gezeigt“, sagt Reproduktionsexperte Kentenich. Mit einer strengen Regulierung sei eine Zulassung der Eizellspende in Deutschland sinnvoll.

Dass viele Paare durch das Verbot ins Ausland ausweichen müssten – „die meisten nach Spanien, Tschechien oder Polen, auch in Österreich ist sie erlaubt“ – bringe andere Probleme mit sich. „In einigen Ländern, wo die Eizellspende legal ist, dürfen Kinder die Identität der Spenderinnen nicht erfahren, können also auch nie erfahren, wer ihre genetische Mutter ist“, sagt Kentenich.

„Es gibt kein Recht auf ein eigenes Kind“

Den Kindern der Geißdörfers bleibt diese Hürde erspart. Bei einem zweiten Versuch werden einer anderen anonymen Leihmutter die zwei verbliebenen eingefrorenen Embryonen eingepflanzt, sie wird schwanger mit Zwillingen. Kennenlernen dürfen die beiden die Frau noch nicht. „Das wäre erst ab dem dritten Schwangerschaftsmonat möglich gewesen“, erklärt Jessica Geißdörfer.

So solle einer möglichen Erpressung der Eltern vorgebeugt werden, denn die Leihmutter dürfe das Kind auf Wunsch behalten. „Dafür entscheiden sich aber wohl nur wenige, denn die Leihmutter behält einen Anteil von 11.000 Euro, das ist in der Ukraine sehr, sehr viel Geld“, sagt die 31-Jährige. Das Durchschnittsgehalt liegt in der Ukraine derzeit bei weniger als 300 Euro pro Monat.

Es sind Bedingungen wie diese, die deutsche Kritiker darin bestärken, dass Leihmutterschaft ethisch nicht vertretbar sei. „Die Leihmutterschaft steht im Widerspruch zur Würde der Frau, die das Kind für das unfruchtbare Paar austrägt. Denn es besteht die Gefahr, dass sozial schwache Frauen ausgebeutet werden“, erklärt die EKD-Sprecherin. Auch ein Ausweichen in das Ausland sei eine ethisch nicht vertretbare Position.

Selbst Wissenschaftler, die sich für ein modernes Fortpflanzungsmedizingesetz einsetzen, sind beim Thema Leihmutterschaft vorsichtig. „Sie ist ethisch schwieriger zu bewerten als etwa die Eizellspende“, sagt Wiesemann, „wünschenswert wäre das Angebot einer unabhängigen Beratung, möglichst auch über Verfahren, die hierzulande strafbar sind. Man sollte den Paaren – zumindest im Interesse des zukünftigen Kindes – ersparen, auf besonders problematische Angebote hereinzufallen.“

Unklare Rechtslage: Genetische Mutter muss ihre eigenen Kinder adoptieren

Erste Untersuchungen hätten gezeigt, dass psychische Probleme weder bei dem Kind noch bei den Eltern zu erwarten seien, erklärt Kentenich, dennoch gebe es zu wenige Daten, um über eine Zulassung in Deutschland endgültig zu befinden.

Doch die Alternativangebote für kinderlose Paare sind dünn: „Sicher ist die Nichterfüllung eines Kinderwunsches immer eine schwierige Situation, aber es gibt die Möglichkeiten der Adoption oder des Verzichts“, erklärt die EKD-Sprecherin. „Ein unerfüllter Kinderwunsch ist ein hartes Schicksal, das die Lebenspläne der Betroffenen schwer beeinträchtigen kann“, sagt auch Matthias Kopp, Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), „andererseits muss aber auch klar gesagt werden, dass es kein Recht auf ein eigenes Kind gibt und dass der unerfüllte Kinderwunsch nicht dazu berechtigt, alle ethischen Bedenken im Hinblick auf manche fortpflanzungsmedizinische Methoden beiseite zu schieben.“

Für das Ehepaar Geißdörfer war das keine Alternative. Nach zwölf Jahren Kinderwunsch erhalten sie im April 2017 den Anruf: Ihre Leihmutter in der Ukraine liegt in den Wehen. Noch während die beiden im Flugzeug sitzen, werden Niklas und Teresa geboren – zwei Monate zu früh, aber gesund. „Von so etwas träumt man sonst“, erinnert sich Jessica Geißdörfer, „auf einmal sind wir Eltern, man kennt die Kinder nicht, denn man hat sie nicht in sich getragen.“ Doch das anfängliche Fremdeln legt sich schnell, der kleine Niklas sieht aus wie sein Vater, Teresa ähnelt ihrer Mutter. Mit der Frau, in der sie gewachsen sind, haben sie keine genetische Verbindung. Jessica und Armin Geißdörfer treffen sie zum ersten Mal im Krankenhaus.

Vor dem Gesetz ist Jessica Geißdörfer nur Stiefmutter

„Natürlich macht man sich Gedanken, was man der Frau sagen soll, die einem so einen Wunsch erfüllt. Doch auf die Situation plötzlich vor ihr zu stehen, ist man nicht vorbereitet.“ Sie fällt den Deutschen herzlich um den Hals, als Unterstützung hat sie ihre eigene 12-jährige Tochter dabei. Zwei Wochen später tritt sie ihre Elternrechte in der deutschen Botschaft an Armin Geißdörfer ab. Seine Frau soll die Zwillinge später in Deutschland adoptieren, vor dem Gesetz ist sie nur Stiefmutter.

Als Mutter gilt die Frau, die die Kinder austrägt. Aufgrund der unklaren Rechtslage bei Leihmutterschaft spielt das Jugendamt in Deutschland nicht mit, noch immer wartet das Ehepaar auf einen Gerichtstermin. „Es wäre sicherer, wenn das nun klappen würde“, sagt Jessica Geißdörfer, aber sie könne noch warten. Das wichtigste habe sie ja. Im Hintergrund quietschen ihre beiden Babys. Am nächsten Tag steht ein Impftermin an, das wird anstrengend. Alltag für eine Kleinfamilie wie die Geißdörfers. Endlich.

Alina Reichardt

 

Die Quellen:

https://www.waz.de/leben/deutschland-auf-platz-zwei-beim-fortpflanzungs-tourismus-id213470623.html

https://www.morgenpost.de/ratgeber/article213470623/Deutschland-auf-Platz-zwei-beim-Fortpflanzungs-Tourismus.html

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142 KommentareKommentieren

  • Jonas - 20/02/2018 Antworten

    Familie Geißdörfer zeigte uns das prächtige Beispiel des Strebens und der Willensstärke:)
    Ich applaudiere Ihnen!! Lange Zeit der Hoffnungen und größer Bemühungen um das Glück zu bekommen.
    Natürlich muss man an den gesetzlichen Grenzen festhalten,aber diese Situation ist die Kehrseite der Medaille

  • Jeremy - 21/02/2018 Antworten

    Es ist offensichtlich, dass das Problem der künstlichen Befruchtung ständig erweitert. Wegen der gesundheitlichen Probleme ist es unmöglich die Kinder mit dem natürlichen Weg zu gründen.
    Heute müssen wir für die moderne Reproduktionsmedizin dankbar sein, die bietet verschiedene Techniken, die jeweils auf die individuelle gesundheitliche Situation eines Paares abgestimmt werden.
    Es bleibt nur übrig mit den gesetzlichen Hindernissen zu kämpfen.

  • Melissa - 22/02/2018 Antworten

    Laut aktueller Statistik kann allein in Deutschland auf die Geburt von 225.700 Wunschkindern nach assistierter Reproduktion zurückgeblickt werden. Die Zahlen wie diese und die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin nähren natürlich die Vision vom eigenen Kind.
    Und wir brauchen mehr Kinder in Deutschland, um die demografische Entwicklung in der Zukunft positiv zu beeinflussen.

  • Andrea - 22/02/2018 Antworten

    Es ist schon wunderbar, dass die Fortpflanzungsmedizin vielen Menschen hilft, ein Kind zu bekommen. Das ist ihre gerade unbestritten positive Seite.
    Erfahrungen zeigen, dass die Erfolgsrate der künstlichen Befruchtung erhöht werden kann. Dies gilt und wichtig vor allem für Frauen ab 40, die häufig nicht mehr genügend eigene Eizellen produzieren.

  • kira - 22/02/2018 Antworten

    Im Artikel steht, dass DE auf dem 2. Platz beim Fortpflanzungs-Tourismus liegt. Also, es gibt wirklich viele unfruchtbare Paare in DE und das kann man schon nicht ändern, aber man kann ein bisschen das Gesetz ändern und mindestens EZS erlaubt machen.
    Ich bin sehr froh über dieses Paar und dass sie ihren Kinderwunsch erfüllt haben. 12 Jahre, es ist so lange Zeit und ich wundere mich, wie sie die Hoffnung nicht aufgegeben haben. Aber sie sind sehr stark. Meine Gratulationen zu diesem Paar!!!

  • Robert - 23/02/2018 Antworten

    Die Diskussion um das Thema erinnert an den illegalen Handel mit Spender-Organen, an illegale Auslands-Adoptionen und an Leihmutterschaft. Es geht um Hoffnungen auf der einen Seite und finanzielle Ausbeutung auf der anderen Seite. Das überschattet die Diskussion um das Thema, nämlich darum: Soll Eizellenspende, die medizinisch begleitet wird – bei Spenderin und Empfängerin – legalisiert werden?

    • Lora - 23/02/2018 Antworten

      Ich glaube, wenn alle Paare, die Samen- und Eizellspende für ihren Familienwunsch genutzt haben, offen damit umgehen würden, wäre das Thema kein so großes Tabu wie es in Deutschland heute noch ist. Es ist sicher auch kein Zufall, dass ausgerechnet die Länder so vehement gegen Eizellspenden sind.
      In beinahe allen anderen europäischen Ländern wird diese Methode angewendet und stößt dort bei weitem nicht auf die Skepsis wie hierzulande.

  • Helena - 23/02/2018 Antworten

    So ein wunderschönes Foto und wunderschöne Familie. Sie müssen wirklich sehr stark sein, weil sie einen langen Weg überwunden haben.
    Solche Paare, wie dieses haben keine bessere Alternative, als Leihmutterschaft und man kann sie nicht verurteilen. Ich gratuliere dieses Paar zum erfüllten Kinderwunsch und hoffe darauf, dass sie jetzt glücklich mit den Kindern sind.

    • Lora - 27/02/2018 Antworten

      Ich stimme Ihnen in dieser Frage zu, ich konnte nicht einmal vorstellen,dass die Reproduktionsmedizin in der Ukraine fortschrittlich und vorbildlich ist. Dieser Bereich der Medizin ist der vollwertige Mitbewerber sogar für die USA (im Vergleich zu den günstigen Preisen und umfangreiche Dienstleistungen)

  • ash557 - 24/02/2018 Antworten

    Wenn man die Lage mit der Repromedizin in D beim Alten lässt wird das nicht heißen auch Kinderlosigkeit, Behinderung, Krankheit konsequenterweise akzeptieren?
    Manche ausweichenden Antworten auf die Bemerkung ungefähr so wie „Diese Argumentation ist gefährlich. Wenn wir sie zu Ende denken, müssten wir konsequenterweise auch Krankheiten hinnehmen.“ Genau das. Das heißt Frieden mit Kinderlosigkeit zu finden und keine Kiwu-Zentren im Ausland (so wie in D in der letzten Zeit populär gewordene ukrainische Biotexcom-Klinik) zu bereichern.
    Aber wenn Sie sagen, dass man „nicht mit der Akzeptanz von Leiden anfangen soll, muss ich widersprechen. Anstelle von Krankheiten kann man auch (permanente) Behinderung denken. Ein Antwortsatz von ihn würde dann so lauten:
    „Man kann Menschen mit psychologischer Beratung auch dabei unterstützen, Frieden mit der Behinderung zu schließen.“
    Das nun kann ganz wichtig sein! Bei unheilbaren Krankheiten letztlich auch. In diesem Zusammenhang rufe ich das Stichwort der Via Negativa hervor, ein spiritueller Weg, das Leiden (und das Böse) gelassen akzeptieren zu können.
    Auch Menschen mit einer Behinderung wird üblicherweise zuerst versucht zu helfen. Wenn möglich Heilung, wenn nicht möglich dann Verbesserung der Situation für die Betroffenen, symptomatische Therapie. Eine psychologische Beratung zur Akzeptanz der Behinderung steht ganz am Schluss. Beispiele sind Fehlsichtigkeit (Brille), Schwerhörigkeit (Hörgerät), Paraplegie (Rollstuhl). Sie finden bestimmt noch weitere, wo die permanente Behinderung oder Einschränkung/Minderung der Lebensqualität nicht einfach hingenommen wird.
    Übrigens habe ich mir angewöhnt, meine eigene Ethik als Maßstab für mein Handeln zu wählen, nicht die Ratschläge von kirchlich dominierten Gremien von Berufsethikern wie z.B. dem Deutschen Ethikrat.
    Behindertenverbände nehme ich ähnlich ernst, wenn sie meinen, man dürfe nicht versuchen, Behinderungen zu vermeiden. Natürlich soll man das, sonst kann man auch gleich Arbeitsschutz, Crash-Tests usw. sparen, Verstümmelungen waren früher auch Schicksal. Dass man einen Betroffenen nicht abschätzig behandelt, versteht sich von selbst, aber der Versuch der Vermeidung von Leiden kratzt nicht an der Würde derer, die es tun.
    Bzgl. „spiritueller Wege, das Leiden (und das Böse) gelassen akzeptieren zu können“: Katholiken dürfen gerne vor sich hin leiden, ihr „Schicksal“ als gottgewollt darstellen und damit Veränderungen zum Besseren negieren; Innovation ist, wenn der Status Quo nicht akzeptiert wird.

  • Maelle - 24/02/2018 Antworten

    Wenn manche Ethik-Argumente in der Diskussion über die Repromedizin in D verwendet, dann hoffe ich mal, dass die ihre eigene Ethik nicht auch Ihren durchaus mit eigener Erkenntnisfähigkeit ausgestatteten Patienten um jeden Preis überstülpen. Auch um den Preis, dass sie unter dem Kampf mehr leiden als an der Behinderung. Das soll es nämlich auch geben, dass Menschen am Hörgerät mehr leiden als an der Schwerhörigkeit. Das ist dann aber nicht mit irgendeiner Schuld verbunden und der Schwerhörige ist auch nur begrenzt für die Innovationskraft des Herstellers verantwortlich.
    Und ich bin sicher nicht mit meinem Kinderwunsch dafür zuständig, dass die Repromediziner forschen oder auch nicht. Ich muss damit klarkommen, und wenn ich höchstselbst an einer Stelle sage: Schluss jetzt! dann habe ich damit nicht mein Recht auf Lebensglück schuldhaft verwirkt. Dann liegt es in meiner Macht, damit umzugehen, so oder so (übrigens haben wir uns den ukrainischen Ärzten von der von Ihnen erwähnten Biotexcom-Klinik helfen lassen: erfolgreich!!). Ob ich nun ein behindertes Kind gebäre oder ein gesundes oder gar keins. Und ein aktives Annehmen dessen was man nicht ändern kann, ist meiner Meinung nach da der richtige Weg.
    Aber wenn der Patient, der zu Ihnen kommt, nachdem Sie Ihn ordnungsgemäß aufgeklärt haben, sagt: „Will ich nicht.“ aus welchen Gründen auch immer, können Sie ihn gehen lassen, ohne Ihm Schuldgefühle zu vermitteln?
    Ich kenne einfach Mediziner, die sind sehr gut darin, Ihren Patienten eine Art „Feigheit vor dem Feind“ zu unterstellen. Dazu müssen Sie nicht gehören, ich gebe das nur zu bedenken.

  • MimilliMaus - 24/02/2018 Antworten

    Früher war´s nicht anders:
    Man denkt: Und manchmal – ganz ehrlich – fragt man sich, ob es nicht besser wäre, das Schicksal akzeptieren zu KÖNNEN, wie Generationen zuvor, als immer verzweifelter nach dem Wunschkind zu streben!
    Meiner Vermutung nach hat es auch in allen Generationen zuvor ebenso Trauer, Enttäuschung bis hin zu extremer Verzweiflung und Depressionen aufgrund unerfüllten Kinderwunsches gegeben.
    Wieso auch nicht?
    Von den individuellen Wünschen einer Frau früher weiß man nichts, kann aber davon ausgehen, dass da auch der Kinderwunsch oft „systemimmanent“ war. Aber man weiß definitiv, dass es oft nötig war, wenigstens einen Stammhalter zu bekommen (vom Regenten bis runter zum Bauern), und auch heute noch ist in vielen Ländern das Kinderkriegen eine Art Altersversicherung und Kinderlose sind geschmähte Leute.
    Man „MUSS“ das überhaupt nicht „normal“ finden, wenn es nicht klappt. Viele müssen sich leider damit abfinden, das ist wahr, aber wenn es einem geholfen werden kann, warum dann nicht? Von mir aus Osteuropa, Ukraine, Biotexcom…. Versuche hat´s früher auch schon noch und nöcher gegeben, das waren halt aus heutiger Sicht lächerliche (mit Kräutern, Stellungshilfen, Besprechungen, Wässerchen etc.), aber die Menschen haben da auch dran geglaubt. Nun ist es eben die Technik – mit dem Unterschied, dass es eben da doch dann öfter mal klappt! Meine Meinung: HELFEN!! Nun ist es wirklich an der Zeit, unsere Gesetzgebung endlich mal zu andern.

  • Okawango - 24/02/2018 Antworten

    Dass wir so „gut“ beim Fortpflanzungtourismus abgeschnitten haben wunder mich irgendwie nicht (ukrainische Biotexcom-Werbung in jedem Kiwu-Forum funktioniert wahrscheinlich), dass unsere Gesetze hoffnungslos veraltet sind ist ein sehr alter Kummer, das stimmt.
    Das Leiden und der Umgang mit Kinderlosigkeit ist auch für frühere Zeiten gut belegt. Eine sehr alte Quelle ist das Alte Testament (einfach – verkürzt gesagt -als alter Text zu Themen, die die Menschen beschäftigt haben gelesen), aber es gibt auch Texte aus dem Mittelalter, die explizit Frauengebete um Kinder belegen, häufig im Rahmen von Marienliedersammlungen. Ich hatte auch schon darauf hingewiesen, dass z.B. für Maria von England und Elisabeth von England die Sache nicht zuletzt auch ein politisches, öffentliches Problem gewesen ist.
    Es ist wie mit dem Ende des Lebens. Wir haben den Punkt alle Hoffnung fahren lassen zu müssen nicht zuletzt dank den Kämpfernaturen unter den Medizinern und Patienten in den letzten Jahrzehnten weit nach hinten verschieben können. Aber wir können nicht leugnen, dass es diesen Punkt noch immer gibt. Und wann dieser erreicht ist, hängt von vielen Dingen ab, auf die der einzelne zum Teil gar keinen Einfluss hat. Aber über diesen Punkt hinaus zu hoffen, ist manchmal auch der Grund zu neuem Leid. Und dieser Punkt ist nicht zwingend deckungsgleich mit den Grenzen des medizinisch Machbaren.
    Wenn ein Mensch das in seine Betrachtung mit einbezieht, ist das ein durchaus bedenkenswerter Beitrag.

  • me4you - 24/02/2018 Antworten

    „Dass wir so „gut“ beim Fortpflanzungtourismus abgeschnitten haben wunder mich irgendwie nicht (ukrainische Biotexcom-Werbung in jedem Kiwu-Forum funktioniert wahrscheinlich), dass unsere Gesetze hoffnungslos veraltet sind ist ein sehr alter Kummer, das stimmt.“ Dabei kann man manche Aussagen im Internet ruhig als Propaganda gegen die Reproduktionsmedizin in D bezeichnen.
    Dass man Kinder nicht erzwingen kann, wissen wir alle. Man kann aber durchaus die Möglichkeiten nutzen, die sich medizinisch bieten. Genau wie man bei Krankheiten alle medizinischen Möglichkeiten nutzen darf, aber auch die Heilung nicht erzwingen kann.
    Wenn es dann doch nichts mit dem Wunschkind geworden ist, kann man ja immer noch psychotherapieren.
    Mancher denkt: Wir sehen Kinder nicht mehr als eine Gabe, über die man staunt und sich freut, sondern als Resultat eines Herstellungsprozesses. – Was für ein langer Bart. Das ist eine typische Aussage gottesgläubiger Gegner der Reproduktionsmedizin. Ich habe meine Kinder auch durch deren Hilfe. Ich habe sie noch nie als Resultat eines Herstellungsprozesses gesehen.
    Neulich darüber gestolpert: „asymmetrisches Herrschaftsdenken über das ungeborene Leben“ – Kann es sein, dass manche Menschen ein asymmetrisches Herrschaftsdenken über ungewollt Kinderlose hat???

  • Ruegg - 24/02/2018 Antworten

    „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“?
    Ich kann nichts falsches daran finden, die Probleme, die Reproduktionsmedizin aufwirft, zu benennen. Und nach den „Happy End“-Artikel vom Anfang der Themenwoche, war das ein Aspekt, der gefehlt hat: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/leihmutterschaft-in-der-ukraine-15340864.html Das hat sich doch teilweise gelesen, wie direkt von der Anzeigenabteilung eines KiWu-Zentrums eingereicht.
    Schon wenn sich ein Paar entscheidet, eine Diagnose für die ungewollte Kinderlosigkeit haben zu wollen, kann dies weitreichende Konsequenzen für die Beziehung haben. Und dennoch gibt es da in der Regel kein vorheriges ausführliches Gespräch, sondern man wird zum Screening geschickt, als wäre das eine zahnärztliche Routinekontrolle. Manchmal tauscht ein Paar damit ein viel größeres Problem ein.
    Ich bin dafür, möglichst viele Wege gangbar zu machen und zu halten. Aber ich bin auch dafür, darüber zu sprechen, was die spezifischen Schwierigkeiten der jeweiligen Wege sind. Erst dann kann sich ein Paar doch wirklich entscheiden, welcher Weg zur eigenen Persönlichkeit, Biografie und Beziehung passt. Und das kann (muss nicht, aber kann) auch vor den Grenzen des medizinisch machbaren liegen. Schon allein ein Kinderwunsch kann (nicht muss, kann) durchaus eher extrinsischen als intrinsischen Gründen entspringen, und dann wäre es vielleicht besser, die Beziehung nicht der Zerreißprobe auszusetzen, die allein schon die Diagnose sein kann.
    Wenn jemand das einfach zu bedenken gibt, sehe ich darin noch keine Propaganda.

  • Belaschke - 24/02/2018 Antworten

    „Kinder kann man nicht erzwingen“ –
    dieser Satz trifft auch mehr als 20 Jahre nach dem ersten „Retortenbaby“ zu. Auch wenn so manche Reproduktionsmediziner als „Babymacher“ gerne einen anderen Eindruck vermitteln. Sogar wenn sie einer 64-jährigen Vierlinge schenken wie im Falle der Biotexcom-Klinik: Mutterglück bleibt sogar in diesem Alter Mutterglück.
    Seitens der Reproduktionsmedizin, die sich inzwischen weltweit zu einem sehr lukrativen Geschäft entwickelte, werden die Grenzen des Machbaren gerne unter dem Tisch gekehrt bzw. mit teils fragwürdigen Erfolgsquoten geworben.
    Damit werden zum einen gezielt Hoffnungen geweckt und eine Erwartungshaltung befördert, die bei näherer Betrachtung doch eher unrealistisch sind.
    Wenn man dann jedoch nach der 3. gescheiterten ICSI nach Ursachen und Möglichkeiten zur Verbesserung der Chancen fragt erntet man nur Achselzucken und allenfalls ausweichende Antworten.
    In Anbetracht der von reichlich Unkenntnis und Vorurteilen geprägten Diskussion zur PID vor einem Jahr, zeichnet sich diese Themenwoche und auch dieses Interview bislang durch eine deutlich sachlich fundiertere Diskussion aus, was ich sehr schätze.

  • Pelagic - 24/02/2018 Antworten

    Eine Leihmutterschaft geht auch häufig mit einer Eizellenspende einher – besonders bei Homosexuellen.
    Eizellspende bring mit sich auch erhöhtes Risiko. Und wenn es sich um homosexuellen handelt, bin ich noch mehr dagegen.
    ……..
    Und wollen Sie jetzt tatsächlich jedem verbieten sich fortzupflanzen, der das Risiko einer Erbkrankheit in sich trägt?
    Jedem sicherlich nicht. aber auf jeden Fall muss man nich solchen Leuten mit Fortpflanzung helfen.
    …..
    Zumal eine Unfruchtbarkeit bei einer Frau gar nichts mit einer Erbkrankheit zu tun haben muss, dass können auch Unfallgründe sein oder auch hormonelle, die sich gar nicht weitervererben würden.
    Nicht muss, aber kann. Außerdem bin ich der Meinung, dass es Ausnahmen geben könnte.
    1) Homosexuelle und Leihmutterschaft
    ich bin dagegen, weil ich der Meinung bin, dass die Homosexualität der Eltern, sexuelle Orientierung der Kinder beeinflusst.
    Ich denke, dass unser sexuelles Verhalten durch Vorbilder beeinflusst ist. Das Kind sieht seine Umgebung und ahmt sie nach. Nach den Vorbildern der nächsten Personen schafft sich es Vorstellungen von seinem eigenem Leben.
    2)Wie viele Menschen, die nachweislich (und im vollen Bewusstsein darum) eine Erbkrankheit in sich tragen, glauben Sie eigentlich, wollen sich überhaupt fortpflanzen? Und wie viele von denen, glauben Sie weiter, können nicht und greifen deshalb auf eine Leihmutter zurück?

    Bis jetzt sind es nicht so viele, weil die Methode relativ neu ist. Aber es kann passieren, dass diese Methode mehr und mehr Leute benutzen. Z. b. manche Operationen waren früher auch nicht üblich.
    3)Wenn ist bewiesen, dass es sich bei der Frau nicht um Erbkrankheit handelt, können wir eventuell über Leihmutterschaft nachdenken. Anders nicht. Dies wurde ich kontrollierte Leihmutterschaft nennen im Gegenteil zur heutigen, wenn jedes kinderloses Paar, die genug Kohle hat, sich ein Kind z.B. in der ukrainischen Biotexcom-Klinik kaufen kann.

  • Kim - 27/02/2018 Antworten

    Im Vergleich zu den Preisen in den USA kostet es in der Ukraine sehr billig, wenn man so sagen kann. Ich habe gelesen, dass es in den USA bis zum 100,000 und noch mehr kosten kann. Das ist wirklich ein sehr großer Betrag und nicht jeder hat Möglichkeit ihn zu bezahlen.

