Japanisches Pop-Phänomen: Macht des Bitcoin, flieg und sieg!

Published 04/02/2018 in Gesellschaft, Menschen

Japanisches Pop-Phänomen: Macht des Bitcoin, flieg und sieg!
Die Virtual Currency Girls bei einem Konzert in Tokio.

Singen, tanzen, glitzern und dabei noch über virtuelle Währungen aufklären. Eine japanische Girlband hat sich den Kryptowährungen verschrieben – und wird sogar in Bitcoin bezahlt.

Bitcoin singt, Bitcoin hüpft, Bitcoin tanzt. Bitcoin hat rosafarbene Plüschohren. Bitcoin ist ein flauschig-farbenfrohes Glitzerknäuel. Bitcoin, die erste Währung, die alles kann? Na, fast. Eigentlich heißt das kuschlige Knäuel Naruse und sie ist nicht Bitcoin, sie repräsentiert ihn nur. Naruse ist Leadsängerin einer ganz neuen Spezies der Popbands: der Krypto-Band. Neben Naruse aka. Bitcoin gibt es noch Ripple, Mona, Ethereum oder BitcoinCash.

Insgesamt acht Mädchen und Frauen zwischen 15 und 22 Jahren tanzen und singen bei den „Virtual Currency Girls“, so der Name der Band. Sie alle sehen dabei aus wie Sailor Moon, nur, dass sie nicht im Namen des Mondes, sondern eben im Namen der Cryptowährungen kämpfen, äh, musizieren. Macht des Bitcoin, flieg und sieg!

„Kryptowährungen sind wahnsinnig praktisch“, erklären die Girls ihren Gesangs- und Lebensauftrag und klingen dabei dezent gehirngewaschen. „Es ist unglaublich, dass es sie noch nicht früher gab.“ In ihrer Debütsingle „The Moon, Virtual Currencies and Me“ geht es dann, kaum überraschend, um genau diese Kryptowährungen. „Wir wollen einfach Wissen um Kryptowährungen verbreiten.“

Dabei geben die Mädels auch hilfreiche Tipps für den täglichen Umgang mit ihrem Lieblingsgeld. So mahnen sie etwa zur Vorsicht bei der Wahl des Passworts („Benutz niemals dasselbe zweimal!“) und warnen vor Bitcoin-Betrügern im Netz.

Singen, tanzen, glitzern und dabei noch über virtuelle Währungen aufklären! Der Bildungsauftrag der Crypto-Girls ist unverkennbar ein guter und, gemessen am Umstand ihrer Herkunft, ein gar nicht mal so abwegiger. Immerhin ist Japan das Land, in dem virtuelle Währungen bereits zum Alltag gehören. Bis zu 44 Prozent der BTC-Transaktionen werden mit japanischen Yen duchgeführt.

Die Bandmitglieder werden derzeit noch alle in Bitcoin bezahlt – hochgestecktes Ziel ist es jedoch, dass früher oder später jede in ihrer jeweiligen Währung bezahlt wird. Also Bitcoin in Bitcoin, Ripple in Ripple und so weiter. Konzertkarten, Merchandise, all diese Dinge können Fans derzeit nur gegen Crypto-Währungen erstehen. Eine eingeschworene Gemeinde, die auf Crypto und pinkfarbenen Pop steht und bei Konzerten mit Neon-Armbändern tanzt.

Und dann wollen die Mädels irgendwann auch bei großen Firmen wie iTunes erscheinen – selbstverständlich nur, wenn sie mit der richtigen, also virtuellen Währung bezahlt werden. Die Unberechenbarkeit der Währung, der sie sich so verschrieben haben, stört die Musikerinnen derweil nicht. „Auch wenn er mal steigt, mal fällt – wir bleiben dran am Bitcoin“ – sagt Bitcoin.

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