Satellit Explorer 1: Amerikas Antwort auf den Sputnik-Schock

Published 31/01/2018 in Weltraum, Wissen

Satellit Explorer 1: Amerikas Antwort auf den Sputnik-Schock
Vor 60 Jahren durchflog Explorer 1 den innersten Strahlungsgürtel unserer Erde, dessen äußere Hülle hier als türkisfarbener Torus dargestellt ist.

Vor 60 Jahren startete der Satellit Explorer 1 ins All. Er beendete ein Trauma und läutete mit der Entdeckung des Strahlungsgürtels die Weltraumforschung ein.

Als in der Nacht des 31. Januar 1958 eine vierstufige Rakete vom Typ Jupiter C von der Startrampe 26 des Luftwaffenstützpunkts am Cape Canaveral in Florida abhob, ahnte noch niemand, dass dieser Start zu einer völlig neuen geowissenschaftlichen Disziplin führen würde. Vielmehr war man in den Vereinigten Staaten an diesem Abend überglücklich, eine empfindliche Schmach des Kalten Krieges ausgemerzt zu haben: An der Spitze der Rakete befand sich nämlich der erste amerikanische Erdsatellit.

Die Sowjetunion hatte knapp vier Monate zuvor mit Sputnik 1 den ersten künstlichen Trabanten überhaupt ins All geschickt und war damit Amerika zuvorgekommen. Vier Wochen nach Sputnik 1 wurde sogar Sputnik 2 in eine Erdumlaufbahn gebracht. Dass sich die Hündin Laika – und damit ein Lebewesen – an Bord befand, machte diesen zweiten Propagandaerfolg der Sowjetunion noch schmerzlicher. Weil es Amerika mit Explorer 1 ebenfalls gelang, eine Umlaufbahn zu erreichen, waren die Menschen zwischen Atlantik und Pazifik hellauf begeistert, beim Wettlauf um eine Vorherrschaft im All Moskau gegenüber aufgeholt zu haben.

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