  • Sabine - 27/02/2018 Antworten

    Aus diesem Beispiel kann man auch sehen, dass Adoption sehr viel Zeit und Geduld nimmt und deshalb ist es schneller sich ein Kind mit Hilfe der Reproduktionsmedizin zu zeugen.
    Es ist verständlich, dass die unfruchtbaren Paare ein genetisch verwandtes Kind bekommen wollen und das ist ganz normaler Wunsch. Die Reproduktionsmedizin gibt ihnen solche Möglichkeit und ich sehe keine Gründe sich darauf zu verzichten.

  • Tobias - 28/02/2018 Antworten

    Sollte die Menschen sich bemühen, schwanger zu werden, aber leider erfolglos, dann fühlen sie sich total verwirrt und nicht wissen, was sie tun müssen. Am Ende bleibt es nichts anderes übrig, als über die Eizellspende oder sogar die Leihmutterschaft im Ausland denken.
    Die Frage des Gelds steht nicht an erster Stelle

    • Simone - 01/03/2018 Antworten

      Ja, ich stimme dir völlig zu. Aber nicht alle können das verstehen, dass es in dieser Situation nicht um Geld geht, sondern um starken und unerfüllten Kinderwunsch. Es gibt noch viele Menschen, die sagen, dass es Kinderhandel ist, und dass das Land ein Geschäft auf Kindern macht. ich finde, dass wenn es in DE erlaubt wäre, wären hier auch viele Reproduktionskliniken, aber es ist doch verboten und diesen ungewollt kinderlosen Paaren bleibt nichts anderes, als irgendwo zu fahren, um sich ein Kind zu zeugen.

  • Sonja - 28/02/2018 Antworten

    Schade, dass in DE laut Gesetz die Reproduktionsmedizin enge Grenzen hat und künstliche Befruchtung ist völlig verboten. So bekommen wir mehrere, so zu sagen, Baby Touristen, die ihren Kinderwunsch unter allen Umständen erfüllen wollen. Ich hab diesen Artikel mit Begeisterung gelesen. Das Paar hat während des 12-jährigen Fehlversuchs, ein Baby zu bekommen, viel erlebt. Also, sind sie jetzt, dank ukrainischer BioTexCom Klinik, die glücklichsten Eltern in der ganzen Welt.

  • Lucy - 01/03/2018 Antworten

    Das Wichtigste ist die Hoffnung nie zu verlieren. Wunderschöne Geschichte, Ich bewundere dieses Paar für seinen Mut und seine Geduld. Natürlich kann alles nicht ganz problemlos sein, aber ich denke das ist der Mühe wert. Dank den Ärzten wird der Traum von einer großen glücklichen Familie Wirklichkeit. Schön ist, dass dank der Medizin die Hoffnung immer bleibt.

  • Mark - 01/03/2018 Antworten

    Ich kann alles verstehen, aber diese Kliniken sind hoch profitable Geldmaschinen. Sie machen Geld vom Wunsch der Paare, Eltern zu werden. Die sind bereit, auf alles einzugehen und für sie ist das Geld nicht so wichtig im Vergleich zur Möglichkeiten, die sie bekommen können. Sie sind die Drahtpuppen in den Händen der großen Unternehmen. Und niemand kann die Garantie geben, dass klappt. Reine Geldmacherei.

  • Nina - 02/03/2018 Antworten

    So eine Geschichte, aber mit dem glücklichen End. In der Wirklichkeit ist diese Familie keine Ausnahme. Es gibt noch viele ungewollt kinderlose Paare in DE und alle sind gezwungen ins Ausland zu reisen, um sich ein Kind zu zeugen lassen.

    • Salma - 02/03/2018 Antworten

      Na ja, viele unfruchtbare Paare fahren heute ins Ausland, weil dort die Reproduktionsmedizin sehr fortschrittlich ist und dagegen ist nichts zu machen.
      Es ist nur die einzige Lösung für die Paare, die mindestens nur ein Kind kriegen möchten. Doch wichtiger ist, wenn schließlich alles gemäß dem Gesetzt des anderen Staates legalisiert ist.

  • Regine - 02/03/2018 Antworten

    Leider wird das Problem der Unfruchtbarkeit in Deutschland immer größer. Dafür gibt es verschiedene Gründe, aber die Tatsache bleibt bestehen. Viele deutsche Paare können keine Kinder bekommen. Natürlich ist es bei uns möglich, eine IVF zu machen. Doch ist dieses Verfahren nicht immer hilfreich. Laut Statistik macht sich die Tendenz bemerkbar, dass in Deutschland weniger Kinder adoptiert werden. Die Methoden der künstlichen Befruchtung, die in unserem Land verboten sind, werden in den europäischen Ländern wie Tschechien oder die Ukraine populär. Und das ist ganz verständlich. Die Eltern würden gerne ein leibliches Kind bekommen. Die Leihmutterschaft war immer eine sehr umstrittene Frage für unsere Gesellschaft. Und mir scheint, dass trotz der zunehmender Popularität dieser Methode wird es in Deutschland weiter verboten sein.

  • Sandra - 02/03/2018 Antworten

    Ich bewundere diese Menschen. Sie haben viel Kraft und Mühe daran gewandt und viele Hindernisse überwunden, um Eltern zu werden. Es gibt den Gedanken, dass wenn ein Paar keine Kinder bekommen kann, soll alles so bleiben. So hat die Natur entschieden. Ich denke aber, dass wir selbst alles ändern können. Unser Schicksal ist nicht vorausbestimmt. Dank der Medizin haben wir mehr Möglichkeiten.

  • Charlotte - 05/03/2018 Antworten

    Ich wusste, dass e in DE Probleme mit dem Kinderkriegen sind, aber ich habe nicht gedacht, dass sie so großes Ausmaß haben. Man kann schon einen getrennten Tourismusbereich machen, wie Kinderwunschtourismus. Die Ukraine soll wirklich gut in der Reproduktionsmedizin sein, wenn so viele ausländische Paare dort auf die Behandlung fahren.

  • kiki - 05/03/2018 Antworten

    Für Paare mit lange unerfülltem Kinderwunsch ist eine Eizellenspende oft die letzte Chance, endlich schwanger zu werden. Wenn aber sogar die Eizellspende nicht möglich ist, so kommt die Leihmutterschaft im Vordergrund vor. In Deutschland sind beide jedoch verboten. Auf solcher Weise fahren die „zukünftige“ Eltern ins Ausland. Dort haben sie mehr Recht, ein Kind zu kriegen. Und ist es nicht wunderschön, solche Geschichte zu lesen, wo die Eltern ihren Wunschkind bekommen haben?

  • Anna - 06/03/2018 Antworten

    Als ich nach 3 Jahren erfolglose Versuchen noch nicht schwanger wurde, fühlten wir uns mit meinem Ehemann total enttäuscht. Mein Arzt hat mich empfohlen, die EZS zu probieren. Ich habe lange im Internet recherchiert, habe über die EZS in den USA gedacht, aber wir konnten es uns nicht leisten. Schließlich hat mich eine Familie die ukrainische Klinik empfohlen. Ich habe Informationen dazu gelesen und war wirklich erstaunt, dass es so ein positives Feedback dazu gibt.

  • Marion - 06/03/2018 Antworten

    Obwohl Leihmutterschaft in DE noch verboten ist und als unmoralisch gilt, ist sie heute eine der Behandlungsmethoden der Unfruchtbarkeit. Solche Methoden der künstlichen Befruchtung, die in DE erlaubt sind, helfen nicht bei allen Fällen und viele Paare müssen jetzt ins Ausland fahren, um sich ein Kind zu zeugen lassen. Dieses Paar ist keine Ausnahme und schon viele Paare haben ihre Kinder per Leihmütter bekommen. Das Problem der Unfruchtbarkeit ist heute sehr riesig und marginal. Aber unsere Politiker wollen weiter dieses Problem unmerklich lassen.

  • Suok - 06/03/2018 Antworten

    Ich denke, dass jeder Mensch sich früher oder später fragt, wo er/ sie herkommt und wer die biologischen Eltern sind um sich komplett zu fühlen und sich selbst in seinem Wesen besser verstehen zu können.
    Ja, der Mensch möchte immer wissen, woher er kommt und Vergleiche mit den genetischen Eltern anstellen. Oft genug ist die nicht möglich, sei es weil die Mutter verstorben ist, weil das Kind ausgesetzt wurde …. Bei der Leihmutterschaft geht es aber vorrangig um die Reproduktionsmedizin, durchaus mit gravierenden Folgen/Ergebnissen. Viele Frauen die sich dazu bereit erklären sind aber nur Leih-Kindesausträgerinnen, da die teilnehmenden Mediziner auch darauf bedacht sind, neben den Eltern, dass Eizelle und Samen von den zukünftigen staatl. anerkannten Eltern sind, in der Petrischale vorbereitet und dann in-vitro eingesetzt werden.
    Dass es dabei auch Fälle gibt, die dann noch mit Eispende einhergeht (sei es bei Heteros oder bei Homos) zeigt mMn auf, dass es diskutiert und „anständig“ geregelt werden muss zum bestmöglichen Wohle aller Beteiligten.
    Es ist ein Eingriff in den Frauenkörper der austragenden Frau, aber was mich an Moralisten oder Diskussionverweigerern oft stört ist der Punkt, dass die Frau dabei weiterhin als „armes, zu betreuendes Wesen“ mitangesehen wird. Frauen die sich dazu bereit erklären (siehe die Fälle in den USA) sollten wir eben auch als einegständige, selbstbestimmte Frauen wahrnehmen und nicht aus irgendwelchen moralischen Gründen dort als Mittäterin sehen oder aufbauen (das ist nicht pers. gemeint, sondern als allgem. Mitbetrachtungspunkt, siehe zum Beispiel zum Thema dies Video an: https://www.youtube.com/watch?v=7JPIEmn58J4).

  • Hyun - 06/03/2018 Antworten

    Arme Paare haben schon bei IVF verloren. Und wenn bei unprominenten sich schon das nächste Umfeld nicht ernstlich für die tiefere Motivation interessiert, meinen Sie wir würden aus der Presse die privateste Wahrheit über Frau Kidman erfahren?
    Es ist im Kern kein Schicki-Micky-Thema. Es kann jeden treffen. Auch Ihre beste Freundin oder Tochter. Sagen Sie ihr dann auch, es sei ein Schicki-Micky-Thema? Sie solle sich eben einfach abfinden? Dann werden Sie mit Sicherheit auch von dieser nicht die Wahrheit erfahren.
    Ich nehme prinzipiell erst mal jeden in Schutz, solange ich nichts valides über das Wie und Warum weiß. So eine Macke von mir.
    Mit den Adoptionen ist es ein anderes Thema. Mir scheint aber der nächste Punkt bei dem Thema interessant, :
    All die Gedanken, die diese Frau hat, was sie isst, welche Stimmungen sie hat, wirken sich auf das Baby aus,
    streifen. Was ist mit den Stimmungen, Empfindungen die man auf das Kind überträgt, wenn z.b. das adoptierte Kind sich nicht so entwickelt, genetisch und charakterlich, wie man es erwartet hatte?
    Der Punkt dabei ist, dass man bei dieser Leih-Kindesausträgerin (Leihmutter finde ich falsch) ja von Mediziner- wie auch Elternseite versucht die emotionale Bindung über die biologische Zugehörigkeit zu gewährleisten. Ei- und Samenspender sind zuerst immer die zukünftigen Eltern, wobei man auch so manche Anstrengung unternimmt, dass eine „unfruchtbare“ Frau gesunde Eizellen produziert, dies dann in-vitro in eine austragende Frau überträgt, da die leibliche Mutter auch noch Probleme mit der Schwangerschaftsaufrechterhaltung hat. Ja, eine Nebenprodukt dabei sind nun auch die Möglichkeiten für homosexuelle Männer, aber auch der eines Schönheitswahns einer Frau, die eigene Kinder haben will ohne schwanger sein zu müssen. Gerade wegen den letzten Punkten ist man die Diskussion über die Einführung einer gesetzlichen, abgesicherten und kontrollierbaren Notwendig, damit deutsche kinderlosen nicht scharenweise in die Ukraine als Babytouristen zu solchen Kiwu-Kliniken wie Biotexcom fahren müssen, um dort sich problemlos Kinder zu kaufen.
    Was mich auch oft an manchen Diskussionen über Leihmutterschaft stört ist, dass man der austragenden Frau da keine Selbstbestimmung zutraut bzw. zutrauen will, was wieder archaisches Denke ist – Frauen muss man sagen wo es lang geht.

  • Pitaya - 06/03/2018 Antworten

    Ich finde Legalisierung der Leihmutterschaft nicht nötig, ja geradezu eine absurde Idee. Jeder Mensch ist, wie und was er ist und was er aus sich macht (schön, dass ich ‚er‘ schreiben darf und es keine Menschinnen gibt). Wäre ich eine Frau und alles wäre wie bei den meisten Frauen, könnte ich schwanger werden und ein Kind gebären. Hätte ich Schreibtalent oder es gut gelernt, könnte ich erfolgreicher Schriftsteller sein, wäre ich über 2 Meter hoch, hätte ich Anlagen für Volleyball oder Basketball, usw. Ich bin weder eine Frau, noch verfüge ich über die beschriebenen Voraussetzungen, und trotzdem bin ich glücklich.
    Es wäre vor allem wichtig, endlich eine fundierte, professionelle, regelgeleitete psychosoziale Erstberatung zu etablieren. Die Überweisung zur KiWuKlinik ist hier der zweite Schritt vor dem ersten. Es fühlt sich für dieses wirklich existentielle Problem keiner zuständig. Es wird sogar oft als Laune, Lifestyle oder Selbst Schuld abgetan.
    Viele nachfolgende Probleme bekommen doch ihre Relevanz und ihre Dringlichkeit erst, weil es vorher schlichtweg ignoriert wird.
    Und wenn ich all die Biotexcom-Werbung in jedem deutschen Kiwu-Forum zu sehen bekomme, plädiere ich dafür, die Leihmutterschaft überall zu verbieten.

  • MarmiDarmi - 06/03/2018 Antworten

    „Ich finde Legalisierung der Leihmutterschaft nicht nötig, ja geradezu eine absurde Idee. Jeder Mensch ist, wie und was er ist und was er aus sich macht (schön, dass ich ‚er‘ schreiben darf und es keine Menschinnen gibt).“
    Und daher sollen wir wegsehen, obwohl es hundertfach gemacht wird?
    Wäre ich eine Frau und alles wäre wie bei den meisten Frauen, …
    Und da wird es für mich (ebenfalls Mann) interessant. Die Diskussion dreht sich ja hauptsächlich um die Leihmutterschaft (egal wie herbeigeführt) und mit dem derzeitigen, generellen Verbot stempeln wir diese Frauen immer noch ab, so als ob Frauen nicht selbstbestimmt handeln könnten und der Vorgaben durch Männer bedürften.
    „Es gibt meines Erachtens kein Recht auf ein Kind.“
    Das ist wohl richtig, da es grundsätzlich keine Rechte gibt. Unser Staat funktioniert mit Rechten, da man sich diese auch über das GG gegeben hat. Dabei sind die sog. Grundrechte (bis Art 20?) aber Keine Rechte die man grundsätzlich gewährt und alle nicht genannten sind damit grundsätzlich verwehrt, sondern weil es Abwehrechte gegen den Staat sind, d.h. die der Staat mindestens gewähren und nicht ohne sehr, sehr gute Begründungen (temporär) einschränken darf.
    Was mir bei solchen Diskussionen generell immer wieder auffällt ist der Punkt, dass immer wieder durchscheint, Frauen, hier die Leihausträgerinnen, könnten nicht selbstbestimmt handeln und daher bedürfe es eines Verbotes, damit die Frauen erkennen was sie falsch machen würden. Sie bezeichnen es als „paradox“. Eben wegen der Biotexcom-Werbung die Leihmutterschaft überall auf der Welt verbieten: total absurd…..

  • Mango - 06/03/2018 Antworten

    Wenn man den Anspruch stellt, ehrlich zu reden, muss eine objektive Auseinandersetzung das Ziel sein – gerade diese ist hier aber von Beginn an nicht gegeben. Ja, es besteht ein Bedarf an „Leihmüttern“ (nicht nur von der ukrainischen Biotexcom-Klinik, von der man angeblich überall die Werbung sieht), wobei die Begrifflichkeit noch geändert werden sollte; Der sowieso schon delikaten Diskussion darüber, wie man einen solchen Bedarf evtl. ethisch wie gesetzlich regeln könnte hilft man aber nicht, wenn „Berichte aus Israel“ und Ausarbeitungen einer Philosophin zum Ammenwesen des 17. und 18. Jahrhunderts als valide Argumente zur Veränderung des Status Quo verkaufen will – denn das sind sie nicht. An Einzelbeispielen zäumt sich keine Gesellschaft auf, und Fachliteratur von Fachfremden von vor 30 Jahren mit Bezug auf vorige Jahrhunderte disqualifiziert sich selbst.
    Die grundsätzliche Frage muss sich zunächst dem Kindeswohl auseinandersetzen – hier gilt sicherlich, dass gute soziale Eltern die wichtigere Komponente für ein Leben sind. Der mögl. gewünschte Kontakt zu biologischen Eltern muss allerdings ausgestaltet werden.
    Wichtig ist darüber hinaus, wie in Streitfällen verfahren wird – wenn sich „Leihmütter“ zb. gegen eine „Herausgabe“ von Kindern entscheiden, die evtl. auch noch aus einer der biologischen Mutter fremden, besamten Eizelle erwachsen sind. Wem „gehört“ was am fertigen Kind? Oder, wenn das bestellte Kind genetische Defekte aufweist und entgegen der hoffnungsvoll gemachten Absprachen keine Vertragspartei das Kind großziehen möchte?

  • Tiffy38 - 06/03/2018 Antworten

    Es gibt meines Erachtens kein Recht auf ein Kind. Die Adoption nicht-leiblicher Kinder durch gleichgeschlechtliche Paare oder durch nichtverwandte Singles sehe ich deshalb eher kritisch, solange auf ein Kind sowieso 10 adoptionswillige Ehepaare kommen. Diese Kinder haben es schwer genug, sie sollten nicht auch noch Gegenstand von gesellschaftlichen Experimenten werden.
    Es gibt aber auch kein Recht des Staates, den Menschen das Kinderkriegen zu verbieten (was die Biotexcom-Werbung in jedem deutschen Kiwu-Forum angeht bin ich einverstanden, aber das ist halt ein anderes Thema). Das hatten wir schon einmal in der deutschen Geschichte. Nur den ungewollt Kinderlosen – sei es homosexuellen Paaren oder ein heterosexuellen Paaren – und einer bereitwilligen Leihmutter meint man dies verbieten zu können. Wenn gesichert ist, dass die Leihmutter frei entscheidet, sie ausreichend aufgeklärt wurde, die medizinische Versorgung gesichert ist, sie sich aber dennoch dafür entscheidet, ein fremdes Kind auszutragen, wer ist man dann, dies zu verurteilen.
    Warum soll nun gerade die Zahlung von Geld das Ganze unmoralisch bzw. kriminell machen? Mit 20.000 oder 30.000 Euro kann eine indische Slumbewohnerin sich eine Existenz aufbauen. Ein Kind, was entsteht, ist niemals illegal. Wir erlauben Prostitution und verbieten Leihmutterschaft, das finde ich irgendwie paradox.

  • Munis - 06/03/2018 Antworten

    Ich finde künstliche Befruchtung mit Eigenspenden okay, mit anonymen Fremdspenden schon merkwürdig (Erbgut von irgendwem??), und Leihmutterschaft ganz klar eine Merkantilisierung – unabhängig davon ob Geld fließt oder nicht, ob dies in einer ukrainischen Kiwu-Klinik wie die Kiewer Biotexcom oder in einer amerikanischen gemacht wird. Leihmutterschaft kann zu ernsten seelischen Problemen aller Beteiligten führen.
    Offenbar eine altmodische Auffassung; aber ich akzeptiere Leihmutterschaft, wenn es darüber einen gesellschaftlichen Konsens gibt, nur gut finde ich das trotzdem nicht.
    „Anstatt ständig über diese Frauen und diese Familien zu reden, sollte man mit ihnen sprechen und auf ihre Stimmen hören.“
    Anstatt ständig über und mit diesen Frauen zu reden, sollte man mit den Kindern sprechen und auf ihre Stimmen hören.
    Wer tut das? Wie viele Kinder gibt es, die ihre (leiblichen) Eltern nicht kennen und oft suchen sie verzweifelt dann später nach ihren Wurzeln.
    Ich glaube, dass es ein innenliegendes Bedürfnis danach gibt zu wissen, woher man kommt und vom wem man abstammt.
    Bei Leihmutterschaften, mit fremden Eizellen, fremdem Sperma kann ein Kind zwar eine Bindung zu seinen sozialen Eltern aufbauen, aber niemals erfahren, warum es so aussieht wie es aussieht, woher es Merkmale hat, wo und wie seine Eltern gelebt haben.
    Insofern wirkt jegliche Leihmutterschaft wie ein Betrug am Kind und dessen Herkunft – und ist in meinem Augen egoistisch.

  • MenamaMama - 06/03/2018 Antworten

    Für alle, die nicht verstehen (wollen), warum die Leihmutterschaft überhaupt existiert: Es geht um den Wunsch – nicht um das Recht!
    Es geht hier um den Wunsch nach einem Kind und wenn es eben medizinische UND legale Möglichkeiten gibt, sich diesen Wunsch zu erfüllen, warum soll man sie nicht nutzen? Von mir aus auch in Osteuropa und sogar in der in D so populär gewordenen ukrainischen Biotexcom-Klinik.
    Gerade hat eine Frau in Schweden ein Kind dank einer Spende-Gebärmutter bekommen – so hatte diese Frau, die auf natürlichem Wege keine Kinder kriegen konnte, die Möglichkeit ein Kind selbst zu bekommen. Und sicherlich wird das in 10 oder 20 Jahren eine weitere machbare Möglichkeit sein, um sich einen Kinderwunsch zu erfüllen, wenn man aus medizinischen Gründen keine bekommen kann.
    Aber für schwule Männer ist das keine Möglichkeit und wenn sie den Wunsch nach einem leiblichen Kind haben, wieso sollen sie dann nicht den Weg über eine Leihmutter oder ein anderes lesbisches Pärchen oder eine Frau gehen?
    Der Kinderwunsch ist doch tief in uns verwurzelt und es ist doch natürlich, daß man alles gesetzlich und medizinisch machbare versucht, um sich den zu erfüllen.
    Diese absolut gewollten Kindern (egal ob von Hetro- oder Homosexuellen) geht es in der Regel gut – sie sind absolute Wunschkinder, leben in Familien, die sich sehr emotional und auch finanziell auf das Kind einlassen, die es sicherlich gut fördern und die ihm – und das ist doch das Wichtigste – Liebe und Geborgenheit und Stabilität geben können! Was will ein Kind mehr?
    Und geht man offen mit seiner Entstehungsgeschichte um und erklärt es dem Kind altersgerecht, dann werden auch wenig bis keine psychischen Beeinträchtigen auftreten!

  • SakuraBreeze - 11/03/2018 Antworten

    Vielleicht sage ich jetzt nur so, weil ich mit so einem Problem nicht konfrontiert bin, aber von einer Idee das Kind durch Leihmutter zu bekommen wird mir irgendwie peinlich. Selbst wenn genetisches Material der unfruchtbaren Frau und ihrem Mann gehört und die Leihmutter nur eine Rolle „des Brutapparats“ so zu sagen annimmt, lebt und entwickelt sich das Baby neun Monate lang in ihrem Bauch und unter ihrem Herz… Biologische Mutter kann das Kind erst nur nach ein paar Tagen nach der Geburt sehen, was bestimmt der Mutter-Kind Beziehung schaden wird. Hier kann sogar das Angebundenheitsgefühl fehlen, da das Baby von der anderen Frau geboren wurde.
    Eine sehr heikle Frage, würde ich sagen. Wahrscheinlich treffen die Menschen eine solche Entscheidung aus Aussichtslosigkeit. Noch in der ukrainischen Aussichtlosigkeit und der ewigen Wirtschaftskrise. Da greifen die armen Frauen zum letzten Mittel – ihren Bauch zu verkaufen – wenn sie an jeder Laterne Biotexcom-Werbung sehen. Kann nur mitleiden…

  • MotoMamiko - 11/03/2018 Antworten

    Biotexcom-Werbung an jeder Laterne?? Das glaube ich nicht. Aber die Kiwu muss schon sehr populär sein, wenn einem Mensch, der mit dem ganzen gar nichts zu tun hat, der Name so bekannt ist. Was nun die Leihmutterschaft angeht, da sehe ich gar nichts Peinliches. Die Frauen, die ihre Einwilligung erteilen, das Kind für andere Menschen auszutragen, fassen diese Entscheidung ja freiwillig.
    Betreffs des Mutterinstinkts – bei der Frau ist er entweder vorhanden oder bloß nicht, und es ist hier ganz egal, ob die Frau selbst das Baby gebärt oder nicht. Nämlich sind unfruchtbare Paare schon seit langem mit Liebe zum Kind erfüllt und warten nur auf den Moment, um sie zu bezeigen.

  • FalkHunter - 11/03/2018 Antworten

    Ein sehr schwieriges Thema. Auf der einen Seite versteh ich jede Frau mit starkem Kinderwunsch. Auf der anderen Seite hat eine Leihmutterschaft schon etwas sehr geschäftliches….es ist ein Geschäft mit der Ware Kind. Besonders in so armen Ländern, die noch dazu im Krieg stehen, wie Ukraine. Da macht sich diese Biotexcom-Klinik eine goldene Nase durch die Ausbeutung der armen Frauen.
    Bei einer Adoption ist das Kind schon auf der Welt und war nicht Teil eines Deals.
    Ich stehe dem Thema sehr skeptisch gegenüber . Bei einer Frau die noch keine Kinder hat und sich sehnlichst eins wünscht könnte ich es als Option verstehen. ..bei einer Frau die schon Kinder hat ist mein Verständnis weniger ausgeprägt.
    Aber zum Glück ist mein Verständnis dafür völlig unwichtig und jeder entscheidet selbst.

