Leihmutterschaft – Kinderhandel oder Mäzenatentum?

Published 23/11/2017 in Familie, Gesellschaft, Gesundheit, Medizin, Medizin & Ernährung, Menschen, Wissen

Leihmutterschaft – Kinderhandel oder Mäzenatentum?

 

Jedes Jahr erweitert sich die Liste der Länder, in denen Leihmutterschaft legal ist. Im Jahr 2015 haben die „Hauptmärkte“ der Leihmutterschaft Indien, Nepal, Thailand und Mexiko diese Prozedur für Ausländer verboten. Aber der Bedarf bleibt der gleiche.

„In der ganzen Welt gibt es einen großen Bedarf an der Leihmutterschaft“, sagt einer der internationalen Experten. „Mehr als 160 Mio. Europäer benötigen eine solche Prozedur, können diese aber nicht im eigenen Land durchführen. Wenn die Leute keine Möglichkeit haben, diese Dienstleistung im Heimatland, in Indien oder Thailand zu bekommen, finden sie einen anderen Platz.“

Man muss nicht lange danach suchen. Portugal, Georgien, die Ukraine, Griechenland, Zypern – das sind die Länder, in die Ausländer kommen, um ein Leihmutterschaftsprogramm durchzuführen. Solange die hochentwickelten Länder nachdenken, ob die Leihmutterschaft legalisiert werden soll, können die genannten anderen Länder helfen,  erfolgreich das Problem unfruchtbarer Paare zu lösen. Es gibt sehr viele Menschen, für die die Leihmutterschaft die einzige und die letzte Chance ist, ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Nur dank eines solchen Programms haben sie Gelegenheit die Freude von Vaterschaft und Mutterschaft zu empfinden.

Solange die Leihmutterschaftspraxis in verschiedenen Ländern steigt, bleibt der Prozess, dass eine Frau ein Kind für Fremde austrägt, zweideutig und kontrovers. Was ist es nun: einzigartige Hilfe für die unfruchtbaren Familien, Kinderhandel oder Mäzenatentum?

In Amerika stellt Leihmutterschaft eine ganze Industrie dar. Hollywood Stars Sara Jessica Parker, Nicole Kidman, Elton John, Ricky Martin und andere machen kein Geheimnis daraus, dass sie dank des Leihmutterschaftsprogramms Eltern geworden sind. Technologien kennen auch keinen Stillstand. Heutzutage kann man schon das Geschlecht des Kindes, Augenfarbe und sogar den Genom redigieren (CRISPR)!

Die großen Technologie-Unternehmen wie Google, Facebook, Microsoft stehen nicht abseits in Fragen der Unfruchtbarkeitsbekämpfung. Diese Unternehmen arbeiten aktiv mit den Kliniken der Reproduktivmedizin zusammen. Für ihre unfruchtbaren Mitarbeiter machen technologische Giganten künstliche Befruchtung mehr und mehr verfügbar. Das sind vor allem IVF Zyklen, PID, Einfrierung von Eizellen und Embryonen.

Unfruchtbarkeit – das ist ein Problem der reproduktiven Gesundheit, das sich in den letzten Jahren rasch in der ganzen Welt weiterverbreitet hat. Im vergangenen Jahr steigerte sich die Anzahl der Paare, die unter Unfruchtbarkeit leiden, weltweit mehr als 25%. Durch eine steigende Unfruchtbarkeitsrate hat sich die Nachfrage nach assistierter Reproduktion erhöht, was ebenfalls zum Wachstum des Marktes beigetragen hat. Immer mehr Paare entscheiden sich für teure medizinische Verfahren, um ihre Chancen auf ein Baby zu erhöhen. Leihmutterschaft ist eines von den Programmen, die es den verzweifelten unfruchtbaren Paaren ermöglicht, glückliche Eltern zu werden. Heutzutage beträgt die Leihmutterschaft 2% aller assistierten Reproduktion. Bis vor kurzem waren  es nur 0,1%. Laut Statistik werden die meisten Programme heute vom Zentrum von BioTexCom durchgeführt. Laut Experten wird bis 2025 jedes dritte Kind mit Hilfe einer Leihmutterschaft geboren werden.

Kein Wunder, dass sich unter solchen Bedingungen kleine Leihmutterschaftsagenturen sofort zu internationalen Unternehmen entwickeln. Das erste Anzeichen dafür, dass kleine Agenturen in große Unternehmen umgewandelt werden, ist das Sponsoring von Sportlern und Sportvereinen beim Baseball-, Jiu- Jitsu, Fußball, Tennis (http://jiu-jitsu.news/de/video/). Unter dem Deckmantel der guten Mäzene des Unternehmens fördern sie erfolgreich ihre Werbung in der internationalen Arena.

Im 21. Jahrhundert sind IVF-Programme für unfruchtbare Familien zu einer Geschäftswelt worden. Und wenn die „Eroberung“ der Leihmutterschaft nicht gestoppt wird, werden Kinder in naher Zukunft zu einem Science-Fiction-Ergebnis, und der bekannte Film „Matrix“ wird zur Wirklichkeit werden. Die vollständige Legalisierung der Leihmutterschaft wird allmählich zu einer modernen Variante von „Lady und Dienstmädel“ führen. Und das Leben wird am Ende kein Geschenk mehr sein, sondern eine „Ware“, die in Reproduktionskliniken bestellt werden kann.

Das Europäische Parlament verurteilte in seiner Entschließung von 2013 die Praxis der Leihmutterschaft und merkte an, dass es „die Menschenwürde einer Frau schwächt, weil ihr Körper und ihre reproduktiven Funktionen als Waren benutzt werden“.

Dennoch wächst der Markt der assistierten Reproduktion schnell und ist bei den sterilen Paaren äußerst beliebt, da sie keine andere Lösung finden können. Dies erklärt sich durch einen signifikanten Rückgang der Geburtenrate, erhöhte öffentliche und private Investitionen, eine erhöhte Aufgeklärtheit mit der assistierten Reproduktion und technologischen Fortschritten. Auf der anderen Seite bleibt die Leihmutterschaft als Hauptthema der Debatten und Diskussionen darüber, was es wirklich ist – eine einmalige Chance für sterile Paare auf der ganzen Welt, Eltern zu werden, oder ein Geschäft, das es ermöglicht, Millionen an dem Problem reproduktiver Gesundheit zu verdienen.

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100 KommentareKommentieren

  • Manfred Klaus - 23/11/2017 Antworten

    Es ist doch vorbei, dass ein Sponsoring Mäzenatentum ist. Der Partner sagt sich: Was ich investiere, will ich wieder zurückbekommen: Return on Investment.

    • Stefanie - 24/11/2017 Antworten

      sooooooo wahr

    • Silvia - 24/11/2017 Antworten

      stimmt ganz genau
      ich denke diese sponsoren bekommen infolge sogar mehr zurück als sie investiert haben.

  • Michaela - 23/11/2017 Antworten

    Es ist mir sehr interessant diese Statistik zu sehen, die sich auf die Leihmutterschaft-Kliniken spezialisiert. Gibt es vielleicht einen Link, oder???

    • Erika - 24/11/2017 Antworten

      Ja, es ist mir auch so interessant diese Statistik zu sehen, weil es so scheint, dass die Zahlen von niergendwo genommen sind. Alles ist so zweifelhaft.

  • Monika - 23/11/2017 Antworten

    BioTexCom hat die Welt erobert….. diese Werbung ist überall und jetzt kapiere ich warum so ist… es scheint so aus, als ob die gute Werbung gemacht hätten und das wars. Traurig, sehr traurig. Geld macht alles…. Wie kann man genau wissen, ob diese Klinik gut ist? Ich bin so verwirrt, mache mich schon verrückt 🙁

  • beatrice - 24/11/2017 Antworten

    Bin so was von verwirrt. Was für einen Bezug hat die Reproduktionsmedizin auf Sport?

  • Genazino - 24/11/2017 Antworten

    Mich interessiert eher die Frage, ob dann diese Mäzene für ihre gesponserten unfruchtbaren Sportler künstliche Befruchtung „gratis“ machen?

  • Andreas - 24/11/2017 Antworten

    Leihmutterschaft und Jiu-Jitzu…Geht es nur mir so, dass die beiden nichts gemeinsam haben?

    • Tina - 27/11/2017 Antworten

      ist mir egal, haben die beiden etwas gemeinsam oder nicht, jedenfalls finde es gut, dass solche kliniken geld für sport spenden, es wäre auch super, wenn die auch etwas für die kinderheime spenden würden

  • Stefani - 24/11/2017 Antworten

    Diese Klinik hat nur die Werbung im Auge und jedes Maß verloren! Die Werbung von Biotexcom ist heute überall, das macht mich rasend!

    • Lena - 24/11/2017 Antworten

      Ich war bei dieser Klinik und hatte keine Ahnung, dass die mit dem Sport etwas zu tun hat. Ja, die Werbung von der Klinik ist nun überall, dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Aber wenn man keine Werbung machen würde, wie würden den Menschen über sowas erfahren. Dieses Thema ist ein Tabu.

  • Kim - 24/11/2017 Antworten

    Das ist so komisch. Sie machen Werbung schon überall, sogar jetzt durch den Sport. Es scheint so, dass die Reproduktionsprobleme jetzt die Wichtigste sind. Wenn ich einen Wettkampf sehe, will ich dort keine Werbung der Reproduktionskliniken sehen. Was haben sie zu Sport?

  • Linda - 24/11/2017 Antworten

    Ich habe schon seit langem verstanden, dass es nur Geschäft ist und nichts mehr. Die Kinder werden von ihnen nur als Ware betrachtet. Entsetzlich!!! Kinder sind keine Ware und die Tatsache, dass einige Stars dieses Geschäft unterstützen, nervt mich so sehr

  • Conny - 24/11/2017 Antworten

    „Jedes Jahr erweitert sich die Liste der Länder, in denen Leihmutterschaft legal ist. Im Jahr 2015 haben die „Hauptmärkte“ der Leihmutterschaft Indien, Nepal, Thailand und Mexiko diese Prozedur für Ausländer verboten“

    Der erste Satz widerspricht dem zweiten. Wie kann sich die Liste von Ländern dann erweitern, wenn es in vielen Ländern verboten wurde? In welchen Ländern erweitert sich die Leihmutterschaft dann??Das ergibt nur keinen Sinn.

  • Liliet - 24/11/2017 Antworten

    Hat die Ukraine schon kein Geld für ihre Profisportler, dass die Reproduktionsklinik sie sponsorieren muss. Deshalb gibt es dort vllt. so eine große Datebank der Leihmutter, weil man dort wirklich anders Geld nicht verdienen kann. Die Klinik hat so einen großen Geschäft gemacht, dass nur einen genug guten Lohn bezahlen kann.

  • Wolfgang - 24/11/2017 Antworten

    Der Autor von diesem Artikel hat wahrscheinlich einen Nebenjob als Expert 🙂

    „sagt einer der internationalen Experten“ Wer hat das gesagt?? Name, bitte? „Laut Statistik, laut Experten“

    Laut welcher Statistik?? Wer sind diese Experten?
    Wie kann ich diesen Angaben glauben?

  • Olivia - 24/11/2017 Antworten

    ich bin ehrlich nicht beeindruckt. Das sind ihre Methoden, um am Leben zu bleiben.Die Werbung im Internet geht schon nicht, sie sind auf den internationalen Market gezielt und Sport ist ein guter Weg das zu machen.

  • Mimmi - 25/11/2017 Antworten

    Das ist ein schweres Thema. Wie auch einmal in der ARD-Sendung von den Kritikern gesagt wurde: wäre die Leihmutterschaft in D erlaubt-wie stellt man sicher, dass die Frauen damit nicht ihren Lebensunterhalt sichern, bzw. das ganz sehr komerziell wird wie hier der Fall mit der Biotexcom/Klinik ist? Denn es wird investiert um Profite zu schlagen.
    Soll jetzt nicht heißen, dass ich Leihmütter ablehne, aber die Begleitumstände sind sehr kompliziert hierbei.
    Kann mir nur schwer vorstellen, dass sich eine Frau aus reiner Hilfsbereitschaft als Leihmutter zur Verfügung stellt! In den USA werden wohl 12.000 Dollar dafür bezahlt (Zahl aus gestriger Sendung). Die Frau in der Sendung meinte, der Beweggrund ihrer Leihmutter wäre allein, helfen zu wollen? Für mich fraglich, ob das auch so wäre, wenn es kein o. weniger Geld dafür gäbe….
    Außerdem denke ich, dass es immer ein heißes Eisen ist, sicher ist es im Ausland erlaubt eine Leihmutter zu nehmen und es wäre schon Euer Kind, aber wie ist das mit der Leihmutter, was wenn Sie, aus welchem Grund auch immer, nachher abspringt, würdet Ihr auch ein Kind nehmen das nicht „perfekt“ ist, bleibt ja immer ein Restrisiko, was wenn die Leihmutter das Kind behalten will etc??
    Finde, eine Leihmutter kann eine Alternative sein, wenn es wirklich an Einnistungsstörungen liegt. Habe zu Leihmüttern auch vor ca. 2 Wochen einen Beitrag gesehen. Die Gefahr, ausgenutzt zu werden scheint riesig zu sein. Ein Paar hat sich illegal eine deutsche Leihmutter genommen und ist teilweise in Vorkasse gegangen. Die Leihmutter scheint die Schwangerschaft nur vorgetäuscht zu haben und ist abgetaucht. Ein Paar hat es mit einer Leihmutter in Südafrika probiert, Klinik ist in deutschen Händen. Bei dieser hat die Einnistung 2x nicht geklappt! Ein weiteres Paar hat eine littauische Leihmutter genommen und konnte wirklich das genetisch eigene Kinde nach Hause nehmen. Wenn man das machen will, muss man wirklich stark sein und gut organisieren, damit man nicht übervorteilt wird.

