Künstliche Befruchtung und Leihmutter: Milliardengeschäft in Osteuropa

Published 14/02/2017 in Familie, Gesellschaft, Medizin, Medizin & Ernährung, Mensch & Gene

Künstliche Befruchtung und Leihmutter: Milliardengeschäft in Osteuropa

Etwa 1,4 Millionen Paare in Deutschland sind ungewollt kinderlos. Gleichzeitig ist das deutsche Embryonenschutzgesetz so streng wie fast nirgendwo sonst in Europa. Die Folge: Schätzungsweise mindestens 15.000 Paare pro Jahr fahren zu einer Kinderwunschbehandlung ins Ausland, um zum Beispiel eine Eizellspende zu bekommen oder die Dienste einer Leihmutter in Anspruch zu nehmen. Mit diesem Geschäft werden jährlich vorsichtig geschätzt etwa zehn Milliarden Euro umgesetzt, Tendenz steigend.

In der bettelarmen Ukraine ist die Reproduktionsmedizin ein bedeutender Wirtschaftszweig. „Wir können keine Straßen bauen, aber bei Retortenbabys, da sind wir spitze.“ Mit diesem Satz wirbt eine ukrainische Klinik um ausländische Kunden. In der ehemaligen Sowjetrepublik sind die einschlägigen Gesetze besonders liberal: Eizellspende, Leihmutterschaft – alles kein Problem. Auch verzweifelte deutsche Paare nehmen gerne die Dienste einer der insgesamt rund 40 ukrainischen Reproduktionskliniken in Anspruch. Das deutsche Embryonenschutzgesetz ist 25 Jahre alt und wurde bislang kaum reformiert. Ist es noch zeitgemäß? Oder treibt es ungewollt kinderlose Paare in die Arme der ausländischen Reproduktionsmedizin?

Quelle: http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/leihmutter–kuenstliche-befruchtung-osteuropa100.html

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88 KommentareKommentieren

  • Nina - 15/02/2017 Antworten

    Ist es wirklich wichtig für ein verzweifeltes Ehepaar, in welchem Zustand die Straßen sind? Sicher nicht! Sie fahren nach Ukraine nicht für einen Spaziergang durch die Straßen, die mit Medizin nichts mehr zu tun haben. Außerdem kostet diese Medizin nicht viel, wie in den USA bzw. Habe vor kurzem gelesen, dass eine 65-Jährige mit Hilfe ukrainischer Medizin Vierlinge zur Welt geboren hat. Ich denke, dieses Ergebnis zeigt, dass die ukrainische Medizin wirklich Wunder wirkt. Ich kann es sogar nicht vorstellen, wie es möglich sein kann. Und wenn ich, gottbehüte, unfruchtbar wäre, bevorzuge ich die Ukraine mit schlechten Straßen, als USA mit unsinnigen Preisen. Ja, ich verstehe, dass Kinder preislos sind, will aber sowieso nicht zu viel bezahlen, beurteilt mich nicht danach, weil ich nicht reich bin. Es bleibt noch Indien, weiß aber nicht, wie es mit der Reproduktionsmedizin und Straßen dort steht)

    • Anna - 15/02/2017 Antworten

      Ist diese Frau eigentlich nicht verrückt? Wer kümmert sich denn dann um dieser Kinder in 10-15 Jahren zb? Ich finde es in dem Alter eher unverantwortlich noch Kinder zu bekommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Kinder Waise werden, ist sehr groß. Warum ziehen diese Kliniken das Alter von dieser Frau, richtiger Oma nicht in Betracht, vlt Geld ist wichtiger als Moral für sie.
      Ich würde in dem Alter selber definitiv kein Kind mehr in die Welt setzen.

  • Juju - 15/02/2017 Antworten

    Und hier eben in diesem Punkt beobachten wir die Schere zwischen Deutschland und der Ukraine.

  • Nina - 15/02/2017 Antworten

    Ist diese Frau eigentlich nicht verrückt? Wer kümmert sich denn dann um dieser Kinder in 10-15 Jahren zb? Ich finde es in dem Alter eher unverantwortlich noch Kinder zu bekommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Kinder Waise werden, ist sehr groß. Warum ziehen diese Kliniken das Alter von dieser Frau, richtiger Oma nicht in Betracht, vlt Geld ist wichtiger als Moral für sie.
    Ich würde in dem Alter selber definitiv kein Kind mehr in die Welt setzen.

  • april - 15/02/2017 Antworten

    In Deutschland ist Leihmutterschaft gesetzlich verboten!! Noch dazu finde ich es ethisch und moralisch absolut verwerflich: moderner Menschenhandel. Wozu ist denn die Adoption?

    • 123456 - 20/02/2017 Antworten

      Warum den Menschenhandel? LM verkauft nicht den Mensch, sondern vermietet nur ihren Körper. Das Kind entsteht aus der Eizelle und Samen der zukünftigen Eltern, nicht aber der Leihmutter. Also, das Kind wird nicht verkauft, weil es schon das Eigentum von den biologischen Eltern ist. Man kann nicht eigene Sache kaufen. Also, ich glaube es ist kein Menschenhandel.

    • Miki - 17/06/2017 Antworten

      Ein Kind zu adoptieren ist auch nicht so leicht, wie man denkt. Es gibt mehr Wunscheltern, als Waisen. Und nicht jeder kann ein Kind auch adoptieren, also manchmal ist es sogar leichter ein Kind per Leihmutterschaft als per Adoption zu bekommen.

  • niknik - 20/02/2017 Antworten

    Ich verstehe überhaupt nicht, warum man immer sagt, dass es Menschenhandel ist. Warum sollen unfruchtbare Paare leiden? Sie auch wollen ein eigenes Kind haben und sie haben Recht dazu. Und die ukrainische Klinik macht es möglich und auch für solche Paare, die nicht so reich sind. In den USA ist es wirklich zu teuer und außerdem das, dass Kinder preisloses Glück sind, können nicht alle Paare so großen Preis bezahlen. Ich habe gelesen, dass solche Klinik in der Ukraine sehr gute Ergebnisse zeigt, deshalb finde ich, dass ukrainische Straße oder Wirtschaft nicht so große Rolle spielt, besonders wenn man einen großen Kinderwunsch hat.