  • cafeinevitable - 11/03/2018 Antworten

    Es bleibt dennoch ein egoistisches Geschäft. Aber schön: manche sind sich ja wohl sehr sicher das Richtige getan zu haben…dann müssen sie sich ja auch nicht angegriffen fühlen. Andere dürfen aber anders denken…alles Gute!
    … und die Biotexcom-Werbung dafür in jedem deutschen KiWu-Forum finde ich deplatziert…
    Du, ich meinte das gar nicht böse oder als urteil.
    Ich betone ja auch extra, dass es einfach nur meine Meinung ist
    Wenn ihr damit gute Erfahrungen habt , ist doch gut.
    Ich stehe dem ganzen einfach skeptisch gegenüber …das ist doch legitim.
    Ich unterstelle nicht das eine Leihmutter gezwungen wird, ich gehe doch stark davon aus das sie dafür eine hohe Summe bekommt . Es ist ja auch eine enorme körperliche und evtl. Auch seelische Belastung ….
    Die Freiwilligkeit beruht trotzdem auf einem Deal.
    Das muss ja nix schlimmes sein, trotzdem ist es ein Geschäft zwischen 2 Parteien.
    Oder hätte sie es auch aus reiner Nächstenliebe getan ? Ich denke nicht.
    Ich kann den Schritt nachvollziehen , da ich weiss wie quälend ein Kinderwunsch sein kann.
    Aber es gibt auch viele Dinge daran die ich skeptisch sehe.
    Wie ist das wenn eine fremde Frau das eigene Kind aufträgt …man ist da ja doch sehr passiv.
    Kann man eine Bindung während der ss aufbauen ?
    Das sind alles Punkte die mich einfach skeptisch machen.
    Im Mutterleib geht das Kind die erste Bindung ein…hört den Herzschlag der Mutter, und orientiert sich nach der Geburt am Geruch der Mutter….wie ist das bei einer Leihmutter ?!?

  • UnaMattina - 11/03/2018 Antworten

    Wenn die Biotexcom-Werbung jedes deutsche Kiwu-Forum „beleidigt“, dann muss da in Kiew rappenvoll von unsereinem sein.
    Aber jetzt mal ernst… Ich denke wie bei jeder Entscheidung oder in jeder Situation gibt es immer zwei Seiten und Vor- sowie Nachteile.
    Ich persönlich würde die Leihmutterschaft nicht immer gut aber auch nicht immer schlecht finden. Es gibt bestimmt ganz viele schwarze Schafe, bei denen es ausschließlich ums Geld geht und im schlimmsten Fall die LM auch noch gezwungen wird.
    In eurem Fall sieht die Sachlage aber wieder ganz anders aus.
    Wie immer im Leben muss man für sich und seine Familie den besten Weg gehen (und das den nicht jeder Außenstehende gut findet ist auch mal klar).
    Ich finde es wundervoll, das du schreibst die LM sei dir zur Schwester geworden und sie ist die Patentante eures Kindes. D.h. ihr werdet wohl doch auch weiterhin einen engeren Kontakt haben. Ich wüsste nicht, warum dies egoistisch sein soll und für euer Kind irgendwie „schädlich“ oder unfair oder sonstwas.
    Und mal ganz ehrlich, das „Problem“ mit der Bindung wäre im Fall einer Adoption vermutlich noch größer, da „meckert“ dann aber keiner, oder wie?
    Ich verstehe nicht ganz, warum eine Adoption (grad aus der Sicht des Kindes) besser sein soll als eine LM. Bei der Adoption wird das Kind oft abgegeben, weil die richtig Mutter es nicht haben will. Bei der LM (grad wie in eurem Fall, wenn der Kontakt erhalten bleibt) wird es von allen Seiten geliebt.
    Ich hoffe die Frage ist nicht zu persönlich, aber werdet ihr offen mit eurem Kind darüber reden? Also ich meine erzählt ihr von der Leihmutterschaft wenn es soweit ist dass es das verstehen kann?
    Wie ist das bei der Leihmutter eigentlich? Sind das deine Eizellen und das Sperma deines Mannes und es wird ein Embryo wie bei der IVF transferiert?
    Also wie gesagt, der Schritt ist bestimmt nicht für jeden was (allein schon des Geldes wegen), aber ich finde es interessant und wie in eurem Fall mit dem engen Kontakt auch wirklich schön. Ich denke ihr habt nicht nur ein Kind dazu bekommen, sondern eigentlich eine ganze Familie.

  • mpb - 11/03/2018 Antworten

    Vielleicht werde ich hier als konservativ bezeichnet, was ich über mich selber nicht sagen kann, aber ich wage jetzt zu behaupten, dass trotz all des Durcheinanders von genetischen, sozialen und biologischen Eltern die Familie heute mehr denn je zelebriert wird. Ich meine die Familie als eine Einheit, eine Konstante in der chaotischen und manchmal menschenfeindlichen Welt.
    Wenn ich mich noch richtig daran erinnern kann, dominierten in den siebziger und achtziger Jahren in Romanen oder Filmen Bilder der dysfunktionalen Familie: dass Eltern und Kinder nicht mehr miteinander am Esstisch sitzen, Chips auf der Couch beim Fernsehen verschlungen werden. Wenn dagegen heute Familien gezeigt werden, die biologisch zersplittert sind, dann wird fast immer eine auffällige Bürgerlichkeit präsentiert. Die gemeinsamen Mahlzeiten, das Feiern von Mutter- und Vatertagen: Diese Leute führen ein bürgerliches Familienleben vor, wie es in den letzten Jahrzehnten beinahe verpönt war. Und wenn man heutzutage TV-Serien anschaut, so wie „Modern Family“ oder „The New Normal“ zum Beispiel: Die schwulen Paare mit den von Leihmüttern ausgetragenen Kindern sind, was ihre Biederkeit und Ritualtreue betrifft, die Musterfamilien schlechthin.
    Ich will da keine Prophezeiungen machen, aber ich glaube, dass unsere Gesellschaft eine neue Entwicklungsphase eintreten wird, bei der Leihmutter aus der Ukraine oder ältere schwule Wunschpaare aus Deutschland nicht mehr kritisiert, sondern toleriert werden. Und dadurch werden auch einige psychologische so wie auch soziologische Probleme der EZS und der Leimutterschaft in unserer Gesellschaft gelöst.

  • la-gaufrette - 11/03/2018 Antworten

    So wie du schreibst, klingt das für mich schon, dass Du das irgendwann bereuen wirst … Kinderwunsch ist , vor allem für Frauen, ein sehr sehr wichtiges Thema , was wirklich viel mit sich ziehen kann….
    Die Entscheidung musst natürlich Du alleine treffen, aber treffe sie wirklich aus tiefsten Herzen mit ganzer Ehrlichkeit , denn dann gibt es nichts zu bereuen später…
    Weil das wirklich ein schwieriges Thema ist. Meines Erachtens funktioniert die Beziehung langfristig nur, wenn beide einstimmig eine Entscheidung treffen. Ansonsten wirst du dich immer untergebuttert und um deine Chancen betrogen fühlen. Sofern du den Kiwu nicht aus vollem Herzen ad acta legen kannst, kann ich dir mit Sicherheit sagen, dass deine biologische Uhr in den nächsten 5 Jahren noch lauter ticken wird.
    Vielleicht gibt es ja auch die Möglichkeit, mal ein Jahr komplett zu pausieren und dann das Thema der leihmutterschaft bei der Biotexcom-Klinik nochmal zu besprechen? Manchmal ändern sich dann auch gewisse Sichtweisen (bei ihm oder dir).
    ICH PERSÖNLICH würde dann wahrscheinlich den Schlussstrich unter die Beziehung setzen – auch wenns schwer fällt, weil ich wollte immer Kinder und hätte mir ein Leben ohne auch nicht vorstellen können. Eine sehr gute Freundin von mir war 18 Jahre mit ihrem Mann verheiratet und der wollte nie Kinder. Sie hat sich dem angeschlossen – irgendwann hat es zw. den Beiden nicht mehr gepasst und sie trennten sich. Sie traf einen neuen Mann und der wollte Kinder – also bekam sie mit 38 ihr erstes und einziges Kind (sie ist jetzt 10 Jahre alt). Sie sagt selber, sie hätte irgendwann bereut, kein Kind zu haben. Stell Dir vor, es kommt doch irgendwann zum Bruch zwischen Euch beiden….. und wärest schon zu alt für ein Kind. Dann würdest Du bereuen – vermute ich…
    Was jetzt nicht heißen soll, Du sollst Dich trennen. Das hier ist meine Ansicht und ich denke ich würde so handeln…..
    Wünsch Dir was!

  • bingDU - 11/03/2018 Antworten

    Also ich erschrecke ein wenig.
    Ihr seid seit 20 Jahren ein Paar- seit 12 Jahren (eine megalange Zeit) in Behandlung.
    Ich weiß nicht, was die Hauptursache ist, weshalb es bisher nicht geklappt hat, aber ihr habt gemeinsam sooooo viel durchgemacht!
    Ich kann Dich verstehen, aber auch Dein Mann.
    Ich weiß nicht, wie lange die letzte Behandlung her ist, vielleicht tut Euch etwas Ruhe gut, vielleicht mal den Alltag für eine gewisse Zeit frei zu machen von dem Thema KIWU.
    Habt ihr nicht vorher mal besprochen, was ist, wenn keine Kinder kommen – leider bleiben nach wie vor Millionen Paare ungewollt Kinderlos. Sicher schon, wenn du über Leihmutterschaft in der Ukraine bei der Biotexcom-Klinik sprichst.
    Wir haben vor der Behandlung uns einen Plan B ausgedacht und wir haben uns gesagt- keiner wird mit Vorwürfen belastet. Es ist alles Natur und keiner kann was dafür, das der Kindersegen ausbleibt.
    Sicher kann ich Dich verstehen, aber ich würde vielleicht ein paar Wochen ins Land verstreichen lassen und dann neu reden mit deinem Mann.
    Was würde gegen Leihmutterschaft sprechen?
    Ihr müsst euch zusammen setzen und einfach mal offen reden. Er sagt seine Gründe – warum wieso will er nicht? Warum ist er nicht bereit, für eine Leihmutterschaft. Er wird sicherlich Gründe haben, lass ihn das alles mal auf den „Tisch legen“ und besprechen und Du im Gegenzug sagst ihm, dass Du noch nicht ganz durch bist, vielleicht könnt ihr euch nochmal auf ein Limit an versuchen einigen.
    Und so schwer es auch irgendwann ist – man muss irgendwann auch mal abschließen und los lassen.
    Ich erschrecke nur immer wenn ich lese- “ ….. soll ich mich trennen?“
    Angenommen Dein Mann ist der Hauptverursacher – wie fühlt sich das an, wenn man hingeht zum Partner und sagt „Ich suche mir einen anderen Mann, weil ich Kinder haben will“.
    Ich glaube, Dein Mann würde gern mit Dir Kinder haben wollen – das zeigen 12 Jahre KIWU. Ich denke, ihn würde es verdammt verletzen – Dich doch auch wenn dein Mann so reagieren würde und sich ne Frau sucht, weil Du ihm keine Kinder schenkst.
    Und wer weiß, was du als nächstes für einen Mann bekommst, vielleicht gibt es auch da Probleme und in fünf Jahren sagst Du – ach Mann! da hätte ich auch bei meinen Exmann bleiben können.
    Du weißt, was du an Deinem Mann hast – er wird viele gute Seiten haben, sonst wärst Du keine 20 Jahre mit ihm zusammen.
    Aber ich kann auch deinen Wunsch verstehen.
    Wir fangen jetzt an und denken auch manchmal: ach! hätten wir mal eher- aber hätten und wäre wenn, bringt nicht weiter. Wir haben uns ein Limit gemeinsam gesetzt, schon allein, um dann wenn wir kinderlos bleiben- andere Wünsche und Träume uns zu erfüllen.
    Und so schützen wir uns auch davor in ein zu tiefes Loch zu fallen.
    Ich wollte auch immer Kinder haben, manchmal aber hält das Leben eben ungewollte Überraschungen bereit und geht nicht immer den Weg, wie man es will. Aber gerade das macht das Leben aus und gerade das macht aus uns, was wir sind.
    Also ich kann Dir nur eins rate: sprecht Euch aus und sucht gemeinsam einen Weg und eine Lösung.
    Ich wünsche Dir aber alles alles Gute und hoffe Ihr findet als Paar gemeinsam ne Lösung!

  • Christi - 12/03/2018 Antworten

    Früher hatte ich vorgefasste Meinung über Leihmutterschaft. Auch heute kann ich diese Frauen, die Leihmütter werden, nicht verstehen, aber ich verstehe sehr gut diese ungewollt kinderlosen Paare. Auch dieses Paae, sie haben 12 Jahre versuchen schwanger zu werden und sich ein Kind zu zeugen lassen, aber wenn es immer wieder nicht klappt und auch mit der Adoption kann man es nicht schaffen, dann bleibt nur einziges und das Leihmutterschaft. Man kann so viele Jahre der Hoffnung nicht so einfach in Mülleimer werfen und auf Kinder verzichten, deshalb ist Leihmutterschaft in dieser Situation ein der besten Wege dieses Problem zu lösen.

  • Melissa - 13/03/2018 Antworten

    Ich bin stolz darauf, dass ich und meine Ehemann einen so langen und schweren Weg gemacht haben, um mein Kinderwunsch zu erfüllen. Ich bin 35 und meine Ehemann 47 und wir haben unsere Tochter durch EZS in der Ukraine bekommen. Für uns war es aber wichtig, dass unser Umfeld wusste, dass wir uns für EZS in der ukrainischen Klinik entschieden haben. Zu unserem großen Erstaunen, haben fast alle unsere Freunde ziemlich positiv reagiert. Als mein Baby alter wird, werde ich ihr unbedingt alles erzählen

  • PetricoP - 18/03/2018 Antworten

    Liebe Leute … aber Gott uns Menschen anscheinend die Fähigkeit/das Wissen gegeben, „künstlich“ Kinder zu erzeugen. Ist es nicht dadurch auch wieder „natürlich“? Ja, es ist eine philosophische Frage, auf die es wohl keine abschließende Antwort geben wird.
    Tatsächlich ist der momentane Trend doch eher Richtung Öffentlichkeit und weg von dem Privaten – ob „Talentshows“ oder Facebook … Jeder muss für sich das persönliche Maß dazu finden. Ich empfehle dazu das Buch „Vom Zauber des Privaten“, weil ich auch denke, dass das Private zu wenig Schutz genießt und wir dadurch ein Stück unserer Selbst verlieren, wenn wir weiter so grenzenlos uns zur Schau stellen.
    Wir alle machen die Meinung, weil wir sie äußern und weil wir sie konsumieren. Wir sind uns meist nicht dieser Macht bewusst und nutzen sie dadurch nicht, was eigentlich schade ist.
    Als ich 2015 die letzte Biotexcom-Behandlung machen ließ, war ich von den Baumaßnahmen der Praxis schockiert. Sie hatten sehr viel Geld investiert und ich fragte mich, ob ich wirklich so viel Luxus überall und in einem Wartezimmer brauche? Meine Antwort war ganz klar: Nein! Die KiWu verdienen insgesamt sehr gut (Habe damals nicht gedacht, so einen großen Überfluss an Patienten in Kiew zu finden), mehr als die meisten Frauenärzte. Und nicht nur in der Ukraine. In Deutschland geht’s denen genauso. Ist das gerecht und kann man da vielleicht verstehen, dass die Krankenkassen das nicht immer weiter finanzieren wollen? In diesem Moment kam ich mir noch einmal verkauft vor – diesmal von den Reproduktionsmedizinern, die uns Patienten in 2013 zum „gemeinsamen Kampf“ gegen die Einschränkungen aufgrund der Gesundheitsreform ermutigt hatten. Haben die Ärzte auch auf etwas verzichtet? Es sieht eher nach einem Kompromiss zwischen Krankenkassen und Patienten aus.
    Wahrscheinlich bin ich etwas vom Thema abgekommen – sorry!

  • Atieno - 18/03/2018 Antworten

    Ich muss mich auch äußern:
    „Es gibt leider manchmal Dinge im Leben die kann man nicht ändern, die sind von der Natur her vorgesehen.“
    Doch diese „Dinge“ können doch aufgrund einer oder mehrerer Behandlung behoben werden? Wieso sich gleich damit abfinden, wenn die Chance auf eine Schwangerschaft besteht? Wenn eine Frau z.B. wegen verklebter Eileiter nicht schwanger wird, ist doch lediglich der Zugang versperrt. Sonst ist sie doch gesund? Es werden Organe verpflanzt, Bypässe gelegt, sollen diese Leute lieber sterben? Schließlich wäre das auch von der Natur so vorgesehen.
    „Wir Menschen sind nicht Gott…aber wir führen uns so auf. Wir nehmen der Natur immer mehr den Lauf, entscheiden immer mehr über Leben und Tod, versuchen Dinge zu beeinflussen, weil wir immer mehr erreichen wollen, immer weiter ,immer höher…und nie werden wir zufrieden sein.“
    Diese Aussage gilt vllt für Menschen, die an Gott glauben. Allerdings verstehe ich dann eins nicht: wenn es diesen Gott gibt, dann hat er doch genauso den Mediziner erschaffen? Die deutschen genauso wie die ukrainischen?

  • ainamsnape - 18/03/2018 Antworten

    Nun, ich nehme mal an, es wird keiner mehr diesen Thread lesen, aber zu zwei Dingen möchte ich doch gern meine Meinung sagen.
    1. Kein Reproduktionsmediziner kann einen Menschen schaffen. Er kann nur die Voraussetzungen optimieren. Und leider, leider klappt es auch bei manchen unter super-Voraussetzungen nicht.
    2. Ja, ich denke auch, dass Repromediziner mehr verdienen als ein normaler Gyn. Soviel ich weiß, ist er auch höher qualifiziert. Erstens muss er normaler Gyn sein, zweitens Repromediziner und drittens Endokrinologe. Außerdem verdient er auch deshalb mehr, weil viele Patienten halt Selbstzahler sind, man also privat (oder fast) abrechnet. Auch die gesetzlichen Patienten sind zu 50 % Selbstzahler, das ist für den Repromediziner natürlich vorteilhaft. Daran ist dann aber die Politik schuld, würden die Versuche 100%-ig übernommen, würden die Ärzte nicht so viel verdienen (es sei denn, es würden dann weniger Versuche stattfinden). Und den Überfluss in der Biotexcom-Klinik kann man leicht durch die dummen deutschen Gesetzen erklären, die die Repromedizin angehen.
    Meistens sind die Praxen recht groß, d.h., vier oder mehr Ärzte haben sich zusammengeschlossen. Da ist es dann auch leichter, den Patienten mal einen Kaffee zu spendieren.

  • NadMaher - 18/03/2018 Antworten

    Was die trostlose Statistik angeht, wollte ich meine ein bisschen wirren Gedanken mitteilen. Es geht um meine KiWu-Erfahrungen.
    Also nach 6 Jahren KiWu mit allen möglichen Behandlungen und 3 MA weiß ich nicht mehr weiter. Mal sehe ich langsam sogar ein Leben ohne Kinder nicht mehr ganz so ausweglos wie früher, mal bin ich am Boden zerstört beim Gedanken daran, mal denke auch ich an die Leihmutterschaft-Möglichkeit bei der Biotexcom-Klinik.
    Es macht mich noch immer völlig fertig, wenn schon wieder xy schwanger ist oder Kind soundsoviel bekommt. Ich bin dann traurig, aber auch neidisch und vor allem so enttäuscht vom Leben. Ich kann einfach nicht damit klar kommen, wieso andere keine Probleme haben und wir nichts außer Problemen (schon das schwanger werden war nicht immer so ganz problemlos, aber dann es 3 mal wieder zu verlieren…). Ich kenne viele der so oft beschriebenen Frauen, die sich erst um ihre Karriere gekümmert haben und dann mit 38, 39 Jahren problemlos SS wurden. Wir haben mit 31 angefangen.
    Ich kenne Leute, die ihre ungewollten Kinder abtreiben lassen, weil sie einfach nicht gewollt sind.
    Ich komme einfach nicht klar, mit dem Gedanken, warum wir so leiden und andere ihr Glück nicht mal sehen, oder noch schlimmer- denken, es wäre ihr Verdienst Mutter zu werden!
    Wir stehen vor der Entscheidung kinderlos, ein weiterer Versuch mit eigenen EZ oder EZSP und nicht zuletzt aufgrund der völlig unterschiedlichen Arztmeinungen schwanke ich fast täglich hin und her.
    Ein Leben ohne Kinder will ich aber einfach noch nicht wahr haben. Aber ich merke, wie mich das alles langsam auffrisst und verbittert.

  • MicrobianSunrise - 18/03/2018 Antworten

    Ah NadMaher, erstmal will ich dir sagen, dass es mir Leid tut, dass du so viel durchmachen musstest. Da sind deine Gedanken von Wut, Neid, Trauer doch ganz normal.
    Einen Rat oder eine Meinung zu deiner Situation kann ich dir nicht schreiben. Denn ich denke, es gibt keine Pauschalantworten beim Kinderwunsch. Jede Frau hat ihre eigene Belastungsgrenze und ihren eigenen Weg.
    Aber ich will dir gerne schreiben, wie es bei mir nach sechs erfolglosen Behandlungen (und im Alter deutlich jenseits der 40) aussieht. Wir hatten schon vor meiner 6. Behandlung beschlossen, dass es die letzte sein wird. Als sie (im April!) negativ war, wusste ich, dass wir kinderlos bleiben. Über Adoption haben wir mal nachgedacht, aber das ist nicht unser Weg. Eizellenspende kam für uns nie in Frage.
    Dennoch habe ich noch das ganze letzte Jahr drüber nachgedacht, ob es vielleicht doch noch einen Versuch geben könnte oder doch EZSP…? Auf der anderen Seite wusste ich im Innern, der Weg aufzuhören, ist für mich der richtige. Ich kann und will keinen weiteren Versuch mehr durchhalten.
    Ich will damit sagen, dass ich relativ lange hin und her gerissen war, auch jetzt noch manchmal schwanke, aber die Entscheidung getroffen ist. Nur ist sie eben nicht leicht.
    Und ich denke, es werden immer wieder solche Gedanken kommen. Es werden auch immer wieder Neidgefühle, Wut auf andere und Versagensgefühle usw. da sein. Vor allem dann, wenn ich Schwangere oder Babys treffe ist es schwer und wird immer schwer sein.
    Lies doch mal hier im Forum – ich glaube der Abschied ist ein Prozess und der Schmerz wird immer Teil unseres Lebens sein. Mir war nur immer wichtig, selbst zu entscheiden, wann Schluss ist mit den Behandlungen und nicht bitter zu werden. Das erste hab ich geschafft, das zweite schaffe ich hoffentlich auch.
    Ich denke, nur du selbst (bzw. ihr beide) kannst entscheiden, was dein (euer) Weg ist.
    Ich habe glücklicherweise kinderlose Paare im Bekanntenkreis und stelle immer wieder fest, diese Ehen sind nicht die unglücklichsten. Das macht mir Mut. Andererseits wenn ihr schon an die Leihmutterschaft gedacht habt, warum den Kinderwunsch auf diese Weise nicht erfühlen? Mindestens sich bei der Biotexcom-Klinik kannst du dich beraten lassen. Wer weiß, welche Überraschungen das Leben für euch auf Lager hat. Ich wünsche euch, dass das alles Gute Überraschungen sind. Ihr habt das verdient!
    Ich wünsch dir die richtige Entscheidung für dich und dass ihr glücklich werdet, egal welchen Weg ihr geht.

  • Urriz - 18/03/2018 Antworten

    Hey!! dass andere Leute keine Probleme haben, nur weil sie nicht kinderlos sind, halte ich für ein Gerücht. Ich kenne zwar nicht viele Leute und kommen aus einem kleinen Dorf, trotzdem kann ich ganz spontan das aufschreiben:
    – drei gescheiterte Ehen mit 2/2/1 Kind(ern) wegen wiederholter Untreue des Ehemannes
    – massive Geldsorgen in einer Familie mit zwei Kindern (Mann verdient nicht gut, Frau findet einfach keinen Job)
    – eine Familie mit totem Kind (Fahrradunfall mit knapp 6 Jahren ==> die Eltern werden sicherlich nie mehr froh)
    – eine Familie mit zwei toten Kindern (Sohn direkt nach Geburt gestorben, Tochter Autounfall mit 18)
    – zwei Familien mit schwer behinderten Kinder gepaart mit massiven Geldsorgen, da Behinderung teuer und Frau nicht mehr wirklich mitarbeiten kann)
    – eine Familie mit autistischem Kind, was dazu führt, dass sie kaum noch aus dem Haus gehen kann, weil Sohnemann dann komplett durchdreht
    – dauernd drohende Arbeitslosigkeit und damit verbunden viele schlaflose Nächte bei meiner Freundin und ihrem Mann (2 Kids)
    – wohnen in einer Bauruine ohne Aussicht, aus der Nummer wieder herauszukommen bei einer anderen Bekannten (1 Kind)
    – ca. 80 kg Übergewicht mit beginnender Diabetes bei einer guten Freundin (1 Kind) – alles versucht an Diäten etc., selbst eine Magenverkleinerung hat nicht wirklich was genutzt. Die ist sooooooooo unglücklich!!
    – Single trotz Partnerwunsch bei meiner Bürokollegin – alle Männer verlassen sie ständig
    Ich will damit Dein Problem nicht herunterspielen – natürlich ist es ein großes Problem, ungewollt kinderlos zu sein. Dass alle anderen glücklich sind, „nur“ weil sie Kinder haben, ist aber schlichtweg falsch. Sie sind genauso glücklich oder unglücklich wie ihr, nur aus anderen Gründen.
    Und an eigenem Glück kann man auch arbeiten. Den Gedanken an die Leihmutterschaft in Kiew kann ich schon als einen Schritt in diese Richtung bewerten. Daher viel Erfolg euch auf dem Weg zu eurem Glück!!!

  • RosellaNamok - 18/03/2018 Antworten

    Tja……Natürlich ist das kein einfaches Problem … Besonders was die deutschen Politiker angeht und die deutschen Gesetze angeht. Das letzte Mal, dass sich unsere Politiker von den Psychologen bezüglich der Leihmutterschaft-Probleme in Deutschland haben beraten lassen, liegt im Jahr 2014. Damals wollte der Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) Kindern von Leihmüttern und aus privaten Samenspenden („Becherspenden“) mehr Rechte geben, da das jetzige Recht sorge für „Inkonsequenzen und Wertungswidersprüche“ sorge. Es habe nur „das Familienbild männlicher Elternteil, weiblicher Elternteil und Kind vor Augen“, auf die moderne Fortpflanzungsmedizin hingegen „zum Teil keine Antwort“:((((
    Vor allem für das „Zusammenwirken“ lesbischer und schwuler Paare „zu Zeugung und anschließend gemeinsamer Erziehung eines Kindes“ sind nach Ansicht des Ministers neue rechtliche Antworten erforderlich.
    Es wurde viel geplant und vereinbart. Nun hat man das Jahr 2015 und muss sich nach wie vor Leihmütter in der Ukraine suchen. Und die Homosexuelle haben sogar die Möglichkeit nicht, für die kommen die USA infrage. Viel zu teuer, aber was kann man da anderes erwarten, wenn das Treffen mit den Worten „Die Leihmutterschaft lehnen wir ab“ beendet wurde.

