Ford: Wir brauchen kein Software-Update

Published 01/08/2017 in Wirtschaft, Wirtschaftspolitik

Ford: Wir brauchen kein Software-Update
Für mit Dieselmotor: der SUV Ford Kuga

Ford sorgt sich um das Image des Dieselautos – und will es aufpolieren. Vor dem Diesel-Gipfels unterscheidet sich das Unternehmen mit einer verblüffenden Aussage von seinen Konkurrenten.

Kurz vor dem mit viel Spannung erwarteten Diesel-Gipfel am Mittwoch hat der Autohersteller Ford eine klare Botschaft verbreitet über seine Rolle: Er sei weder von den Kartell-Vorwürfen betroffen, noch müsse er die Software in seinen Modelle aktualisieren.

Der Diesel – Aufstieg und Fall einer deutschen Erfindung.

Damit unterscheidet sich der Hersteller, der ein Werk in Köln betreibt, wesentlich von den großen deutschen Konkurrenten. Die haben im Vorfeld des Spitzentreffens bislang umfangreiche Updates angeboten – auf eigene Kosten. Außerdem werden sie wohl den Kommunen Geld anbieten für deren Maßnahmen gegen die Feinstaub-Belastung.

Ford will seinerseits nun mit einem Paket von Umweltmaßnahmen gegen Imageprobleme durch die Diesel-Diskussion vorgehen. „Wir sind entsetzt, dass die gesamte Branche unter Generalverdacht steht“, sagte eine Sprecherin an diesem Dienstag. Auch Ford werde sich gleichwohl an dem geplanten Treffen zwischen Vertretern der Bundesregierung, der Bundesländer und der Autohersteller beteiligen.

Das ab sofort und noch bis zum Jahresende geltende Maßnahmenpaket sieht unter anderem einen sogenannten „Umweltbonus“ zwischen 2000 und 8000 Euro vor für die Verschrottung alter Diesel-Fahrzeuge bis zum Baujahr 2006. Voraussetzung ist jedoch der Kauf eines neuen Ford-Modells.

Daneben können Ford-Kunden eine einjährige Mitgliedschaft eines Fahrradverleihsystem erhalten. Zusätzlich sollen bis Ende des kommenden Jahres 2018 weitere 2500 Elektro-Transporter im Rahmen eines Partnerprojekts mit der Deutschen Post DHL eingesetzt werden.

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