  • karen5 - 20/02/2017 Antworten

    Meiner Meinung nach ist diese Reform schon nicht zeitgemäß. Und man kann noch hundertmal über Menschenhandel oder so was sprechen und das es moralisch verwerflich ist, aber meistens sagen es solche Leute, die schon ein Kind oder Kinder haben und haben schon dieses Kinderglück erlebt. Aber es gibt immer unfruchtbare oder homosexulle Paare, die keine Kinder haben können und für sie bleibt nur Adoption. Das ist total unfair. Die heutige Medizin hat ein großes Niveau und sie kann diesen Paaren ein Kind schenken, ungeachtet der Tatsache, dass es mit Hilfe der Leihmutter nur passieren kann.

  • gabby - 21/02/2017 Antworten

    Vielleicht ist diese 65-jährige Frau verrückt, aber man sieht deutlich die Ergebnisse der Klinik. Sogar in 65 kann man Vierlinge haben, ist das nicht ein Wunder? So viele sagen, dass es moralisch verwerflich ist, kann aber mindestens jemand wesentliche Gründe dazu sagen? Diese Kinder haben dann eine gute Familie und leben mit allen Komfort. Es ist wichtig, wer dieses Kind erzogen hat, gebären ist nicht alles.

  • Glockler - 21/02/2017 Antworten

    Ich finde es falsch, dass jemand die Notlage von Frauen ausnutzt um ein Kind zu bekommen. Klar kann man sich sagen, dass man den Frauen hilft, weil sie dafür Geld bekommen. Aber diese Frauen tun es nur, weil sie in Not sind. Man lindert ihre Not nicht. Man nützt sie aus. In Indien nicht mehr, aber in der Ukraine nach wie vor, in solchen Kliniken wie Biotexcom, z.B.
    Es geht nicht um das Wohl der Frauen, die fremde Kinder austragen. Es ist nur ein Geschäftsmodell, ein Angebot für die.
    Es fragt ja auch niemand nach der Not der Männer die in südafrikanischen Diamantenminen arbeiten. Sie schon gar nicht.
    Natürlich will niemand deren Not lindern.
    Wie weltfremd ist denn allein der Gedanke, es könnte bei der ganzen Sache um die Interessen von Frauen gehen, die bereit sind, ihren Uterus zu vermieten?
    Die tun das freiwillig.
    Meine Güte!
    Sie tun es nicht freiwillig, wenn sie keinen anderen Weg sehen. Freiwilliges Handeln bedeutet, dass man wählen kann und nicht durch Not getrieben wird.

  • ipoundstuff - 21/02/2017 Antworten

    Was für ein vorurteilhaftes Denken!
    Nicht alle ca. 500.000.000 Frauen in Indien werden Leihmütter, auch nicht die 10 oder 20 oder 50 (?) Prozent davon die ziemlich arm sind. Dasselbe gilt für die Ukraine und die erwähnte Biotexcom-Klinik.
    Nur wenn sich eine Frau dazu entscheidet und dafür ein mehrfaches dessen bekommt, was Sie mit anderer Arbeit in eine Jahr verdienen kann, kann ich das verstehen. Aber es gibt auch viele, die es nicht tun würden.
    „Sie tun es nicht freiwillig, wenn sie keinen anderen Weg sehen.“ Sie sterben ja nicht oder verhungern allesamt, wenn Sie es nicht tun.
    „Warum ist immer nur von der „Not“ der Unfruchtbaren und der Not der Leihmütter die Rede? Es geht doch um die Rechte, Bedürfnisse und die Existenz der Kinder, die als Ware vertickt werden: von der einen Mama verstoßen, von der anderen angeschafft.“
    Oder als Alternative nie geboren.
    Sind sie eigentlich ein Befürworter von Abtreibungen? Würde mich interessieren. Wenn sie konsequent sind, müssten sie das sein.

  • GiGi - 21/02/2017 Antworten

    Der Egoismus besteht nicht darin, sich ein Kind zu wünschen und dieses großziehen zu wollen. Der Egoismus besteht darin, dass dafür auch für unfruchtbare und homosexuelle Paare unbedingt ein neues gezeugt werden muss. Es bestünde ja auch die Möglichkeit der Adoption eines elternlosen Kindes. Meiner Meinung nach sollte man an dieser Stelle ansetzen, bevor man die Leihmutterschaft als neuen Trend definiert.
    Mal ganz ehrlich, auch, wenn sich die Frauen oder Paare noch so sehr ein Kind wünschen, kein Kind bekommen zu können, ist keine Krankheit! Es gibt kein Recht auf ein Kind. Und wir sollten besser den Menschen, die bereits auf der Welt sind, ein besseres Leben ermöglichen, als das wir weiterhin aus egoistischen Gründen zum schlimmsten Übel der Menschheit beitragen, nämlich der Überbevölkerung. Indien hat bereits aufgehört eine Leihmutter-Factory fast für die ganze Welt zu sein. Ihren Platz droht jetzt die Ukraine zu besetzen mit ihrer Biotexcom-Werbung in jedem deutschen Kiwu-Forum. Wo führt das alles hin?
    Ich mache da keine Ausnahme, ob Schwarzafrika, Indonesien, Vereinigte Staaten oder Deutschland /Europa. Wir alle tragen zur Überbevölkerung bei.
    Mein ernstgemeinter Vorschlag, wie (so glaube ich) in Frankreich praktiziert, nur Kindergeld für das erste und das zweite Kind, danach gibt’s keine Zuschüsse mehr.
    Dafür besser das Geld in Infrastruktur wie Kindergärten, Ganztagsschulen, Bildung, kostenlosem ÖPNV usw., stecken. Das ist besser für die (hier) Lebenden.