    Wenn jemand sich für diesen Weg entscheidet, was ich durchaus nachvollziehen kann, sollte man wirklich alles bedenken.

    Es ist Hammer schwer hier eine Aussage zu treffen. Jeder würde das für sich anders entscheiden. Ich könnte z.B. keine Leihmutter sein, könnte gar nicht so viel Abstand zu dem Kind aufbauen was da in mir ist. Sorry.
    Ansonsten bin ich ja eigentlich allem gegenüber aufgeschlossen. Also wenn alle drei damit einverstanden sind ok. Aber da gibt es eben vorher schon einiges zu bedenken. Mein Weg wäre das eher nicht.

  • Lucy - 25/11/2017 Antworten

    Was für Mäzene im 21. Jahrhundert? Profitgierige Mafioso die unter dem Schild Biotexcom arme Frauen ausbeuten und dafür noch so viel Werbung machen. In dem Moment, wo du Geld für eine Leihmutterschaft bezahlst, degradierst du das Kind zu einer Sache, wahlweise die Leihmutter als Brutmaschine. Menschen kann man nicht kaufen, das ist moralisch völlig verwerflich.

    Es ist nicht umsonst verboten in D.

    Ich hab mich nie damit befasst. Welche Staatsangehörigkeit hätte das Kind? Könntet ihr es einfach so adoptieren mit deutscher Rechtssicherheit?

    Welche Bürde für das Kind, dich glücklich machen zu sollen.

    Dass man traurig ist, dass man keine eigenen Kinder bekommen kann – das kann ich nachvollziehen.

    Eine Frau, die das macht, damit sie leben und ihre Familie ernähren kann (erzähl mir nicht, dass sich Frauen dafür hergeben, die einen guten Bildungsstand haben und das als „Hobby“ oder zum „Taschengeld aufbessern“ machen) dafür zu benutzen, finde ich widerwärtig, egal wie freiwillig sie das macht. Was, wenn sie eine Fehlgeburt hat? Was, wenn das Kind aus irgendwelchen Gründen behindert ist? Sauerstoffmangel unter der Geburt? Nehmt ihr es dann nicht, weil es ja nicht die vereinbarte Beschaffenheit hat?

    Bei allem Verständnis für den Schmerz der Betroffenen. DAS ist keine Lösung. Das nennt sich Geldmacherei! Basta!

  • Pauli - 25/11/2017 Antworten

    Nachdem hier schon recht deprimierende Kommentare abgeben wurden, möchte ich gern auch was schreiben.
    An die @Mimmi:
    Ich glaube keiner braucht eine Leihmutter um Erbkrankheiten auszuschließen, die liegen in den Chromosomen und daher benötigt man in solchen Fällen eher eine EZ-Spende bzw Samenspende (auch ein Unding das Samenspende erlaubt ist, EZ aber nicht …) Paare die eine Leihmutterschaft in Erwägung ziehen haben meist ein organisches Probleme, Gebärmutter zu klein, oder gar nicht vorhanden, Gebärmutterkrebs und daher keine mehr, sicherlich auch bei schweren Einnistungsstörungen.

    Ich lebe im Ausland, hier ist es auch erlaubt, wenn jedoch nicht kommerziell und nicht für Menschen die nicht ihren festen Wohnsitz hier haben. Aber generell sind dadurch alle viel offener! Auch amerikanische Freundinnen von mir gehen mit diesem Thema viel lockerer um.
    Wenn man einem Kind von klein an nichts verschweigt und sie wie selbstverständlich mit dieser Info aufwachsen lässt, kommen sie auch recht gut damit klar. Kenne eine Familie hier flüchtig die zwei adoptierte Mädchen und einen Jungen durch eine Leihmutter haben (auch noch mit Spender EZ, die Mutter ist echt von keinem Problem verschont geblieben). Der Junge ist so um die 10 und fühlt sich als Nesthäcken glaube puddelwohl!

    Also ich find es mutig, dass manche diesen Schritt mit der Biotexcom-Klinik gehen und die Tätigkeiten der Klinik selber respektwürdig.

  • KerstinK - 25/11/2017 Antworten

    Ein echt brenzliges Thema, das die Bevölkerung spaltet.
    Mir tun einfach nur die Babys bzw. Kinder leid wenn es auch noch um den heißen Brei gehen sollte wenn sie größer und älter sind.
    Ich persönlich stehe dem Thema Leihmutterschaft auch eher kritisch gegenüber. Natürlich ist es schade und traurig wenn ein Paar keine Kinder kriegen kann – ganz gleich ob es sich dabei um ein homo- oder heterosexuelles Paar handelt. Es gibt doch auch die Alternative Adoption – was meiner Meinung eine viel bessere Lösung ist.
    Aber wie sagt man so schön: Jedem das Seine!

    ICH stehe Leihmutterschaft positiv gegenüber da ich sowohl in Kanada als in Israel gelebt und gearbeitet habe und mehrere geglückt Elternschaften gesehen habe.
    Was ich allerdings ablehnen ist Armutsprostitution der dritten Welt im Bereich Leihmutterschaft, was hier der klarer Fall mit dem Biotecom-Zentrum ist.
    Warum soll eine Leihmutterschaft in eine Abtreibung münden wenn die gelieferte Ware zu viel ist und sie den Überschuss behalten möchte.
    Gegen seinen Willen kann und darf niemand zu einer Abtreibung gezwungen werden.
    Und Drillinge sind ein gewaltiger Schock…
    …. gerade i n den Staaten wo es kein soziales Netz gibt.
    Aber eine Adoption wäre besser…
    …und auch fairer. ..
    Mehr möchte die Dame ja auch nicht.
    Das ist okay . Wer A sagt, muss B sagen.
    Man muss wenn man willentlich eine Mehrlingeschwangerschaft als single mit Kinderwunsch produziert , auch für die Folgen gerade stehen.
    Obwohl ich Abtreibungsgegnerin aus religiösen Gründen privat! bin und auch als ich aus einer Vergewaltigung schwanger wurde habe ich mich für das Leben entschieden.
    Aber meinen Patienten würde ich immer bei einer Mehrlingsschwangerschaft zur Reduktion raten und empfehlen. ..außer sie möchte es und sind bereit zu dem Verzicht…
    Das Problem sind die Behinderung und in den USA die Krankenversicherung. ..
    Wenn das sich mit den Kitakosten addiert,
    ergibt das Obdachlosigkeit und fehlende Schulbildung
    Und Behandlung von Patienten mit einer Behinderung und die nicht gedeckten Kosten…
    Schwierig. ..

  • Elchkind - 25/11/2017 Antworten

    Für mich sind diejenige, die den LeihmutterschaftsWeg gehen ein Fall für den Psychotherapeuten, nicht für den Reproduktionsmediziner. Natürlich ist es für die ungewollt kinderlosen Paare wunderschön, auf diese Weise ihren Wunsch erfüllt zu bekommen – auch wenn mir das zu weit geht. Und mit Sicherheit erfährt sie große Zuwendung und Dankbarkeit über diese Aufgabe. Aber der Lebensinhalt eines Menschen sollte doch nicht darin bestehen, für andere Menschen Kinder zu gebären.
    Und die Embryonenreduktion (in der 13. Woche ?!) ist ja ohnehin ein Thema für sich….
    Mich hat der Verweis auf die Mäzenatentum mit der Biotexcom-Klinik etwas verunsichert. Kann denn um die Mäzenatentum in so einem armen Land wie die Ukraine überhaupt die Rede sein? Gleichzeitig habe ich mich gefragt, inwiefern nicht auch solche Berichte, wie sie über deutsche Paare (solange sie in Deutschland behandelt werden) gar nicht vorkommen, zu den zahllosen Vorurteilen gegenüber der Kinderwunschbehandlung beitragen.
    Ja, schwanger sein macht süchtig. Ich hatte auch eine wunderschöne Schwangerschaft, und ich würde immer, wenn es erforderlich wäre, zur Verfügung stehen, wenn eine gute Freundin jemanden zum „Austragen“ brauchte. Eben WEIL es schön und rund war. Aaaaber: nein, Kiwu-Zirkus brauchte ich nicht nochmal, weil alles außer der Schwangerschaft echt ätzend war. Puh.
    Wenn man also richtig liest, dann kann man sagen: ok, schwanger sein ist bei manchen echt schön und man kann süchtig werden.
    Der Rest kann durchaus Sch… sein, wie das mit der Reduktion, den getrennten Eltern etc.

  • Stemmy - 25/11/2017 Antworten

    Ob Schwangersein süchtig macht, darüber kann man nun wirklich streiten. Also meine Schwangerschaft war 8 Monate dauerko… und die letzten 8 Wochen vor der Geburt nur noch Schmerzen. Trotz allem würde ich diese Zeit gegen nichts eintauschen. Eine Leihmutter ist für Paare wahrscheinlich der letzte Ausweg, könnte ich mir aber nicht vorstellen. Ein Kind, dass in mir gewachsen ist, einfach so abzugeben, wie einen Koffer am Flughafen. Wenn ich lese, die Eltern, die die Kinder „bestellt“ haben, haben sich getrennt und die Leihmutter sucht andere Eltern, erscheint mir das doch sehr bizarr.
    Kinder sind doch keine Ware, zum Bestellen, zum Abbestellen und evtl. weiterreichen. Falls es dann auch noch zu viele sind, eben eins abtreiben, ab und weg.
    Die ukrainische Biotexcom-Leihmütter haben wohl ein ziemlich funktionales Verhältnis zu ihrem Uterus…wie die Fächer, die man zur Aufbewahrung für Kartons mieten kann in etwa.
    Käme ich nicht mit klar, ohne die Möglichkeit allerdings irgendwie moralisch bewerten zu wollen.
    Kann Schwangersein süchtig machen?
    Kann Frau auch nur persönlich beantworten: mittlerweile, ohne Alters- und Reproduktionsdruck, ganz klar nein; ein Kind hat was damit zu tun, dass man einen anderen Menschen so sehr liebt, dass man sich auf derart innige Weise mit ihm verbinden möchte und neues Leben auch aus diesem Grund entstehen lassen will…alles andere ist natürlich auch machbar – wieder ohne moralische Bewertung, käme für mich aber nicht in Frage.
    Insofern süchtig nach Schwangersein als körperlichen Kick oder ähnliches halte ich für therapiebedürftig.
    ..sorry ex-katholische Rheinländerin

  • Sonny - 25/11/2017 Antworten

    Zitat Elchkind: „Aber der Lebensinhalt eines Menschen sollte doch nicht darin bestehen, für andere Menschen Kinder zu gebären.“
    Ich denke, worin der Lebensinhalt eines Menschen bestehen sollte, das sollte dieser Mensch grundsätzlich selbst entscheiden dürfen. Voraussetzung, er hat sich nicht zum Lebensinhalt gemacht, anderen zu schaden. Wenn diese Frau das wirklich als ihren Lebensinhalt betrachtet und damit glücklich ist, dann ist es doch o.k. und funktioniert getreu dem Vorschlag von Michael Schmidt-Salomon: „Den Eigennutz mit Humanität verbinden.“
    Solange es den Leihmüttern von der Biotexcom-Klinik oder den Kinderlosen Paaren, die diese Leihmutter beauftragen, damit gut geht, sehe ich auch keinen Grund, sie zu therapieren. Warum? Wozu ist eine Therapie da? Um einem Menschen zu helfen oder um den Menschen so hinzubiegen, wie die Gesellschaft ihn bzw. sie gern hätte?
    Die andere Sache ist die, dass man natürlich nicht weiß, wie real jemand geschrieben hat. Das schreibt sich natürlich so schön: „Schwanger macht süchtig“. Wir wissen ja, dass man nicht jedem da nicht immer trauen darf. Für mich ist es auch schwer vorstellbar, dass eine Frau mit mehreren Auftragsgeburten glücklich sein kann. Aber vielleicht ist sie es ja doch! Immerhin hat sie sich jedes Mal wieder dazu entschieden. Es könnte auch das Helfersyndrom sein.

