Brexit-Verhandlungen: Hammond und Davis wollen für Übergangsperiode kämpfen

Published 09/01/2018 in Ausland, Politik

Brexit-Verhandlungen: Hammond und Davis wollen für Übergangsperiode kämpfen
Brexit-Minister David Davis

In der Brexit-Verhandlungsrunde will London für eine Übergangsperiode vor dem endgültigen Austritt aus Binnenmarkt und Zollunion kämpfen. Das schreiben Schatzkanzler Hammond und Brexit-Minister Davis in einem Gastbeitrag in der F.A.Z.

Vor der nächsten Verhandlungsrunde zwischen Großbritannien und der Europäischen Union über den Brexit haben der britische Schatzkanzler Philip Hammond und Brexit-Minister David Davis die anstehenden Gespräche als „neues positives und spannendes Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte“ bezeichnet.

In einem Gastbeitrag für die F.A.Z. (Mittwochausgabe) schreiben die Minister, bei ihrem am Mittwoch beginnenden Deutschlandbesuch wollten sie „deutschen Wirtschaftsführern“ die Botschaft vermitteln, dass für die britische Regierung eine Übergangsperiode vor dem endgültigen Austritt aus dem Binnenmarkt und der Zollunion Priorität habe. Diese liege auch eindeutig im Interesse der EU und Deutschlands.

London habe Verständnis für die Haltung Deutschlands, dass Großbritannien nicht einerseits aus der Union austreten könne, andererseits aber alle Vorteile einer Mitgliedschaft genießen könne. „Die Prioritäten der EU sind aber nicht unvereinbar mit den unsrigen: einer tiefen und besonderen Partnerschaft mit unseren engsten Handelspartnern und Verbündeten“, so Hammond und Davis.

Bei der Neugestaltung der Beziehungen zwischen Großbritannien und dem Kontinent gehe es darum, „phantasievoll und erfinderisch“ zu sein und sich nicht auf anderswo praktizierte Rezepte zu verlassen.

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