  • Mr.Q123 - 21/02/2017 Antworten

    Was mir den Atem immer neu verschlägt ist, dass es meist die gleichen politischen und weltanschaulichen Lager sind, die lauthals gegen die „Reduktion“ der Frau zur „Gebärmaschine“ protestieren und dies, wohlgemerkt, auf das eheliche und -Familienleben beziehen, die dann alle möglichen Erklärungen dafür finden, warum es human, menschenfreundlich, ja sogar ethisch erhebend ist, wenn Frauen aus Geldnot ihren Uterus prostituieren und zu allem Über noch das Kind, das sie ausgetragen haben, als Ware hergeben, also zur Ware machen. (Ggf. mit Rücknahmepflicht, wenn Ware beschädigt) Gleichsam als den Höhepunkt emanzipierter familiärer Verhältnisse.
    Es gibt bereits ein Beispiel für die Verweigerung der Annahme von „beschädigter Ware“:
    „Ehepaar lässt Leihmutter mit behindertem Baby im Stich“, SPON, 02.8.2014.
    Eine thailändische Frau trug Zwillinge für ein australisches Ehepaar aus. Eines der Kinder war mongoloid, das Ehepaar verweigerte die Annahme des mongoloiden Kindes ebenso wie die notwendige lebensrettende Herzoperation.
    Die austragende Mutter hatte die Abtreibung des mongoloiden Kindes verweigert, die Operation wurde durch Spenden finanziert, die Austragende behielt das Kind, weil sie es, wie sie es selbst formulierte, neun Monate in ihrem Leib getragen hatte und nicht anders konnte, als sich weiter für dieses menschliche Wesen verantwortlich zu fühlen.
    Aber auch dieses Beispiel bewirkt vermutlich nichts bei denen, die in Kindern, also in Menschen überhaupt Waren sehen, die man wegwerfen darf, wenn sie nicht der Bestellung entsprechen. Oder bei denen, die die Leihmutterschaft als Arbeit sehen (http://de.newseurope.info/?p=41451)

  • Mellie - 21/02/2017 Antworten

    Ausbeutung im 21. Jahrhundert
    Zuerst haben die Weißen, hat der industrialisierte Westen fast alle Kontinente und deren angeblich unterentwickelten Länder kolonialisiert und ihre Rohstoffe und ihre Arbeitskräfte ausgebeutet. Nun beuten die weißen Herren die Frauen und Kinder aus: durch Prostitution und Menschenhandel (Sextourismus, Kinderpornographie: vgl. dazu das Buch von Lydia Cacho „Sklaverei. Im Inneren des Miliardengeschäfts Menschenhandel“) und beuten weiße Herren und Frauen die Gebärmütter nun nicht mehr indischer und ostasiatischer sondern osteuropäische, in erster Linie ukrainischer Frauen aus (jedem deutschen kinderlosen Paar ist der Name Biotexcom gut bekannt). Wahrlich, wir haben es weit gebracht!
    Die Geschichte der Magd
    Oder: Margaret Atwoods „Die Geschichte der Magd“
    Was ist eigentlich so schlimm daran, mit einem Partner, den man liebt, kinderlos zu altern? Gibt es keine Hobbys mehr? Bei 9 Mrd. Menschen auf diesem Planeten braucht es definitiv KEINE künstliche Befruchtung.
    Die westlichen Industrieländer sollten endlich kritisch ihren Lebensstil hinterfragen: Einerseits werden Teenager durch Werbung massiv zum Konsum von Alkohol, Zigaretten, Wegwerfkleidung, u.ä. gedrängt, Twens in einen Marathon von Pseudo-Qualifikationen für den Arbeitsmarkt zwischengelagert, später sind dann Überstunden und voller Einsatz selbst simpelsten aller Jobs dank Lean Management eine Selbstverständlichkeit, nur um dann mit Ende Dreißig festzustellen, dass es mit der Fruchtbarkeit nicht mehr klappt …
    Ich komme gerade aus Schottland zurück, wo es einfach unglaublich viel junge Paare mit Kindern (aber auch viele ältere Paare mit erwachsenen, schwer behinderten Kindern) gibt. Ballermann UND Familiengründung geht einfach langfristig nicht.
    Kinder und Jugendliche müssten viel stärker von den Profitinteressen der Wirtschaft geschützt werden!

  • AKMilli - 21/02/2017 Antworten

    So sehr ich den Kinderwunsch der (unfruchtbaren) Menschen verstehe, so sehr ich die schier unfassbare Leistung und tiefe humane Zärtlichkeit der Leihmütter bewundere, so sehr ich die ganze Leihmutterschaft also verstehe, nachvollziehe und respektiere, fehlt mir doch bei jedem Bericht die Sicht der Kinder.
    Neugeborene sind voller Erinnerung an ihre Mutter und den Menschen um die Mutter herum. Sie kennen die Stimmen, die Rythmen, den Geruch ihrer Familie.
    Das macht ihnen die unvergleichliche Sicherheit des Seins.
    Wie ist es für ein Baby, wenn gleich nach der Geburt fremde Menschen die Eltern sind?
    Was fühlen sie, wenn sie jugendlich sind oder erwachsen? Haben sie die gleiche Sicherheit wie alle anderen Menschen? Was empfinden sie, wenn sie erfahren, dass sie z.B. von der ukrainischen Biotexcom-Klinik an ihre deutschen Eltern verkauft worden sind?
    Fühlen sie sich vielleicht sogar geborgener, weil sie genau wissen, dass ihr Hiersein gleich von mehreren Menschen liebevoll erwünscht war und ist?
    Oder prägt sie eine undeutliche Unsicherheit?
    Haben sie ein unmessbar kleines, aber dennoch prägendes Etwas ihres Gleichgewicht verloren?

  • Fawny - 21/02/2017 Antworten

    „Mit Liebe aus Indien“ oder jetzt nach dem LM-Aus „Mit Liebe aus der Ukraine“
    Ich kann den Wunsch nach Kindern verstehen. Aber….
    Und für Paare mit Kinderwunsch hat das Land einen weiteren Vorteil: Es gibt genügend Frauen, die sich aus finanzieller Not auf die Arbeit als Leihmutter einlassen und ihre Gesundheit aufs Spiel setzen!
    „Die Leihmütter geben alle Rechte für neun Monate ab. Sie werden zu Unsichtbaren“, sagen manche Leihmütter.
    Für ungewollt kinderlose Paare ist die Leihmutterschaft oft die letzte Hoffnung. Denn auch wenn Eizellen und Sperma funktionsfähig sind, werden viele Frauen nicht schwanger. Dann können sie sich ein genetisch eigenes Kind von einer Leihmutter austragen lassen. In anderen Fällen stammen Sperma oder Eizellen oder auch beides von Spendern.
    Viele westliche Paare führt der Kinderwunsch nicht mehr nach Indien sondern nach der Ukraine: Mit medizinischen Dienstleistungen werden dort Millionen verdient, die Umsätze von solchen Kiwu-Zentren wie Biotexcom wachsen stetig. Manche Marktforscher schätzen den Gesamtumsatz in der Reproduktionsmedizin auf rund 400 Millionen Euro jährlich.
    „Miete eine Gebärmutter“,, „Lass den Traum von deinem eigenen Baby wahr werden“, so werben ukrainische Leihmutter-Kliniken um ihre internationale Kundschaft. Das Lockmittel: die Aussicht auf viel Geld. Zwischen 1700 und 6000 Euro sind für eine Schwangerschaft drin, heißt es in einer Studie n einer Frauenorganisation.