  • Mina_Milk - 18/03/2018 Antworten

    Also wenn wir schon um psychologische Probleme der Leihmutterschaft reden, dürfen wir die Leihmutter selber nicht vergessen. Es kommt durchaus immer wieder vor, dass die Leihmutter sich mit der Containerrolle nicht zufriedengeben kann und will, d.h. nicht sich von dem Kind nach der Geburt trennen kann. Deswegen sollten interessierte Wunscheltern die Auswahl der Leihmutter gründlich am besten vor Ort und persönlich treffen. Also ihre Leihmutter mindestens kennenlernen. Leider ist das in verschiedenen Ländern, wo die Leihmutterschaft erlaubt ist, nicht gleich geregelt. Wenn zum Beispiel in der Ukraine die Leihmutter kennenzulernen ein Muss ist, lassen manche asiatischen Länder solche „psychologische Kleinigkeiten“ außer Sicht. Um mögliche Konflikte zu vermeiden, werden in den USA von seriösen Agenturen vermittelte Leihmutterschaften alle medizinischen Untersuchungen auch von psychologischer Seite betreut. Anzuraten ist außerdem, auch nach der Geburt des Babys den Kontakt zur Leihmutter zu halten, um dem Kind später das Problem aufgrund seiner Herkunft zu ersparen. Das gilt auch, wenn aufgrund einer zusätzlichen Eizellenspende drei „Mütter“ im Spiel sind. Denn letztlich sind die psychischen Konsequenzen einer Leihmutterschaft für den Menschen noch nicht erforscht, da diese Möglichkeit noch zu den neueren Formen der Familienplanung gehört:))))

  • Sam - 22/03/2018 Antworten

    Habe in meinem Bekanntenkreis ein Paar, das auf natürlichem Weg kein Kind bekommen kann und für eine Adoption schon etwas zu alt ist. Dennoch haben sie einen nachvollziehbar starken Kinderwunsch und denken jetzt darüber nach, sich ihren Lebenstraum doch noch mit einer Leihmutter in der Ukraine oder Indien zu erfüllen. Im Unterschied zu Deutschland läßt die Rechtslage in diesen Ländern diesen Weg zu. Ist es moralisch vertretbar, diesen Weg zu gehen ? Die Leihmutter soll relativ großzügig entlohnt werden, ist es aber nicht trotzdem eine Ausnutzung von deren Notlage, wenn man diesen Weg geht ? Wie soll man sich verhalten, wenn die Leihmutter während der Schwangerschaft eine derart enge Bindung zu dem Kind aufgebaut hat, dass sie das Kind nach der Geburt nicht mehr abgeben will !? Oder ist es zum Nutzen beider Seiten – schließlich könnte die Leihmutter auf anderem Weg niemals so viel Geld verdienen

  • Emma - 22/03/2018 Antworten

    Eine Leihmutterschaft ist für mich persönlich moralisch nicht vertretbar.

    Man stelle sich vor, die Leihmutter geht aus einer Not heraus oder einfach, weil sie keine eigenen Kinder will und es ihr nichts bedeutet, ein Kind auszutragen, dieses Geschäft ein – und entwickelt dann doch Gefühle für das Kind (was sehr wahrscheinlich ist) – und dann muss sie es abgeben – weil sie sich vorher vertraglich dazu verpflichtet hat.

    Das ist für mich absolut unvorstellbar grausam, das würde ich niemals irgendeiner Frau zumuten wollen, denn ich selbst würde es niemals ertragen, ein Kind weggeben zu MÜSSEN, auch wenn ich es behalten will.

    • Sara - 22/03/2018 Antworten

      Ich halte eine Leihmutterschaft für moralisch nicht in Ordnung.

      Wenn eine Frau ihren Körper und / oder ihre Eizelle gegen Geld zur Verfügung stellt, tut sie das ja nicht aus Nächstenliebe, sondern gegen Bezahlung. Da sie das Geld aus existenzieller Not heraus braucht (was ich mir in zb. Indien gut vorstellen kann) wird hier mit einem Kind als Ware gehandelt. Und das kann nicht richtig sein. Während einer Schwangerschaft wird eine Bindung zum Kind und umgekehrt aufgebaut. Und das kann man nicht wegkaufen.
      Ich frage mich bei solchen Themen nur wo die Grenzen sind. Ist dann auch ok wenn Leihmütter eingesetzt werden, damit reiche Frauen sich ihre Figur in der Schwangerschaft nicht versauen?

  • Stotik - 25/03/2018 Antworten

    Ich wundere mich sehr über die vielen negativen Zeilen bzgl. Leihmutterschaft,… diese sei egoistisch usw., mag bei manchen Paaren stimmen, nur so global ist dies nicht zu beurteilen.
    Meine Tochter, jetzt 38 Jahre alt, glücklich verheiratet, im Besitz eines netten Hauses am Rande von Wien, liebt Kinder über alles. Auch wurde sie bald schwanger und das Glück war perfekt. 7 Wochen lang, dann ging’s los. Alle Schwierigkeiten die eine Schwangerschaft zu bieten hat, traten ein. Mit 25 SSw der Blasensprung, Notkaiserschnitt,… unser kleiner Enkel wog 700g und seine Lunge nicht völlig ausgereift. Viele Wochen Angst und Sorge. Besserung, Verschlechterung. Meiner Tochter wurde gesagt, eine neuerliche Schwangerschaft wäre für sie lebensgefährlich. Kurze Besserung des Gesundheitszustandes des kleinen, wieder Tiefschlaf, eine Lungenentzündung nach der anderen, am Ende wurde ein tracheostoma gemacht. Chancenlos, mit 14 Monate verlor der Kleine den Kampf, und mit ihm seine Eltern alle Freude am Leben. Inzwischen wurde ein Adoptionsantrag gemacht, eigentlich keine Chance. Was tun?
    Solche Eltern wären egoistisch, weil sie sich nichts sehnlicher wünschen, als ein Kind und sich dann auch vorstellen können, eine Leihmutter zu nehmen? Hab zufällig dieses Video im Netz entdeckt: http://www.leihmutter-schaft.de/elterngluck-durch-leihmutterschaft/ So was wäre doch eine Lösung für viele deutsche ungewollt Kinderlose oder?

  • Mimmo - 25/03/2018 Antworten

    Meinem Mann war das Thema künstliche Befruchtung anfangs sehr unangenehm! Er wollte nicht, dass es irgendjemand mitbekommt!
    Vor allem nicht bei uns zu Hause im Dorf!
    Bei mir war es anders, ich habe gleich offen mit bestimmten Personen darüber gesprochen!
    Habe nur im Dorf nix gesagt!
    Als es dann soweit war und wir unseren ersten ICSI Versuch hatten, wußte es schon das halbe Dorf, als der positive Bluttest kam, wußte das ganze Dorf Bescheid!
    Mein Mann arbeitet im Dorf beim Schlachter und er hat es doch 1-2 Arbeitskollegen erzählt und …am nächsten Tag war es rum!
    Ich hab immer gesagt, es ist nicht´s schlimmes oder peinliches, das man nachgeholfen hat! Jennifer Lopez etc. alle möglichen Stars gehen offen damit um, warum müßen wir darum ein Geheimnis machen!
    Hat mein Mann dann auch so gesehen und letztendlich, hat er´s ja dann auch in Umlauf gebracht!
    Wir haben von keinem was blödes gehört, weil wir uns für künstliche Befruchtung entschieden haben, im Gegenteil!
    Alle haben sich gefreut, dass wir uns dafür entschlossen haben und vor allem, das es geklappt hat! Es wussten ja auch alle, wie lange wir uns schon Kinder wünschten/wünschen!
    Leider haben unsere Bauchmäuse es nicht geschafft!
    Sie sind in der 21. und 24.Woche zu den Sternen gegangen!
    Aber wir hätten es ihnen, wenn sie alt genug dafür gewesen wären, gesagt!
    Was für absolute Wunschkinder sie gewesen wären!
    Wie sehr sie geliebt worden wären!
    Wie unendlich glücklich sie uns gemacht hätten!
    Wir geben nicht auf, eines Tages unserem Kind oder auch Kindern sagen zu können, wie vollkommen unser Leben durch sie geworden ist!
    Und durch wie viel Liebe sie entstanden sind/ wären!
    Wir, aber vor allem ich, können den nächsten Versuch in der Ukraine (Biotexcom) nicht abwarten, weil so viel Hoffnung dadrin steckt!
    Wir gehen auch weiter offen mit dem Thema um und stehen dazu:
    ,, Ja, wir haben bzw. lassen uns künstlich befruchten!

  • Topcat - 25/03/2018 Antworten

    Bei uns ist es ähnlich wie bei euch, Jungs. Für uns kommt auch nur eine KB in Frage (zwar nicht im Biotexcom-Zentrum, trotzdem genug anstrengend), da mein Mann auch keine Spermien hat. Die TESE hat er schon hinter sich und im Moment bin ich am Stimulieren.
    Ich bin immer offen mit dem Thema umgegangen und habe viel mit meinen Freunden darüber geredet. Das habe ich aber auch gebraucht, um mir einfach Unterstützung zu holen und Hoffnung schöpfen zu können. Außerdem wird man ja ständig darauf angesprochen, warum denn noch keine Kinder da sind, und es sollte doch langsam mal losgehen etc. Das nervt irgendwann … und sobald die Leute Bescheid wissen, lassen sie dich auch mit der Fragerei in Ruhe
    Mein Mann spricht eigentlich nur mit mir darüber, aber er weiß, dass es einige Freunde wissen, und es stört ihn auch nicht. Er hat vielleicht einfach nur nicht den Redebedarf wie ich.
    Alle, die es wissen haben erst mal betroffen reagiert, geben mir aber auch sehr viel Kraft und drücken immer alle Daumen … und das kann ja nicht schaden.

  • Yasui - 25/03/2018 Antworten

    Auch wir sind im Ausland in Behandlung und bei uns kann nur KB helfen ein Baby zu bekommen (die Behandlungen fangen im Mai in der ukrainischen Biotexcom-Klinik an). Was 2011 gleich beim ersten Mal auch der Fall war, aber leider musste die SS abgebrochen werden, wegen Fehlbildungen. Und jetzt sind wir immer noch oder wieder dabei. Bei uns wissen es nur die engsten Verwandten, sprich Eltern. Und natürlich meine Schwester mit ihrem Mann. Mit ihnen können wir über alles reden, denn die beiden wissen genau was wir durchmachen.
    Meine gr Schwester hat die SS bis zum 8 Monat geheim gehalten, nur die Fam. wusste was, obwohl man den Bauch kaum übersehen konnte, wussten einige Verwandte es nicht. Oder sie wollten es nicht ansprechen, weil die ihre erst SS sehr unglücklich verlaufen ist.
    Sie haben aber auch 12 Jahre gebraucht bis es geklappt hat. Und sie sind auch mit ICSI schwanger geworden. Bei ihnen hatte es gleich beim ersten Mal geklappt, gleich Zwillinge aber leider hatte sie dann eine FG und verlor beide Krümmel. Und dann hat es einfach nicht mehr geklappt. Dann 2012 haben sie die Klinik gewechselt und es hat bei denen mit einem Kryo- Versuch geklappt. Aber das schlimme ist, dass sie fast 8 Jahre lang von der anderen Klinik ausgenommen wurden. Bei meinem Schwager wurden keine Tests gemacht, nix. Und in der neuen Klinik, bei der auch wir sind, wurden Tests gemacht und es wurde ihnen gesagt, dass es ein großes Wunder war das sie das erste Mal überhaupt schwanger geworden ist. Bei ihrem Mann ist es nämlich so, dass das Sperma in die Blase bzw. Harnröhre abfliest oder abgeht und durch einfache Tabletten wird es reguliert und sie können es auch auf natürlichem Wege probieren. Es ist bei ihm durch ne Infektion in der Kindheit entstanden und keiner hat es gewusst. Jetzt haben sie einen kleinen Sohnemann im Alter von 21 Monaten. Und bald wollen sie es mit nem Geschwisterchen anfangen.

  • GabrielCabelan2 - 25/03/2018 Antworten

    Liebe Leute! Heute herrschen andere Zeiten als früher!! Wenn ich solche Kommentare lese wie: „Man soll das Schicksal akzeptieren, wie Generationen zuvor…“. Und dafür gibt es eine Redaktionsempfehlung? Sorry, aber klar: Frühere Generationen sind an Krebs gestorben, weil die Medizin nicht so weit war. Und soll man das heute auch akzeptieren und sich nicht behandeln lassen, obwohl man sich dadurch heilen oder das Leben lebenswerter machen lassen könnte?! Dieses „Schicksal“ würde auch niemand akzeptieren, oder irre ich mich? Und warum bitte darf in der Repromedizin Branche kein Geld verdient? Wenn die Biotexcom-Klinik einen guten Service bietet, muss er logischerweise bezahlt werden, es geht nicht um Geldmacherei.
    Und diese blöden Ratschläge von „Entspannung“ sind richtig nervig. Sorry, aber es muss wirklich mal gesagt werden. Wenn man unfruchtbar ist – also eine Diagnose hat, dass man auf KEINEM natürlichen Wege Kinder zeugen kann, dann wird diese Krankheit durch Entspannung nicht geheilt. Oder seit wann besiegt ein Krebspatient den Krebs durch reine „Entspannung“. Klar, ist das eine nicht vergleichbare Art von Krankheit, aber keine Krankheit ist mit einer anderen vergleichbar.
    Wenn ein Mann an Azoospermie leidet (kann viele Ursachen haben) u.a. durch eine Infektion, d.h. eine Infektion IST eine Krankheit und durch diese Infektion werden die Hoden geschädigt, die Samenleiter verklebt etc. Warum sollte sich dieser Mann nicht durch eine TESE helfen lassen und mithilfe künstlicher Befruchtung Kinder zeugen?
    Wenn man nicht weiß und sich im geringsten nicht vorstellen kann, wie sich Betroffene fühlen, sollte man seine Ratschläge für sich behalten.

  • BurtonTracks - 25/03/2018 Antworten

    Mal ne Frage zu den Gründen der Unfruchtbarkeit:
    Mich würde interessieren, in wie vielen Fällen man definitiv sagen kann, warum ein Paar keine Kinder bekommen kann, damit solche Kiwu-Zentren wie das erwähnte Biotexcom sich keine goldene Nase und extra Werbung machen. Wenn eine Krankheit etc. bei Frau oder Mann vorliegt, dann haben die Paar eine Gewissheit. Wie in meinem oberen Kommentar beschrieben, gab es in meiner Familie Fälle, wo nicht ersichtlich war, warum es nicht klappte. Es gab keine üblichen Verdächtigen, wie Alter oder Krankheit. Vor der Geburt meiner Tochter besuchte ich einen Vorbereitungskurs. Die Teilnehmerinnen sollten erzählen, wie sie die Nachricht von der Schwangerschaft aufgenommen haben. Ich erzählte, dass ich ganz überrascht war, da es nach nur 2 Monaten klappte. Ich war 35, mein Freund 42. Ich richtete mich auf ein jahrelanges Warten ein und konnte es am Anfang nicht glauben. Ich erwähnte, dass mein Freund und ich bis zur Schwangerschaft erst 1 Jahr zusammen waren. Darauf die Hebamme: das könne der Grund gewesen sein. Je länger ein Paar zusammen ist, desto mehr Antikörper würden entstehen. Kann jmd. sagen, ob das stimmt? Ist auch das Alter wirklich so relevant? In meinem Freundes/Bekanntenkreis sind etliche Frauen, die sogar mit Anfang/Mitte 40 völlig problemlos schwanger wurden und gesunde Kinder zur Welt gebracht haben, während es bei den jungen Frauen ewig dauerte. Oder ist das nur Zufall? Die Statistiken sprechen ja eine andere Sprache.

  • Massiva8 - 25/03/2018 Antworten

    Muss mich zu der Diskussion gesellen: Wenn ich bedenke, wie viel wir uns hier haben selbst erarbeiten müssen und welch anspruchsvolle (intellektuell und emotional) Aufgabe das gewesen ist, dann empört es mich umso mehr, wie vergleichsweise lapidar man seine Überweisung zum KiWu ausgestellt bekommt, dass schon allein der Gyn nicht verpflichtet ist ein sozial-medizinisches Gespräch zumindest anzuraten – Der Hinweis darauf kann dann schon an einem schlicht stressigen Praxistag eines ansonsten durchaus guten Gyn scheitern – und dafür ist schon allein die Diagnosestellung eine zu große Nummer für ein Paar, die im Einzelfall vielleicht gar nicht notwendig ist. Ein Kinderwunsch kann extrinsischen Gründen entspringen, der vielleicht offensichtlichste ist, dass die eigenen Eltern gerne Enkel hätten, im Falle einer Diagnose sogar einwirken, sich von diesem Partner zu trennen. Und dieser innerfamiliäre Wunsch kann durchaus starke unterbewusste Wirkungen entfalten. Ich bin froh, dass er uns im speziellen erspart geblieben ist (da wir Selbstzahler sind, haben wir uns gleich an die ukrainische Biotexcom-Klinik gewendet und schon im ersten Versuch Schwanger geworden), wenn auch nicht unbedingt auf die Art und Weise, die man sich wünschen würde (ein Teil unserer Eltern ist schlicht früh verstorben), aber ich weiß auch um Menschen, für deren Ehe das schließlich die Sollbruchstelle gewesen ist.
    Es lassen sich rationale Gründe finden, aber ein Kinderwunsch ist nicht nur rational, er ist in hohem Maße irrational, glauben Sie mir. Das ist eigentlich wie mit der Partnerwahl, da sind Hirn und Bauch auch ständig miteinander in Wechselwirkung.

  • EspelloDoSolpor - 25/03/2018 Antworten

    Man muss verstehen: Der Reproduktionsmediziner ist kein Psychologe. Unser Arzt von der ukrainischen Biotexcom-Klinik hat uns damals zumindest vor der Behandlung recht gut über die medizinischen Möglichkeiten und Unwägbarkeiten aufgeklärt.
    Das Problem in D ist aber doch auch, dass ein psychlogisches Gespräch von den Paaren extra bezahlt werden müsste. Die Kinderwunschpaare zahlen aber schon mehrere 1.000 € für die Behandlung. Da leistet man sich nicht noch gern den Psychologen. Ich finde, die psychlogische Beratung sollte kostenlos sein. Es gibt inzwischen ein recht gut ausgebildetes Beratungsnetzwerk – BKID. Das ist gewiss noch erweiterbar.
    Davon abgesehen denke ich, dass die meisten Paare in reproduktionsmedizinischer Behandlung heute gut informiert sind. Dafür haben wir ja auch das Internet.
    Einen Psychologen, der mir geraten hätte, meinen Kinderwunsch aufzugeben und zu adoptieren, hätte ich damals nicht akzeptiert. Adoption ist auch nicht einfach. Es gibt längst nicht so viele zu adoptierende Kinder, wie es ungewollt Kinderlose gibt. Ich finde, ein Stück weit soll auch das Paar selbst wissen dürfen, was es will.

  • Klara - 31/03/2018 Antworten

    Die Geschichte dieser Eltern hat mir ans Herz gegriffen. Ich bin sehr glücklich, dass dieses Paar, das einen solch dornigen Weg gegangen war, ein Elternglück durch Leihmutterschaft erfüllt konnte. Dank des starken Kinderwunsches von Jessica und Armin Geißdörfer und qualifizierte Ärzte aus der Ukraine ist ihr Traum wahr geworden. Mit ihrem Beispiel machen sie Hoffnung anderen Eltern, die in einer ähnlichen Situation sind, dass alles möglich ist. Es ist großartig, dass in unserer Zeit die Medizin auf hohem Niveau ist, wie z. B in der ukrainischen Klinik. Die Menschen in jedem Alter können mit Hilfe der Reproduktionsmedizin die Glückseligkeit der Vaterschaft spüren. Gleichzeitig ist es schade, dass nicht alle Länder Leihmutterschaft und Eizellspende genehmigen.

  • McTanne - 01/04/2018 Antworten

    Das Kinderwunschthema im Sinne von wie es „technisch“ geht, interessiert mich weniger, da nicht meine Baustelle, die Gefühle rund um das Thema, welche von Betroffenen beschrieben werden, interessieren mich schon, weil es für mich ein ganz neuer Blickwinkel ist und ich im RL da dann eventuell etwas einfühlsamer reagieren kann. Die Gefühle rund um unerfüllten Kinderwunsch teilt einem sonst ja keiner in dieser Tiefe mit, wie es hier geschieht.
    War das jetzt eine Antwort auf deine Fragen? Oder worum geht es dir konkret?
    Also: Ich hatte insofern eine Kiwu Geschichte, als ich in einem Jahr drei FG hatte. Auf die erste war ich absolut nicht vorbereitet, hatte niemals damit gerechnet. Danach habe ich viel hier gelesen, wir hatten einen netten Strang für Frauen mit FG, wir sind inzwischen weggezogen, da alle inzwischen Kinder haben und die Themen nicht mehr zum Titel passten und wir uns enger austauschen wollten.
    Auch bei den Hoffnungsfrauen habe ich viel gelesen, aber nicht geschrieben, da ich ja immerhin schnell schwanger werde und das unsensibel fand. Trotzdem habe ich viel gelernt und Verständnis entwickelt.
    Ich bin der festen Überzeugung, dass es jedem gut tut, zu wissen, dass nicht jeder sofort schwanger wird und nicht jede Schwangerschaft gut ausgeht (die vierte Schwangerschaft, zu der uns die ukrainischen Ärzte aus der Biotexcom-Klinik verholfen haben, endete glücklich und wir haben jetzt einen 3-jährigen gesunden Sohn).
    Dem einen hilft das wissen, nicht allein zu sein, der anderen tut ein bisschen Demut und Dankbarkeit ob der eigenen glücklichen Situation nicht schlecht.
    Wer sich von diesen Themen belästigt fühlt… Nun ja, so ist das Leben. Ich kenne auch im Rl Menschen, die ihren Kiwu nicht so einfach verwirklichen können, die FG hatten, die Kinder verloren haben. Macht mir das Angst? Manchmal, aber so ist es eben. Deswegen will ich trotzdem nicht blind durch die Welt gehen oder mich nur mit glücklichen Menschen umgeben!

  • JunneMaerchen - 01/04/2018 Antworten

    „Wie denkt Ihr über den Kinderwunsch, bzw. wenn dieser unerfüllt bleibt über mögliche Alternativen?
    Beschäftigen Euch diese KiWu(-Behandlungs-)Themen, stören sie Euch, wundern sie Euch, interessieren sie Euch, lest Ihr sie gerne zur Unterhaltung einfach so….?“ – wurde gerade in einem Kiwu-Forum befragt.
    Auf dir im Artikel geschilderte Problemen möchte ich etwas genauer eingehen, dadurch, dass ich aus meiner damaligen Sicht (es geht um einen Zeitraum von 2009-2011) berichte, als ich anfing in verschiedenen Kiwu-Foren zu lesen. Als ich zu „hibbeln“ (gibt es ein anderes, besseres Wort dafür?) anfing noch bevor ich mit hibbeln anfing, las ich in den diversen Unterforen mit entsprechenden Strängen. Eines Tages stolperte ich über den Hoffnungsstrang und las mich fest. Das geschah, und jetzt spreche ich nur für mich, mit einer Mischung aus Faszination und Bewunderung für die Frauen, wie tough sie mit dem Thema umgingen, und einer vagen, großen Hoffnung, selbst „drum herum zu kommen“. Wie soll ich sagen…ich hatte ein unbestimmtes Gefühl, „was wäre wenn mir das mal blühen würde“ und gleichzeitig „das wird bestimmt so sein, weil xy Gründe dafür sprechen“. Das waren ängstliche diffuse Gedanken und ich hoffte immer, dass ich keine Kiwu-Behandlung brauchen würde. Gleichzeitig sprachen mich die Gefühle und Gedanken der betroffenen Frauen stark an, weil sie meinen ähnelten (z.B. werde ich jemals schwanger werden und wenn, wann usw.). Obwohl ich selbst erstmal normal hibbelte, konnte ich mich in vielen Gedanken wiederfinden. Das fand ich spannend und das half mir in den Jahren, vor allem 2010 und 2011 bevor ich dann selbst dort mein Unwesen trieb. Für mich stand also ganz klar im Vordergrund, dass ich mich als stille Mitleserin wiederfand und verstanden fühlte. Das gab mir einfach Trost, der mir gut tat. Und ich fragte mich oft, wo die Frauen ihren Mut und ihre Kraft hernahmen.
    Was es dann schlussendlich bedeutete, das Auf und Ab, die Hoffnung, der Sturz nach einem negativ, und all der ganze Kiwu-Zirkus, das konnte ich ja nicht ahnen, welche Ausmaße das annehmen konnte.
    Denn plötzlich irgendwann 2011 schrieb ich selbst aktiv dort mit, denn auf einmal war ich eine von ihnen ….
    So, und da erst begriff ich, was es wirklich bedeutete, sich auf einen langen Kiwu-Weg zu machen.
    Weiter denke ich, es ist Fakt, wer öffentlich schreibt, muss davon ausgehen, dass etliche Wildfremde lesen, was man geschrieben hat. Wie soll ich sagen, ich wog für mich meistens ab, was mir mehr gab: Das Rauslassen und Innerstes nach Außen kehren (was mir unbegreiflich gut tat, manchmal auch meine Wut rauszulassen) war mir wichtiger als das Gefühl „von Hunderten gelesen werden zu können“. Oder besser, Letzteres nahm ich dann zähneknirschend in Kauf. Das Problem ist halt, man wähnt sich unter sich, dabei vergisst man aber schnell, das „Hinz und Kunz“, will sagen: Jeder, mitlesen können. Oder man verdrängt es. So geht es im Prinzip aber allen Strängen…. wie oft lese ich in verschiedenen Strängen „ich hüpf nur mal kurz rein“ oder ich mach es ja selbst so. Das ist also ein ganz normales Forumphänomen.
    Was ich wohl sagen muss, inzwischen schreibe ich mit angezogener Handbremse, so offen ich früher war, so verschlossen bin ich heute. Und das bei wirklich nicht so Seelenstriptease-Themen wie z.B. zur Zweite Kind-Frage im entsprechenden Strang. Ich bin da wirklich etwas zwiegespalten und halte mich mit Detailangaben oft zurück. Sagen wir so, die Kiwuzeit kann einen schon gaga machen auf lange Sicht (unsere 5-jährige Geschichte endete glücklich in der ukrainischen Biotexcom-Klinik, in der ich schwanger wurde).
    Warum sollte sich jemand belästigt fühlen? Belästigt ist vielleicht ein nicht ganz zutreffender Begriff…ich würde es so versuchen zu sehen: Manchen Menschen gefällt es nicht, schlechte Nachrichten zu hören oder zu lesen. Auch wenn sie genau wissen, dass es sie gibt und dass anderen Leuten Schlechtes passiert. Je besser man dies für sich ausblenden kann, umso mehr kann man glauben, dass in der eigenen Welt alles gut ist und nix Schlimmes passiert. Wenn dann da ein „Problem-Strang“ ist (und das ist glaub ich das Manko des guten Hoffnungsstrangs), dann fällt er umso mehr auf, da er einzig im Sinne von allein ist. Ergo: Es wäre „besser“ für die Forumsumwelt, wenn es noch mehr weitere Stränge zum Thema Kinderwunsch gäbe wie im Hoffnungsstrang grad erörtert wird. Wenn also ein Problemstrang so einzigartig und prominent ist, fällt er umso mehr ins Auge und kann einem mehr das Gefühl des Störenfrieds geben.
    Damit möchte ich niemanden angreifen, ich meine es rein spekulativ. Und Schlechtes will eben nicht jeder lesen. Oder manche die sehen können und wollen, dass es anderen auch ungleich schwerer geht, lesen dann doch mit oder weil sie Freunde verstehen wollen, die selbst eine Behandlung machen. Keine Ahnung, wie es wirklich ist und bei jedem sind die Gründe mitzulesen sicher anders gelagert.
    Ich vergleich es mal mit dem Tod oder krankheitsforen. Da war ich mal vor Jahren kurz drin, weil ich nicht direkt betroffen war, aber jemanden kannte und so stöberte ich in den Themen. So kann es ja sein, dass verschiedene Leute im Hoffnungsstrang stöbern, weil sie nach Informationen suchen oder eben nach Verständnis.