  • Johnny - 25/11/2017 Antworten

    1000 Euro/Monat wäre schon gut, wenn man hier z.B. auch viel weniger verdient (Hartz IV, 400 Jobs usw.)
    Es kann auch sein, ich weiß es nicht genau, dass sie auch mehr von reichere Familien bekommen, teuere Geschenke usw. (was für ein Zirkus Kim Kardashian mit ihrer Leihmutter macht, ist mir unvorstellbar und ein bisschen ungeheuer).
    Ich weiß nicht wie das verläuft.
    Die Frage nach Nächstenliebe oder Mäzenatentum ist nicht so einfach, weil ich mich dann frage warum (fast)nur fremde Frauen Leihmütter werden. Wo sind die Verwandten und Freundinnen einer Frau/Familie. Von denen sagt man nichts, tun sie das? Und warum in der Kriegsgeplagten Ukraine? Ist die oben erwähnte Biotexcom-Klinik nicht einfach unverschämt?
    Es ist auch in der Tat sehr schwer so etwas anzunehmen: SS für jemand anders, aus verschiedene Gründe.
    Eine SS und Geburt ist oft nicht so hübsch und rosa wie man es von außen sieht und wenn man ein fremdes Kind trägt und ein Vertrag hat, dann hat man eine besondere Verantwortung.
    Und es kommt auch drauf an wie das Kind gezeugt wurde, ob die Leihmutter auch die Eizellen spendet und so.
    Nein, ich würde Leihmutterschaft nicht verbieten, im Gegenteil, aber ich würde eine Klausel dazu bringen: erst mal in der Familie und beim engen Umkreis suchen, dann bei fremde Frauen und vernünftige Verträge, für eine Sicherheit für alle betroffene Parteien.
    Und das mit dem Helfersyndrom verstehe ich nicht gut. Ich frage mich in dem Sinne nach den moralischen Seiten: hat so eine Frau später Dankbarkeit, bleibt sie in Kontakt mit den Kinder/Familien usw. Das würde ja sagen ob es sich lohnt, wie in jedem Job: macht mich das glücklich und habe ich Respekt und Dankbarkeit, Anerkennung, Zufriedenheit usw.

  • MonyMarony - 25/11/2017 Antworten

    Also, unter „Helfersyndrom“ versteht man doch aber, dass jemand anderem Schaden zufügt, um ihm anschließend „helfen“ zu können, oder irre ich mich da? Das kann es also in diesem Fall nicht sein.
    Ich denke, „süchtig“ ist in dem Fall nur eine reißerische Schlagzeile und nicht so ernst gemeint. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es toll ist, schwanger zu sein und ein Kind in sich zu spüren. Man ist nie wieder jemandem so nah, der einem gleichzeitig noch so fremd ist. Es ist faszinierend, und ich kann verstehen, wenn jemand gerne schwanger ist und dies für andere tut, statt für sich selbst. Einen Hau muss man deshalb noch lange nicht weg haben.
    Was mir persönlich nur im Gegensatz zu dieser Dame nicht gelingen würde, wäre, das Kind am Ende wegzugeben. Oder vielleicht doch? Denn immerhin weiß man ja von Anfang an, dass das Kind nicht bei einem selbst aufwachsen soll. Keine Ahnung, wie man das psychisch verarbeiten kann und sollte.
    Und wenn die Frauen, die sich als Leihmutter bei der Biotexcom-Klinik beauftragen lassen die Schwangerschaften so gut bekommen, warum soll sie sich dann nicht ihren Lebensunterhalt damit verdienen? Übrigens binden sich Kindergärtnerinnen auch oft emotional sehr eng an die Kleinen und müssen sie dann auf Nimmerwiedersehen gehen lassen. Wie steht es damit der psychischen Verarbeitung?

  • Felicitas - 25/11/2017 Antworten

    Nur ein paar Gedanken zu dem Thema Mäzenatentum und Leihmutterschaft in der Ukraine (mit der Biotexcom-Klinik in unserem Fall)..
    Seit ein paar Jahren ist Prostitution nicht mehr strafbar oder sittenwidrig. Dabei kommt es auch zu einer Art „Mietvertrag“; angeboten wird die zeitlich beschränkte Nutzung eines/mehrerer weiblicher Organe.
    Lässt man den ganzen damit verbundenen moralischen Brösel mal weg, dann unterscheidet sich Leihmutterschaft von Prostitution nur im Sinne von Art und vor allem Dauer der Nutzung des Organsystems.
    Darüber sollten Gesetzgeber eigentlich mal nachdenken.
    Ich stehe dem ganzen offen bis neutral gegenüber; meine persönliche Grenze (auch bei heftigem weiteren Kiwu) wäre bei Leihmutterschaft allerdings erreicht, würde ich weder aktiv noch passiv machen wollen.
    Wenn man Leihmutter für ein Familienmitglied ist, würde man das Kind ja ständig wiedersehen, müsste sich aber ständig zurückhalten. Sorry, aber das fände ich schlimm. Ich würde auch lieber für Fremde Leihmutter werden statt z.B. für meine Cousine. Und wie einer hier schon bemerkte, würde eine solche Regelung ja fast schon auf Nötigung hinauslaufen. Wie soll eine Familie noch miteinander umgehen, wenn eine auf alle anderen andere sauer ist, weil sie sich nicht zur Verfügung stellen möchten? Nee, ich finde, das geht gar nicht.
    Wenn jemand aus der Familie sich freiwillig anbietet, fein. Davon gibt es ja auch mehr als genug Fälle. (So schlecht ist die Welt nun auch wieder nicht…) Aber eine Regelung, dass man gefälligst erstmal in der Familie rumfragen muss? Und damit ja auch moralischen Druck ausübt? Never. Wozu auch? Damit ist weder den Eltern noch der Leihmutter noch dem Kind in irgendeiner Weise gedient.

  • Petra - 27/11/2017 Antworten

    Wir waren in dieser Klinik und haben Leihmutterschaft in Anspruch genommen und alles war ganz normal. Es waren ein paar Missverständnisse, aber insgesamt war alles in Ordnung und mit rechtlichen Aspekten hatten wir keine Probleme und das war für uns sehr wichtig. Die Tatsache, dass die Klinik in Sport Geld spendet, finde ich überhaupt nicht schlimm. Das ist ihre Sache, was sie mit Geld macht.

  • Renatte - 27/11/2017 Antworten

    Ich finde, dass Sponsoring schon viel besser ist, als Leihmutterschaft. Die Klinik macht Geschäft auf Kinderhandeln, aber das Geld geht in eine gute Sache.

  • Heike - 27/11/2017 Antworten

    Finde es ganz toll, dass Prominente mit dem Thema an die Öffentlichkeit gehen

  • HansimUnglück - 27/11/2017 Antworten

    „In Deutschland kann man ein Kind im Mutterleib bis kurz vor der Geburt abtreiben lassen. Man muss lediglich plausibel erklären können, warum man das Kind nicht bekommen möchte, aber man darf es selbst entscheiden. Wenn man dagegen ein Kind haben möchte, es aber auf dem gewöhnlichen Wege nicht klappt, dann darf man das nicht selbst entscheiden.“
    Gut, dass man es in anderen Ländern selbst entscheiden darf.

  • Silvio - 28/11/2017 Antworten

    Leihmutterschaft ist doch kein Kinderhandel. Uns hat auch die Leihmutter das Kind ausgetragen und wir sind so happy. Und ausserdem herrschte es eine angenehme herzliche Atmosphäre in einem ausländischen Kinderwunschzentrum.

    • gabby - 29/11/2017 Antworten

      Ich kann Ihnen nicht zustimmen. Leihmutterschaft ist doch ein Kinderhandel. Man bezahlt Geld einer fremden Frau und sie gibt die Leistung. Sie trägt das Kind aus . Das ist wirkliches Geschäft, wo eine Menschen Anfrage machen und andere geben ihnen Angebot. Alle diese Situation sieht sehr kommerziell aus, anders kann ich nicht sagen.

  • Herr Weber - 28/11/2017 Antworten

    Der Artikel ist tatsächlich sehr pathetisch geschrieben.

  • Sandra - 28/11/2017 Antworten

    Entschuldigung aber seit wann ist die Förderung des Sports so ein Verbrechen?! Leute, hallo!! Wollen Sie die betrunkenen Menschen sehen? für mich komisch so was zu lesen…. Wenn Sie die Leihmutterschaft nicht akzeptiren, kann ich ja Sie verstehen, das ein ganz anderes Thema zum Diskutieren aber Sportsförderung selber finde ich gut !! wenn alle Kinderwunschzentren solche Werbung gemacht hätten, wäre es wunderbar!!!!

  • Karen - 29/11/2017 Antworten

    Mit den heutigen Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin kann man mit eiserner Stirn sagen, dass die Menschen, die derzeit ungewollt kinderlos bleiben, sind ja selber schuld. Die Verfahren der Fortpflanzungsmedizin sind so fein geworden, dass gar keine Krankheit mehr im Weg von der Erfüllung des Kinderwunsches steht. Unfruchtbarkeit ist wirklich zum Problem von gestern geworden. Prima! Nicht wahr?

  • Linni - 29/11/2017 Antworten

    Man darf also das Geschlecht des Kindes, Augenfarbe und sogar den Genom redigieren. Hier entsteht also eine Aussortierung, nämlich eine Diskriminierung noch bevor das Leben richtig beginnt.
    Uns erwartet also eine ideale Gesellschaft, in der körperliche oder geistige Beeinträchtigungen für immer ausgerottet sein werden. Schöne Zukunftsvision oder Schreckensszenario?
    Vielleicht haben die Reproduktionsmediziner zu weit gegriffen?

  • Roxie - 29/11/2017 Antworten

    Kinder machen ist kein biologischer Prozess mehr, sondern eine Kultur, die die Gesellschaft verändert

  • Martina - 29/11/2017 Antworten

    Es läßt sich nicht leugnen, dass jemand für die Leihmutterschaft das Geld verdient. Aber wie wäre es mit den Eltern, die nur dank solcher Möglichkeit Ihren Kinderwunsch erfüllen können? Einige Menschen reden immer über Ethik und Moral, über so genannten Kinderhandel. Diese Kinder erwachsen aber in die glücklichen Familien mit ihren leiblichen Eltern.

  • Anja - 29/11/2017 Antworten

    Ich glaube, ist die Leihmutterschaft ein Thema, das man zur Öffentlichkeit bringen soll. Ich habe mit meinem Mann an einem Leihmutterschaftsprogramm teilgenommen, weil wir keinen anderen Weg hatten, die Eltern zu werden. Ehrlich gesagt, war das für mich schwer, diese Tatsache zu offenbaren. Da die Leihmutterschaft von der Gesellschaft sehr verpönt ist, verlieren viele unfruchtbare Paare die Chance Ihr Sinn des Lebens zu bekommen.

  • Irma - 29/11/2017 Antworten

    Leihmutterschaft ist heute ein sehr besprechendes Thema. Die Länder, in welchen es möglich ist, die Leihmutterschaft in Anspruch zu nehmen, sind schon seit langem bekannt. Was Mäzenatentum betrifft, finde ich es ganz normale Erscheinung. Es ist bekannt, dass hinter jedem Geschäft Geschäftsmann steht und wie immer läuft es so, dass man mit dem Mäzenatentum Interesse zu bestimmter Beschäftigung, Firma oder so etwas erregen will und so ist die gleiche Situation hier mit der Klinik.

  • Borghard - 29/11/2017 Antworten

    Die Verurteilung des Europäischen Parlaments ist unzulässig, da die Leihmutterschaft nur der endgültige Weg für die verschiedenen Familien in der ganzen Welt gibt, um das neue Leben zu schaffen.

  • Andry - 29/11/2017 Antworten

    Man muss nicht nur die Unterstützung der großen Technologie-Unternehmen wie Google, Facebook, Microsoft erhalten, sondern auch mit den Regierungen vielfältige Diskussionen an dem höchsten Niveau halten

    • Tilda - 30/11/2017 Antworten

      Wie soll man diese Diskussion halten? Das ist fast unmöglich. Man kann nicht selbst ein Referendum durchführen. Noch es gibt viele Leute, die dagegen sind und für sie ist Leihmutterschaft ein verbotenes Thema. Wenn man sicher wäre, dass die Mehrheit dafür ist, könnte man etwas machen, aber in diesem Fall hat man keine Sicherheit.