  • Kitty - 21/02/2017 Antworten

    Freunde von uns haben durch eine Leihmutter ein sehr süßes Baby bekommen – die beiden sind ein homosexuelles Ehepaar.
    Die Leihmutter hat als Leihmutter davor Zwillinge ausgetragen und hat auch auch eigene Kinder. Sie tut es aus altruistischen Gründen – in vielen Staaten der USA ist die Leihmutterschaft nur so gesetzlich erlaubt. Sie bekommt zwar auch Geld und die Krankenhauskosten, Arztbesuche, … werden bezahlt, aber ihr Hauptbeweggrund ist, daß sie anderen helfen möchte ihr Wunschkind zu bekommen.
    Unsere Freunde sind sehr glücklich, sie haben ihr Wunschkind und sie gehen völlig in ihrer Vaterschaft aus – wenn man sie sieht, dann kann man gar nicht anders, als der Leihmutterschaft durchaus positiv zu sehen!
    Sie haben weiterhin Kontakt zur Leihmutter und sehen sie ab und an und das Kind soll in dem Bewußtsein aufwachsen, daß es bei ihr im Bauch war und sie es geboren hat!
    Aus psychologischer Sicht ist so ein offener Umgang sicherlich das Beste, das Kind wächst so in diese Situation ganz natürlich rein und es weiß, wie es auf die Welt kam.
    Fragwürdig finde ich allerdings die Leihmutterschaft in dritte Welt Ländern oder Schwellenländern, wo diese Frauen definitiv auf das Geld angewiesen sind, wie z.B. in der Ukraine, von wo man massenhaft Biotexcom-Werbung in deutschen Kiwu-Foren zu lesen bekommt, und so vielleicht auch in die Leihmutterschaft gedrängt wurden und sie massive psychologische Probleme bekommen, wenn sie das Baby abgeben müssen und sie eigentlich nicht wollen!
    Leihmutterschaft kann am ehsten aus einem freien Entschluß funktionieren aus psychologischer Sicht!

  • Purppss - 21/02/2017 Antworten

    Nachdem es in Deutschland und vielen europäischen Ländern verboten ist, hört man leider viel zu wenig aus erster Hand über das Thema. Eine Leihmutterschaft in den USA hat natürlich auch den Vorteil, dass einem Säugling mit amerikanischem Pass die Einreise nicht verweigert wird (verweigert werden kann?), was mit einem indischen Pass schon öfters vorgekommen ist.
    Ich bin mir nicht sicher, ob der Druck in den USA und in Indien so unterschiedlich ist. Man sieht da viele Dinge wie man sie sehen möchte und klammert sehr viel aus. Natürlich ist die Amerikanerin absolut reicher als die Inderin, aber sie ist wohl auch nur Leihmutter, weil sie relativ ziemlich arm ist. Sie muss schon behaupten es aus reinem Altruismus zu tun, wer wäre denn schon so herzlos und würde sie engagieren, wenn sie dazu stehen würde es aus Armut zu tun?
    Ich bin nicht gegen Leihmutterschaft. Worauf ich hinaus will, ist, dass es sowohl in der ersten als auch in der dritten Welt Frauen gibt, die selbstbestimmt Leihmütter werden, so wie es hier und dort Frauen gibt die sich dazu gezwungen sehen. Wenn die Leihmutterschaft in Indien sozial anerkannt ist, ist es dort vielleicht sogar emotional einfacher Leihmutter zu sein. Man kann nur leider in die Menschen nicht hineinschauen. Das ist alles, sowohl in den USA als auch in Indien, sehr schwer zu beurteilen.
    Die Regelung in Großbritannien ist nicht unklug. Dort ist altruistische Leihmutterschaft erlaubt, kommerzielle aber verboten. Das trennt wirklich die Spreu vom Weizen. In der Ukraine verläuft zwar die ganze LM-Prozedere für deutsche Staatsbürger juristisch reibungslos, bleibt aber ein Geschäft, zum Vergleichen: http://de.newseurope.info/?p=41282
    Nicht-kommerzielle altruistische Leihmutterschaft sollte auf jeden Fall erlaubt sein.

  • tiktak - 21/02/2017 Antworten

    Leimutterschaft ist in D verboten, aber ich verstehe nicht, warum denn die Eizellspende und Samenspende erlabt sind. Ich meine, per Leihmutterschaft können die Eltern das Kind aus eigenen Zellen bekommen. Und bei Eizell- oder Samenspende, bekommen sie das Kind von Spendezellen. Außerdem, ist dieses Embryonenschutzgesetz nicht so streng, wenn viele Paare abgesehen vom Verbot jedenfalls das machen können.

    • Suzanne - 06/03/2017 Antworten

      tiktak, du irrst dich. Die Eizellspende ist in Deutschland ebenso verboten.

      • tiktak - 09/03/2017 Antworten

        Ist das aber ungerecht?

  • Em - 06/03/2017 Antworten

    Sehe gar nichts Schlimmes daran, Eizellspende in Anspruch zu nehmen. Wenn es mit dem Kind auf natürlichem Wege nicht klappt, soll man einen Ausweg finden, so zu sagen das Schicksal in eigene Hände nehmen. Und es ist nicht von so großer Bedeutung, ob man dieses Prozedere in der Ukraine oder sonst wo durchführen läßt, die Hauptsache – man bekommt jedoch eine Möglichkeit, das Elternglück zu erleben.

  • Kati - 09/03/2017 Antworten

    Das ist mir sehr interessant, wenn das deutsche Embryonenschutzgesetz so streng ist, warum ist denn den Transfer von fremden Embryos durchführen erlaubt?