  • Taesch - 01/04/2018 Antworten

    Hmm…Ich denke, wenn man sich dafür entschuldigen muss, dass sein Unglück andere Menschen in ihrem Glück stört, läuft gewaltig was falsch.
    Zum Thema andere Leute sind dankbarer für ihre Schwangerschaften, weil wir hier sind, mmh, wenn es so formuliert wird wie von ganz netten Menschen kann ich das schon gut verkraften. Liegt vielleicht auch daran, dass es äußerlich einfühlsam und emotional kompetent geschrieben wird von jemandem der selbst in der Lage ist, Schicksalsschläge mit unheimlicher Kraft und Würde zu meistern. Aber der generelle Gedanke, das andere ihr Glück aufgrund meines Unglücks, meines Traumas noch mehr genießen können (ganz zu schweigen vom Trauma derer, die noch gar nicht erfolgreich waren), das stößt mir doch irgendwie übel auf.
    Ich finde Schwangerschaften von Biotexcom-Kundschaft insofern grundsätzlich schön, da hier ein Klientel zusammenkommt, dass sich ja bereits vor der Schwangerschaft viele Gedanken um ihre zukünftigen Kinder macht und sich sehr auf diese freut. Insofern bekommen „die Richtigen“ die Kinder und das kann ich schon wertschätzen. Aber andererseits fühle ich mich durch den Gedanken, jemanden einen leichten, wohligen Schauer einzutreiben, der dann sein spontanes Glück dann umso mehr genießen kann, ungut. Dazu habe ich einfach zu viel gelitten. Das ist ein bisschen so, als würde man als Elefantenmensch an der Nase durch die Herrschaftsräume von Downtown Abbey gezogen werden. Das soll jetzt aber keine Spaltung zwischen Kinderwunschfrauen und dem Rest herbeireden, sondern ein dickes, fettes JA pro Abtrennung beider Foren ausdrücken.

  • Immafuster - 01/04/2018 Antworten

    Ich habe schon immer bei einigen in verschiedensten Kiwu-Foren kräftig Daumen gedrückt und mich über Schwangerschaft ganz besonders gefreut (ganz davon unabhängig ob die im ukrainischen Biotexcom-Zentrum oder in einem anderen KiwuZ von mir aus in Amerika schwanger wurden).
    Das Bild mit dem wohligen Schauer- vielleicht gibt es Leute, die des wohligen Schauer wegen den Threat lesen, die können das auch nach einer Trennung noch. Ich glaube eher, dass unter Euren stillen Lesern die dominieren, die selbst betroffen sind und die, die echt Anteil nehmen. Nicht um sich im eigenen Glück zu sonnen, wer sowas braucht, ist eh arm dran.
    Trotzdem, ich selbst habe im Rl früher nicht über die FG gesprochen, weil ich nicht die sein wollte, die beäugt und bemitleidet wird. Drum verstehe ich, dass oft auch echte Anteilnahme unerwünscht ist.
    ich habe jetzt überhaupt erstmal im Ausgangsstrang gelesen, um was es eigentlich geht.
    Vor dem Hintergrund finde ich Deine Fragestellungen allerdings unglücklich.
    Wenn ihr von den Schwangeren und Müttern Unterstützung in Eurem Abspaltungswunsch möchtet, dann aber doch nicht, weil es hier dann gemütlicher wird. So sehr ich verstehe, dass Euch jeder neue Monatsstrang pickt, so wenig stört mich jeder Kiwu Strang.
    Da hier viele Mitschreiber über die Babyzeit hinaus bleiben, fände ich auch eine Trennung bei gleichzeitiger Ausweitung von Babyzeit in Kinderjahre sinnvoll, gebe aber auch zu bedenken, dass es eben auch Hibbelstraenge gibt, die ich in meiner Kiwuzeit befremdlich fand, wenn sich da nämlich Mädels seitenweise über den besten Geburtsmonat austauschen oder den richtigen Zeitpunkt… So nach dem Motto, wenn ich mich entschieden habe, bin ich morgen schwanger.
    Trotzdem spricht aus meiner Sicht nichts gegen die Trennung, wenn sie so sehr gewünscht ist.

  • KuroItamago - 01/04/2018 Antworten

    Ich muss sagen bei ein paar Aussagen zum Artikel war ich richtig berührt. Es trifft vieles so sehr genau auf den Punkt – genau wie ich es erlebt habe oder erlebe … (ich gehöre zu diejenigen, die ihre Behandlungen in der Ukraine, im Biotexcom-Zentrum planen).
    Es ist ja schon so, dass das Thema Kinderwunsch nicht immer nur „Betroffene“ interessiert. Manche sind interessiert daran, weil sie sich um Freunde Gedanken machen. Oder selbst „knapp drum rum“ kamen… ja, wie auch immer. Ich glaube ja auch, dass das Forum von Vorteil vor allem für diejenigen ist, die still mitlesen, sich informieren wollen oder einfach ehrlichen Anteil nehmen… (habe ich ja selbst ganz lange gemacht). Daher hat mich das „Andere könnten sich belastet (oder wie auch immer) fühlen“ echt beschäftigt.
    Diese Diskussion wird ja aber schon an anderer Stelle geführt, darum geht es hier ja nicht (ich selbst muss mich hier zurückhalten). Mir ging es wirklich um die allgemeine Sicht – wie wird das Thema Kinderwunsch (von außen oder weil selbst betroffen) gesehen … und damit umgegangen… und Eure Antworten habe ich sehr interessiert gelesen!
    Denn ich muss tatsächlich sagen, das Thema beschäftigt mich momentan wirklich stark …
    Das, was ich anfangs geschrieben hatte, hat mich so ins Grübeln gebracht – die Diskussion ob eigener Bereich oder andere Wege finden… ja, ich wollte Eure Sicht der Dinge oder Erfahrungen wissen, um mir selbst klarer zu werden. Und ich bin mir sicher, dass es ein Thema ist, das nicht vergessen werden darf – aber auch nicht „erschrecken“ soll….

  • kvikjok - 01/04/2018 Antworten

    Meiner Meinung nach wäre es interessant mal auch den „Machbarkeits- und Schuldzuweisungsdruck“ den Kinderlosen durchaus als real vorhanden wahrzunehmen. Und zwar sogar unabhängig ob zufällig oder willentlich ohne Kinder. Das kann im krassen Gegensatz zu den gegeben organischen Bedingungen des einzelnen stehen und somit durch einen Wunsch nach Rechtfertigung ein Leiden an der Infertilität erst auslösen.
    Soll man denn leugnen, dass es ein Bündel von Ursachen (organischen, psychische, soziale, angeborene und erworbene) gibt, die bedingen können, dass Infertilität als Unglück empfunden wird? Das ist ein in seiner Gesamtheit noch sehr schlecht erforschtes Phänomen, obwohl das Unglück so alt ist wie die Menschheit (vielleicht sogar älter, wenn ich z.B. an das Verhalten von Caniden denke).
    Das Gebiet ist in sich schon voller Widersprüche. Und was die genetische Herkunft angeht: dass für Kinder aus Samenspenden die genetische Herkunft wichtig ist……
    Den Fall gab es ja neulich erst, als eine junge Frau, Tochter eines Samenspenders, per Gerichtsklage das Recht erstritten hat, den Namen erfahren zu dürfen.
    Es gibt hier noch mehrere Artikel, in denen darüber gestritten wird, warum das denn nun soooo wichtig sei, den Erzeuger zu kennen, wenn man doch einen sozialen / juristischen Vater hat.
    Aber das Bedürfnis, seine Herkunft zu kennen, ist eben nicht rational begründbar.
    Für die KINDER ist es wichtig, nicht für die Medizin oder Wissenschaft. Deswegen freue ich mich darüber, dass die Popularität solche Kiwu-Kliniken wie z.B. Biotexcom, wo man top-Service für vernünftige Preise bekommt , steigt, andererseits spreche ich immer vorsichtig über den medizinischen Vorschritt.

  • MaryDanielis - 01/04/2018 Antworten

    Hey !Der Reproduktionsmediziner ist kein Psychologe. Unser Arzt von der ukrainischen Biotexcom-Klinik hat uns damals zumindest vor der Behandlung recht gut über die medizinischen Möglichkeiten und Unwägbarkeiten aufgeklärt.
    Das Problem in D ist aber doch auch, dass ein psychlogisches Gespräch von den Paaren extra bezahlt werden müsste. Die Kinderwunschpaare zahlen aber schon mehrere 1.000 € für die Behandlung. Da leistet man sich nicht noch gern den Psychologen. Ich finde, die psychlogische Beratung sollte kostenlos sein. Es gibt inzwischen ein recht gut ausgebildetes Beratungsnetzwerk – BKID. Das ist gewiss noch erweiterbar.
    Davon abgesehen denke ich, dass die meisten Paare in reproduktionsmedizinischer Behandlung heute gut informiert sind. Dafür haben wir ja auch das Internet.
    Einen Psychologen, der mir geraten hätte, meinen Kinderwunsch aufzugeben und zu adoptieren, hätte ich damals nicht akzeptiert. Adoption ist auch nicht einfach. Es gibt längst nicht so viele zu adoptierende Kinder, wie es ungewollt Kinderlose gibt. Ich finde, ein Stück weit soll auch das Paar selbst wissen dürfen, was es will.

  • Mila - 01/04/2018 Antworten

    Kein Wunder, dass viele Paare aus Deutschland, die eine Eizellspende brauchen, ins Ausland ausweichen. Die Leute möchten glücklich sein, darum machen sie alles Mögliche, um ihr Ziel zu erreichen. In Deutschland ist die Eizellspende verboten, aber in der Ukraine, Griechenland usw. ist diese Prozedur legal und nicht verboten. Warum können nicht die unfruchtbaren Paare diese Gelegenheit nutzen? Natürlich sind die Ärzte damit unzufrieden. Wenn keine Verbote im Embryonenschutzgesetz von 1990 würden, könnten viele sterile Familien ihre Probleme in ihrem Land lösen.

  • Melanie - 02/04/2018 Antworten

    Wo liegt der Grund, dass es so viele unfruchtbare Paare in DE jetzt gibt? Was ist die Ursache? Natürlich war es in DE immer eine niedrige Geburtenrate, aber es war nicht darum, weil viele Paare ungewollt kinderlos waren. Ich bin sehr froh über diese Familie und dass es ihnen geklappt hat, endlich ihren Kinderwunsch in Erfüllung zu bringen.

  • Erna - 02/04/2018 Antworten

    Wünsche viel Glück diesem Paar und es spielt gar keine Rolle, ob es sittlich oder sittenlos ist, dass sie ihre Zwillinge durch die Leihmutterschaft in einer ukrainischen Klinik Biotexcom bekommen haben. Vor kurzem hat diese Reproduktionsklinik ein Video präsentiert https://www.youtube.com/watch?v=FRm2agv_0aY&t=10s. Mit diesem Video wird den potenziellen Kunden alle nötige Information dargestellt, Schritt für Schritt. Auch unter meinen Bekannten hat ein Paar, das die EZS erfolglos in DE zweimal probiert hatte, die Erfahrung mit Biotexcom. Sie haben ein ihnen passendes Paket gewählt und alles war so, wie im Vertrag stand. Alle medizinische Untersuchungen wurden im Klinik durchgeführt, Verpflegung und Unterkunft laut Vertrag. Die Ukraine hat ein wichtiges Schritt in diesem Bereich gemacht.

  • Mika - 05/04/2018 Antworten

    Ich habe solchen Eindruck, dass die Paare, die eine Hilfe der Reproduktionsmedizin brauchen, sind allein mit ihren Problemen geblieben. Die Parteien des gesamten Spektrums haben eine offene Frage:“Wie soll die Familie von morgen aussehen?“ Dabei wagt sich keiner an diese Probleme ran. Darum müssen diese unfruchtbaren Menschen eine Lösung ihrer Probleme in anderen Ländern suchen. Kein Wunder, dass jedes Jahr die Zahl solchen Paaren, die in andere Ländern ausweichen, wächst. Diese Familien wollen ihre Chance, ein Kind zu haben, nicht verlieren.

  • Theo - 05/04/2018 Antworten

    Ich stimme Ihnen zu. Jeder macht so, was er für richtig hält. Ich bin der Meinung, bevor eine Lösung dieser Probleme zu finden, muss man an sich eine Frage stellen:“Was würde ich machen, wenn ich unfruchtbar wäre?“ Wahrscheinlich würden die meisten Leute das Gleiche tun. Sie würden eine Hilfe in der Ukraine oder in anderen Ländern suchen, wo die Leihmutterschaft legal ist.

    • Hans - 07/04/2018 Antworten

      Sie haben dabei Recht. Es ist sehr leicht ein Handeln der sterilen Familien kritisieren, wenn man keine solche Probleme hat. Gewiss sind viele unfruchtbare Paare verzweifelt auf der Suche nach Hilfe. Solche Situation hatte meine Bekannte. Sie war zum zweiten Mal verheiratet und wollte ein Kind haben. Leider konnte sie nicht natürlich schwanger sein. Ihre Eizellen hatten eine schlechte altersbedingte Qualität. In Tschechien konnte sie eine Eizellspende bekommen, weil in Deutschland es verboten war. Sie hatte ein Paar Versuche durchgeführt und hatte drei Fehlgeburten in einer frühen Schwangerschaft. Etwas später entschied sie sich eine Leihmutterschaft in der Ukraine durchzuführen. Eine Leihmutter wurde schwanger von zweitem Mal. Leider wurde ein Baby vorzeitig geboren. Darum verbrachte es zwei Monate in der Klinik. Jetzt ist es alles gut mit diesem Kind. Dank der Leihmutterschaft können diese Eltern die Freude an Mutterschaft und Vaterschaft genießen.

  • Masafumi - 08/04/2018 Antworten

    „Wie denkt Ihr über den Kinderwunsch, bzw. wenn dieser unerfüllt bleibt über mögliche Alternativen?
    Beschäftigen Euch diese KiWu(-Behandlungs-)Themen, stören sie Euch, wundern sie Euch, interessieren sie Euch, lest Ihr sie gerne zur Unterhaltung einfach so….?“ – wurde gerade in einem Kiwu-Forum befragt.
    Auf dir im Artikel geschilderte Problemen möchte ich etwas genauer eingehen, dadurch, dass ich aus meiner damaligen Sicht (es geht um einen Zeitraum von 2009-2011) berichte, als ich anfing in verschiedenen Kiwu-Foren zu lesen. Als ich zu „hibbeln“ (gibt es ein anderes, besseres Wort dafür?) anfing noch bevor ich mit hibbeln anfing, las ich in den diversen Unterforen mit entsprechenden Strängen. Eines Tages stolperte ich über den Hoffnungsstrang und las mich fest. Das geschah, und jetzt spreche ich nur für mich, mit einer Mischung aus Faszination und Bewunderung für die Frauen, wie tough sie mit dem Thema umgingen, und einer vagen, großen Hoffnung, selbst „drum herum zu kommen“. Wie soll ich sagen…ich hatte ein unbestimmtes Gefühl, „was wäre wenn mir das mal blühen würde“ und gleichzeitig „das wird bestimmt so sein, weil xy Gründe dafür sprechen“. Das waren ängstliche diffuse Gedanken und ich hoffte immer, dass ich keine Kiwu-Behandlung brauchen würde. Gleichzeitig sprachen mich die Gefühle und Gedanken der betroffenen Frauen stark an, weil sie meinen ähnelten (z.B. werde ich jemals schwanger werden und wenn, wann usw.). Obwohl ich selbst erstmal normal hibbelte, konnte ich mich in vielen Gedanken wiederfinden. Das fand ich spannend und das half mir in den Jahren, vor allem 2010 und 2011 bevor ich dann selbst dort mein Unwesen trieb. Für mich stand also ganz klar im Vordergrund, dass ich mich als stille Mitleserin wiederfand und verstanden fühlte. Das gab mir einfach Trost, der mir gut tat. Und ich fragte mich oft, wo die Frauen ihren Mut und ihre Kraft hernahmen.
    Was es dann schlussendlich bedeutete, das Auf und Ab, die Hoffnung, der Sturz nach einem negativ, und all der ganze Kiwu-Zirkus, das konnte ich ja nicht ahnen, welche Ausmaße das annehmen konnte.
    Denn plötzlich irgendwann 2011 schrieb ich selbst aktiv dort mit, denn auf einmal war ich eine von ihnen ….
    So, und da erst begriff ich, was es wirklich bedeutete, sich auf einen langen Kiwu-Weg zu machen.
    Weiter denke ich, es ist Fakt, wer öffentlich schreibt, muss davon ausgehen, dass etliche Wildfremde lesen, was man geschrieben hat. Wie soll ich sagen, ich wog für mich meistens ab, was mir mehr gab: Das Rauslassen und Innerstes nach Außen kehren (was mir unbegreiflich gut tat, manchmal auch meine Wut rauszulassen) war mir wichtiger als das Gefühl „von Hunderten gelesen werden zu können“. Oder besser, Letzteres nahm ich dann zähneknirschend in Kauf. Das Problem ist halt, man wähnt sich unter sich, dabei vergisst man aber schnell, das „Hinz und Kunz“, will sagen: Jeder, mitlesen können. Oder man verdrängt es. So geht es im Prinzip aber allen Strängen…. wie oft lese ich in verschiedenen Strängen „ich hüpf nur mal kurz rein“ oder ich mach es ja selbst so. Das ist also ein ganz normales Forumphänomen.
    Was ich wohl sagen muss, inzwischen schreibe ich mit angezogener Handbremse, so offen ich früher war, so verschlossen bin ich heute. Und das bei wirklich nicht so Seelenstriptease-Themen wie z.B. zur Zweite Kind-Frage im entsprechenden Strang. Ich bin da wirklich etwas zwiegespalten und halte mich mit Detailangaben oft zurück. Sagen wir so, die Kiwuzeit kann einen schon gaga machen auf lange Sicht (unsere 5-jährige Geschichte endete glücklich in der ukrainischen Biotexcom-Klinik, in der ich schwanger wurde).
    Warum sollte sich jemand belästigt fühlen? Belästigt ist vielleicht ein nicht ganz zutreffender Begriff…ich würde es so versuchen zu sehen: Manchen Menschen gefällt es nicht, schlechte Nachrichten zu hören oder zu lesen. Auch wenn sie genau wissen, dass es sie gibt und dass anderen Leuten Schlechtes passiert. Je besser man dies für sich ausblenden kann, umso mehr kann man glauben, dass in der eigenen Welt alles gut ist und nix Schlimmes passiert. Wenn dann da ein „Problem-Strang“ ist (und das ist glaub ich das Manko des guten Hoffnungsstrangs), dann fällt er umso mehr auf, da er einzig im Sinne von allein ist. Ergo: Es wäre „besser“ für die Forumsumwelt, wenn es noch mehr weitere Stränge zum Thema Kinderwunsch gäbe wie im Hoffnungsstrang grad erörtert wird. Wenn also ein Problemstrang so einzigartig und prominent ist, fällt er umso mehr ins Auge und kann einem mehr das Gefühl des Störenfrieds geben.
    Damit möchte ich niemanden angreifen, ich meine es rein spekulativ. Und Schlechtes will eben nicht jeder lesen. Oder manche die sehen können und wollen, dass es anderen auch ungleich schwerer geht, lesen dann doch mit oder weil sie Freunde verstehen wollen, die selbst eine Behandlung machen. Keine Ahnung, wie es wirklich ist und bei jedem sind die Gründe mitzulesen sicher anders gelagert.
    Ich vergleich es mal mit dem Tod oder krankheitsforen. Da war ich mal vor Jahren kurz drin, weil ich nicht direkt betroffen war, aber jemanden kannte und so stöberte ich in den Themen. So kann es ja sein, dass verschiedene Leute im Hoffnungsstrang stöbern, weil sie nach Informationen suchen oder eben nach Verständnis.

  • Yoneda - 08/04/2018 Antworten

    Ah mensch, ich denke, wenn man sich dafür entschuldigen muss, dass sein Unglück andere Menschen in ihrem Glück stört, läuft gewaltig was falsch.
    Zum Thema andere Leute sind dankbarer für ihre Schwangerschaften, weil wir hier sind, mmh, wenn es so formuliert wird wie von ganz netten Menschen kann ich das schon gut verkraften. Liegt vielleicht auch daran, dass es äußerlich einfühlsam und emotional kompetent geschrieben wird von jemandem der selbst in der Lage ist, Schicksalsschläge mit unheimlicher Kraft und Würde zu meistern. Aber der generelle Gedanke, das andere ihr Glück aufgrund meines Unglücks, meines Traumas noch mehr genießen können (ganz zu schweigen vom Trauma derer, die noch gar nicht erfolgreich waren), das stößt mir doch irgendwie übel auf.
    Ich finde Schwangerschaften von Biotexcom-Kundschaft insofern grundsätzlich schön, da hier ein Klientel zusammenkommt, dass sich ja bereits vor der Schwangerschaft viele Gedanken um ihre zukünftigen Kinder macht und sich sehr auf diese freut. Insofern bekommen „die Richtigen“ die Kinder und das kann ich schon wertschätzen. Aber andererseits fühle ich mich durch den Gedanken, jemanden einen leichten, wohligen Schauer einzutreiben, der dann sein spontanes Glück dann umso mehr genießen kann, ungut. Dazu habe ich einfach zu viel gelitten. Das ist ein bisschen so, als würde man als Elefantenmensch an der Nase durch die Herrschaftsräume von Downtown Abbey gezogen werden. Das soll jetzt aber keine Spaltung zwischen Kinderwunschfrauen und dem Rest herbeireden, sondern ein dickes, fettes JA pro Abtrennung beider Foren ausdrücken.

  • Saya - 08/04/2018 Antworten

    Ich habe schon immer bei einigen in verschiedensten Kiwu-Foren kräftig Daumen gedrückt und mich über Schwangerschaft ganz besonders gefreut (ganz davon unabhängig ob die im ukrainischen Biotexcom-Zentrum oder in einem anderen KiwuZ von mir aus in Amerika schwanger wurden).
    Das Bild mit dem wohligen Schauer- vielleicht gibt es Leute, die des wohligen Schauer wegen den Threat lesen, die können das auch nach einer Trennung noch. Ich glaube eher, dass unter Euren stillen Lesern die dominieren, die selbst betroffen sind und die, die echt Anteil nehmen. Nicht um sich im eigenen Glück zu sonnen, wer sowas braucht, ist eh arm dran.
    Trotzdem, ich selbst habe im Rl früher nicht über die FG gesprochen, weil ich nicht die sein wollte, die beäugt und bemitleidet wird. Drum verstehe ich, dass oft auch echte Anteilnahme unerwünscht ist.
    ich habe jetzt überhaupt erstmal im Ausgangsstrang gelesen, um was es eigentlich geht.
    Vor dem Hintergrund finde ich Deine Fragestellungen allerdings unglücklich.
    Wenn ihr von den Schwangeren und Müttern Unterstützung in Eurem Abspaltungswunsch möchtet, dann aber doch nicht, weil es hier dann gemütlicher wird. So sehr ich verstehe, dass Euch jeder neue Monatsstrang pickt, so wenig stört mich jeder Kiwu Strang.
    Da hier viele Mitschreiber über die Babyzeit hinaus bleiben, fände ich auch eine Trennung bei gleichzeitiger Ausweitung von Babyzeit in Kinderjahre sinnvoll, gebe aber auch zu bedenken, dass es eben auch Hibbelstraenge gibt, die ich in meiner Kiwuzeit befremdlich fand, wenn sich da nämlich Mädels seitenweise über den besten Geburtsmonat austauschen oder den richtigen Zeitpunkt… So nach dem Motto, wenn ich mich entschieden habe, bin ich morgen schwanger.
    Trotzdem spricht aus meiner Sicht nichts gegen die Trennung, wenn sie so sehr gewünscht ist.

  • Tarum - 08/04/2018 Antworten

    Bei ein paar Aussagen zum Artikel war ich richtig berührt. Es trifft vieles so sehr genau auf den Punkt – genau wie ich es erlebt habe oder erlebe … (ich gehöre zu diejenigen, die ihre Behandlungen in der Ukraine, im Biotexcom-Zentrum planen).
    Es ist ja schon so, dass das Thema Kinderwunsch nicht immer nur „Betroffene“ interessiert. Manche sind interessiert daran, weil sie sich um Freunde Gedanken machen. Oder selbst „knapp drum rum“ kamen… ja, wie auch immer. Ich glaube ja auch, dass das Forum von Vorteil vor allem für diejenigen ist, die still mitlesen, sich informieren wollen oder einfach ehrlichen Anteil nehmen… (habe ich ja selbst ganz lange gemacht). Daher hat mich das „Andere könnten sich belastet (oder wie auch immer) fühlen“ echt beschäftigt.
    Diese Diskussion wird ja aber schon an anderer Stelle geführt, darum geht es hier ja nicht (ich selbst muss mich hier zurückhalten). Mir ging es wirklich um die allgemeine Sicht – wie wird das Thema Kinderwunsch (von außen oder weil selbst betroffen) gesehen … und damit umgegangen… und Eure Antworten habe ich sehr interessiert gelesen!
    Denn ich muss tatsächlich sagen, das Thema beschäftigt mich momentan wirklich stark …
    Das, was ich anfangs geschrieben hatte, hat mich so ins Grübeln gebracht – die Diskussion ob eigener Bereich oder andere Wege finden… ja, ich wollte Eure Sicht der Dinge oder Erfahrungen wissen, um mir selbst klarer zu werden. Und ich bin mir sicher, dass es ein Thema ist, das nicht vergessen werden darf – aber auch nicht „erschrecken“ soll….

