Peinlich für May: 160 versuchte Porno-Aufrufe pro Tag aus dem Parlament

Published 08/01/2018 in Gesellschaft, Menschen

Peinlich für May: 160 versuchte Porno-Aufrufe pro Tag aus dem Parlament
Das britische Parlament in Westminster, aufgenommen am 3. Januar 2018: 160 Mal am Tag gibt es von hier aus Versuche, pornografische Seiten aufzurufen.

In den vergangenen Monaten hat es in London zehntausende Versuche gegeben, vom Parlaments-Netz aus Pornoseiten aufzurufen. Für die Premierministerin kommt dieses Detail zur Unzeit ans Licht.

Seit der Neuwahl in Großbritannien hat es mehr als 24.000 Versuche gegeben, vom Parlament aus Pornoseiten im Internet aufzurufen. Das sind etwa 160 Versuche täglich aus dem Netz des britischen Parlamentes, das von Angestellten, Abgeordneten und ihren Mitarbeitern genutzt wird.

Die offizielle Zahl wurde herausgegeben, nachdem die Nachrichtenagentur Press Association eine Anfrage auf Grundlage eines Gesetzes zur Informationsfreiheit gestellt hatte.

Aus dem Parlament hieß es laut einem Bericht des „Guardian“, die Mehrzahl der Aufrufe sei unabsichtlich erfolgt. Ein Sprecher des Parlaments erklärte: Pornoseiten seien vom Parlamentsnetz aus nicht zugänglich. Bei der Zahl handele es sich nicht um Aufrufe pornografischer Seiten, sondern um blockierte Versuche, solche Seiten zu erreichen – mehrheitlich unbeabsichtigt.

Die Zahl kommt für das britische Parlament dennoch zur Unzeit: Premierministerin Theresa May will in diesen Tagen ihr Kabinett umbilden.

Erst kürzlich hatte sie ihren Stellvertreter Damian Green nach Belästigungsvorwürfen und Berichten über Pornografie auf seinem Dienstrechner entlassen. Es war von einem Sexskandal in Westminster die Rede gewesen.

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