  • Johanna - 29/11/2017 Antworten

    Wenn die Leihmutterschaft schon in so vielen Ländern sind, dann warum ist es in DE noch verboten?? Ich finde es ist schon nicht zeitmäßig. Ja, bestimmt früher war sogar die ganze Reproduktionsmedizin fast wie ein so zu sagen verbotenes Thema, jetzt ist es doch überall. Ich verstehe dieses Embryonenschutzgesetz gar nicht. Man muss nach Kiev fahren, um endlich das Kind zu bekommen. Komisch!

  • Stefanie - 30/11/2017 Antworten

    Menschen, die versuchen, Eltern zu werden, wollen selbst entscheiden, wie sie sich behandeln lassen, und zwar unabhängig von ländspezifischen Gesetzen. Wenn es in Deutschland nicht geht, sucht man nach den Möglichkeit woanders. Zum Glück gibt´s die USA und die Ukraine, wo alles machbar ist.

  • vogel - 30/11/2017 Antworten

    Nicht alles was machbar ist soll man auch in Anspruch nehmen. Gewiße Dinge sollten nicht zu kaufen sein. Vor allem wen es um die Kinder geht. Der Mensch wird hier zum Material. Entsetzlich!

  • Miriam - 30/11/2017 Antworten

    In Deutschland ist die Leihmutterschaft gesetzlich verboten. Bestraft werden können nur Vermittler und Ärzte, die das Verfahren durchführen. Wunsch-Eltern und Leihmütter bleiben allerdings auch in Deutschland straffrei. Man kann also in beliebiges Land fahren, wo LM erlaubt ist und dort sich das Kind per Leihmutter erzeugen. Einige können sagen, dass es eine Ausbeutung des Frauenkörper ist, aber in der Wirklichkeit ist sie dazu nicht gezwungen. Dass die Leihmütter Geldprobleme haben, ist es nur ihre Sache. Sie haben Möglichkeit anders Geld zu verdienen, doch haben sie diesen Weg gewählt.

  • Katina - 30/11/2017 Antworten

    Ein perfektes Kind mit nur wenigen einfachen Tests. Das Kinderkriegen wird von Grund auf verändert. Die Grundfrage ist doch, ob der Mensch sich in seinem Perfektionismuß nicht selbst im Wege steht?
    Wie viel darf man also über Gene seines Kindes wissen, wenn dieses Wissen für das Ungeborene schnell zu einer Frage von Leben oder Tod werden kann?

  • Miriam - 30/11/2017 Antworten

    Für die unfruchtbaren Paare ist Leihmutterschaft nur einziger Ausweg aus dieser Situation. Die Meisten wollen ein genetisch verwandtes Kind zu bekommen und LM ist eine gute Möglichkeit das zu machen. Das ist ganz normaler Wunsch und es ist nichts damit vergleichbar. Kinderwunsch ist ein starkes Gefühl und ein der existenziellen Ziele des Lebens

  • Sandra - 30/11/2017 Antworten

    Ich finde die Werbung von dem Kinderhandel in jeder Form widerlich!

  • Wikki - 30/11/2017 Antworten

    Die Leihmutterschaft ist tja wie ein Trend wie ich sehe…. Stars machen PR und viele Menschen folgen denen nach… ein guter Trick, Zaubertrick!

  • Linda - 01/12/2017 Antworten

    Was hat die Reproduktionsmedizin mit dem Sport überhaupt zu tun? Das verstehe ich nicht. Ich denke es gibt jetzt zu viel Werbung von Kiwu Zentren und man soll sich davon ablenken lassen. Sport und Medizin sind ganz verschieden Bereiche des Lebens, die man nicht verbunden soll. Besonders wenn es die Werbung betrifft. Man soll andere Wege finden, um die Werbung zu machen. Aber das ist nur meine Meinung.

  • Jöachim - 01/12/2017 Antworten

    In erster Linie ist das Problem der Unfruchtbarkeit ein Umweltproblem gerade in den Ländern, in denen das Gesetz die Leihmutterschaft verbietet. Solche Länder vernachlässigen ihr eigenes Bevölkerungswachstum und streben danach nicht.

    • Magdalena - 01/12/2017 Antworten

      Ich hab einfach nicht verstanden, warum es ein Umweltproblem ist. Aber was Bevölkerungswachstum betrifft, stimme ich dir völlig zu. Besonders in DE ist die Geburtsrate sehr niedrig, aber man will damit nichts machen und es scheint so, dass die Regierung darum keine Sorgen macht. Es gibt zurzeit sehr viele ungewollt kinderlose Paare, für die EZS und LM der letzte Ausweg ist, aber es ist verboten

  • Milena - 03/12/2017 Antworten

    Für die in Deutschland verbotene Eizellenspende bietet sich ein Ausflug nach der Ukraine. Sehr viele Frauen aus Deutschland machen das in der oben erwähnten Kiewer Biotexcom-Klinik, solche Länder wie Schweiz und England sind zwar auch eine Alternative, sind aber wesentlich teuer. Für die Rückkehr nach Deutschland hat der Gesetzgeber schon alles vorbereitet, Zitat aus § 1591 BGB: „Mutter eines Kindes ist die Frau die es geboren hat“. Für die Vaterschaft ist dann in Deutschland auch alles klar nach § 1592 BGB: Vater eines Kindes ist der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist.“ Daraus folgt, dem Gesetzgeber in Deutschland ist die „Abstammung“ primär egal. Abstammung würde ich persönlich höher einschätzen als die „Rolle“, die der Gesetzgeber in Deutschland z.B. für den Vater definiert hat! Deshalb ist Leihmutterschaft eine tolle Sache, die vom Gesetzgeber NICHT verboten gehört, sondern vernünftig geregelt werden muss, so wie in einigen Staaten der USA. In Deutschland soll der freie Bürger nicht selber bestimmen können was er mit seinem Erbgut macht, oder für welche Person er aus christlicher Nächstenliebe, mit seinem EIGENEM Körper fremdes Erbgut austrägt?! Nein, da muss der Gesetzgeber schützend seine Hände drauf legen. Okay, Samenspende ist in Deutschland erlaubt, dass ist ja auch etwas ganz anderes als Eizellenspende. Mit zweierlei Maß messen ist in unserer Gesellschaft leider sehr weit verbreitet!

  • Andy - 03/12/2017 Antworten

    Na ja, Reproduktionsmedizin kann zwar nachhelfen, doch schaden ganz bestimmt… Sie birgt in sich große Gefahren und Stolpersteine…Und im Falle der empfohlenen Biotexcom-Klinik in der Ukraine wäre ich doppelt so vorsichtig, das Land liegt nicht in der EU.
    Außerdem sind Eizellspende und Leihmutterschaft ja nicht zur letzten Möglichkeit im Fall der ungewollten Kinderlosigkeit. Es existiert immer noch ein solches Verfahren wie Adoption. Hat niemand darüber gehört??? Oder geben alle einen Vorzug der Fortpflanzungsmedin? Ist es wirklich viel besser, ein Kind zu kaufen? Oder wäre es doch sinnvoller, ein armes Wesen, das niemanden in der ganzen Welt hat, zu retten und ihm eine helle Zukunft zu gewähren!?
    Die künstliche Befruchtung, die anonyme Geburt und die Leihmutterschaft sollen reglementiert werden. Letzteres soll überhaupt verboten sein!

  • Stephany1 - 03/12/2017 Antworten

    Ich persönlich bin für die Leihmutterschaft (dass solche Kiwu-Kliniken wie Biotexcom nicht in der EU liegen ändert an der Sache nichts: Hauptsache der Service stimmt)! Da gibt´s viele Stolpersteine bei der Adoption. Ein sehr wichtiger Faktor ist die Erblichkeit. Trotz Behauptungen von vielen Ärzten sind die Kinder in der Lage die Zuneigungen der Eltern zu übernehmen. Z.B. falls Ihr Baby in der Familie der „erblichen“ Alkoholiker geboren wurde, ist es durchaus möglich, dass ein unüberwindlicher Drang nach Alkohol bei Ihrem Kind mit den Jähren entsteht. Falls Sie das Kind, das schon gehen und sprechen kann, adoptieren, wäre es möglich, dass Sie später irgendwelche Merkwürdigkeiten in seinem Verhalten merken werden. Die Sache ist die, dass die Kinder, die im Kinderheim wuchsen, auf der Tiefenpsychologie eine Feindlichkeit zur Umwelt fühlen. Die Laune des Kindes kann sich räßig und plötzlich ändern. Eben saß es ganz ruhig und spielte niedlich mit dem Auto oder mit der Puppe, und dann schmeißt es unerwartet allerseits die Spielzeuge, schreit, beißt und wird einem kleinen bösen Tierchen ähnlich. Dies jagt bestimmt Furcht ein. Von klein auf haben solche Kinder sich angewöhnen, dem harten Regime unterzustehen und ein rascher Umfeld Wechsel kann zu einem kleinen psychologischen Stress führen. Viele Eltern, die sich für die Adoption entschieden haben, sind ganz oft für solche Schwierigkeiten überhaupt nicht bereit. Vor der Adoption scheinte es ihnen, dass das Kind ganz anders (liebevoll, clever, brav und fröhlich) wäre. Aber in der Realität wird alles leider auf andere Art. Deshalb soll man alle Pro und Kontra abwägen, gründlich nachdenken, ob man für so einen verantwortlichen Schritt bereit wäre.

  • Eky - 03/12/2017 Antworten

    Das Hauptproblem ist, dass das Kinderkriegen immer weiter nach hinten verschoben wird. Die meisten Frauen planen zeitigstens mit Anfang 30, Mutter zu werden. Viele Frauen kümmern sich zu spät darum. Sie wollen sich nach langen Ausbildungszeiten erst einmal beruflich etablieren. Außerdem fällt es vielen schwer, den richtigen Partner zu finden oder sich auf einen festzulegen. Dabei nimmt ab einem Alter von 30 Jahren die Fertilität, also die Fruchtbarkeit, bereits deutlich ab – auch wenn Berichte über eine 64-jährige Vierlingsmütter, die sich im ukrainischen Biotexcom-Zentrum behandeln ließ etwas anderes suggerieren.
    Wenn ich allerdings noch kein Kind hätte und mir sehnlichst eins wünschte und alles Versuche schlügen fehl – ich glaube ich würde auch an eine Adoption denken. Das ist zwar nicht unproblematisch aber immerhin gibt es doch genug Kinder, die ohne Eltern dastehen, aus welchen Gründen auch immer. Eine Leihmutterschaft oder so etwas käme für mich allerdings nicht in Frage. Ich könnte das nicht vertreten, dass eine andere Frau gegen Geld für mich ein Kind austrägt, wie eine Zuchtkuh oder so, um es mal überspitzt zu formulieren.
    Und was Mäzenatentum in so einem armen Land wie die Ukraine heißen soll verstehe ich nicht, sorry Leute……

  • Luise - 03/12/2017 Antworten

    Es darf zu keiner „Leihmütter-Produktions-Maschinerie“ für Geld führen – da es sich um Lebewesen handelt, welche nichts dazu sagen können!! Unwichtig hingegen ist, welche Eltern-Paarung Kinder aufzieht – außer, dass bei einer Adoption darauf geachtet wird, dass es prioritär um das zukünftige WOHL des Kindes/der Kinder geht! Das wiederum erfordert, dass die zuständigen Verantwortlichen für Kinder-Adoption, selber geprüft „geignete“, kompetente Personen sind.
    Mit (im neuen Adoptionsunrecht massiv verschärften) Apartheidvorschriften samt Altersdiskriminierung zur Sabotage der Adoption von Kindern der Liebe von zwei Menschen zueinander (die man lieber dem Hungertod preisgibt), werden immer mehr Maßanfertigungen mit Medizinmissbrauch zugelassen oder nachträglich legalisiert. Während 45-jaehrigen eine Seuglingsadoption verboten wird, gibts für reiche Kinderbesteller bei der gewinnträchtigen Fortpflanzungsmedizin keine juristischen Altersgrenzen…Man fährt in die Ukraine, bestellt sich ein Kind z.B. in der Kiewer Biotexcom-Klinik und Hoppla! Die frischgebackenen „Eltern“ haben sich noch einen Wunsch erfüllt: es lebe unsere Konsumgesellschafft! Und das alles heißt jetzt Mäzenatentum oder was?