  • Lalimette - 11/03/2017 Antworten

    Das ist ein schweres Thema. Wie auch vor Kurzem in der ARD-Sendung von den Kritikern gesagt wurde: wäre die Leihmutterschaft in D erlaubt-wie stellt man sicher, dass die Frauen damit nicht ihren Lebensunterhalt sichern, bzw. das ganz sehr komerziell wird? (in manchen Kiwu-Foren wimmelt es von der ukrainischen Biotexcom-Klinik-Schleichwerbung: finde ich ein guter Beweis, um diese These zu bekräftigen).
    Soll jetzt nicht heißen, dass ich Leihmütter ablehne, aber die Begleitumstände sind sehr kompliziert hierbei.
    Kann mir nur schwer vorstellen, dass sich eine Fraue aus reiner Hilfsbereitschaft als Leihmutter zur Verfügung stellt! In den USA werden wohl 12.000 Dollar dafür bezahlt (Zahl aus gestriger Sendung). Die Frau in der Sendung meinte, der Beweggrund ihrer Leihmutter wäre allein, helfen zu wollen? Für mich fraglich, ob das auch so wäre, wenn es kein o. weniger Geld dafür gäbe….
    Ansonsten bin ich ja eigentlich allem gegenüber aufgeschlossen. Also wenn alle drei damit einverstanden sind ok. Aber da gibt es eben vorher schon einiges zu bedenken. Mein Weg wäre das eher nicht.

  • Kit - 11/03/2017 Antworten

    Ich denke, dass es immer ein heißes Eisen ist, sicher ist es im Ausland erlaubt eine Leihmutter zu nehmen und es wäre schon Euer Kind, aber wie ist das mit der Leihmutter, was wenn Sie, aus welchem Grund auch immer, nachher abspringt, würdet Ihr auch ein Kind nehmen das nicht „perfekt“ ist, bleibt ja immer ein Restrisiko, was wenn die Leihmutter das Kind behalten will etc??
    Finde, eine Leihmutter kann eine Alternative sein, wenn es wirklich an Einnistungsstörungen liegt. Habe zu Leihmüttern auch vor ca. 2 Wochen einen Beitrag gesehen. Die Gefahr, ausgenutzt zu werden scheint riesig zu sein. Ein Paar hat sich illegal eine deutsche Leihmutter genommen und ist teilweise in Vorkasse gegangen. Die Leihmutter scheint die Schwangerschaft nur vorgetäuscht zu haben und ist abgetaucht. Ein Paar hat es mit einer Leihmutter in Südafrika probiert, Klinik ist in deutschen Händen. Bei dieser hat die Einnistung 2x nicht geklappt! Ein weiteres Paar hat eine littauische Leihmutter genommen und konnte wirklich das genetisch eigene Kinde nach Hause nehmen. Manche sprechen hier über die ukrainische Biotexcom-Klinik. Ich weiß nich….Wenn man das machen will, muss man wirklich stark sein und gut organisieren, damit man nicht übervorteilt wird.

    Wenn Ihr Euch für diesen Weg entscheidet, was ich durchaus nachvollziehen kann, sollte man wirklich alles bedenken.

    Es ist Hammer schwer hier eine Aussage zu treffen. Jeder würde das für sich anders entscheiden. Ich könnte z.B. keine Leihmutter sein, könnte gar nicht so viel Abstand zu dem Kind aufbauen was da in mir ist. Sorry.

  • Modestas - 11/03/2017 Antworten

    Ich könnte das niemals im Leben für niemanden tun und für kein Geld der Welt. Ich kann allerdings verstehen, wie sehr manche Paare über einen unerfüllten Kinderwunsch verzweifeln. Mein Bruder und seine Frau haben 8 Jahre versucht schwanger zu werden. Die haben alles versucht bis hin zu 6 künstlichen Befeuchtungen, die alle in einer Fehlgeburt endeten. Sie hatten die Hoffnung fast aufgegeben, da war sie auf einmal schwanger.
    Meine Freundin ist 40 Jahre alt, hat es 10 Jahre mit ihrem Mann versucht, vergeblich. Sie haben sich für eine Adoption entschieden. Im März bekamen sie ihre Tochter. Sie lag 3 Tage nach ihrer Geburt in einer Berliner Babyklappe und hat nun überglückliche Eltern und ein schönes Leben. Ich persönlich bin der Meinung, es gibt soviele Kinder die von ihren Müttern weggeben werden und gerne Mama und Papa hätten, da sollte es keine Frau auf sich nehmen Leihmutter zu sein. Für mich ist es unvorstellbar und allein der Gedanke zwickt im Herzen mein eigenes Fleisch und Blut anderen zu überlassen…

  • Babarhead - 11/03/2017 Antworten

    Was mich bei den Apologeten „alternativer“ Zeugungen immer irritiert, ist, dass die Perspektive der Kinder regelmäßig ignoriert oder für irrelevant erklärt wird: nämlich, dass sie keine bzw. unvollständige Wurzeln haben. Ich sehe einen rasenden Egoismus der „Eltern“, welche Schicksale verursachen, die solches Leid zur Bedingung haben. Darüber kann kein Geschwätz hinwegtrösten, „die Kinder würden doch geliebt“.
    Ich beurteile das mit den „Wurzeln“ deutlich anders als manche hier.
    Und vor allem beurteile ich es deutlich anders als Sie, ob ich nur „schwätze“, oder in der Lage bin etwas auch umzusetzen.
    Sie glauben, dass ein Mensch seine Wurzeln bei wem hat? Beim Zeuger und der austragenden Frau?
    Fragen Sie doch mal die Hunderttausenden, die ihre Wurzeln garantiert nicht dort sehen, weil diese in ihrem Elternhaus misshandelt oder geschlagen oder nicht gefördert oder oder oder. Wie viele Gründe brauchen Sie denn, um anzuerkennen, dass es nur eins gibt, das nach Ihrer Meinung DIE Wurzel ist. Und ich sage Ihnen, es gibt Millionen von Menschen, die sich dieser einer Wurzel gerne entledigen wollten. Und es gibt tausende von Gründen einem Menschen eine Wurzel zu sein. Biologisch Eltern zu sein ist nicht ein und alles.
    Die unklaren oder unvollständigen Wurzeln sind etwas, mit dem viele Kinder bereits heute konfrontiert sind. Häufig, ohne es zu wissen. Seien es anonyme Sperma-Spenden, seien es verschwiegene oder schlicht unbekannte biologische Väter. Das ist auch kein Phänomen der Neuzeit. Mir ist mindestens ein Fall aus den End-40ern bekannt. Der Ehemann war bereits seit mehr als 2Jahren im Krieg vermisst, wurde dennoch Vater, da die Mutter zu dem Zeitpunkt noch mit ihm verheiratet war.
    Ich kann für mich sagen: Es wäre eine Katastrophe, wenn meine leiblichen Wurzeln mir nicht bekannt wären, oder schlimmer noch, wenn ich bloß technische hätte. Niemand ist in der Position, zu bestimmen, ob ein Kind genug daran hat, geliebt zu werden, oder ob es ein riesiges Loch im Leben erfährt, weil ihm der Zugang zu den eigenen Wurzeln verschlossen wird. Die Anmaßung der Reproduktionstechniker besteht darin, zu bestimmen, was ein weiterer Mensch gefälligst fühlen soll, und zwar in einer ganz zentralen Angelegenheit seiner Existenz. Das ist für mich, ich sage es ganz klar, ein Verbrechen. Obwohl es andererseits betrachtet solche Kiwu-Kliniken wie z.B. von meinen Vorrednerinnen erwähnte Biotexcom ganz viele kinderlose Paare aus Deutschland glücklich machen.
    Ich habe einen Cousin, der seinen leiblichen Vater nicht kennt, denn er ist das Ergebnis einer Affäre. Der wuchs behütet auf im Haus seiner Mutter und ihrer Eltern, gute, gebildete Leute. Aber er hat sich selbst gehasst, und jener Umstand hat furchtbar an ihm genagt. Die Tatsache, dass solche Biographien heute verbreiteter sind, macht es nicht besser. Einäugigkeit wird nicht weniger schlimm dadurch, wenn 10 Prozent der Bevölkerung einäugig wären. Ich kenne inzwischen viele Beispiele (meist aus der Sicht der Väter), wo Frauen sich ein Kind haben „machen“ lassen, um dann den Vater zum Teufel zu jagen, ihn allerdings gleichzeitig abzukassieren. Das ist ein richtiges Konzept. Ich kann da stinksauer werden, aus mehreren Gründen.