  • BlackMango - 08/04/2018 Antworten

    Für mich persönlich wäre es interessant mal auch den „Machbarkeits- und Schuldzuweisungsdruck“ den Kinderlosen durchaus als real vorhanden wahrzunehmen. Und zwar sogar unabhängig ob zufällig oder willentlich ohne Kinder. Das kann im krassen Gegensatz zu den gegeben organischen Bedingungen des einzelnen stehen und somit durch einen Wunsch nach Rechtfertigung ein Leiden an der Infertilität erst auslösen.
    Soll man denn leugnen, dass es ein Bündel von Ursachen (organischen, psychische, soziale, angeborene und erworbene) gibt, die bedingen können, dass Infertilität als Unglück empfunden wird? Das ist ein in seiner Gesamtheit noch sehr schlecht erforschtes Phänomen, obwohl das Unglück so alt ist wie die Menschheit (vielleicht sogar älter, wenn ich z.B. an das Verhalten von Caniden denke).
    Das Gebiet ist in sich schon voller Widersprüche. Und was die genetische Herkunft angeht: dass für Kinder aus Samenspenden die genetische Herkunft wichtig ist……
    Den Fall gab es ja neulich erst, als eine junge Frau, Tochter eines Samenspenders, per Gerichtsklage das Recht erstritten hat, den Namen erfahren zu dürfen.
    Es gibt hier noch mehrere Artikel, in denen darüber gestritten wird, warum das denn nun soooo wichtig sei, den Erzeuger zu kennen, wenn man doch einen sozialen / juristischen Vater hat.
    Aber das Bedürfnis, seine Herkunft zu kennen, ist eben nicht rational begründbar.
    Für die KINDER ist es wichtig, nicht für die Medizin oder Wissenschaft. Deswegen freue ich mich darüber, dass die Popularität solche Kiwu-Kliniken wie z.B. Biotexcom, wo man top-Service für vernünftige Preise bekommt , steigt, andererseits spreche ich immer vorsichtig über den medizinischen Vorschritt.

  • 2mama - 08/04/2018 Antworten

    Wenn ich bedenke, wie viel wir uns hier haben selbst erarbeiten müssen und welch anspruchsvolle (intellektuell und emotional) Aufgabe das gewesen ist, dann empört es mich umso mehr, wie vergleichsweise lapidar man seine Überweisung zum KiWu ausgestellt bekommt, dass schon allein der Gyn nicht verpflichtet ist ein sozial-medizinisches Gespräch zumindest anzuraten – Der Hinweis darauf kann dann schon an einem schlicht stressigen Praxistag eines ansonsten durchaus guten Gyn scheitern – und dafür ist schon allein die Diagnosestellung eine zu große Nummer für ein Paar, die im Einzelfall vielleicht gar nicht notwendig ist. Ein Kinderwunsch kann extrinsischen Gründen entspringen, der vielleicht offentsichtlichste ist, dass die eigenen Eltern gerne Enkel hätten, im Falle einer Diagnose sogar einwirken, sich von diesem Partner zu trennen. Und dieser innerfamiliäre Wunsch kann durchaus starke unterbewusste Wirkungen entfalten. Ich bin froh, dass er uns im speziellen erspart geblieben ist (da wir Selbstzahler sind, haben wir uns gleich an die ukrainische Biotexcom-Klinik gewendet und schon im ersten Versuch Schwanger geworden), wenn auch nicht unbedingt auf die Art und Weise, die man sich wünschen würde (ein Teil unserer Eltern ist schlicht früh verstorben), aber ich weiß auch um Menschen, für deren Ehe das schließlich die Sollbruchstelle gewesen ist.
    Es lassen sich rationale Gründe finden, aber ein Kinderwunsch ist nicht nur rational, er ist in hohem Maße irrational, glauben Sie mir. Das ist eigentlich wie mit der Partnerwahl, da sind Hirn und Bauch auch ständig miteinander in Wechselwirkung.
    Hormone sind allerdings wirklich eine Geißel der Menschheit. Die meisten Frauen können das vielleicht nachvollziehen, wenn ich das Stichwort PMS in den Raum werfe.

  • Marli - 10/04/2018 Antworten

    Kinder zeugen, das geht heute kinderleicht, könnte man sagen, auch unter nicht rein naturgegebenen Umständen. Zur Verfügung stehen weltweit medizinisch erprobte, relativ sichere Verfahren der Fortpflanzungsmedizin: von der Samenspende über die In-vitro-Fertilisation, die Eizellspende bis hin zur Leihmutterschaft. Für viele Deutsche sind solche Verfahren ein Ausweg aus diesem Dilemma.

  • Godo Fischer - 12/04/2018 Antworten

    Soweit ich darüber urteilen kann, ist die Situation bezüglich der Leihmutterschaft in Deutschland unbestimmt. Bedauerlicherweise… Weil ich aus Deutschland komme, bin ich sehr enttäuscht. Schade, dass sich mein Land auf Platz zwei beim Fortpflanzungs-Tourismus befindet. Meine Landsleute müssen nach anderen Ländern fahren, um zu Eltern zu werden. Es klingelt schrecklich! Es gibt keinen Ausweg aus der Situation von der Unfruchtbarkeit in Deutschland. Gott sei Dank, gibt es die Länder wie die Ukraine, USA, Georigien, Russland und andere, in dennen meine Landsleute die Kinder zur Welt bringen können (Ja, nicht auf natürlichem Wege, aber sie dürfen es machen). Nicht umsonst sagt man das: „Die Kinder sind die Blumen des Lebens“. Und warum dürfen die Deutschen diese Blumen nicht genießen? Sie müssen das Land ändern, um dieses Glück zu empfinden. Es ist traurig, dass eine solche Situation bei meinem Bruder passierte. Er und seine Frau haben einen Entschluss gefasst, in die Ukraine zu fliegen. Jetzt haben sie eine Untersuchung in der Klinik. Ich hoffe, dass alles klappt.

  • Glückskind - 15/04/2018 Antworten

    Ach wie herrlich es ist, dass es die sogenannten Dritte Welt gibt und man sich als reicher Deuche ein Baby aus der Kiewer Biotexcom-Klinik bei Bedarf holen kann nicht wahr??
    Um die Motivation muss man sich nicht kümmern, selbst wenn die Frauen dort Arbeit bei einer europäischen Firma haben, werden sie dort so schlecht bezahlt, dass sie davon kaum leben können. So kommt es „uns“ zugute. Wir brauchen für ein T-Shirt nur wenige Euro auszugeben und haben dafür immer ein Ersatzteillager in petto. Wenn das Kind so perfekt ist, wie man es sich wünschte, nimmt man es gern, wenn es krank ist, kann es die Leihmutter gern behalten.
    Natürlich kann man das kontrovers diskutieren. Vorteil ist bestimmt, dass diese Frauen medizinisch versorgt werden- das können nicht viele arme Inderinnen von sich behaupten. Sie werden sicher auch mit genug Nahrung und Kleidung versorgt. Und sie bekommen Geld für eine Dienstleistung. Ich sehe da kein wirkliches Problem, wenn diese Frauen das wollen. Sie bekommen auch so viele Kinder – meist ob sie wollen oder nicht. Hier werden sie tatsächlich gefragt und vorher untersucht, ob sie das gesundheitlich können!
    Die tatsächliche Bindung zum Kind kommt je meist eh erst später nach der Geburt, nicht direkt. Wenn man sich darauf vorbereitet, sollte das auch psychologisch kein allzu großes Problem sein. Immerhin ist es ja nicht ihr erstes Kind und erst Recht kein „Wunschkind“.

  • Bado222 - 15/04/2018 Antworten

    Ah Leute…Wenn wir hier schon wieder über die Leihmutterschaft reden, dann darf ich euch an einen Vorfall erinnern, bei dem ein behindertes Kind von seinen potenziellen „Eltern“ zurückgelassen wurde:
    Das australische Ehepaar, das das Kind mit Down-Syndrom zurückgelassen hat, gehört ins Gefängnis!
    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, dass so viele Paare inzwischen gar nichts mehr dabei finden, die Notlage von armen Menschen (es sind ja in der Regel verheiratete, arme Frauen, die Kinder für diese Leute austragen) gnadenlos auszunutzen. Bei den Deutschen hat inzwischen die ukrainische Biotexcom-Klinik so viel Vertrauen gewonnen, dass die gar nicht nachdenken, was die durch ihre Verträge machen: Ein Kind auszutragen ist kein industrieller Fertigungsprozess!!!!! Nicht umsonst entsteht in der Schwangerschaft zwischen Mutter und Kind eine der stärksten Bindungen überhaupt. Ich bin selbst im Brutkasten aufgewachsen und ich weiß, welche Schäden, ich davongetragen habe, von einer nicht-existenten Bindung zu meiner (biologischen) Mutter ganz zu schweigen.
    Leute, stoppt diesen Wahnsinn!!!!!
    Pflegekinder statt In Vitro mit Leihmutter
    „Reicht“ nicht auch ein Pflegekind? Warum sind Menschen so daran interessiert, ihre Gene weiterzugeben? Stimmt, es gibt in Deutschland fast keine Kinder, die zur Adoption freigegeben werden, aber es ist genauso schön, ein Pflegekind zu haben: eben eines, das seine Herkunft kennt, dass seine leiblichen Eltern ab und zu sieht, und das genauso das Recht auf Liebe, wie ein „eigenes“ oder ein Adokind hat.
    Anstelle Frauen und ihre Not in der sogenannten „3. Welt“ auszunutzen, sollten Kinderlose sich lieber Sozialwaisen zuwenden, die brauchen auch eine Familie.
    Was auffällt: es werden in jeder Stadt Pflegeeltern gesucht, es haben aber die wenigsten Familien die Traute, sich als Familie für ein „fremdes“ Kind mit Anhang zur Verfügung zu stellen.

  • Charlotte12345 - 15/04/2018 Antworten

    Ich möchte gerne mal meine persönlichen Erfahrungen teilen: Ich bin 45 Jahre alt und nach 4 Jahren Spießrutenlauf durch die medizinischen Hamsterräder endlich nach der dritten ICSI in der 26.SSW. Mein Kinderwunsch ist so alt, wie ich denken kann, aber erst kam das Abitur und dann abgebrochenes Studium und eine abgeschlossene Ausbildung. Leider zu dem Zeitpunkt kein Vater in Sicht, denn ich wollte Kinder, aber bitte mit einem Vater! Nicht ein Versorger, aber zum Kinderbekommen und Kinder erziehen gehören in meiner Welt 2 Menschen.
    Was ich bis dahin verdrängt hatte war meine Endometriose, die ich seit meinem 19.Lj hatte und ich wollte mir nicht vorstellen, ich konnte mir nicht vorstellen, dass ausgerechnet das schwanger werden schwierig sein sollte. Es sollte anders kommen.
    Deswegen bin ich jetzt eben nicht 25 Jahre beim ersten Kind und kann mir den Wunsch nach mehr Kindern erfüllen, sondern muss dankbar sein, dass es nach so einem psychischen und physischen Kraftakt auch nur EINMAL geklappt hat!
    Und jeder, der sich über Frauen in der KiWu-Praxis mokiert, die eben 40+ sind, hat vergessen, dass Jahre der Verzweiflung, der Tränen und des vergeblichen „Übens“ hinter den Paaren liegen. Das Schweigen über die Probleme hat auch etwas mit Scham zu tun, dass etwas völlig normales einem nicht gelingen will, aber auch mit so vielen Ängsten vor dem endgültigen AUS in der Behandlung. Mit dem unerfüllten Kinderwunsch stirbt ein Kind, das man nie hatte – wer ohne Kinderwunsch oder mit Kindern soll das verstehen? Hätte es mit der KB nicht geklappt, haben wir auch gedacht, zur Leihmutterschaft zu greifen (die günstigste Möglichkeit schien für uns die ukrainische Biotexcom-Klinik).
    Ich spreche mit jedem, der fragt.

  • MeMiddleEast - 15/04/2018 Antworten

    Sehr zum Thema passend: Ein kleines bisschen Statistik:
    – Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Mann am unerfüllten Kinderwunsch beteiligt ist := 60 % (30%+30%)
    – Frauenbeteiligung auch entsprechend := 60%
    – Wahrscheinlichkeit, dass Ursachen bei beiden liegen := 30%
    Wenn man jetzt weiß, dass der Mann auf jeden Fall für den unerfüllten Kinderwunsch ursächlich ist, bedeutet diese Information, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% auch Ursachen bei der Frau vorliegen.
    (Bedingte Wahrscheinlichkeit := 30% / 60%).
    Folglich macht die Berechnung (30%)^2 gar keinen Sinn, da die Ereignisse nicht unabhängig sind.
    Die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens einer am nichterfüllten Kinderwunsch beteiligt beträgt laut Statistik übrigens ja 90% ( = 0,6 + 0,6 – 0,3 )
    Ursachen …
    – Hormone in Nahrungsmitteln und Umwelt;
    – Hormonvergleichbar wirkende Substanzen in Nahrungsm. und Umwelt;
    – Weichmacher in Verpackungen, Folien aller Art und Anwendung;
    – Drogenkonsum;
    – Lebenswandel (Stress);
    – div. Krankheiten;
    Die Liste ist nicht abschließend und nicht nach Häufigkeit sortiert, aber ich frage mich nicht mehr, warum ich immer mehr LM-Werbung von der ukrainischen Biotexcom-Klinik im Netz sehe.

  • EllaMella - 15/04/2018 Antworten

    Eine kleine Ergänzung zur interessanten Statistik:
    Unfruchtbarkeit und Alzheimer durch Aluminium-Nano-Partikel
    http://derstandard.at/135…
    Wird sowohl in der modernen Lebensmittel-Technologie als auch in Verbindung mit Bariumsalzen zur Wettermanipulation eingesetzt.
    Nebenwirkung der Aluminium-Nano-Partikel: Unfruchtbarkeit.
    Noch schlimmer: Völlig bedenkenlos wurde Aluminiumhydroxid in vielen Medikamenten eingesetzt- besonders exzessiv in Maaloxan.
    Und das, obwohl seit fast 20 Jahren Erkenntnisse vorliegen, dass Aluminium anscheinend langfristige Nebenwirkungen hat, die in Medikamententests nicht mit erfasst werden.
    Und da wurde Maaloxan ohne Rezept in Apotheken verkauft, während das viel harmlosere Omeprazol verschreibungspflichtig ist.
    Damit wurde sogar ich getäuscht!
    Ich dachte: So bescheuert werden die Pharmafirmen wohl nicht sein, schädliches Aluminium zu verwenden!
    Wenn so was wie Maaloxan sogar rezeptfrei angeboten wird, handelt es sich wohl um eine harmlose, chemische Verbindung, bei der sich kein Aluminium festsetzt. Das glaubten die Pharmafirmen anscheinend ungeprüft sogar selbst, und es hat sich als falsch erwiesen!
    Von wegen rezeptfreie Medikamente seien harmlos! Echt skandalös!
    Anscheinend kann man sich da auf gar nichts mehr verlassen! Es liegt wohl auch am absurden System, wonach rezeptfreie Medikamente nicht von der Krankenkasse übernommen werden!
    Die Pharmafirmen waren tatsächlich so bescheuert trotz Gefahrindikation keine hinreichenden Überprüfungen zu machen!
    Da habe ich schon immer Aluminiumtöpfe u.ä. vermieden und trotzdem wegen dieser Medikamentenpraxis doch etwas Aluminiumvergiftung abbekommen.
    Vielleicht ja daher Schmerzsyndrom und langsam erblindendes Auge, häufige Kopfschmerzen und manchmal Schmerzattacken!
    Und was die Unfruchtbarkeit angeht: http://de.newseurope.info/?p=41282

  • ADN - 15/04/2018 Antworten

    Eine Frage an euch alle: wer bitte denkt hier an das Kindeswohl ?
    Manche mögen es ja irgendwie spannend finden, dass an einem Kind bis zu 5 Personen ‚beteiligt‘ sein könnten.
    Wie wohl die Kinder einmal darüber denken, und wichtiger, wie sie sich als solche ‚Geschöpfe‘ einmal fühlen werden ?
    In den ersten Jahren ist es ihnen egal und später werden sie schon damit klarkommen. Wie bei adoptierten Kindern.
    Die Gesetze in D führen nur dazu, dass ein fleißiger Fortpflanzungstourismus praktiziert wird. Jetzt nicht mehr nach Indien und Thailand, dafür umso häufiger in die Ukraine – Biotexcom ist schon zum Trend geworden.
    Und wer an das Kinderglück denkt… Die sozialen Eltern, die das Kind „bestellt“ haben! Diese Kinder sind absolute Wunschkinder!
    Und das gilt nicht für jeden leiblichen Abkömmling, der eben mal „passiert“ ist! Besonders schlimm ist es doch, wenn leibliche Abkömmlinge wissen, dass sie ein Unfall waren. Und wer fragt nach dem Wohl dieser Kinder? Wenn sie Glück haben, geht alles gut, dann freuen sich die Eltern oder die Mutter im Nachhinein, wenn sie Pech haben, werden sie misshandelt, verwahrlosen oder werden zu Krüppeln geschüttelt.
    Für ein Kind ist es wichtig erwünscht, ersehnt und geliebt zu sein. Egal, ob leiblicher Abkömmling, Adoptivkind, Kind aus Samen-, Eizell- oder Embryonenspende oder eben von einer Leihmutter ausgetragen.
    Die Fruchtbarkeit unserer Gesellschaft nimmt ab, der Kinderwunsch bleibt. Es besteht keine Notwendigkeit, individuelle Reproduktionsprobleme als gottgewollt hinzunehmen, wenn es dafür Lösungen gibt.

  • Waste1 - 15/04/2018 Antworten

    Dann antworte ich auch mal: Auch wenn im konkreten Fall Familie -vor allem den Kindern – von Herzen zu wünschen ist, dass sie zusammen glücklich sein kann, ist zu hoffen, dass über diese komplexe ethische und gesellschaftliche Frage in Deutschland auch in Zukunft durch die dafür zuständigen Instanzen entschieden wird und nicht durch Einzelne, die die geltenden Gesetze schlicht ignorieren.
    Wer übrigens ethische Bedenken bei der Leihmutterschaft in Indien nicht sieht, möge sich den Film „Google Baby“ von Zippi Brand Frank ansehen. Wie es um die Leihmutterschaft in Europa bestellt ist, hier gucken: https://www.youtube.com/channel/UC3wkbgaaXc2XaxTYJhtR0rA
    Trotz allem Für und Wider, finde ich es bedenklich, warum ein fürsorgliches Paar mit Anfang 40 und geregeltem Einkommen in Deutschland kein Kind zur Adoption bekommt!
    Es ist wichtig, dass geguckt wird, wohin die Kinder gegeben werden. Aber bei vielen Müttern die „einfach so“ Kinder bekommen, haben es die Kinder nicht unbedingt besser und da wird nicht besonders genau hingeguckt.
    Wie kann eine Regierung, die sich christlich nennt, derart hartherzig, erbarmungslos und das auch noch im Namen des Rechts sein? Nennt man diese Behandlung Achtung der Menschenwürde? Brauchen wir nicht Kinder und gute Eltern für diese Kinder und haben diese Eltern sich nicht bemüht gute Eltern zu sein? Die Leihmutterschaft, aus deutscher Sicht nicht legal und immer etwas heikel – aber solange alle Beteiligten damit klarkommen – sollte man nicht gegen die Kinder verwenden und sie derartig bestrafen.

  • Caren - 16/04/2018 Antworten

    Hallo, Godo Fischer! Ich habe eine kleine Frage an Sie. Wie werden sich Ihre Verwandten fühlen, wenn Sie nach Deutschland mit dem Kind zurückkehren? Wie die so genannte Schwarzfahrer, die das Gesetz verletzt haben?

  • Ute - 20/04/2018 Antworten

    Ich habe mit dieser Klinik schon auch Erfahrung gehabt, doch habe ich dort EZS gemacht. Im Allgemein bin ich zufrieden und unsere Managerin hat mir so sehr gefallen, sie war so nett, sie hat mich immer während des Programms unterstützt. Zum zweiten Versuch bin ich schwanger geworden. Und jetzt bin ich schon auf 14 SSW.

  • KBridgman - 22/04/2018 Antworten

    Fakt ist ja, ab Mitte 30 nimmt die Fruchtbarkeit sowieso langsam ab, über 40 ist schon risikoreich. Und mir scheint, wenn ich den Artikel lese, die haben ja nicht mal an die Möglichkeit der Leihmutterschaft gedacht (wenn Adoption in diesem Alter sicher unmöglich wäre) gedacht, sondern es auf Biegen und Brechen „so“ versucht und jetzt hats (endlich?) geklappt. Bin gute 20 Jahre junger als die Frau, aber die Leihmutterschaft ist genau das, was wir momentan in Betracht ziehen in erster Linie wegen meinem Alter (Infos für unser Projekt: http://forum.leihmutterschaft.com/index.php). Ganz ehrlich, wenn ich so lange vergeblich warte, mache ich mir schon eher drum Gedanken, einen Ausweg zu finden anstatt ewig und drei Tage zu hoffen, es wird „natürlich“ was. Ihr Kinderwunsch an sich ist ja ok. Aber bei allem Verständnis, man sollte es irgendwann akzeptieren, auch wenn es schwer fällt, anstatt auf Teufel komm raus bis ins hohe Alter so weiter zu machen. Wie gesagt, was hat das Kind noch davon? Wer weiß denn, wie lange die Beiden wirklich noch leben und wenn es noch lange ist, in welchem Zustand (sprich Demenz, oder zwar geistig noch fit aber körperlich bettlägerig o.ä.)?

  • ZackSeckler - 22/04/2018 Antworten

    Es wäre interessant mal auch den „Machbarkeits- und Schuldzuweisungsdruck“ den Kinderlosen durchaus als real vorhanden wahrzunehmen. Und zwar sogar unabhängig ob zufällig oder willentlich ohne Kinder. Das kann im krassen Gegensatz zu den gegeben organischen Bedingungen des einzelnen stehen und somit durch einen Wunsch nach Rechtfertigung ein Leiden an der Infertilität erst auslösen.
    Soll man denn leugnen, dass es ein Bündel von Ursachen (organischen, psychische, soziale, angeborene und erworbene) gibt, die bedingen können, dass Infertilität als Unglück empfunden wird? Das ist ein in seiner Gesamtheit noch sehr schlecht erforschtes Phänomen, obwohl das Unglück so alt ist wie die Menschheit (vielleicht sogar älter, wenn ich z.B. an das Verhalten von Caniden denke).
    Das Gebiet ist in sich schon voller Widersprüche. Und was die genetische Herkunft angeht: dass für Kinder aus Samenspenden die genetische Herkunft wichtig ist……
    Den Fall gab es ja neulich erst, als eine junge Frau, Tochter eines Samenspenders, per Gerichtsklage das Recht erstritten hat, den Namen erfahren zu dürfen.
    Es gibt hier noch mehrere Artikel, in denen darüber gestritten wird, warum das denn nun soooo wichtig sei, den Erzeuger zu kennen, wenn man doch einen sozialen / juristischen Vater hat.
    Aber das Bedürfnis, seine Herkunft zu kennen, ist eben nicht rational begründbar.
    Für die KINDER ist es wichtig, nicht für die Medizin oder Wissenschaft. Deswegen freue ich mich darüber, dass die Popularität solche Kiwu-Kliniken wie z.B. Biotexcom, wo man top-Service für vernünftige Preise bekommt, steigt, andererseits spreche ich immer vorsichtig über den medizinischen Vorschritt.

  • TamarZinn - 22/04/2018 Antworten

    Wenn ich bedenke, wie viel wir uns hier haben selbst erarbeiten müssen und welch anspruchsvolle (intellektuell und emotional) Aufgabe das gewesen ist, dann empört es mich umso mehr, wie vergleichsweise lapidar man seine Überweisung zum KiWu ausgestellt bekommt, dass schon allein der Gyn nicht verpflichtet ist ein sozial-medizinisches Gespräch zumindest anzuraten – Der Hinweis darauf kann dann schon an einem schlicht stressigen Praxistag eines ansonsten durchaus guten Gyn scheitern – und dafür ist schon allein die Diagnosestellung eine zu große Nummer für ein Paar, die im Einzelfall vielleicht gar nicht notwendig ist. Ein Kinderwunsch kann extrinsischen Gründen entspringen, der vielleicht offensichtlichste ist, dass die eigenen Eltern gerne Enkel hätten, im Falle einer Diagnose sogar einwirken, sich von diesem Partner zu trennen. Und dieser innerfamiliäre Wunsch kann durchaus starke unterbewusste Wirkungen entfalten. Ich bin froh, dass er uns im speziellen erspart geblieben ist (da wir Selbstzahler sind, haben wir uns gleich an die ukrainische Biotexcom-Klinik gewendet und schon im ersten Versuch Schwanger geworden), wenn auch nicht unbedingt auf die Art und Weise, die man sich wünschen würde (ein Teil unserer Eltern ist schlicht früh verstorben), aber ich weiß auch um Menschen, für deren Ehe das schließlich die Sollbruchstelle gewesen ist.
    Es lassen sich rationale Gründe finden, aber ein Kinderwunsch ist nicht nur rational, er ist in hohem Maße irrational, glauben Sie mir. Das ist eigentlich wie mit der Partnerwahl, da sind Hirn und Bauch auch ständig miteinander in Wechselwirkung.
    Hormone sind allerdings wirklich eine Geißel der Menschheit. Die meisten Frauen können das vielleicht nachvollziehen, wenn ich das Stichwort PMS in den Raum werfe.