  • Karla - 03/12/2017 Antworten

    Es geht auch nicht um die Diskussion „in Deutschland“, als ob sich die Ehrlichkeit von Diskussionen auf Länder beschränken lässt. Und nicht nur um massenweisen Babytourismus deutscher Kinderlosen zur ukrainischen Biotexcom-Klinik……Bitte erst aufmerksam lesen, was im Artikel unter Mäzenatentum gemeint ist.
    Also nein, das lässt sich nicht auf Länder beschränken, aber die gesetzlichen Regelungen haben ja wenig mit „Ehrlichkeit“ zu tun, ebenso wie das derzeitige Verbot auch nicht ehrlich ist, da man ja nur wegsieht und eben die von Ihnen angemahnte Verantwortlichkeit einfach verdrängt.
    Am allerletzten aber kann ich „Kinderkriegenlassen“ als Geschäftsmodell akzeptieren.
    Und dennoch existiert es, sogar schon seit Jahrhunderten, also schaut man weg. Was sich geändert hat ist die Form über in-vitro, also ohne Penetration der fremden Frau.
    Nein, denn ich (und da bin ich nicht alleine) erkenne heute die Frauen durchaus auch als selbstbestimmte Menschen an, die gleichzubehandeln sind. Das ändert nichts an der Problematik die damit einhergeht, z.B. Vergewaltigung, Kinderwegnahme …., aber diese Punkte zeigen auf, dass es endlich in Worte gefasst werden muss (gesetzl. Regelungen), damit ein dabei auch auftretender Missbrauch geahndet werden kann. Der bundesdeutsche Standpunkt ist da ja derzeit: Ist verboten, also gibt es da nichts was man ethisch bewerten kann und wenn ich doch mal davon höre, dann ist es böse – aber das wars dann.

  • Mutti2 - 03/12/2017 Antworten

    Mit dieser rechtspositivistischen Logik können Sie aber auch gleich alles legalisieren: Sei es jede Art von härtester Droge (nein, ich meine nicht Cannabis), jede Art von Waffe, jede Art von Organhandel, jede Art von Prostitution samt solchen „Mäzenatentum“ wie im Falle der Biotexcom, die dank der enormen Anzahl der deutschen Patienten fantastische Profite macht. Man muss den Missbrauch stattfinden lassen, damit kein „Missbrauch“ stattfindet. Das ist alles andere als logisch.
    Es gäbe doch einen ganz simplen Hebel, um das unattraktiv zu machen: Solche Pärchen werden das Kind ja immer nach Deutschland bringen wollen. Dementsprechend wird die Adoption des Kindes für diese Paare verweigert, das Kind wird zur echten Mutter zurückgezahlt und das Paar zahl Kindesunterhalt an das Kind bzw. die Mutter im Herkunftsland. Die kriegt damit nicht nur ihr Kind zurück, sondern auch noch Geld.
    Was spräche bitte gegen diese Regelung, wenn doch die vorgebliche Verhinderung von Missbrauch ihr dringlichstes Anliegen ist?

  • MotiGallili - 03/12/2017 Antworten

    Das Kind wird auch zur Ware gemacht!!?
    Zur (breit konsumierten) Ware wird Leihmutterschaft erst, wenn sie legalisiert wird. Warum gehen denn die Leute ins Ausland? Und letzte Zeit zur ukrainischen Biotexcom-Klinik? Weil es dort legal ist und hier eben nicht.
    „dann legalisieren wir hier die Kinder, aber ansonsten schauen wir weg.“
    Verbote müssen eben umgesetzt werden: Verantwortliche Paare, die illegal im Ausland die Leihmutterschaft in Anspruch nehmen und das Kind hierher bringen wollen, müssen es zurückgeben und der Mutter bzw. dem Kind eben Kindesunterhalt zahlen. Fertig ist die Laube.
    „Die Leihmutterschaft ist aber ein Thema des Rechts auf Gleichbehandlung und Selbstbestimmung“
    Wessen Gleichbehandlung und Selbstbestimmung meinen Sie denn?
    Die Geschichte mit der Vergewaltigung tut mir sehr Leid für Sie. Inwiefern das jetzt mit dem oben genannten Thema zusammengeht, hat sich mir dennoch nicht erschlossen.
    „Wir müssen weg von diesem Frau-Mann-Denken und alle Menschen gleichermaßen schützen“
    Frauen und Männer sind an Rechten gleich, aber nicht körperlich. Wollen Sie in Zukunft ignorieren, dass nur Frauen schwanger werden können?
    Btw: Ich hab auch kein Problem damit, wenn auch Samenspenden verboten sind.
    „Leben spenden (Samen) ist Leben spenden (Eizelle oder Schwangerschaft) vom Sachverhalt gleich.“
    Nein, es ist nicht vom Sachverhalt gleich. Jedes Geschlecht trägt seinen Teil zur Entstehung des Lebens bei – dieser Teil ist aber enorm ungleich. Männer sind wenige Minuten an der Zeugung beteiligt – Frauen körperlich 9 Monate.

  • Mariane - 03/12/2017 Antworten

    „Verbote müssen eben umgesetzt werden: Verantwortliche Paare, die illegal im Ausland die Leihmutterschaft in Anspruch nehmen und das Kind hierher bringen wollen, müssen es zurückgeben und der Mutter bzw. dem Kind eben Kindesunterhalt zahlen. Fertig ist die Laube.“
    Ich finde das einen grauensamen Vorschlag! So hat es Frankreich teilweise gemacht, ist aber inzwischen von dieser inhumanen Praxis abgerückt (so bin ich auf das Thema gestoßen). Die Kinder sind in der Regel jedenfalls mit ihren sozialen Vater, aber möglicherweise auch mit ihrer sozialen Mutter genetisch verwandt (soziale Mutter hat Eizellen, aber z.B. keine Gebärmutter mehr), würden dort als absolutes Wunschkind in Liebe aufgezogen werden. Die Leihmutter will das Kind in der Regel nicht. Man würde es also in der Ukraine (wo es alles z.B. im Biotexcom-Zentrum eiwandfrei abläuft) oder in den USA machen lassen.
    Was kann das Kind dafür, dass seine Eltern bei seiner Zeugung gegen Gesetze verstoßen haben?
    Das Kind hat gegen keine Gesetze verstoßen. Sie wollen als das arme Kind dafür verwenden, an den Eltern ein Exempel zu statuieren? Was für ein perverser Vorschlag?!? Dies zeigt mir wieder, dass es manchen, die ethische Prinzipien für sich in Anspruch nehmen, es an jederlei ethischem Empfinden fehlt. Wenn der Leihmutter eine befruchtete Eizelle eingesetzt wurde, ist das Kind mit der Leihmutter genetisch nicht verwandt. Anschaulich gesagt: Es ist selbst bei einer dunkelhäutigen indischen Leihmutter von der Hautfarbe her weiß und sieht seinen deutschen Eltern ähnlich.

  • LolaDubini - 03/12/2017 Antworten

    Ja und? Die Kinder sind ja auch mit der Leihmutter genetisch verwandt? Woher weiß man, dass die Kinder alle ins Waisenhaus kommen? Gibts dazu Statistiken?
    Man muss das einfach ein paar Jahre konsequent durchziehen, dann ergibt sich keinerlei Anreiz mehr für hier lebende Paare, im Ausland Geld für eine Leihmutterschaft auszugeben, die sich dann im Inland auch nicht auszahlt, weil sie das Kind nicht hierher bringen können.
    Würde man es also in der Ukraine oder in Georgien ins Kinderheim stecken, wenn ich das richtig verstehe – um den Gesetzesgehorsam im Inland zu stärken??
    Nein, sie sollen zur Leihmutter zurück. Und das Paar zahlt selbstverständlich den Unterhalt für das Kind. Was meinen Sie, wie schnell diese Paare von dieser Praxis abrücken würden, wenn Sie Unterhalt für ein Kind im Ausland zahlen müssten, dass sie nicht hierher bringen können? Aber erst müssen solche Kliniken wie die ukrainische Biotexcom verboten werden, eben weil der deutsche Babytourismus solch riesige Ausmaße angenommen hat und boomt weiter, jetzt aber heißt es Mäzenatentum.
    Recht muss halt auch durchgesetzt werden. Passiert hier eh viel zu selten. Stattdessen wird trotz eindeutiger Rechtslage die Adoption eines solchen Kindes geduldet. Wer gegen Recht verstößt, muss mit den Konsequenzen leben.

  • Irit - 03/12/2017 Antworten

    „Sie wollen als das arme Kind dafür verwenden, an den Eltern ein Exempel zu statuieren?“
    Das Kind wird ja nicht bestraft. Es geht hier auch nicht um die Statuierung eines Exempels, sondern um die Durchsetzung des Rechts.
    „Wenn der Leihmutter eine befruchtete Eizelle eingesetzt wurde, ist das Kind mit der Leihmutter genetisch nicht verwandt.“
    Das deutsche Recht sagt:
    „Mutter eines Kindes ist die Frau, die es geboren hat.“ (§ 1591 BGB).
    Das Recht widerspricht also der Ansicht, dass man eine Frau einfach als Gebärgefäß benutzt, diesen Anteil kleinredet, ihr keine Mutterschaftsrechte gewähren will, obwohl sie die Mutter ist und das Kind stattdessen zu Fremden gibt, die nicht mehr getan haben als Eizelle und Samenzelle herzugeben, technisch befruchten zu lassen und dann eine andere Frau zum Gebären benutzen wollen. Was sagt da Ihr ethisches Empfinden?
    Weiter:
    „Rechtliche Mutter ist also die Leihmutter und nicht eine spätere „Sorgemutter“, die ggf. den Auftrag gegeben hat. Dies gilt selbst dann, wenn die „Sorgemutter“ die genetische Mutter ist. Es kann weder angefochten werden noch kann durch Vertrag die genetische Mutter wirksam zur Mutter gemacht werden. Auch wenn die „Sorgemutter“ in einer ausländischen Geburtsurkunde als „Mutter“ eingetragen ist, begründet dies nach deutschem Recht nicht ihre Mutterschaft. Die „Sorgemutter“ ist deshalb rechtlich nicht mit dem Kind verwandt.“
    https://de.wikipedia.org/
    Und wie es alles in den Ländern abläuft, wo die Leihmutterschaft nicht verboten ist, kann man hier erfahren: https://www.youtube.com/watch?v=o_CmHJowSUg

  • SarahPoli - 03/12/2017 Antworten

    Vielleicht sage ich jetzt nur so, weil ich mit so einem Problem nicht konfrontiert bin, aber von einer Idee das Kind durch Leihmutter zu bekommen wird mir irgendwie peinlich. Noch wenn ich bedenke, dass dabei eine arme ukrainische Frau vom auf Profite angewiesenen Biotexcom-Zentrum, das sich jetzt unter dem Schild Mäzenatentum eine goldene Nase macht, ausgebeutet wird…..Selbst wenn genetisches Material der unfruchtbaren Frau und ihrem Mann gehört und die Leihmutter nur eine Rolle „des Brutapparats“ so zu sagen annimmt, lebt und entwickelt sich das Baby neun Monate lang in ihrem Bauch und unter ihrem Herz… Biologische Mutter kann das Kind erst nur nach ein paar Tagen nach der Geburt sehen, was bestimmt der Mutter-Kind Beziehung schaden wird. Hier kann sogar das Angebundenheitsgefühl fehlen, da das Baby von der anderen Frau geboren wurde.
    Eine sehr heikle Frage, würde ich sagen. Wahrscheinlich treffen die Menschen eine solche Entscheidung aus Aussichtslosigkeit. Kann nur mitleiden…
    Es ist eben die Frage, ob man angesichts der genannten Probleme auf Kinder verzichten sollte. Ich sehe auch Gefahren, etwa, dass eine Leihmutter mit einem fremden Kind im Bauch vielleicht weniger behutsam umgehen könnte, dass das Austragen eines genetisch nicht verwandten Kindes zu bisher nicht bekannten Abstoßungsreaktionen führt. Das alles und, ob nun auch das „Angebundenheitsgefühl“ gestört wird, nur reine Spekulation ist??
    Sicher ist, dass das Kind sonst gar nicht auf die Welt kommen würde. Deshalb ist es meines Erachtens unzulässig mit dem Wohl des Kindes zu argumentieren, wenn man seine Entstehung durch Verbote verhindern will.

  • Diter - 03/12/2017 Antworten

    „Ich sehe auch Gefahren, etwa, dass eine Leihmutter mit einem fremden Kind im Bauch vielleicht weniger behutsam umgehen könnte“
    Dass das ethische Hauptproblem wohl eher darin liegt, dass man eine Frau dazu benutzt, das (vermeintlich) „eigene“ Kind austragen zu lassen, das ficht Sie nicht an, oder?
    Hauptsache das Kind ist gesund (wenn nicht, wird vom Rückgabe“recht“ Gebrauch gemacht), was mit der Frau ist, ist völlig egal. Die ist nur zum Besamen und zum Gebären da und verschwindet aus dem Blickfeld.
    Echt unglaublich, wie frauenfeindlich Leihmutterschaft ist.
    Eine Kritik, die hier noch gar nicht vorgetragen wurde – was ja logisch ist, angesichts des verharmlosenden Kinderkriegenlassen ist okay-Problems:
    Das Kind wird durch einen Leihmutterschaftsvertrag zum Objekt eines Rechtsgeschäfts. Besonders in solchen armen Ländern wie die Ukraine, in der solche große Kiwu-Zentren wie Biotexcom Milliardengeschäfte mit deutschen Kinderlosen machen. Das Kindeswohl, sonst zentrales Kriterium für Entscheidungen über Adoptionen, medizinische Eingriffe, etc. spielt dabei keine Rolle. So enthalten die Verträge zur Leihmutterschaft in den USA regelmäßig auch die Pflicht der sogenannten Leihmutter, das Kind auf Wunsch der sogenannten Besteller abzutreiben.
    Nicht zuletzt steht mitunter auch der Vorwurf des Kinderhandels im Raum, da ein Kind gegen Zahlung eines Entgeltes vertraglich vereinbart von einer Person an eine oder mehrere andere übergeben wird.