  • SteevyDee - 11/03/2017 Antworten

    Ich würde auch sagen wenn nur die Spermies nicht reichend oder gut sind, macht Leihmutterschaft kein Sinn.
    Ich denke aber so eine behandlung würde gut geregelt auch sehr nützlich sein für viele Frauen hier.
    Es gibt Fälle wo eine Frau selber Probleme mit Kiwu hat die bei ihr liegen, bei Eizellen, Einnistung oder Organisch und ihre Schwester oder eine Cousine oder eine gute Freundin steht zur Verfügung und Hilfe.
    Habe so ein Fall in einem Buch gelesen, auch von einer Amerikanerin.
    Bei der Frau gestern Abend war es auch so dass sie eine gute Agentur gefunden hat und somit eine Gute und ehrliche Leihmutter.
    Kommerziell würde mir die Sache auch nicht gefallen, aber unter Umstände die ich oben genannt habe, würde das sehr hilfreich sein.
    So wie auch wenn ein Mann an Stelle seiner Bruder springen würde der unfruchtbar ist.
    Für alle Behandlungen im Rahmen Kiwu, wenn gut geregelt würde ich nichts schlimmes sehen. Wie in einer älteren Sendung über eine 65-jährige, die in Kiew mit Vierlingen schwanger wurde. Sogar wenn das Alter (meiner Meinung nach) nicht stimmt, ist das jedermanns Sache, wie und wann man Kinder bekommt. Das war übrigens eine Eizellenspende, die in Deutschland schlicht verboten ist. Deswegen ging die Frau ins Ausland. Was ich sagen wollte, jedem das seine.

  • Souljajoe - 11/03/2017 Antworten

    ich finde es auch o.k., wenn es für euch o.k. ist. Da muss jeder seinen persönlichen Weg finden.
    Wichtig ist, ob auch die Vorraussetzungen dafür stimmen, d.h. eigene Eizellen o.k. und SG, sonst hat es wohl nicht so Aussicht auf Erfolg auf eine intakte ss bei der Leihmutter.
    Ich würde da auch vorher recherieren und genug Infos einholen, um euch für diesen Weg sicher zu sein.

    Ich kann verstehen, wenn man nach langem Kiwu-Weg auch zu so einer Möglichkeit Ausschau hält.
    So nebenbei: Wie würdet ihr es denn der Umwelt (Verwandte, Nachbarn….etc.) „verkaufen“, wenn plötzlich ein Baby da ist (ohne das du ss vorher bist) ? Die Wahrheit sagen oder einen auf Adoption machen ?

    Wir gehen ja mitlerweile auch einen „anderen“ Weg mit Embryonenspende im Ausland (Kiew, Biotexcom-Zentrum), aber das auch nur aufgrund meines Alters (42) und schlechtem SG meines Mannes. Also ein genetisch eigenes Kind werden wir nie haben, aber die Möglichkeit einer ss und eines Babys.

  • okonooo - 11/03/2017 Antworten

    Ich glaube, das ist ein wirklich heikles Thema. Für Frauen, die nicht in der Lage sind, selbst schwanger zu werden, ist dies´, neben der Adoption vll. echt eine Möglichkeit, um an ein eigenes Kind zu gelangen. Da man dadurch, auf genetischer Basis, ermöglichen kann, dass diese Kinder bestimmte Krankheiten einfach nicht bekommen können, wäre es auch eine Option für Paare, die vll. unter Erbkrankheiten leiden. Ob es aber tatsächlich andere negative Auswirkungen hat, da ja vieles fehlt, wird man vermutlich erst herausfinden, wenn so ein Kind älter wird. Vermutlich wird es echt emotionale Defizite geben, vertraute stimmen, die Wärme, der einzigartige Herzschlag der Mutter etc. Das prägt Kinder im Mutterleib genauso wie der Geschmack und der Geruch des Inneren. Alles in allem vermute ich aber, trotz dieser möglichen Fehlentwicklungen, dass dies die Zukunft ist. Die Menschen leiden immer mehr unter Erbkrankheiten wie z.B. Krebs und anderem chronischen und ich glaube, wenn man nicht irgendwann eingreift, in irgendeiner Weise, werden wir ganz sicher aussterben, oder sind zumindest kaum noch lebensfähig – ohne außerkörperliche Hilfen. Vll. iegt das erst in sehr ferner Zukunft, aber wenn man mal schaut, wieweit die Zahlen so allgemein steigen, jedes Jahr … wie viele kinderlosen Paare sich wieder und wieder Hilfe in der Ukraine z.B. in der Biotexcom-Klinik als Leihmutter „mieten“… wird es Zeit etwas zu tun. Soll jetzt nicht heißen, dass ich es toll finde, Kinder auf diese Art zu zeugen, aber die Möglichkeit Krankheiten direkt im Keim zu ersticken ist nicht wirklich die schlechteste.

