Amerikas Raumfahrtziele 2.0: Zurück zum Mond

Published 18/12/2017 in Weltraum, Wissen

Amerikas Raumfahrtziele 2.0: Zurück zum Mond
Donald Trump (M) unterzeichnet im Roosevelt Room des Weißen Hauses in Washington seine Direktive Astronauten wieder zum Mond und schließlich zum Mars zu schicken.

Die Nasa will möglichst rasch Astronauten zum Mond und dann zum Mars bringen. Jetzt hat auch Donald Trump sein Okay für diese ehrgeizigen Missionen gegeben.

Amerikas Raumfahrer kennen nun auch offiziell ihre nächsten Reiseziele. Präsident Donald Trump hat die amerikanische Raumfahrtbehörde (Nasa) am Montag schriftlich angewiesen, wieder Astronauten zum Mond bringen. Und mehr noch: Trump gab auch „Grünes Licht“ für eine bemanne Mission zum Mars, wobei der Mond als Ausgangsbasis dafür dienen soll. Damit haben die seit langem gehegten Pläne der Nasa für die Rückkehr zum Erdtrabanten und die anschließende Weiterreise zum Roten Planeten auch die entscheidende politische Unterstützung des derzeit mächtigsten Mannes im Weißen Haus erhalten. Über die Kosten und den Zeitrahmen der Missionen lieferte Trump allerdings keine Informationen.

Den Zeitpunkt für seine Ankündigung hatte der amerikanische Präsident gut gewählt: Am 14. Dezember vor 45 Jahren verließen die beiden Astronauten der Apollo-17-Mission Harrison Schmitt und Eugene Cernan vorläufig als letzte Menschen den Erdtrabanten. Seither haben zwar eine Reihe Raumsonden den Mond besucht, aber keine Menschen. Mit seiner Vorliebe für den Mond steht Donald Trump in der Tradition seiner republikanischen Vorgänger. Demokratische Präsidenten – wie seinerzeit Barack Obama – neigen eher dazu, dem Mars oberste Priorität einzuräumen. Dass Trump in seiner Ansprache am Montag neben dem Mond auch explizit den Mars nannte, dürften viele bei der Nasa mit Erleichterung aufgenommen haben. Denn bislang hatte sich der Präsident noch nicht offiziell über die nächsten Ziele in der bemannten Raumfahrt geäußert.

Mit der Orion-Kapsel zum Mond und dann zum Mars

Bei der Nasa haben die Pläne für bemannte Missionen zum Mond und zum Mars schon seit längerem die Schubladen verlassen. So baut man seit einigen Jahren an einem Raumschiff, das Platz für bis zu sechs Astronauten bieten soll, und an einer leistungsfähigen Trägerrakete. Das Space Launch System (SLS) wird größer und schubkräftiger sein als die Saturn V, die die Apollo-Astronauten einst zum Mond brachte. Das Service-Modul für die Orion-Kapsel wird von der europäischen Raumfahrtbehörde geliefert.

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