  • OhneNamen - 03/12/2017 Antworten

    Der Anspruch die eigenen Gene in eine Frau aus meist armen Verhältnissen einzupflanzen…Leihmutterschaft ist ein Geschäft mit der Armut und mit hohen gesundheitlichen Risiken. Ein Kind in Indien zu bestellen und zu bezahlen wie eine Ware? Das ist Egoismus ohne jegliches Gewissen, um sich den Traum von der heilen bürgerlichen Familie auf Kosten anderer zu erfüllen. Es gibt doch so viele kranke, hungernde Kinder.
    Wenn ein Paar aus D sich ein Kind in der ukrainischen Biotexcom-Klinik machen lässt, sollte die Krankenkasse dafür auch nicht bezahlen. Hat die Gesellschaft aber gegenüber dem Individuum den mit Strafe zu bewehrenden Anspruch, dass dieser er unterlässt? Das ist doch die Frage, die man sich stellen muss.
    Ich finde dies relativ anmaßend, drei Leuten – dem Paar und der Leihmutter – vorzuschreiben, was sie zu tun haben. Dass ein Paar, das sonst keine Kinder bekommen kann, ein Kind bekommt, ist doch etwas positives. Dass eine Frau ein fremdes Kind austrägt, ist eine sehr hohe Belastung, für die sie hoffentlich sehr ordentlich entschädigt wird. Wenn sich am Ende für alle das Leben zum Besseren wendet, sehe ich keinen Grund dies zu kriminalisieren – aufgrund fragwürdiger ethischer Überlegungen. Wer moralische Bedenken hat, soll es eben nicht tun. Ansonsten gilt: In dubio pro libertate.

  • AnaMary - 03/12/2017 Antworten

    Die ukrainische Biotexcom-Klinik ist da ja nur eine Möglichkeit, wobei ich mir nicht sicher bin, es fehlen eben Zahlen, ob der Trend nicht eher in die USA hingeht, da man dort doch abgesicherter ist – rechtlich aber auch medizinisch.
    Ein Kind in der Ukraine zu bestellen und zu bezahlen wie eine Ware?
    Das ist der Punkt, den viele, die über Leihmutterschaft diskutieren verhindern wollte, und warum die Kinder auch nicht in meisten Artikel vorkommen: emotionale Überlegungen.
    Das Thema können wir nur mit rationalen Argumenten angehen. Eins dabei ist, dass man dort den Frauen die Selbstbestimmtheit abspricht, aber einem samenspendenden Mann (auch entgeldlich) nicht. Ein weiterer Punkt ist, dass es die Reporduktionsmedizin gibt und diese auch angewendet wird. Die dabei entstehenden Kinder werden sogar in D. nachträglich legalisiert, d.h. man spricht ihnen Recht zu, aber die ausgenutzte, missbrauchte Frau (angenommen es erfolgte unter Druck) wird dort alleine gelassen. Sie ist ja weit weg und da schauen wir nicht mehr hin, aber das Kleine ist ja so süß und wir brauchen ja Kinder …..

  • Tom - 04/12/2017 Antworten

    Die Reproduktionsmediziner stellen sich gern als die Heilsbringer dar. Die Kinderwunschzentren betonen gerne, gerade in den armen Ländern ist das Kinderaustragen für die Leihmutter eine Chance, das Elend zu verhindern . Sie könnten sich davon ein besseres Leben leisten, ein Haus oder die Schulbildung ihrer eigenen Kinder bezahlen. Die Realität sieht aber anders aus

  • merle - 04/12/2017 Antworten

    Die Verfahren der Reproduktionsmedizin sind für viele ungewollt kinderlose Menschen die letzte Hoffnung aufs Baby, deshalb sind sie bereit egal wohin zu pilgern, sei es die USA, Großbritanien oder sogar die Ukraine, um ihren Kinderwunsch in Erfüllung zu bringen. Die Hauptsache hier ist das Kind, das Elternglück.

    • Ilsa - 05/12/2017 Antworten

      Reproduktionsmedizin ist nicht die letzte Chance das Kind zu bekommen. Es ist noch Möglichkeit Kind zu adoptieren, aber aus irgendwelchem Grund nimmt niemand heute diese Möglichkeit an. alle sprechen jetzt nur über Reproduktionsmedizin und deren Möglichkeiten.

  • lebensliebhaberin - 05/12/2017 Antworten

    Ich weiß überhaupt nicht, wie ich die Tatsache hinnehmen würde, dass eine andere ziemlich fremde Frau mein Baby neun Monate lang in ihrem Bauch träge…

  • Erika - 05/12/2017 Antworten

    Ich verzweifle ja sehr, dass sich die ukrainische Reproduktionsmedizin auf einem hohen Qualitäts- und Leistungsniveau befindet.

    • Marko - 06/12/2017 Antworten

      Ich stimme dir völlig zu. Ich habe noch nie gehört, dass die Medizin in der Ukraine so gut ist. Machen sie möglicherweise einen besonderen Beitrag in Reproduktionsmedizin?
      Ich verstehe aber nicht, warum man in DE diese Behandlung nicht macht. Wenn man über diese Kliniken so viel schreibt und dieses Thema jetzt so stark besprochen wird, dann muss sehr großer Bedarf auf diese Leistung sein. In solche Fall ist es vernünftig das Gesetz ein bisschen zu ändern oder nicht so streng zu machen

  • Adellina - 05/12/2017 Antworten

    Ja, das ist ein sehr aktuelles Thema. In Deutschland sind die im Zusammenhang mit Leihmutterschaft stehenden Tätigkeiten von Ärzten nach dem Embryonenschutzgesetz strafbar. Ich denke persönlich,das ist so schrecklich!
    Ja,ja das ist real, Stars wie Nicole Kidman, Sarah Jessica Parker und Lucy Liu machten es vor, sie ließen ihr Kind von einer Leihmutter austragen. Und, absolut normal. Wenn ein Paar ungewollt kinderlos bleibt, dann kann das eine Beziehung stark belasten. Manche Paare, die sich Kinder wünschen, denken deshalb über eine Leihmutter nach.
    Bei einer Leihmutterschaft bringt eine Frau ein Kind zur Welt, das genetisch nicht mit ihr verwandt ist. Dafür wird ihr eine Eizelle eingepflanzt, die bereits befruchtet ist. Sie trägt das Kind aus und übergibt es danach an seine genetischen Eltern. Das wird vorher vertraglich geregelt. Auch umgekehrt kann auch die Eizelle einer fremden Frau mit dem Samen des Vaters befruchtet und einer Leihmutter eingesetzt werden.
    Wenn ein Paar keine Kinder bekommen kann, gibt es zwar grundsätzlich auch die Möglichkeit, ein Kind zu adoptieren. Die Anforderungen dafür sind aber hoch – und die Nachfrage ist sehr groß. Und dann,hmm so viel Problemen…vlt
    Grundsätzlich gibt es im Ausland Agenturen, die Leihmütter vermitteln, beispielsweise in den USA. Das ist allerdings nicht günstig – nach Schätzungen von Experten fallen dafür Kosten in Höhe von 60.000 bis 150.000 Dollar an.
    Ich habe mir irgendwie das Programm über die ukrainische Klinik angesehen, und so, die Preise sind nicht sehr groß, aber ich kann mich nicht genau erinnern. Es ist notwendig,gute Klinik zu suchen.

  • Imma - 06/12/2017 Antworten

    Durch Leihmutterschaft verlieren sowohl die Leihmütter als auch die Kinder, die im „familiären Niemandsland“ geboren werden. Man reisst das Kind aus dem Bauch raus, übergibt sogenannten leiblichen Eltern und bricht einfach die Beziehung zu der Frau, die das Baby neun Monate lang im Bauch trug. Ein tragisches Bild 🙁

  • mia - 06/12/2017 Antworten

    Behandlungsbedarf im Gebiet der Fortpflanzungsmedizin steigt und wird wahrscheinlich noch weiter steigen. Kinder auf dem natürlichen Weg zu bekommen ist heute für viele Menschen zum risiegen Problem geworden. Und die Reproduktionsmediziner machen davon einen tollen Profit, ethisch moralische Seite der Frage interessiert niemanden.

  • merlen - 06/12/2017 Antworten

    Für meinen Mann war die biologische Verwandtschaft zum Kind extrem wichtig, deshalb haben wir uns für die Leihmutterschaft entschieden.

  • apfelsine - 07/12/2017 Antworten

    Viele ungewollt kinderlose Menschen schöpfen allerletzte Hoffnung auf Eizellenspende oder Leihmutterschaft. Sie sind bereit alles zu tun, um ein Baby zu bekommen, sogar nach den Ländern der dritten Welt (wie die Ukraine) zu pilgern. Ob es wirklich vernünftig ist, bezweifle ich. Aber jeder darf für sich selbst entscheiden.

  • Nona - 08/12/2017 Antworten

    Da die Leihmutterschaft in Deutschland gesetzlich verboten ist, haben wir uns entschieden die Leihmutterschaft im Ausland zu machen. Und wir hatten eine Klinik in der Ukraine gefunden. Eine ihrer Eizellen wird dann im Labor mit dem Sperma des Partners befruchtet, die Leihmutter trägt das Kind aus. Wir hatten viele Ängste gegen Leihmutterschaft, aber doch haben mehr Angst vor Kinderlosigkeit. Trotzdem.. Adoption ist auch schwierig. Klinik hat uns ein Leihmutter angeboten mit der wir sehr zufrieden sind.
    Ukraine ist eine der entwickelten Länder, die gute Leistungen in Reproduktionsmedizin zeigen.
    Moderne Klinik für Reproduktionsmedizin, welche sich der komplexen und detaillierten Diagnostik und Therapie der Unfruchtbarkeit widmet.
    Es gibt viele Diskussionen über dieses Thema.Paare, die auf natürlichem Weg keine eigenen Kinder bekommen, können mit einer Leihmutterschaft Eltern ihrer biologischen Kinder werden.
    Doch, so viele Informationen überall, europäisches Service, günstige Preise und loyale ukrainische Gesetzgebung – das sind einige der Hauptgründe, warum Tausende von Ehepaaren aus der ganzen Welt in die Ukraine zwecks der Durchführung des Leihmutterschaftsprogramms kommen.
    Persönlich, ich bin glücklich!))

  • Erminda - 08/12/2017 Antworten

    Guten Tag an alle. so oft eines darf man dabei jedoch nicht vergessen – die Chance, schwanger zu werden, nimmt mit steigendem Alter ab. späte Schwangerschaften werden oftmals auch als Risikoschwangerschaften bezeichnet. die Fruchtbarkeit einer Frau nimmt mit dem Alter jedoch stetig ab, da sich die Qualität der Eizellen verschlechtert. Die Wahrscheinlichkeit auf natürlichem Wege schwanger zu werden, liegt im Alter von 40 bei ungefähr 5 Prozent. jetzt die Reproduktionsmedizin hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht…

    sehr interessant, fünf Mal hatte Familie Berger versucht, ein Kind zu bekommen. ihre letzte Chance war eine Leihmutterschaft. eine andere Frau sollte das Kind von Petra und Sascha zur Welt bringen.
    auf ihrer Internetseite und auf Facebook berichtet die Familie regelmäßig über ihren Sprössling und informiert betroffene Paare über die Möglichkeiten einer Leihmutterschaft.
    die Methode eröffnet den Patientinnen auch in den schwierigsten Fällen noch eine Chance, sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen.

