Gentests: Her mit euren Daten

Published 24/01/2018 in Medizin & Ernährung, Wissen

Gentests: Her mit euren Daten
Viele Gentests basieren auf einer Speichelprobe.

Ob als Vaterschaftstest oder zur Erkennung von Erbkrankheiten – immer mehr Gentests werden von privaten Firmen angeboten. Doch was taugen die kommerziellen Verfahren?

Seit einiger Zeit gehen kommerzielle Gentest-Anbieter, die sich unter Umgehung ärztlicher Mediatoren direkt an den Kunden (Direct-to-Consumer) wenden, wissenschaftlich in die Offensive. Mit Parolen wie „Werde Teil von etwas Großem“ ermuntert etwa das Silicon-Valley-Unternehmen „23AndMe“ seine mehr als zwei Millionen Kunden dazu, sich gleichsam mit Haut und Haar der Gesundheitsforschung hinzugeben. Wer glaubt, die Angesprochenen würden die Aufforderung aus Angst vor Datenmissbrauch ignorieren, irrt. Das Interesse, an wissenschaftlichen Studien teilzunehmen, ist vielmehr enorm.

Den ersten Schritt haben die Kunden bereits mit der Bestellung des Test-Kits und der Einsendung ihrer Speichelprobe getan. Einige treibt zwar vornehmlich die Frage um, woher sie kommen und wie viel Neandertalerblut in ihren Adern fließt, eine Mehrheit will jedoch durchaus wissen, welche Gesundheitsgefahren in ihren Genen lauern – in der Hoffnung, sie umschiffen oder zu deren Beseitigung beitragen zu können.

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