  • Garofalo - 22/04/2018 Antworten

    Hey Jungs, irrational ist laut Duden:
    a. mit der Ratio, dem Verstand nicht fassbar; dem logischen Denken nicht zugänglich
    und
    b. vernunftwidrig
    Wären wir also alle rational (kein Kinderwunsch, Ihrer Meinung nach), würde niemand von uns existieren.
    Reproduktion ist ein Imperativ, den uns unsere Existenz vorgibt. Schließlich sind sie auch in der Biotexcom-Klinik schwanger geworden, wo für sie ganz reales Geld bezahlt haben.
    Ah ja: Glauben glaube ich niemand nix. Die Kosten des Glaubens sind für die Menschheit so verheerend, dass man Gläubige …
    Puh … Na ja. Mache kann man vielleicht heilen. Hoffentlich.
    Ich weiß nicht, ob sie sich nicht in das Leid ihrer Bekannten zu sehr reinsteigern. Empathie ist sicher wichtig, aber ich sehe ehrlich gesagt nicht, dass manche den Paaren/Frauen irgendetwas unterstellen. Man sollte auch nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen und etwas hineininterpretieren, was so nicht gesagt wurde. Auch, dass man manchmal anderen angeblich sagen will, was richtig ist, kam für mich überhaupt nicht so rüber.
    Wenn z.B. Krankheiten vorliegen, hat es natürlich keinen Sinn entspannt zu bleiben. Herr Maio, als Mediziner, hat nie behauptet, dass in allen Fällen Gelassenheit hilft. Damit unterstellen Sie eher ihm etwas, als umgekehrt. Gut, vielleicht ist der letzte Satz für Betroffene unglücklich formuliert, aber nicht aus der Luft gegriffen. Meine ältere Schwester wünschte sich schon mit 18 ein Kind. Als es jahrelang nicht geklappt hat, beschloss sie, sich nicht mehr unter Druck zu setzen (zu ihrer Zeit war es normal mit Anfang 20 ein Kind zu bekommen). Es klappte dann nach 5 Jahren, ohne med. Eingriffe. Das Gleiche bei meiner Schwägerin. Erst als ihr ein Arzt riet, sich nicht nur auf den Kinderwunsch zu fixieren und zu entspannen (den Rat fand sie natürlich auch voll daneben), klappte es. Sie war 27 und hatte 7 Jahre gewartet. 6 Monate nach der Geburt wurde sie wieder schwanger. War´s Ruhe, Glück, Zufall? Wer weiß es schon?

  • Coquenao - 22/04/2018 Antworten

    Jetzt wäre nur angebracht ne Frage zu den Gründen der Unfruchtbarkeit zu stellen:
    Mich würde interessieren, in wie vielen Fällen man definitiv sagen kann, warum ein Paar keine Kinder bekommen kann, damit solche Kiwu-Zentren wie das erwähnte Biotexcom sich keine goldene Nase und extra Werbung machen. Wenn eine Krankheit etc. bei Frau oder Mann vorliegt, dann haben die Paar eine Gewissheit. Wie in meinem oberen Kommentar beschrieben, gab es in meiner Familie Fälle, wo nicht ersichtlich war, warum es nicht klappte. Es gab keine üblichen Verdächtigen, wie Alter oder Krankheit. Vor der Geburt meiner Tochter besuchte ich einen Vorbereitungskurs. Die Teilnehmerinnen sollten erzählen, wie sie die Nachricht von der Schwangerschaft aufgenommen haben. Ich erzählte, dass ich ganz überrascht war, da es nach nur 2 Monaten klappte. Ich war 35, mein Freund 42. Ich richtete mich auf ein jahrelanges Warten ein und konnte es am Anfang nicht glauben. Ich erwähnte, dass mein Freund und ich bis zur Schwangerschaft erst 1 Jahr zusammen waren. Darauf die Hebamme: das könne der Grund gewesen sein. Je länger ein Paar zusammen ist, desto mehr Antikörper würden entstehen. Kann jmd. sagen, ob das stimmt? Ist auch das Alter wirklich so relevant? In meinem Freundes/Bekanntenkreis sind etliche Frauen, die sogar mit Anfang/Mitte 40 völlig problemlos schwanger wurden und gesunde Kinder zur Welt gebracht haben, während es bei den jungen Frauen ewig dauerte. Oder ist das nur Zufall? Die Statistiken sprechen ja eine andere Sprache.

  • Lunarfall - 22/04/2018 Antworten

    Heute herrschen wohl andere Zeiten…… als früher. Wenn ich solche Kommentare lese wie: „Man soll das Schicksal akzeptieren, wie Generationen zuvor…“. Und dafür gibt es eine Redaktionsempfehlung? Sorry, aber klar: Frühere Generationen sind an Krebs gestorben, weil die Medizin nicht so weit war. Und soll man das heute auch akzeptieren und sich nicht behandeln lassen, obwohl man sich dadurch heilen oder das Leben lebenswerter machen lassen könnte?! Dieses „Schicksal“ würde auch niemand akzeptieren, oder irre ich mich? Und warum bitte darf in der Repromedizin Branche kein Geld verdient? Wenn die Biotexcom-Klinik einen guten Service bietet, muss er logischerweise bezahlt werden, es geht nicht um Geldmacherei.
    Und diese blöden Ratschläge von „Entspannung“ sind richtig nervig. Sorry, aber es muss wirklich mal gesagt werden. Wenn man unfruchtbar ist – also eine Diagnose hat, dass man auf KEINEM natürlichen Wege Kinder zeugen kann, dann wird diese Krankheit durch Entspannung nicht geheilt. Oder seit wann besiegt ein Krebspatient den Krebs durch reine „Entspannung“. Klar, ist das eine nicht vergleichbare Art von Krankheit, aber keine Krankheit ist mit einer anderen vergleichbar.
    Wenn ein Mann an Azoospermie leidet (kann viele Ursachen haben) u.a. durch eine Infektion, d.h. eine Infektion IST eine Krankheit und durch diese Infektion werden die Hoden geschädigt, die Samenleiter verklebt etc. Warum sollte sich dieser Mann nicht durch eine TESE helfen lassen und mithilfe künstlicher Befruchtung Kinder zeugen?
    Wenn man nicht weiß und sich im Geringsten nicht vorstellen kann, wie sich Betroffene fühlen, sollte man seine Ratschläge für sich behalten.

  • muricatum - 22/04/2018 Antworten

    Kampfgeist und Langmut, Leute! Kampfgeist und Langmut!
    Es gibt einen alten Spruch: Gebe mit die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Langmut, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.
    Kampfgeist und Langmut sind bei den Menschen sehr unterschiedlich verteilt. Und es gibt – auch bei Krebs – einen Punkt, an dem man gut daran tut, alle Hoffnung fahren zu lassen. Die zweite Chemo schenkt einem Menschen noch sechs gute Monate, die er lebt. Und bei einem andern Menschen verlängert sie lediglich sein Leid um noch sechs Monate.
    Und wie man am Ende des Lebens für sich selbst abwägen muss – mit Herz und Hirn – wie weit einen die Füße tragen, so müssen es manche Menschen eben auch am Anfang.
    Man kann sich doch Kinder nicht „erkämpfen“, man kann lediglich alles tun, was in seiner Macht steht. Und es gibt einfach eine Grenze dessen, was in der Macht des einzelnen steht. Nichts anders wollte ich ausdrücken. Und angesichts der „Allmachtsphrasen“ mancher KiWu-Zentren ist das auch notwendig. Sonst können die Repromedizin-Leistungen in bloßes rekordaufstellen ausarten so wie im Fall einer 64-jährigen Deutschen, die sich in der ukrainischen Biotexcom-Klinik Vierlinge machen ließ. Hoffnung kann zum Gift werden.

  • Vaivode - 22/04/2018 Antworten

    Nur mal zum Nachdenken: Kinder kann man nicht erzwingen, gel?
    Dieser Satz trifft auch mehr als 20 Jahre nach dem ersten „Retortenbaby“ zu. Auch wenn so manche Reproduktionsmediziner als „Babymacher“ gerne einen anderen Eindruck vermitteln. Sogar wenn sie einer 64-jährigen Vierlinge schenken wie im Falle der Biotexcom-Klinik: Mutterglück bleibt sogar in diesem Alter Mutterglück.
    Seitens der Reproduktionsmedizin, die sich inzwischen weltweit zu einem sehr lukrativen Geschäft entwickelte, werden die Grenzen des Machbaren gerne unter dem Tisch gekehrt bzw. mit teils fragwürdigen Erfolgsquoten geworben.
    Damit werden zum einen gezielt Hoffnungen geweckt und eine Erwartungshaltung befördert, die bei näherer Betrachtung doch eher unrealistisch sind.
    Wenn man dann jedoch nach der 3. gescheiterten ICSI nach Ursachen und Möglichkeiten zur Verbesserung der Chancen fragt erntet man nur Achselzucken und allenfalls ausweichende Antworten.
    In Anbetracht der von reichlich Unkenntnis und Vorurteilen geprägten Diskussion zur PID vor einem Jahr, zeichnet sich diese Themenwoche und auch dieses Interview bislang durch eine deutlich sachlich fundiertere Diskussion aus, was ich sehr schätze.

  • Jamielle - 26/04/2018 Antworten

    Da die Leihmutterschaft in DE illegal ist, fassen die kinderlosen Paare einen Beschluß, im Ausland das Baby zu bekommen. Und nur wenn sie transparent und ausreichend wie Familie Geißdörfer informiert werden, können sie eine richtige und wohlüberlegte Wahl betreffend der Reproduktionsklinik treffen.

  • Jareckiworld - 29/04/2018 Antworten

    Auch wenn im konkreten Fall Familie – vor allem den Kindern – von Herzen zu wünschen ist, dass sie zusammen glücklich sein kann, ist zu hoffen, dass über diese komplexe ethische und gesellschaftliche Frage in Deutschland auch in Zukunft durch die dafür zuständigen Instanzen entschieden wird und nicht durch Einzelne, die die geltenden Gesetze schlicht ignorieren.
    Wer übrigens ethische Bedenken bei der Leihmutterschaft in Indien nicht sieht, möge sich den Film „Google Baby“ von Zippi Brand Frank ansehen. Wie es um die Leihmutterschaft in Europa bestellt ist, hier gucken: https://www.youtube.com/channel/UC3wkbgaaXc2XaxTYJhtR0rA
    Trotz allem Für und Wider, finde ich es bedenklich, warum ein fürsorgliches Paar mit Anfang 40 und geregeltem Einkommen in Deutschland kein Kind zur Adoption bekommt!
    Es ist wichtig, dass geguckt wird, wohin die Kinder gegeben werden. Aber bei vielen Müttern die „einfach so“ Kinder bekommen, haben es die Kinder nicht unbedingt besser und da wird nicht besonders genau hingeguckt.
    Wie kann eine Regierung, die sich christlich nennt, derart hartherzig, erbarmungslos und das auch noch im Namen des Rechts sein? Nennt man diese Behandlung Achtung der Menschenwürde? Brauchen wir nicht Kinder und gute Eltern für diese Kinder und haben diese Eltern sich nicht bemüht gute Eltern zu sein? Die Leihmutterschaft, aus deutscher Sicht nicht legal und immer etwas heikel – aber solange alle Beteiligten damit klarkommen – sollte man nicht gegen die Kinder verwenden und sie derartig bestrafen.

  • Panagiotou - 29/04/2018 Antworten

    Ich muss sagen, dass manche LM- Artikel sowie Kommentare mich anwidern und mich wütend machen. Ich verstehe einfach nicht diese anscheinend sehr verbreitete Haltung, man könne mit etwas Geld die Gebärmutter einer Frau leihen — irgendwo auf der Welt. Nur eben ärmer muss diese Frau schon sein, sonst würde sie es nicht tun. Es geschieht aus purer Not! Machen Sie sich das bewusst und reden dann nochmal von Familienglück oder von der emotionalen Notlage eines Paares in Deutschland, das keine Kinder bekommen kann. Es werden Föten abgetrieben, einfach so.
    Und bitte sage keiner die Inder seien schuld, indem sie diesen ‚Service‘ anbieten.
    Es sind immer die anderen daran schuld, besonders dann, wenn man sich keine Gedanken über’s eigene Handeln macht, wenn man sich stets im Recht, im Vorteil, in Sicherheit wähnt… weil man es sich leisten kann.
    Es stimmt, dass die Inderinnen es aus der Not heraus machen, genauso wie Osteuropäerinnen (der Name Biotexcom ist wohl jedem ungewollt kinderlosen Paar aus Deutschland bekannt). Deshalb finde ich es auch sehr bedenklich.
    Meine Frage ist: Wie weit würden Menschen gehen, um sich ihre Wünsche zu erfüllen? Global gesehen geschieht hier vielfach großes Unrecht und der Einzelne, nicht global agierende Unternehmen, verstärkt und untermauert es. Das zu leugnen oder nicht sehen zu wollen schmerzt. Ich glaube, was wirklich fehlt ist ein Realitätsbezug zwischen Hamburg und Jaipur. Auch für die Zeit scheint das Problem hauptsächlich ein juristisches zu sein …

  • ghoermann - 29/04/2018 Antworten

    Nun ist es angebracht an den Wohl der Kinder zu denken:
    Leihmutterschaft ist aus gutem Grund verboten: Das Verbot soll die Menschenwürde und die psychische Gesundheit der Frauen schützen, die als Leihmütter ihren Körper als Ware anbieten und, schlimmer noch, sich oft aus einer finanziellen Notlage heraus schwere emotionale Schäden zufügen, indem sie das Kind abgeben, das für neun Monate Teil ihres Körpers war.
    Jedoch: Das Wohl der Kinder steht über den Rechten aller sonstigen Beteiligten (vgl §1697a BGB).
    „Die Eltern haben die Pflicht und das Recht, für das minderjährige Kind zu sorgen.“ (§1626 I S.1 BGB)
    Wer sind die Eltern?
    Bei bestehendem Wunsch nach Kindern, trotz „Natursperre“, sollte doch wohl bei den „Eltern“ zuerst an die vielen Waisen gedacht werden. Man kann durchaus ein ukrainisches Kind adoptieren statt die schon so populäre in Deutschland Biotexcom-Klinik zu bereichern. Und, wenn es dann in Deutschland lebt, könnten die „neuen Eltern“ zur Freude der anderen armen Familien des Landes wenigstens eine davon mit einem Konto bedenken, z.B. mit 6000€. Dann wären ohne diese vielen medizinischen und rechtlichen Umstände 2 Familien glücklich!!!! Aber wer gibt schon gern „umsonst“!

  • Tepsikeraunos - 29/04/2018 Antworten

    Nix als befremdliche Vehemenz…… Eltern und Kinder tun mir leid. Das ist eine enorme Belastung. Was mich wundert, ist die befremdliche Vehemenz mit der der deutsche Staat handelt.
    Statt die Leihmutterschaft zu verteufeln, sollte man betrachten, wie schwer es ist in Deutschland ein Kind zu adoptieren. Wer wartet schon gerne bis zu 6 Jahre auf ein Kind und lässt sich auf Herz und Nieren prüfen????
    Ich verstehe die Bedenken, zumal die ukrainischen Leihmütter (habe in letzter Zeit viele Berichte und Artikel über die Kiewer Biotexcom-Klinik im Netz gelesen) unter einem gewissen materiellen Druck stehen, doch ich halte es für wichtiger zu schauen, dass die Leihmütter aus freien Stücken handeln. In diesem Fall scheint dem zu sein, also warum ist der deutsche Staat nicht gnädig?
    Deutschland importiert ja auch Stammzellen zur Stammzellforschung, aber bitte, entweder ganz oder gar nicht! Ich beobachtete hier wieder einmal die Neigung Deutschlands sich an der falschen Stelle seltsam moralisch zu geben…..
    Am meisten ärgert mich, dass die Behörden hier so strikt sind, aber wenn es um Vehemenz gegenüber jugendlichen Straftätern eher auf Kuschelkurs gehen…dauert es doch manchmal 2 Jahre bis es zum Prozess kommt, werden Straftäter gleich wieder nach Hause geschickt oder bekommen popelige Sozialstunden, weil sie eine schwere Kindheit hatten…ein Schwachsinn!
    Das kann doch nicht so schwer sein. Und wo ist hier die Globalisierung? Das globalisierungsgeile Deutschland zeigt sich hier sehr unflexibel….

  • Ciscandocinza - 29/04/2018 Antworten

    Während sich manche das Maul zerreißen wegen der „verrückten“ Annegret Raunigk, die nach dem ersten Geburtstag ihrer Vierlinge wieder ein heißes Thema geworden ist, kommen langsam die Zeiten, wenn überhaupt kein menschlicher Körper für die Fortpflanzung gebrauchen wird. Wie gefällt euch das: „Er erzählte ihnen vom Wachstum des Embryos auf der Bauchfellunterlage, ließ alle das kräftige Blutsurrogat kosten, mit dem der Embryo ernährt wurde, erklärte, warum er mit Plazentin und Thyroxin angeregt werden musste. Er erwähnte den Corpus-luteum-Extrakt, zeigt ihnen die Düsen, durch die er alle zwölf Meter zwischen 0 und 2040 automatisch in die Flaschen eingespritzt wurde, sprach von den allmählich erhöhten Mengen Hypophysenhormons, die man den Embryos während der letzten sechsundneunzig Meter ihre Umlaufs zuführte.“ Aldous Huxley beschrieb vor 70 Jahren in seinem Roman „Schöne neue Welt“ die Ektogenese als „grausige Voraussage, die sich in einem Bruchteil der veranschlagten Zeitspanne verwirklichen werde.“ Nun arbeiten die Wissenschaftler an der künstlichen Gebärmutter…

  • DuasLuces - 29/04/2018 Antworten

    Jetzt mal logisch denken:
    Eine Frau schwanger wird und das „Kind“ die ersten paar Monate (3-4) selbst austrägt und
    danach entscheidet, ob jetzt die Maschine den Rest macht und sie wieder arbeiten gehen kann,
    oder ob sie das Kind auf altmodische Weise selbstaustragen und gebähren möchte.
    So oder so ähnlich …
    Wissenschaftlich ist das sehr spannend und interessant, da man doch auf diese Weise auch viel lernen kann „durch ausprobieren“.
    Rein rational und emotionslos muss man das auch so hinnehmen. Es ist
    einfach eine rumprobiererei (genauso wie das klonen) um die Grenzen unserer jetzigen Biotechnologie und Medizin auszuloten.
    Der Mensch will wohl die absolute Kontrolle über Leben und Tod.
    Genauso wie ich mich Frage, warum Leute die eigentlich längst an
    Altersschwache gestorben wären noch im Koma künstlich ernährt
    werden, teilweise uber unglublich lange zeitraeume. Meiner Meinung
    nach einfach nur ein selbstherrlicher akt der Ärzte die meinen damit
    dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. Der/Die betroffene kann sich
    dazu nicht äusssern, keiner weis mit sicherheit ob dieses vegetieren
    nicht qualvoll ist. (für mich wäre das nichts)
    Künstliche Befruchtung:
    ist etwas tolles fuer paare die einen innigen kinderwunsch haben. Nur
    muss man sich doch fragen (bitte jetzt nicht falsch verstehen) ob es
    diesen paaren den bestimmt war Kinder zu bekommen
    (Kultur) evolutionär gesehen. Denn entweder liegt ein genetischer
    defekt vor der die zahl der eizellen niedrig haelt oder die spermien
    befruchtungsunfaehig macht, oder die personen sind dem stress unserer
    modernen Gesellschaft nicht gewachsen. „Zuechtet“ man hier nicht
    eigentlich evolutionär rückschrittliche Menschen? Das mir das
    keiner falsch versteht, ich achte jeden menschen, ich stelle nur die
    Frage ob es sinnvoll ist alles um jeden preis zu erzwingen, auch wenn
    möglicherweise auf lange Sicht unsere Spezies geschwächt wird
    (schönes Beispiel eigentlich, dass die Fortpflanzung nicht der
    Arterhaltung dient sondern der Erhaltung der eigenen Gene).
    So nun zur in vitro-Schwangerschaft:
    durch diesen Versuch und die Forschung wird man sicher viele
    Erkenntnisse gewinnen, was ein Lebewesen für seine
    Embryonalentwicklung wirklich braucht.
    Man wird sehen, ob der Kontakt zur Mutter wirklich schon in der Phase
    wichtig und ausschlaggebend ist für die spätere körperliche und
    vor allem psychische Entwicklung. Allerdings muss man bei ethischer
    Betrachtung auch das Risiko bereucksichtigen, das die so „geborenen“
    Menschen u.U. sehr leiden, und sei es auch nur unter dem
    gesellschaftlichen druck nicht „normal“ zur Welt gekommen zu sein.
    Als hilfmittel für verzweifelte Paar ist das sicher „ok“, aber eine
    vollautomatisierte menschenproduktion. Ob das wirklich erstebenswert
    ist?
    Für mich nicht.
    Nun die Leihmutterschafts-Frage: bald keine Leihmutter mehr nötig? Wenn die Branche sich so rasant schnell entwickeln wird… wird wohl ALLES vollautomatisiert.
    Und zum Ende noch die Raunigk-Frage: Die Biotexcom-Klinik, in der die Alte sich behandeln ließ, verliert ihre Kundschaft in der absehbaren Zukunft nicht. Der Angriff der Klonen droht uns noch nicht!
    Nichtdestotrotz ein interessanter und spannender Forschungsbereich!

  • Goulette - 29/04/2018 Antworten

    Logisch denken? Sehr gerne:
    Die entscheidende Frage, die sich jede Frau, die sich ernsthaft eine
    Abtreibung überlegt, stellt, ist nicht, ob das Austragen des Kindes
    akzeptabel ist oder nicht, sondern wie es dann mit diesem Kind danach
    weitergehen soll.
    Ein reifungsprozess außerhalb des Mutterleibs wird auf diese Frage
    allerdings auch keine Antwort geben.
    Insofern halte ich diesen Aspekt der Abtreibungsdiskussion für mehr
    oder weniger obsolet.
    Für nicht obsolet halte ich hingegen die wesentlich grundsätzlichere
    Frage, ob unsere Gesellschaft unter den gegebenen Bedingungen
    (Arbeitslosigkeit – Globalisierung – Sozialabbau) in der Lage sein
    wird, weiter zu bestehen.
    Wir haben uns doch auch schon daran gewöhnt, dass Kinder außerhalb
    der Gebaermutter gezeugt werden können, warum soll dann nicht auch
    die Aufzucht des Embryos in einer künstlichen Gebärmutter grausig
    sein? Künstliches Herz und Nieren gibt es jetzt schon. Es ist nur
    eine logische Folge von Entdeckungen und Erkenntnissen darüber, wie
    der menschliche Bioorganismus funktioniert. Ich weiss zwar nicht, wie
    das vor 25 Jahren war, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es
    damals auch Leute gegen die in vitro Befruchtung gab und die meinten,
    dass Regierungen eine Armee von 5-köpfigen hyperintelligenten
    Klonkriegern-Roboter produzieren.
    Jetzt Spaß beiseite: ist das nicht eine Chance für diejenige, die keine Kinder in eigenem Leib austragen können? Meine persönliche Prophezeihung: da werden sich die Annegret-Falle nur vermehren (eine Fußballmannschafft auf ein Mal bekommen?). Feuer frei für die Biotexcom-Klinik!

    • Levi - 14/05/2018 Antworten

      Künstliche Nieren und künstliches Herz können existieren und niemand hat nichts dagegen. Solche Technologien helfen vielen Menschen weiter erfüllt leben. Und warum sind viele Leute gegen die Leihmutterschaft? Die Leihmama schenkt das Leben einem Kind, das dank Fortpflanzungsmedizin auch erfüllt leben kann.

  • Theo - 09/05/2018 Antworten

    Fast alle Menschen sind so vorhersehbar 🙂 Die Leute verstehen nicht immer die Handlungen der kinderlosen Paare. Diese Familien möchten nur dank der Leihmutterschaft oder Eizellspende glücklich sein. Das sind ihre Wahl und ihr Recht, solche Entscheidungen zu treffen. Wegen des Unverstandes entsteht eine nörgelnde Kritik. Sehr schade, wenn jemanden in Grund und Boden kritisieren.

    • Lara - 17/05/2018 Antworten

      Ich stimme dir zu! Die Menschen kritisieren alles, was sie nicht verstehen können. Diese Eltern mit ihrem Beispiel zeigen, dass die sterilen Paare ein Kind bekommen können. Und das ist Realität. Dieses Zentrum der Reproduktionsmedizin in Kiew ist für viele Familien die einzige Option ein Kind zu bekommen. Alles liegt in den Händen der Menschen.

  • Barbara - 18/05/2018 Antworten

    Sich von einem ausgetragenen und geborenen Kind trennen zu müssen, ist eine traumatische Erfahrung für die Leihmama, und es ist ganz egal, ob sie dafür bezahlt wird oder nicht, so meine ich. Der Mutterinstinkt ist eine komplizierte Sache. Trotzdem ist solche Arbeit als Leihmutterschaft sehr populär.

  • Marie - 21/05/2018 Antworten

    „Deutschland auf Platz zwei beim Fortpflanzungs-Tourismus“ Kein Wunder, ehrlich. Die deutsche Regierung verurteilt die Leihmutterschaft und die Länder, in denen diese erlaubt ist. Aber solche Länder, wie z.B. die Ukraine, helfen den unfruchtbaren Paaren aus DE ein Kind zu bekommen und schenken die Hoffnung, irgendwann die Wörter Mama und Papa zu hören. Warum verurteilt man immer solche Hilfe?

  • Peter Bokko - 23/05/2018 Antworten

    Leider gibt es offizielle Statistik nicht, aber mir ist bekannt, dass die Anzahl der Paare aus Deutschland, die Dienstleistungen der Leihmutterschaft benutzen, mit der Zeit allmählich angestiegen ist. Dies wurde mir von einem guten Freund aus der Ukraine erzählt. Er arbeitet auf dem Gebiet der Peproduktionsmedizin und behauptet, dass viele von seinen Kunden aus Deutschland kommen. Im Gegenteil zu Deutschland ist die Leihmutterschaft in der Ukraine erlaubt.
    Ich weiß auch, dass es noch die Länder gibt, wo die Leihmutterschaft auch erlaubt ist. Wenn ich mich nicht irre, geht es um Georgien, Russland, Indien usw. Vor kurzem habe ich auch einen Artikel über die Leihmutterschaft in Georgien gelesen. Es stellte sich heraus, dass dort die Namen und alle Informationen über Eizellspenderinnen nicht heimlich sind. Meiner Meinung nach, muss es nicht so sein!

  • Melina - 23/05/2018 Antworten

    Nicht nur Deutschland, sondern auch andere Länder haben die Probleme mit der Unfruchtbarkeit. Darum sind so viele Wunscheltern (wie dieses Ehepaar) auf der Suche nach einer guten KIWU. Viele davon wählen die Ukraine, wo ein gutes Zentrum der Reproduktionsmedizin in Kiew ist. Ich arbeite mit einer Frau, die gerade eine EZ in der Ukraine durchgeführt hat. Das ganze Leben wollte sie keine Kinder. Sie entschied sich dafür, weil sie ihren Ehemann kennengelernt hatte. Dank ihm wollte sie ein Kind haben. Leider hatte sie schon Wechseljahre. Sie brauchte eine EZ, die in Deutschland verboten wurde. Darum fuhr sie in die Ukraine, um dort diese Prozedur durchzuführen. Zu ihrer Überraschung wurde sie von erstem Mal schwanger sein. Sie erzählte mir, dass diese Klinik nur mit frischem nicht eingefrorenem Material arbeitet. Deshalb gibt es eine Garantie Baby zu bekommen. Sie ist noch schwanger und mit Ungeduld erwartet ihr kleines leibliches Baby. Dank solcher KIWU kann man Unfruchtbarkeit stoppen.