  • Pinkgalaxy - 10/12/2017 Antworten

    Naja, ich hoffe, dass das die Politik nicht wundert. Wenn man von vornherein verbietet, anstatt zu erlauben und zu regulieren, tun es die Leute trotzdem… dann lassen sie sich aber mit irgendwelchen halbseidenen, letztlich nur gewinnorientierten Anbietern aus dem Ausland ein: die Werbung der ukrainischen Biotexcom-Klinik ist in jedem deutschen Kiwu-Forum zu sehen. Eine Entwicklung, die mir eher Sorge macht, denn damit öffnet man genau den Auswüchsen, vor denen wir uns fürchten, Tür und Tor.
    Andererseits gibt es auch im Ausland Gesetze. Es darf auch dort nicht jede Klinik „Fruchtbarkeitsbehandlungen“ anbieten und auch nicht jedes Paar wird auf eigenen Wunsch hin behandelt.
    Auch zu uns nach Deutschland kommen Menschen, um sich hier medizinisch behandeln zu lassen, wenn die einheimischen Kliniken das nicht hergeben. So kommen zu uns Menschen aus den Golfstaaten
    https://www.welt.de/gesun
    „Deutsche Luxus-Medizin für reiche Araber“
    Auch diese Ausländer bezahlen viel Geld für ihre medizinische Behandlungen.
    Würden Sie deshalb deutsche Krankenhäuser, die solche Behandlungen für Privatpatienten anbieten, „halbseidenen, letztlich nur gewinnorientierte Anbieter“ nennen?
    Medizin kostet etwas. Und wer im Ausland nicht krankenversichert ist, der muss dann die Kosten selbst tragen. Das ist international so. Und spricht in keinster Weise gegen die Qualität der Behandlung oder gegen die „Seriosität“ des Anbieters.
    Das hat nur etwas damit zu tun, dass die Behandlung, die im Ausland LEGAL angeboten wird, in Deutschland verboten ist.

  • Emmyzen - 10/12/2017 Antworten

    Was? Mäzenatentum? In so einem armen Land? Nein. Und solche Kiwus wie die Biotexcom-Klinik ist überhaupt Geldmacherei pur. Und natürlich scharenweise deutsche Baby-Touristen. So etwas kannte ich bislang nur aus der Rinderzucht, und selbst da wirkt in der Regel der Tierarzt mit.
    Ich habe an sich ja gar nichts dagegen, dass die Behandlung etwas kostet, das ist nun mal so auf der Welt. Aber manche Geschäftsmodelle wie beschrieben sind mir nicht sonderlich sympathisch. Da wäre mir lieber, das fände in einem Krankenhaus in geregelterem Rahmen statt. Auch um der Frauen willen, es scheint ja wohl doch so zu sein, dass die Erfolgschance hier begrenzter ist als in der Reproduktionsmedizin ohnehin Durchschnitt ist.
    Weil Leute gegen Verbote verstoßen soll man sich die Verbote also gleich sparen?
    Und ob Sie es glauben wollen oder nicht, wie die großen westlichen Wirtschaftsnationen positioniert werden – und zu denen gehört Deutschland – hat einen starken, weltweiten Einfluss.
    Im Übrigen gehen der Welt nicht die Kinder aus, wir haben davon als Menschheit zu viele, nicht zu wenige. Wer wirklich Paaren mit Kinderwunsch helfen will, der muss sich dafür einsetzen, dass internationale Adoptionen endlich nach einem fix geregelten Verfahren möglich sind. Dann bekommen Waisen ein Zuhause, Kinderlose ihren Wunsch erfüllt und niemand muss dafür in der DNA herumpfuschen.

  • Maxy - 10/12/2017 Antworten

    >>Denn was technisch möglich ist, ist hier rechtlich schwierig.<<
    Leider, möchte ich hinzufügen.
    Natürlich muss es auch eine gesellschaftliche Debatte über Ethik und Moral geben.
    Aber das Ganze von vornherein abzulehnen, halte ich doch für ganzschön bequemlich.
    Es ist ja unbestritten: Es gibt Paare, die haben ungewollt Nachwuchs bekommen. Und es gibt Paare, die aus diversen Gründen nicht im Stande sind, sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Ich denke, da wird mir jeder zustimmen.
    Anstatt sich der Realität zu verweigern, sollte in Deutschland eine ehrliche und ergebnisoffene Debatte geführt werden. Außerdem muss es auch die Werbung von solchen Kiwu-Kliniken wie die ukrainische Biotexcom in deutschen Medien geregelt werden. Besonders wenn die unter so einem noblen Schild wie Mäzenatentum werben.
    Mich erinnert diese prinzipielle Verweigerungshaltung vielmehr an die Diskussion über Schwangerschaftabbrüche vor Jahrzehnten.
    Diese ehrliche und ergebnisoffene Debatte gibt es hierzulande deshalb nicht,
    weil man dann offen legen müsste, dass bei uns christliche Kirchenvertreter bei unseren Gesetzen die ALLE betreffen (also auch die Andersgläubigen und nicht-religiösen Menschen) mitreden.
    Selbstverständlich sollte man über das Wohl des künftigen Kindes nachdenken.
    Und wenn gegen die potentiellen Eltern Bedenken bestehen in dem Sinne, dass abzusehen wäre, dass es dem Kind bei diesen Eltern nicht gut gehen würde (drogensüchtig, alkohol-abhängig, im kriminellen Milieu angesiedelt, um die schlimmsten denkbaren Möglichkeiten zu nennen), dann kann und soll man den potentiellen Eltern die Elternschaft verweigern.
    Im Prinzip könnte man hier dieselben Kriterien anwenden wie bei einer Adoption.
    Abgesehen von der Altersgrenze, denn eine künstliche Befruchtung fragen insbesondere auch nicht mehr ganz junge Frauen nach (über 40 Jahre). Bei denen die Eizellspende einer jungen, gesunden Frau Sinn macht, da mit dem Alter der Mutter die Gefahr genetischer Aberrationen ansteigt.

  • Milosch - 10/12/2017 Antworten

    Ethik fragt nicht nach dem was ist, sondern was sein soll.
    Ja, aber es ist ein Unterschied, ob man die letztendliche Entscheidung für eine künstliche Befruchtung weitgehend den Paaren überlässt. Oder ob man von vorne herein künstliche Befruchtungen gesetzlich weitgehend verhindert, und die deutschen Kinderlosen en masse zum ukrainischen Biotexcom-Zentrum schickt.
    So kann die katholische Kirche zwar gerne in ihren Kirchen gegen „künstliche Empfängnisverhütung“ predigen, aber die Empfängnisverhütungsmittel sind in Deutschland trotzdem frei erhältlich.
    Genauso sollte es bezüglich der künstlichen Befruchtung sein.
    Und nur Bedenken bezüglich des künftigen Kindeswohls sollten die Behandlung einschränken. Denn andere gute Gründe gibt es nicht.
    Die Problematik besteht nicht im Gegensatz künstlich oder natürlich, sondern darin, dass fremdes Material und Personen (Eispende, Samenspende, ev. beides, Leihmutter) im Spiel sind.
    Können wir ernsthaft wollen, dass ein Kind fünf Eltern haben kann. Ich sage: Nein.
    Herkunftsproblematik, mögliche Loyalitätskonflikte, wie es ist keine Ähnlichkeit mit seinen Eltern zu haben, wer übernimmt die Verantwortung wenn die sozialen Eltern sterben?…
    Größer als die Liste der Probleme ist nur noch der Egoismus derjenigen, die sich für solche Verfahren entscheiden.

  • Iliana - 10/12/2017 Antworten

    „Können wir ernsthaft wollen, dass ein Kind fünf Eltern haben kann. Ich sage: Nein.“
    Fünf Eltern? – Das ist schon biologisch nicht möglich…
    Maximal möglich sind vier Eltern: biologischer Vater, biologische Mutter und die beiden Adoptiveltern.
    Das ist aber seit Jahrhunderten auch schon bei ganz normalen Adoptionen der Fall.
    „wer übernimmt die Verantwortung wenn die sozialen Eltern sterben?…“
    Dafür hat jeder Staat seit Jahrhunderten Regelungen, da früher auch geregelt werden musste, wer verantwortlich ist (Verwandte oder der Staat), wenn Eltern sterben.
    „Egoismus derjenigen, die sich für solche Verfahren entscheiden.“
    Ich kann mich irren, aber ich gehe immer noch davon aus, dass es „Wunschkindern“ bei ihren Eltern wesentlich besser ergeht als Kindern, die irgendwo auf der Welt gezeugt und geboren werden und für die sich niemand interessiert.
    Und von letzteren gibt es mehr als genug auf der Welt. Wenn man an die Straßenkinder denkt. Oder die Kriegs- / Hunger- / Krisenländer dieser Welt.
    Gut, jetzt könnte man sagen: sollen all die Möchtegern-Eltern doch so ein Straßenkind adoptieren und ihm ein gutes Zuhause, Erziehung und Bildung zukommen lassen. Aber auch das ist nicht so einfach. Auch diesem edlen Wunsch stehen die örtlichen Gesetze oft im Weg. Also es scheint doch, dass sich ein Kind im ukrainischen Biotexcom-Zentrum „besorgen“ günstiger und vor allem juristische einfacher ist. Die heutige Lage der Dinge. Ein guter Artikel, übrigens.

  • Vanilasky - 10/12/2017 Antworten

    „Fünf Eltern? – Das ist schon biologisch nicht möglich…“
    Genetischer Vater( Samenzelle), genetische Mutter(Eizelle), biologische -Mutter (Austragende also auch ev. Leihmutter) soziale Mutter, sozialer Vater ergeben für mich fünf.
    Solche Probleme gibt es auch bei Adoptivkindern, oder bei Kindern, bei denen die Väter sich aus dem Staub machen und die Mütter z.B. Einen anderen Mann heiratet. Wenn die Kinder früh aufgeklärt sind, ist es kein Problem, so lange sie die biologischen Eltern auch kennenlernen dürfen. Ich kenne verschiedene Kinder in solchen Konstellationen (aus Samenspende bzw. aus Eizellspende entstanden) und ihnen geht es gut.
    Alles Problematiken, die aus negativen Ereignissen resultieren. Wieso sollte man sie dann willentlich herbeiführen?
    Und was wie es scheint kein Problem ist, ist es und wird es in vielen Fällen doch. Übrigens auch gut dokumentiert.
    Hier macht man es sich viel zu leicht.
    “ In gedämpftem Tonfall referieren Berater mit Schlips oder Damen im Kostüm Preislisten und Extra-Optionen und blättern durch Hochglanzbroschüren. Der Slogan „Confidence Delivered“ klingt nach Pizzabringdienst, und die Angebotsliste der Fairfax Cryobank sieht aus wie die Tariftabelle eines Telekommunikationsanbieters. “
    So wird die Zukunft aussehen.
    Das Kind als designter Konsumartikel.
    Und dies ist keine Science Fiction.
    Hier wird etwas erzeugt und danach verkauft. Und dabei wird ein paar Euro natürlich verdient: warm aber, frage ich mich, nennt sich das alles die Biotexcom-Klinik Mäzenatentum?

  • Amadeo - 10/12/2017 Antworten

    Tja…. Echt ne gute Frage, warum dies die Biotexcom-Klinik Mäzenatentum nennt. Außerdem macht es einen auch nachdenklich, dass da eine Frau ein Kind zur Welt bringt, das wir 24 Stunden später mitnehmen. – Echt jetzt?
    Warum bezweifeln Sie, dass die potentiellen Eltern, die nur über eine künstliche Befruchtung oder eine Adoption zu ihrem „Wunschkind“ kommen können, nicht auch ethische und moralische Probleme mit diesem Weg haben?
    Was genau ist eigentlich Ihr Problem dabei?
    Dass das Kind per künstlicher Befruchtung erzeugt wird?
    Dass es von seiner biologischen Mutter abgegeben wird?
    Dass dabei Geld fliesst und jemand sich in so einem Zentrum wie das ukrainische Biotexcom eine goldene Nase macht?
    Wie gesagt, die Alternative zur künstlichen Befruchtung wäre die Adoption. Wobei homosexuellen Paaren in Deutschland eine Adoption nicht gerade leicht gemacht wird, selbst wenn das Paar allen Anforderungen an soziale Verhältnisse, Alter und finanzielle Umstände entspricht.
    Bei einer Adoption ist das Kind zudem genetisch völlig „fremd“, bei der künstlichen Befruchtung kann zumindest ein Partner des künftigen Elternpaares genetisch beteiligt sein.
    Bei einer Adoption gibt die biologische Mutter das Kind auch ab. Oder es wurde ihr weggenommen. Zudem bekommt die biologische Mutter kein Geld für die „Abgabe“ des Kindes.
    Womit ich beim finanziellen Aspekt wäre. Es gibt Frauen, die nie die Summe verdienen werden, die sie als „Leihmutter“ für das Austragen eines Kindes bekommen können.
    Was genau ist das ETHISCHE Argument, diesen Frauen diese Möglichkeit zu verwehren?