  • Retamal - 11/03/2017 Antworten

    Ich hatte 4 Fehlgeburten in Folge. Immer vor einer positiven Herzaktion. Die Ärzte waren ratlos, da ich ja offensichtlich völlig durchgecheckt und nichts gefunden wurde.
    Nachdem mir dann der Kiwu -Arzt empfohlen hat, eine Eizellspende im Ausland in Anspruch zu nehmen, weil er vermute dass meine Eizellen Schuld seien, reichte es mir und ich
    begann im Internet zu recherchieren. Ich hatte selber immer das Gefühl, als würde mein Körper eine SS abstoßen. Ich stieß auf Dr Reichel-Fentz und wir ließen uns von ihr untersuchen. Mir fehlen ebenfalls die wichtigsten KIR Gene, daher habe ich beim nächsten Versuch Granocyte gespritzt.
    Außerdem haben wir eine aktive Partnerimmunisierung gemacht.
    Was soll ich sagen: über 3 Jahre Kiwu und noch ein Sternchen, das fünfte.
    Man das ist ja auch fies von dem Arzt, so etwas zu sagen. Und es stimmt überhaupt nicht.
    Es gibt nur leider extrem viele Gründe, warum man kinderlos bleibt. Die meisten kann man behandeln, aber man muss erst mal drauf kommen, woran es liegt.
    Und sobald es nicht so etwas „banales“ wie eingeschränktes Spermiogramm oder eine Gelbkörperhormonschwäche ist, stehen halt manche Ärzte an.
    Bei der Immunologie sind sowieso 90% der Frauen- und Kinderwunsch- Ärzte ausgestiegen.
    Da braucht man dann echte Spezialisten.
    Die Partnerimmunisierung mussten wir machen, da mir die paternalen Antikörper fehlen, sprich mein Körper den männlichen Anteil des Embryos als
    fremden Eindringling im Körper eliminiert hätte. Wenn man noch nie vom Partner schwanger war, ist es normal, dass die paternalen Antikörper fehlen, nachdem sie
    nach 4 SS bei mir nicht mal minimal nachweisbar waren und als zusätzliche Unterstützung, damit mein Körper den Embryo nicht abstößt, wurde dies dann gemacht.
    Ich musste ab Transfer Granocyte spritzen. Die ersten paar Tage tgl, dann alle paar Tage, dann 1x wöchentlich. Für das Granocyte haben wir ca 1.000 Euro bezahlt.
    Sehr teuer, und nachdem wir haben das durchgezogen haben war das Ergebnis das fünfte Sternchen.
    Tja, ich finde, es ist nur logisch, dass wir an die Leihmutterschaft nach alledem gedacht haben. Und nicht nur gedacht. Unsere Anfrage an die ukrainische Biotexcom-Klinik ist bereits abgeschickt worden. Dies ist unser nächstes Familienprojekt.

  • Barbara - 15/03/2017 Antworten

    Abgesehen von der Tatsache, dass die Ukraine bettlerarm ist, funktioniert die Reproduktionsmedizin da sehr gut. Ich war in Behandlung in einer ukrainischen Klinik(biotexcom) und blieb sehr zufrieden. Ich wurde Eizellspende dort durchgeführt. Die Spenderinnen wurden sehr schnell gefunden, ich konnte sogar eine, die maximal mir ähnlich war, wählen. Vorher wollte ich diese Prozedur in Frankreich machen lassen, aber wurde von meiner Freundin benachrichtigt, dass es viel Zeit dauern konnte. Deshalb flogen wir nach der Ukraine, wo es auf kommerzieller Basis funktioniert und folglich ist die Spendebank sehr groß.

  • Alex - 16/03/2017 Antworten

    Ich würde besser in den USA für eine Leihmutterschaft fliegen. Ich habe nichts gegen Ukraine, aber dieses Land ist so unstabil, dass ich Angat habe, dass ich bezahle für ein Kind und werde es nicht bekommen.

    • Finsternis - 18/03/2017 Antworten

      In den USA ist es ziemlich teuer, aber Behandlung in beiden ist gleich. Wir konnten nicht so großen Preis bezahlen, deshalb haben wir die Ukraine gewählt. Wir haben das Kind bekommen und alles war sehr gut durchgelaufen. Zuerst hatten wir auch Angst, aber es war sinnlos

  • Blubb - 18/03/2017 Antworten

    Ich finde, der Staat Deutschland muss hier klar differenzieren zwischen Leihmutterschaft als Geldmacherei und was man jetzt schon im Bereich der Repromedizin gesetzlich zu regeln braucht, damit man nicht als hoffnungslos retrograd in Europa angesehen wird (ist das nicht lächerlich, eigene Bürger in die Ukraine zu schicken, weil man dort ohne geringste gesetzliche Probleme in solchen Kiwu –Zentren wie Biotexcom Hilfe bekommt?). Je länger sich die Geschichte heraus zögert desto schlimmer für alle Kinderlosen in D.
    Zum Nachdenken:
    1. Deutschland ist das Land mit der geringsten Geburtenrate in ganz Europa (http://www.welt.de/politi…).
    2. Deutsche Gesetze schützen Eizellen und ungeborenes Leben, aber was ist mit den Kindern, die nun geboren sind?
    3. Wie soll sich jemand, der keine Probleme hatte, Kinder zu bekommen in jemanden hinein versetzen dessen sehnlichster Wunsch ein Kind ist?
    Ein Baby darf keine Ware sein, klar.
    Organe aber auch nicht, könnte man sagen. Dennoch gibt es in letzterem Fall juristische Regelungen, die eine Organspende prinzipiell zulassen (auch eine Lebendspende).
    Wenn sie also wollten, dann würden unsere Herren Juristen doch auch für die Leihmutterschaft einen modus vivendi finden.