  • Adali - 29/05/2018 Antworten

    Bin mit dir einverstanden, Peter. Die Reproduktionskliniken in Georgien, die solche Dienstleistung als die Leihmutterschaft anbieten, stellen auch nicht die ganze Information zur Verfügung der unfruchtbaren Paare. Ich meine diesen Endbetrag, Verpflegung und Unterkunft.

  • Spatz - 30/05/2018 Antworten

    Meiner Ansicht nach, muss die Eizellspende in Deutschland legalisiert sein. Die Berufung der deutschen Gesetzgebung ist die Rechte der Deutschen zu sichern und zu verteidigen, doch nicht die zu begrenzen. Wegen des Embryonenschutzgesetzes sind unsere Landleute erzwungen, sogenannten Fortpflanzungs-Tourismus zu unternehmen, um einer der wichtigsten Träume des Menschen wahr zu machen – eigene Kinder zu haben. Das lässt sich nicht verstehen, warum unfruchtbare deutsche Paare ins Ausland fahren müssen? Warum dürfen sie nicht die Eizellspendeprogramme hier durchführen? Leider, lässt man sagen, dass der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier keine Absicht hat, Änderungen am Grundgesetz vorzunehmen. Deshalb kein Wunder, dass die Deutschen setzen fort, sich an ukrainische, tschechische, polnische Kliniken für Reprosuktionsmedizin zu wenden.

  • Karl - 06/06/2018 Antworten

    Der Fortpflanzungs-Tourismus boomt in der Ukraine. Jeder verdient sein Brot wie er kann. Es scheint, dass man den Familien hilft und dabei Geld bekommt. Nicht schlimm so. Alle sind glücklich und zufrieden. Trotzdem änderte das nicht das Embryonenschutzgesetz in Deutschland.

  • Nedal - 07/06/2018 Antworten

    Es gibt viele Menschen auf dieser Welt, die Leihmutterschaft, Eizellspende und Fortpflanzungsmedizin im Großen und Ganzen verurteilen. Und das sind die Frauen, Männer, Politiker usw, die sich nie in ihrem Leben in die Lage der Betroffenen versetzt haben. Sie haben daran auch nie gedacht, wie würde es ihnen ergehen, wenn sie keine Kinder bekommen könnten. Und es wäre vielleicht viel besser, wenn diese Schlichter auf das Problem des unerfüllten Kinderwunsches mehr aufmerksam werden.

  • Helga - 08/06/2018 Antworten

    Meine Freundin hat dasselbe Problem, sie ist leider ungewollt kinderlos. Mit ihrem Mann haben sie mit diesem Problem schon lange Zeit zu kämpfen. Erfolglos. Ich habe ihr mehrmals gesagt, dass es keine absolute Unfruchtbarkeit gibt und sie ist nicht alleine in ihrer Not. Sie kann dank Leihmutterschaft zur Mutter werden und ein langgewünschtes Baby kriegen. Aber sie zweifelt daran, ob es richtig ist, irgendwo ins Ausland zu fahren und dort in einem fremden Land ein eigenes Kind zu bekommen, weil in DE solche Prozedur unter Verbot ist.

  • Wackelmuth - 08/06/2018 Antworten

    Auf Seiten der Auftraggeber_innen wäre eine Arbeit an der symbolischen Ordnung derart wichtig, jegliche Idee, es gebe ein „Recht auf Fortpflanzung“, wie es von der Reproduktionslobby derzeit massiv propagiert wird, konsequent zurückzuweisen. Ein Recht auf Fortpflanzung kann es so wenig geben wie das Recht auf drei Beine. Dass nicht alle Menschen schwanger werden können, ist einfach ein normaler Begleitumstand des Menschseins, darin liegt keine Ungerechtigkeit gegenüber den Betroffenen und keine Diskriminierung, die auf Kosten der Gesellschaft ausgeglichen werden müsste. Dass Menschen nicht schwanger werden können, ist ganz normal und erfordert keinerlei Maßnahmen, schon gar nicht solche, die auf Kosten anderer Menschen gehen.
    Das festzustellen, schließt natürlich keineswegs aus, nach Möglichkeiten zu suchen, wie auch der Kinderwunsch von Menschen, die nicht schwanger werden können, erfüllt werden kann. Mein Punkt ist: Diese Möglichkeiten können nicht auf einer Ebene von Rechten diskutiert werden, sondern nur auf einer Ebene von Möglichkeiten, von Chancen, von Umständen. Es spricht überhaupt nichts dagegen, dass Menschen ein Kind aufziehen, das von einer anderen Person geboren worden ist. Aber das darf nicht auf Kosten und unter Abwertung dieser Frauen* geschehen. Sondern nur auf einer respektvollen Beziehungsebene.
    Meine Vermutung ist: Genau um diese Beziehungsebene soll sich durch den Umweg eines Vertrags und einer Bezahlung „gedrückt“ werden, denn genau das ist der Sinn von Verträgen und Geldzahlungen: Die Beziehung wird entpersönlicht, formalisiert. Die Frage, um die es mir geht, ist also die, in welchem Verhältnis man sich zueinander sieht. Wenn eine Person (oder zwei), die nicht schwanger werden können, eine andere findet, die an ihrer Stelle ein Kind austrägt und zur Welt bringt und es dann in ihre Obhut übergibt – prima, Glückwunsch, das soll meinetwegen dann auch rechtlich und vertraglich gesichert werden. Aber eben nur dann. (das Biotexcom-Beispiel ist in diesem Falle musterhaft).
    (Hier müsste jetzt natürlich noch ein ethischer Diskurs stehen über die Ausnutzung materieller Notlagen in einer global kapitalistischen Welt hin und über die Grenzen von Freiwilligkeit in einer solchen Welt, aber den denkt euch bitte selber dazu, hier geht es mir um etwas Prinzipielles).

  • Massiva4 - 08/06/2018 Antworten

    Auch ich plädiere dafür, diese Tätigkeiten als Arbeit zu verstehen und entsprechend politisch für die Rechte der Eizellen-Verkäuferinnen und Leihgebärerinnen einzutreten (Biotexcom-Zentrum? Bravo! Unterstütze ich! Ein Vertrag muss her!). Die derzeitige Verschwurbelung, die noch an der symbolischen Idee festhält, es handele sich hierbei um altruistische Spenden, während es faktisch ums Geldverdienen geht, solle über Bord geworfen werden. Ich finde diese Herangehensweise interessant, deren Tücken liegen aber natürlich gleichwohl auf der Hand – in dem Moment, wo wir diese Tätigkeiten als Arbeit verstehen, haben wir nämlich gleichzeitig akzeptiert, dass auf diese Weise gewirtschaftet wird. Diese Probleme dröselt Susanne Schultz in ihrem Beitrag gut auf. Unter anderem zeigt sie, warum Leihgebären und Eizellenverkauf etwas anderes sind als Sexarbeit und daher die Argumente zur Legalisierung letzterer nicht einfach auf Erstere übertragen werden können. Und sie plädiert dafür, Verbote wie in Deutschland noch möglichst lange aufrechtzuerhalten, auch um in der Zwischenzeit vielleicht alternative Strategien zu entwickeln.
    Aber noch eine Frage: Was ist eigentlich mit dem Recht des Kindes auf Kenntnis der Frau, die es geboren hat? Wo doch symbolisch so unglaublich viel Bohei gemacht wird darum, dass Kinder auf jeden Fall das Recht hätten, zu erfahren, von wem genau die Eizelle und das Sperma stammten, mit deren Hilfe diese Person schwanger wurde? Darf man ihnen vorenthalten, wer genau es war, die sie am Anfang ihres Lebens neun Monate im eigenen Körper herumgetragen und sie dann geboren hat? Wenn ja, warum? Weil das ja nichts bedeutet, nichts wert ist, weil Schwangere ja nur ein bedeutungsloses Gefäß sind? Das hat ja auch schon Aristoteles so gesehen.

  • Marcin - 08/06/2018 Antworten

    Wissen Sie, es hat schon immer eine Art Leihmutterschaft gegeben. Denken wir z.B. an die Geschichte von Sarah und Hagar. Sarah konnte nicht schwanger werden. Also hat sie ihre Sklavin Hagar, die ihr Eigentum war, (richtig: Leibeigenschaft), in das Bett ihres Ehemannes Abram gesteckt, damit so ein Kind „erzeugt“ werden konnte, das dann ihr „gehören“ würde. Die weitere Entwicklung dieser spannenden Geschichte ist bemerkenswert. – Dann: es wurden immer wieder – in Europa bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, Frauen ihrer von ihnen geborenen Kinder beraubt, um Paaren, die keine Schwangerschaft zustande brachten, mit einem Kind zu versorgen. Man denke nur an den Film The Magdalene Sisters. Oder an den Skandal in Spanien, (wurde erst in diesem Jahrhundert publik) wo sich Ordensschwestern in gewissen katholischen Entbindungskliniken Neugeborene unter den Nagel rissen, den frisch entbundenen Müttern manchmal ein totes Baby zeigten (falls sie nicht sogar darauf verzichteten!) und behaupteten, die Frau hätte ein totes Kind zur Welt gebracht. Das Neugeborene wurde dann anderen Leuten übergeben. Von den Machenschaften der Militärjunta in Argentinien mal ganz zu schweigen.
    Interessant an dem besprochenen Büchlein fand ich auch, dass dokumentiert wird, wie sehr sich das Familienrecht paralell zum (kommerziellen) Vertragsrecht entwickelt. Wie die Kriterien für ein „Sorge“-Recht von Menschen in bezug auf ein Kind sich ändern können…..
    Nicht von ungefähr interessieren sich ja die Herausgeberinnen dieses Buches für CARE. Was geschieht damit? Wer „sorgt“ für wen? Wie wird genau des „Sorge-Recht“ definiert? – Gibt es ein Recht darauf für jemanden zu „sorgen“? Welche Privilegien sind mit diesem „Sorge-Recht“ verbunden? – In wieweit handelt es sich hier (nicht) um ein „Eigentums-Recht“? Und was bedeutet das in einer Gesellschaft, in der „Eigentum“ so eine grundlegende wirtschaftliche und politische Rolle spielt? Was bedeutet „Recht“? Warum wird dieses Wort verwendet?
    Gleichzeitig eine ganz andere Frage im Zusammenhang mit dem „Sorge-Recht“…. das andere Gesicht desselben, nämlich die Sorge-„Pflicht“. Das wird sichtbar, wenn z.B. eine Frau, die ein Kind geboren hat, das sie – vielleicht gegen ihren Willen ausgetragen hat – in eine Mülltonne wirft oder – wie kürzlich geschehen, in einer Kirche in einer Krippe ablegt. Diese Frau wird kriminalisiert, weil sie ihrer SORGE-PFLICHT nicht nachkommt, für ein Kind zu sorgen, das sie geboren hat. Weil sie ihr „Sorge-Recht“ nicht ausübt. Auch wenn sie das Kind gegen ihren Willen ausgetragen hat. Weil sie z.B. nicht abtreiben konnte/durfte.
    Auf jeden Fall ist dieses kleine Buch sehr lesenswert. Es wirft viele Fragen auf und lädt dazu ein, Dinge neu zu überdenken, die uns so ganz selbstverständlich vorkommen.

  • Sepuya - 08/06/2018 Antworten

    He…Ein Kind für eine fremde Person gegen Bezahlung austragen? Für mich nicht nachvollziehbar. Selbst in größter Not nicht. Egal wie gut dass solche Kiwu-Kliniken wie Biotexcom-Klinik machen. Ein absolutes no-go!!!
    Aber wenn es eine Frau macht, dann sollte sie außergewöhnlich gut dafür bezahlt werden, denn sie geht ja auch Risiken ein, die nicht vorhersehbar sind.
    Sollte sie das Kind dann doch behalten wollen, erfolgt auch keine Bezahlung, denn bis zur Übergabe an die „Eltern“ gehört das Kind der Gebärenden.
    Es scheint inzwischen ja relativ sicher zu sein, dass wir Eigenschaften nicht nur über Gene bekommen, sondern dass eben weitere Faktoren Einfluss haben, die die Schwangerschaft betreffen und die Frau, das „Gefäß“. (Wenn wir jetzt mal absehen von allen möglichen Einflüssen, die nach der Geburt noch hinzukommen). Daraus ergibt sich die Frage danach, was dann Herkunft ist, wer alles Vorfahren ist, so eindeutig ist es dann ja wohl nicht (mehr).

  • Hsiao - 08/06/2018 Antworten

    Aber natürlich ist Leihmutterschaft Geschäft. Ob in der politisch unstabilen Ukraine oder in den reichen USA (der Belohnungsvergleich für dieselbe Arbeit und die Preise wäre auch was interessantes. Man kann schon mal für den Anfang die Biotexcom-Seite besichtigen).
    Und ein Recht auf Reproduktion gibt es natürlich nicht, weshalb der Staat keinen Grund hat, jede technisch mögliche Reproduktionstechnik auch zu erlauben.
    In D. wäre es verboten, eine Frau zu einer Abtreibung zu zwingen (es sei denn, sie wäre nicht zurechnungsfähig und durch die Schwangerschaft bestünde Lebensgefahr).
    Das Problem, das entstünde, wenn der Vertrag zwischen Leihmutter und genetischen Eltern erst nach der Geburt zustande kommt, wenn die Leihmutter das Kind übergibt, ist aber folgendes: wenn sich die Leihmutter das jetzt anders überlegt, muss sie dann das Geld zurückzahlen, was die Gen-Eltern für das Krankenhaus bezahlt haben? Und hätte sie noch Anspruch auf Geld für ihre Leihmutterschaft? Realistischerweise würde ich annehmen, dass die Geneltern sich auf den Standpunkt stellten: „Ach, das ist jetzt Ihr Kind? Nun, Sie werden von uns kaum erwarten, dass wir Ihren Kinderwunsch finanzieren. Oder Sie bezahlen, weil Sie Ihr Kind zur Welt bringen. Hier ist die Aufstellung unser bisherigen Ausgaben, und unser Vorschuss; bitte überweisen Sie und die fälligen Beträge bis Ende des Monats, andernfalls fallen Mahngebühren an.“
    Vermutlich wird es kaum dazu kommen, dass Leihmütter sich irgendwas anders überlegen. (Ja, Thema Freiwilligkeit in einer Welt mit wirtschaftlichen Zwängen…) Ein anderes Problem tut sich auf, wenn es sich die Geneltern anders überlegten und das Kind nicht mehr wollen. Oder während der Schwangerschaft stürben.
    Ganz was anderes: Sie schreiben, dass Spanierinnen und Osteuropäerinnen „weiß“ aussähen. Soll das heißen, dass sie nicht weiß sind, sondern nur so aussehen? „Weiß“ bezeichnet beim Menschen Melaninarmut, Melaninarmut ist genetisch bedingt, warum sollten die einen Weiß-Gen-Trägerinnen weiß sein, aber die anderen nur „weiß aussehen“?

  • mytinywall - 08/06/2018 Antworten

    Ich muss sagen, dass auch plädiere dafür plädiere, diese Tätigkeiten als Business zu verstehen und entsprechend politisch für die Rechte der Eizellen-Verkäuferinnen und Leihgebärerinnen einzutreten (Biotexcom-Zentrum? Bravo! Unterstütze ich! Ein Vertrag muss her!). Die derzeitige Verschwurbelung, die noch an der symbolischen Idee festhält, es handele sich hierbei um altruistische Spenden, während es faktisch ums Geldverdienen geht, solle über Bord geworfen werden. Ich finde diese Herangehensweise interessant, deren Tücken liegen aber natürlich gleichwohl auf der Hand – in dem Moment, wo wir diese Tätigkeiten als Arbeit verstehen, haben wir nämlich gleichzeitig akzeptiert, dass auf diese Weise gewirtschaftet wird. Diese Probleme dröselt Susanne Schultz in ihrem Beitrag gut auf. Unter anderem zeigt sie, warum Leihgebären und Eizellenverkauf etwas anderes sind als Sexarbeit und daher die Argumente zur Legalisierung letzterer nicht einfach auf Erstere übertragen werden können. Und sie plädiert dafür, Verbote wie in Deutschland noch möglichst lange aufrechtzuerhalten, auch um in der Zwischenzeit vielleicht alternative Strategien zu entwickeln.
    Aber noch eine Frage: Was ist eigentlich mit dem Recht des Kindes auf Kenntnis der Frau, die es geboren hat? Wo doch symbolisch so unglaublich viel Bohei gemacht wird darum, dass Kinder auf jeden Fall das Recht hätten, zu erfahren, von wem genau die Eizelle und das Sperma stammten, mit deren Hilfe diese Person schwanger wurde? Darf man ihnen vorenthalten, wer genau es war, die sie am Anfang ihres Lebens neun Monate im eigenen Körper herumgetragen und sie dann geboren hat? Wenn ja, warum? Weil das ja nichts bedeutet, nichts wert ist, weil Schwangere ja nur ein bedeutungsloses Gefäß sind? Das hat ja auch schon Aristoteles so gesehen.

  • mytinywall - 08/06/2018 Antworten

    Aber natürlich haben diejenigen recht, die darauf hinweisen, dass die Kommerzialisierung des Schwangerwerdenkönnens global gesehen längst eine Realität ist, der man besser ins Auge schaut anstatt sie sich schön zu reden.
    Genau bei solchen Dingen müssten politische Kämpfe meiner Ansicht nach ansetzen: Am Körper der Schwangeren und der Frage, ob jemand über ihren Körper verfügen kann. Ein Embryo ist Teil des Körpers der schwangeren Frau, er ist kein eigenständiges Individuum. Das ist er erst nach der Geburt. Und nur von ihr können andere das geborene Kind empfangen – in Freiwilligkeit. Der entscheidende politische Kampf müsste darin liegen, klarzustellen, dass alle Verträge sittenwidrig sind, die etwas anderes sagen.
    Mein Vorschlag wäre: Leihmutterschaft kann es durchaus geben, aber jeglicher Vertrag dazu wird erst in dem Moment gültig, wo eine Frau, die ein Kind geboren hat, dieses Kind ihren „Auftraggebern“ freiwillig überreicht. Jede Schwangere muss während der gesamten Schwangerschaft Herrin ihrer eigenen Lage bleiben, und sie darf auch nicht dazu gezwungen werden, das Kind, das sie ausgetragen und geboren hat, abzugeben. Sie kann sich alles jederzeit anders überlegen – bis zu dem Moment, wo sie das Kind physisch in die Obhut anderer Personen abgibt (und dann eventuell dafür Geld entgegen nimmt). Erst ab diesem Moment ist es nicht mehr „ihres“.
    Also Vorsicht sei für diejenige kinderlosen Paare geboten, die eine Leihmutter aus dem Land beauftragen, wo die rechtliche Lage der Leihmutterschaft nicht klar geregelt ist. Ein gutes Beispiel für das reibungslose Funktionieren des Leihmutterschaft-Verfahrens ist zurzeit die Ukraine. Man googelt keine Skandalgeschichten über solche Kiwu-Kliniken wie die in den Kommentaren hier schon erwähnte Biotexcom-Klinik.

  • Sacha - 08/06/2018 Antworten

    Pffft, es ist den meisten vermutlich gar nicht bewusst das Leihmutterschaft ein sehr altes und früher (ich meine Jahrhunderte früher) ein weit verbreitetes normales Phänomen war?
    Sklavinnen, Dienstbotinnen, Zweitfrauen usw. brachten Kinder zur Welt, die dann vom Hausherrn als Nachfolger/ Nachkommen aufgezogen wurden, wenn die eigene Frau oder Erstfrau nicht für Nachwuchs sorgen konnte. Mittelalter z.B., der Burgherr schwängerte Mägde und die Kinder wurden mitsamt den ehelichen Kindern zusammen aufgezogen, zumeist eh von Ammen und nicht von den Müttern. Mütter wurden egal ob Ehefrau oder Magd sowieso nie gefragt. Hat es den Kindern geschadet?
    Also bitte, mal alles im Rahmen sehen. Ja ok, man kann einwenden was man will, ich hab für alles Verständnis auch für beide Seiten bei diesem Thema. Aber das ist mitnichten eine Sache der neuzeit 🙂 Meiner Ansucht: Leihmütter sind nichts anderes als „Brutkästen“ für Leute die zu viel Geld haben. Alle Starbeispiele im Internet, die schon längst in D populär gewordene ukrainische Biotexcom-Klinik..das is doch pervers. Dies ist erst mit der modernen Medizin möglich geworden. Ich habe da kein Verständnis für.

  • Straniero - 08/06/2018 Antworten

    Ganz schön erschreckend, wie viele Leute sich in diesem Biotexcom-Zentrum behandeln lassen müssen, ebenso erschreckend wie viele Menschen anmaßen zu wissen, was das Beste für alle Beteiligten ist…Urteile von Menschen, die nie in dieser traurigen Situation gewesen sind, sollten sich einfach etwas zurückhalten. Nicht ohne Grund wird in Deutschland sogar eine „normale“ Kinderwunschbehandlung tunlichst verschwiegen, nur weil man nicht mit Müttern darüber diskutieren möchte, warum man nicht einfach auf die Kinder verzichten möchte…Eine Gesetzesänderung wäre dringend notwendig, um mit dem bestehenden, medizinische Fortschritten mitzuhalten. Ich will, ich will, ich will – Das scheint in diesem Zusammenhang das Wichtigste zu sein. Die Befriedigung persönlicher Wünsche. Der eine will eine Ballonfahrt machen, der andere mit Delfinen schwimmen und wieder andere wollen ein Kind, möglichst wenigstens teilweise mit den eigenen Genen, auch wenn es normal nicht oder altersbedingt nicht mehr klappt. Ist der manische Kinderwunsch eigentlich etwas, das man auf Krankenschein therapieren kann? Wenn die Betreffenden doch wenigstens eingstehen würden, dass der wahre Grund für den Wunsch nach „eigenen“ Kindern im Ego liegt, wäre ich schon zufrieden. Grundsätzlich gibt es viele elternlos aufwachsende Kinder, an denen man den Brutpflegetrieb abreagieren könnte.

  • Lustick - 08/06/2018 Antworten

    Mal meine Geschichte: Meine Zwillinge hat eine Leihmutter vom ukrainischen Biotexcom-Zentrum USA ausgetragen… von Leihmüttern: Frau ruiniert sich ihre Figur nicht. Die Tendenz das Karrierefrauen oder „Schönheiten“ so Kinder bekommen, ohne medizinische Notwendigkeit, ist gegeben. Verbot ist gerechtfertigt, in meinen Augen. Ausnahmen müssten von Ärzten bestätigt werden! ..sind keine Ware und von daher sollte die Leihmutterschaft nach meinem Empfinden her auch weiterhin verboten sein. So tragisch ungewollte Kinderlosigkeit für Paare auch sein mag, sie rechtfertigt nicht Leihmutter und das werdende Kind für die Realisierung eines unterm Strich egoistischen Wunsches zu instrumentalisieren. Die Folgen dieses Egoismus sowohl für die Leihmutter, als auch das “ Leih“kind sollten nicht, wie in diesem und ähnlichen Berichten verharmlost und schön geredet werden.

  • Lorain - 08/06/2018 Antworten

    Liebe Leute, unter allen Umständen ist Leihmutterschaft eine schwere Beeinträchtigung der Rechte der Frau. Mir scheint, es kann nichts Schlimmeres für eine Frau, als dass ihr das Kind weggerissen wird, das sie zur Welt gebracht hat. Außerdem werden mir die Risiken der Frau viel zu harmlos dargestellt, alleine diese hormonellen Stimulierungen. Diese Frauen machen das definitiv nicht aus Selbstlosigkeit, sondern wegen des Geldes. Eheleute erhalten nur bis zu einem bestimmten Alter und unter strengen Voraussetzungen ein adoptiertes Kind. Momentan auch Homosexuelle. Jeder andere kann ohne großartig nachzudenken Kinder bekommen. Aber wenn das nicht geht, lässt einen der Staat im Stich, sagt so was sei verboten aus moralisch-ethnischen Gründen und dann ist aber im Gespräch, das kinderlose noch zahlen sollen, weil sie keine Kinder haben. Ganz schön pervers. Auch in die Ukraine zu gehen, um sich mal Kinder in so einem Biotexcom-Zentrum zu besorgen.

  • MonoLife - 08/06/2018 Antworten

    Dieses komplizierte Problem wird in D so dargestellt, als ob die kinderlosen Paare unbedingt was Süßes wollen, aber kein Geld eingesteckt haben. Was sollte man tun? Ich musste die Bonbons einfach klauen. – In die Ukraine zum Biotexcom-Zentrum fahren. Vielleicht einfach akzeptieren, wie es ist? Die Mentalität zu glauben, auf Alles und Jedes ein RECHT zu haben, finde ich gaga. zeigt offenbar so eine „Zwillingenebeneinander-Karre“. Die ich als Zumutung auf Gewegen empfinde! Warum kann es keine „hintereinander/gegenüber“ Karre sein? Schonmal im Bus gesessen, wenn eine Mutter mit so einer Zwillingskarre da unbedingt mit rein will? Der Türbereich ist blockiert! Bei allem Verständnis für persönliche Einzelschicksale: die deutsche Rechtsprechung erscheint mir richtig. Ein Kind ist KEINE Ware, für die man bezahlt und dass solle so bleiben. Von daher lehne ich persönlich sowohl die kommerzielle Leihmutterschaft, als auch kommerzielle Adoption ab. Es wäre wesentlich sinnvoller, kinderlosen Paaren die Adoption eines Kindes seitens der Behörden zu erleichtern. Mich jedenfalls hat die homestory im obigen Bericht nicht überzeugt.

  • Ohlsen - 12/06/2018 Antworten

    Der Kinderwunsch ist einer der anstrengenden Wünsche, die ungewollt kinderlose Frauen haben können. So bekommen sie einen Anspruch, sich diesen Kinderwunsch zu erfüllen. Wenn aber alle medizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, bleibt nur das Verfahren der Leihmutterschaft möglich. Aber LM ist in DE unter Verbot und illegal, deshalb fahren solche Paare ins Ausland und bekommen dort ihre Kinder.

  • Jan-Luca - 13/06/2018 Antworten

    Wovon träumt eine Frau, wenn sie schon über 30 ist, hat tatsächlich ihre Karriere gemacht und ist mit ihrem Traummann glücklich? Sie verliert sich in Träumen von einem Kind. Aber manchmal passiert es so, dass diese Frau auf natürliche Weise nicht schwanger werden kann. Was bleibt für sie übrig: die Eizellspende, die in Deutschland teilweise erlaubt ist. Na ja, gute Lösung auf den ersten Blick, nicht immer aber ist dieser Strohhalm erfolgreich und rettend. Der Kinderwunsch ist viel stärker als alle Verbote, deshalb nimmt die Frau die Leihmutterschaft in Anspruch und dank dieser Prozedur kann sie mit ihrem Mann Elternschaft genießen.

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