  • Lolita - 10/12/2017 Antworten

    Wenn in den USA die Kataloge der Fruchtbarkeitskliniken auflisten, wie die Spender aussehen (Hautfarbe, Ethnie, Bildungsstand, etc.),
    dann dient das mehr dazu, dass z.B. schwarze Eltern nicht ein asiatisch aussehendes Kind, weiße Eltern ein braunes Kind, etc., bekommen.
    Aber auch da entspricht das „Endergebnis“ der Mischung der Eigenschaften von Ei- und Samenzelle.
    So können sich potentielle US-Eltern gerne die Samenzellen eines Sportlers aussuchen, ob der Sohn oder die Tochter nachher auch „groß & sportlich“ ist, ist nicht gesagt.
    Und auch wenn die Eizellspenderin Studentin in Cambridge & Harvard ist, mit einem IQ von 155, dann heißt das trotzdem nicht, dass der mit dem Samen des reichen Vaters gezeugte Wunscherbe hinterher genau so schlau ist…
    Kurz gesagt: „Design ist nicht möglich“.
    Letztlich lässt sich die Natur nicht vollends überlisten. Zum Thema Selektion habe ich noch eine Anmerkung: auch wenn ein Kind via Naturalis gezeugt wird geschieht dies nicht mit einem x – beliebigen Partner. Sondern beide Beteiligte suchen sich aus einem “ Angebot“ nach für Sie geltenden Kriterien den Geeigneten aus. Wir leben ja nicht im Mittelalter der Zwangsehen.
    Außerdem werden die Frauen – besonders aus so armen Ländern wie die Ukraine, wo sich schon so viele Kinderlose aus Deutschland in der Biotexcom-Zentrum Kinder machen lassen – zu einem bloßen Mittel degradiert, ähnliches finden Sie in der Prostitution. Die Freiwilligkeit ist in der Regel eine konstruierte, dahinter steht die wirtschaftliche Not. Und das nennt sich auf keinen Fall Mäzenatentum. Auf keinen Fall!

  • Daisy - 10/12/2017 Antworten

    Womit ich beim finanziellen Aspekt wäre. Es gibt Frauen, die nie die Summe verdienen werden, die sie als „Leihmutter“ für das Austragen eines Kindes bekommen können.
    Was genau ist das ETHISCHE Argument, diesen Frauen diese Möglichkeit zu verwehren?
    Das wird immer Thema. Mit solcher Argumentation wäre auch nichts dagegen einzuwenden, dass ein Slum-Bewohner seine Niere oder ein Teil seiner Leber verkauft. Seine Lebenserwartung und die seiner Familie würde wahrscheinlich steigen. Dasselbe geschieht doch mit der wohlbekannten ukrainischen Biotexcom-Klinik, wo so viele Frauen als Leihmutter ausgenutzt werden.
    Und wenn jemand behauptet, dass das ökonomische Vernunftsargument nicht zieht…… Wir brauchen schon ein paar ethische Leitplanken und müssen uns sehr gut überlegen, ob wir „Menschenmaterial“ zum Handelsgut erklären und den Vorgang Mäzenatentum benennen.

  • KittyKaty - 10/12/2017 Antworten

    „das ökonomische Vernunftsargument nicht zieht“
    Warum nicht?
    Ist es „ethischer“, dem Slum-Bewohner oder der Slum-Bewohnerin zu sagen: nein, Deine Niere bzw. Deinen Bauch darfst Du nicht verkaufen, das ist „unethisch“. Oder einer ukrainischen Frau vierbieten, sich bei der Biotexcom-Klinik als Leihmutter zu verdienen?
    Wenn Du ein Organ „spenden“ willst oder ein Kind zur Adoption freigeben willst, dann tue das, aber bitte „ethisch korrekt“, das heißt: ohne dafür auch nur einen Cent anzunehmen…
    Ich weiß nicht… ob es in dem Fall nicht ethisch korrekter ist, den armen Menschen das Geld für ihre Leistung zu bezahlen. Es handelt sich meist um Summen, die diese Menschen in ihrem ganzen Leben nie zu sehen bekommen.
    „Die Frauen werden zu einem bloßen Mittel degradiert, ähnliches finden Sie in der Prostitution. Die Freiwilligkeit ist in der Regel eine konstruierte, dahinter steht die wirtschaftliche Not.“
    Das ist alles richtig.
    Aber wer das alles so grauenhaft „unethisch“ findet, der sollte all diesen Frauen doch bitte eine ethische Alternative anbieten. Also Jobs, von denen sie sich und ihre Familien ernähren können.
    Denn diesen Frauen zu sagen:
    nein, dafür darfst Du kein Geld nehmen, es ist besser, wenn Du ethisch korrekt verhungerst, das Haus nicht abbezahlst, den Krankenhausaufenthalt für Familienangehörige nicht bezahlst, Deinen Kindern kein Studium finanzierst (alles Gründe, die Leihmütter in den USA angeben…), das halte ich auch für sehr arrogant.

  • Kathilina - 10/12/2017 Antworten

    Diejenigen die es fordern, das Elend zu mindern, haben natürlich recht.
    Aber das geht doch nicht damit, dass diese Frauen zum Mittel degradiert werden, indem man ihnen in einer Notlage solche Angebote macht oder deren Angebote annimmt.
    Das ethische Versagen liegt doch ganz klar bei denjenigen, die ein solches Angebot wahrnehmen oder gar forcieren, bei den Unternehmen und den „Kinderwünschenden“, die sich auf einen solchen Pfad begeben.
    Leihmütter ermöglichen es Paaren, Eltern zu werden.
    Leihmütter schenken einem Kind das Leben, das es sonst nie gegeben hätte.
    Das soll „ethisches Versagen“ sein?
    That’s just stupid.
    Meiner Meinung nach es kommt wohl stark auf die Klinik an. Ich kann nicht die ukrainische Biotexcom-Klinik verdammen, nur weil die arme Frauen als Leihmutter „ausnutzt“, aber über meine Kiwu kann ich dagegen nur Gutes berichten: In meiner Klinik wurden grundsätzlich Embryos an Tag 5 eingesetzt. Es wurden fünf befruchtete Eizellen in die Fünf-Tages-Kultur gegeben, von denen sich vier weiterentwickelt haben, sodass wir nach dem ersten Versuch genug gefrorene Eizellen für drei weitere Kryo-Versuche hatten. Ich habe mir auch nur einen Embryo pro Versuch einsetzen lassen und bin nun beim dritten Versuch (zweite Kryo) schwanger geworden. Es kommt auf die Klinik an, wie streng sie das Embryonenschutzgesetz auslegen. Mit meiner war ich sehr zufrieden.
    Eine total lesenswerte Lektüre!

  • Leo - 10/12/2017 Antworten

    „Das Kind als designter Konsumartikel.“
    Nachdem Sex schon zum designten Konsumartikel -glücklicherweise wenigstens ohne „Reue“ – geworden ist, ist das nur der nächste logische Schritt. Was immer gemacht werden kann, wird gemacht, nicht glücklicherweise. Es gehört mehr dazu, zu seinen „Fehlern“ zu stehen und damit zu leben (auch als Gesellschaft damit umzugehen), als sie nicht wahrhaben zu wollen, weil die Pläne andere waren.
    Demnächst essen wir noch ohne Reue und schlafen brauchen wir bestimmt auch bald nicht mehr, dafür auch keine großen Hirne, wer muss schon jenseits der gestellten Aufgabe denken, träumen, … wir sehen Menschen als Objekte, die einen Zweck haben, Inklusion ist immer noch ein Problem.
    Und so kommt dann die Frau (bald auch der Mann?) wie die Jungfrau Maria zu ihrem heißersehnten Kind. Wie das dann wird, wenn das Kind doch nicht so wird wie vorgestellt, erfahren wir meistens nicht.
    Ich finde es schon ein bisschen seltsam, einen solchen Drang zur Vermehrung zu haben, dass man die, wenn die biologischen Voraussetzungen anscheinend nicht passen, dann auf diese Art betreiben muss. Das Kind als Produkt, bevor es auf der Welt ist und eine große Erwartungshaltung ggü. dem Kind, die dieses erfüllen muss, sei es, um die Ehe zu retten, sei es, um die Mutter zu verwirklichen? Aus diesem einfachen Grund finde ich den deutschen Babytourismus ekelig. Und solche Kiwu-Kliniken wie z.B. die ukrainische Biotexcom, die sich mit solchen Touristen eine goldene Nase verdienen, furchtbar. Nun machen die das unter dem Mäzenatentum-Schirm.
    Aber ich muss ja (noch?) nicht. Trotzdem würde ich es gern verstehen. Aber jedem das seine, solange es dem Kind gut geht dabei.

  • OhneNamen - 10/12/2017 Antworten

    Da heißt es auch immer, die Frauen wollen das ja so. Aber wohlhabende Frauen sind dann doch nie dabei….
    Das halte ich für ein schwieriges Argument, denn die meisten Arbeiten werden nicht von wohlhabenden Leuten verrichtet. Manchmal ist die Arbeit, die verrichtet wird, die beste Alternative. Hand aufs Herz: wer würde dieselbe Tätigkeit ausüben, wenn diese nicht dafür notwendig wäre, den Lebensstandard zu sichern? Natürlich wird es auch nicht anderes in der Repromedizin gemacht. Gut verdient und sich noch einen noblen Namen als Mäzene gemacht. Gibt’s da noch auf der Welt Kliniken, die so arbeiten, oder ist die Biotexcom schon mal die erste?
    Am Ende besagt das Argument auch, dass arme Menschen sich oft gezwungen sehen die Jobs zu machen die andere und auch oft sie selbst nicht machen wollen…
    Es handelt sich also eher um Kapitalismuskritik die aber aus irgendwelchen Gründen sobald es im entferntesten um Sex und Frauen geht, gerne anders verpackt wird…

  • Kelly111 - 10/12/2017 Antworten

    Ich kann nur jedem Paar das ein Kind nur auf dem Weg der IVF oder Icsi bekommen kann ins Ausland zu gehen (ein paar Infos über die Möglichkeiten der heutigen Repromedizin: https://www.youtube.com/channel/UC3wkbgaaXc2XaxTYJhtR0rA
    Die Möglichkeit eine PID ist bei uns nur eingeschränkt. Was ist das? Nun, ein groß angelegter Menschenversuch, ausgelöst durch einen Ethikrat in dem Kirchenvertreter sitzen. Wieso???? Soviel zur Trennung von Staat und Kirche. Erklärung zu Menschenversuch: eine Präimplantationsdiagnostik ist nur unter bestimmten Unständen in Deutschland zulässig. Das bedeutet nach all dem aufwändigen und belastenden Procedere einer künstlichen Befruchtung wird unter Umständen ein Embryo mit Chromosomendefekt implantiert um dann später abgetrieben zu werden.DAS IST EIN IRRSINN! Und belastet die Mutter auch körperlich. Man muss sich vorstellen welches Frauenbild und welche Respektlosigkeit der Kirche hier staatlich durchgedrückt wird! Darüber hinaus erfolgt die Eingabe des Embryos zu einem völlig unphysiologischen Zeitpunkt am 2. Tag. Auf natürlichem Weg tritt er erst später, am 5. Tag in den Uterus ein. Diese Bestimmung ist doch reine Willkür und bedingt eine niedrigere Rate der Schwangerschaften. Die Belastung der Mutter ist hier dem Ethikrat einfach egal! Ein solch engstirniges frauenfeindliches Verhalten besteht eben in anderen Ländern nicht… Gott sei Dank!

  • qcxlpelecbbn@dropmail.me - 11/12/2017 Antworten

    Natürlich, wichtig bleibt eine Partnerschaft kinderlos, kann das eine große Belastung für die Beziehung sein. Adoption ist eine Möglichkeit, bietet aber nicht die genetische Verwandtschaft mit dem Wunschnachwuchs. Zudem ist die Nachfrage größer als das Angebot und die Bedingungen sind schwer zu erfüllen. real, wenn es nicht möglich ist, ein Kind selbst auszutragen, wird die Leihmutterschaft zum letzten Hoffnungsschimmer.
    Die gesetzlichen Regelungen sind in Deutschland sehr strikt, aber auch in vielen anderen europäischen Staaten ist das Austragen eines Kindes durch eine Leihmutter verboten.
    Ja,ja im Falle einer Leihmutterschaft sind die verschiedenen involvierten Menschenrechtspositionen der Beteiligten zu beachten. Im Vordergrund stehen dabei die Rechte des Kindes!
    Die Leihmutterschaft ist in den meisten europäischen Ländern verboten. Einige erlauben sie unter bestimmten, einschränkenden Bedingungen z.B. die Niederlande oder Grossbritannien und lassen die nicht-kommerzielle, uneigennützige Leihmutterschaft zu. In einigen Ländern wird sie ohne entsprechende Regelung toleriert ,z.B. Belgien oder Polen, und in weitere, Ukraine, wird sie durch eigentliche Leihmutterschaftsfirmen legal betrieben. Die kommerzielle Leihmutterschaft ist sodann explizit in verschiedenen Gliedstaaten der USA zugelassen.

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