Apple gegen Trump: „Hass ist ein Krebs“

Published 17/08/2017 in Wirtschaft, Wirtschaftspolitik

Apple gegen Trump: „Hass ist ein Krebs“
Tim Cook während eines Treffens über Technologie im Weißen Haus am 19. Juni.

In einer anrührenden Mail an seine Mitarbeiter verurteilt der Apple-Vorstandsvorsitzende Tim Cook nicht nur die rassistischen Übergriffe in Charlottesville. Er schreibt auch, was er von der Reaktion des Präsidenten hält – und kündigt konkrete Schritte an.

Der Vorstandsvorsitzende des derzeit wertvollsten Unternehmens der Welt hat sich klar und deutlich gegen die rassistischen Ausschreitungen in der amerikanischen Stadt Charlottesville am Wochenende positioniert. Und gegen Donald Trump. „Ich widerspreche dem Präsidenten und anderen, die glauben, dass es eine moralische Entsprechung gibt zwischen weißen Rassisten und Nazis und denjenigen, die diesen entgegentreten, in dem sie aufstehen für die Rechte der Menschen“, hat Apple-Chef Tim Cook in einer anrührenden E-Mail an seine Angestellten geschrieben, die dem Internetdienst Recode zugespielt worden ist. Und er fügte dem an: „Beides gleichzusetzen läuft unseren Idealen als Amerikaner zuwider.“

Zugleich kündigte Apple an, zwei Millionen Dollar an Bürgerrechtsgruppen spenden zu wollen, die sich gegen weißen Rassismus einsetzen. Überdies werde der Technologiekonzern zusätzlich noch einmal das Doppelte der Mittel bereitstellen, die seine Mitarbeiter für ähnliche Zwecke spenden. Zudem wolle Apple über iTunes zeitnah eine Option anbieten, mit der Nutzer ebenfalls eine der nun von Apple bedachten Initiativen unterstützen können, das „Southern Poverty Law Center“. Wie der Technikdienst „The Verge“ zudem berichtet, wird Apple in einem damit offenbar zusammenhängenden Schritt seinen Bezahldienst Apple Pay für Internetseiten unverfügbar machen, auf denen rassistische Werbeartikel vertrieben werden.

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