Stil-Fragebogen Tobias Grau: „Mit Tinte kann ich mich viel besser ausdrücken“

Published 07/01/2018 in Mode & Design, Stil

Stil-Fragebogen Tobias Grau: „Mit Tinte kann ich mich viel besser ausdrücken“
Gründete seine Marke vor 30 Jahren: Lichtdesigner und Unternehmer Tobias Grau

Vor 30 Jahren gründete Tobias Grau seine gleichnamige Marke. Vergangenen Herbst stellte der Leuchtendesigner seine erste reine LED-Kollektion vor. Im Stil-Fragebogen spricht er über Modesünden, Onlineshopping und ein beeindruckendes Buch.

Vor 30 Jahren gründete Tobias Grau seine gleichnamige Marke Tobias Grau: 1987 zeigte er seine erste Leuchten-Kollektion auf der Kölner Möbelmesse. Der Sechzigjährige, der BWL in München studierte und sein Geld zunächst als Inneneinrichter von Modeläden wie der Jeansmarke Werdin verdiente, lebt und arbeitet mit seiner Frau Franziska in Rellingen (Kreis Pinneberg), nordwestlich von Hamburg. Im vergangenen Herbst stellte der Leuchtendesigner seine erste reine LED-Kollektion vor.

Was essen Sie zum Frühstück?

Obst, Joghurt und dazu Espresso.

Wo kaufen Sie Ihre Kleidung ein?

Immer in guten Modegeschäften. Und nie online. Da ich früher die Inneneinrichtung für Läden entworfen habe, interessiert es mich, wie Kleidung dort präsentiert wird.

Hebt es Ihre Stimmung, wenn Sie einkaufen?

Ja. Allerdings hängt es davon ab, wie freundlich man bedient wird, und mit wie viel Grandezza.

Was ist das älteste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?

Vermutlich ein Anzug von Comme des Garçons, der so alt ist wie meine Ehe: 28 Jahre.

Was war Ihre größte Modesünde?

In meiner Jugend Samthosen mit Schlag.

Tragen Sie zu Hause Jogginghosen?

Nein. Abgetragene Jeans schon, aber keine Jogginghosen.

Haben Sie Stil-Vorbilder?

Keine bestimmten, denen ich folgen würde. Da ich relativ isoliert arbeite, werde ich vielleicht nicht so stark von bestimmten Stilrichtungen beeinflusst wie andere.

Haben Sie jemals ein Kleidungs- oder Möbelstück selbstgemacht?

Neben meinem BWL-Studium in München habe ich Möbel gebaut und verkauft, um Geld zu verdienen. Ich habe auch eine Weile in einer Restaurierungswerkstatt gearbeitet und kann darum auch Schellack polieren.

Besitzen Sie ein komplettes Service?

Ja. Das heißt, ob es wirklich komplett ist, weiß ich gar nicht genau, wir haben aber ein weißes Geschirr der Marke Dibbern.

Mit welchem selbst zubereiteten Essen konnten Sie schon Freunde beeindrucken?

Mit guten Salaten und einfachen und schnell zubereiteten Gerichten. Ich koche gerne, aber nichts Aufwendiges.

Welche Zeitungen und Magazine lesen Sie?

Die „Welt“, ab und zu die F.A.Z. und unter anderem „Wallpaper“, „Ideat“, „Häuser“, „Architektur & Wohnen“.

Welche Websites und Blogs lesen Sie?

Die genannten Zeitungen und Magazine lese ich auch online, Blogs hingegen fast gar nicht.

Wann haben Sie zuletzt handschriftlich einen Brief verfasst?

Ich zeichne nicht nur mit Füller und Tinte, ich schreibe auch Briefe damit. Dann mache ich mit dem Handy ein Foto und verschicke das Bild digital. Ich tippe nicht gerne und kann mich mit Tinte einfach viel besser ausdrücken.

Welches Buch hat Sie am meisten beeindruckt?

Auf ein Buch lässt sich das kaum reduzieren. Ich lese sehr viel Goethe, vielleicht „Wilhelm Meisters Wanderjahre“.

Ihre Lieblingsvornamen?

Die Namen meiner Kinder: Elias, Pia, Timon und Melchior.

Ihr Lieblingsfilm?

„Frühstück bei Tiffany“.

Fühlen Sie sich mit oder ohne Auto freier?

Mit Auto. Den Gedanken, kein Auto zu besitzen, hatte ich noch gar nicht. Das mag aber noch kommen.

Tragen Sie eine Uhr?

Nein. Ich habe noch nie eine Uhr getragen, darum habe ich wohl ein ziemlich gutes Zeitgefühl. Und heute sind Uhren ja allgegenwärtig.

Tragen Sie Schmuck?

Außer meinem Ehering keinen.

Haben Sie einen Lieblingsduft?

Ich trage kein Parfum, mag aber Düfte wie „Obsession“.

Was ist Ihr größtes Talent?

Abwarten.

Was ist Ihre größte Schwäche?

Zu schnell sein zu wollen. Das ist natürlich ein Widerspruch, aber soll so gemeint sein.

Womit kann man Ihnen eine Freude machen?

Mit Freundschaft, Natürlichkeit und Herzlichkeit.

Was ist Ihr bestes Smalltalk-Thema?

Über Schönheit zu reden.

Sind Sie abergläubisch?

Wenig bis gar nicht.

Wo haben Sie Ihren schönsten Urlaub verbracht?

In Italien. Neapel, Vesuv, Amalfi-Küste.

Wo verbringen Sie Ihren nächsten Urlaub?

Habe ich noch nicht geplant.

Was trinken Sie zum Abendessen?

Trockenen Weißwein.

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