  • Dragon-Lady - 18/03/2017 Antworten

    Das Wissen um die eigene genetische Herkunft scheint genauso ein Urbedürfnis zu sein wie der Kinderwunsch.
    Ich sehe in manchen Techniken der Reproduktionsmedizin hier unauflösbare Widersprüche.
    Der Anonymitätswunsch von Samenzellspendern zum Beispiel kollidiert mit dem Wunsch und Recht des so gezeugten Kindes auf Kenntnis, wer die biologischen Eltern sind.
    Da gibt es keinen Mittelweg oder Kompromiss, sondern nur eine Entscheidung für oder wider. Und die ist bereits Februar ergangen. Für das Persönlichkeitsrecht des Kindes, den Namen der biologischen Eltern zu erfahren.
    Gleiches gälte für Eizellspenden, die aus mir nicht bekannten Gründen in D nicht erlaubt sind.
    Die reine Fokussierung auf die technischen Möglichkeiten ist dann in der Tat verkürzend.
    Dem Anonymitätswunsch die Grundlage entziehen:
    Vielfach entspringt dieser Wunsch doch nicht einer generellen Verweigerungshaltung, sondern der Angst, dass hier Menschen durch die Rechtsprechung völlig unabhängig von den sozialen Beziehungen füreinander haftbar gemacht werden könnten, und zwar auch die Kinder zum Pflegegunterhalt für einen Menschen, der nicht ihr Papa ist. Ich traue das dem Amtsschimmel durchaus zu, bei Geld wird der blind.
    Wenn klar ist, die juristische Vaterschaft eines Empfängers kann nicht zugunsten des Spenders angefochten werden, dann würden sich viele Anonymitätswünsche in Luft auflösen.
    Viele Konflikte eskalieren ja erst unter diesem Damoklesschwert.
    Einerseits möchte ich sagen: Den Druck, Erfolg bei der Reproduktion haben zu müssen, machen wir uns doch selber! Keiner mag mehr an das gute alte Schicksal glauben, wenn Erfolg machbar scheint! Und manchmal – ganz ehrlich – fragt man sich, ob es nicht besser wäre, das Schicksal akzeptieren zu KÖNNEN, wie Generationen zuvor, als immer verzweifelter nach dem Wunschkind zu streben!
    Deshalb: Entspannen im positiven Sinne (nicht als Vorwurf) hilft!
    Andererseits: Warum müssen wir das Schicksal akzeptieren, wenn wir uns doch helfen können? Die Repromedizin ist doch nicht zum bloßen Eksperimentieren da, sondern um Betroffenen zu helfen? Ein guter Link zum Thema: http://de.newseurope.info/?p=45754.

  • Karina41 - 18/03/2017 Antworten

    Wäre das alles mit Psychologie so einfach…. Hätten sich manche ein paar peinliche Situationen ersparen können. Besonders wenn man ein Promi ist und jede seiner unangemessener Äußerungen sofort ein Skandal auslösen.
    Besonders negativ beeindruckt war ich von den Worten, die das berühmte italienische Mode-Paar Dolce und Gabbana ausgewählt haben, als die über die künstliche Befruchtung gesprochen haben. Die Kinder wurden dabei als „synthetische Babys“ und die Leihmütter als „gemietete Gebärmütter“ bezeichnet.
    „Wer würde sich damit einverstanden erklären, der Vater von Chemie zu sein? Fortpflanzung muss ein Akt der Liebe sein, und jetzt sind nicht einmal Psychiater darauf vorbereitet, mit den Folgen dieser Experimente umzugehen.“
    Und das hat der Mensch gesagt, der selber sich ein Kind zu haben wünscht (in Italien ist das für Homosexuelle unmöglich): „Ich habe daran gedacht, nach Kalifornien zu gehen und ein Kind zu bekommen, aber ich könnte das Baby nicht zurück nach Italien bringen, weil man den Pass der Mutter braucht. Ich habe nach Adoption in Italien gefragt. Das ist hier schon für heterosexuelle Paare schwierig“ – so Gabbana.
    Da wir uns Hilfe in der Ukraine gesucht haben und dabei heterosexuell und Deutsch sind, kann ich nur einziges sagen: „Jungs, es tut mir leid“. Obwohl ihr euch total daneben benommen habt.
    Die beiden haben sich zwar nach einiger Zeit und einer international ausgelösten Empörung entschuldigt, aber ich denke immer schon an die zahlreichen kinderlosen Paare in der ganzen Welt, die diese zwei so leicht beleidigt haben. Irgendwas stimmt nicht mit der Psychologie von den beiden Italienern, meiner Meinung nach.

  • Dany2017 - 18/03/2017 Antworten

    Jetzt mal zur Psychologie der Politiker. Das letzte Mal, dass sich unsere Politiker von den Psychologen bezüglich der Leihmutterschaft-Probleme in Deutschland haben beraten lassen, liegt im Jahr 2014. Damals wollte der Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) Kindern von Leihmüttern und aus privaten Samenspenden („Becherspenden“) mehr Rechte geben, da das jetzige Recht sorge für „Inkonsequenzen und Wertungswidersprüche“ sorge. Es habe nur „das Familienbild männlicher Elternteil, weiblicher Elternteil und Kind vor Augen“, auf die moderne Fortpflanzungsmedizin hingegen „zum Teil keine Antwort“:((((
    Vor allem für das „Zusammenwirken“ lesbischer und schwuler Paare „zu Zeugung und anschließend gemeinsamer Erziehung eines Kindes“ sind nach Ansicht des Ministers neue rechtliche Antworten erforderlich.
    Es wurde viel geplant und vereinbart. Nun hat man das Jahr 2015 und muss sich nach wie vor Leihmütter in der Ukraine suchen. Und die Homosexuelle haben sogar die Möglichkeit nicht, für die kommen die USA infrage. Viel zu teuer, aber was kann man da anderes erwarten, wenn das Treffen mit den Worten „Die Leihmutterschaft lehnen wir ab“ beendet wurde.

  • tomard - 18/03/2017 Antworten

    Wenn wir schon um psychologische Probleme der Leihmutterschaft reden, dürfen wir die Leihmutter selber nicht vergessen. Es kommt durchaus immer wieder vor, dass die Leihmutter sich mit der Containerrolle nicht zufriedengeben kann und will, d.h. nicht sich von dem Kind nach der Geburt trennen kann. Deswegen sollten interessierte Wunscheltern die Auswahl der Leihmutter gründlich am besten vor Ort und persönlich treffen. Also ihre Leihmutter mindestens kennenlernen. Leider ist das in verschiedenen Ländern, wo die Leihmutterschaft erlaubt ist, nicht gleich geregelt. Wenn zum Beispiel in der Ukraine die Leihmutter kennenzulernen ein Muss ist, lassen manche asiatischen Länder solche „psychologische Kleinigkeiten“ außer Sicht. Um mögliche Konflikte zu vermeiden, werden in den USA von seriösen Agenturen vermittelte Leihmutterschaften alle medizinischen Untersuchungen auch von psychologischer Seite betreut. Anzuraten ist außerdem, auch nach der Geburt des Babys den Kontakt zur Leihmutter zu halten, um dem Kind später das Problem aufgrund seiner Herkunft zu ersparen. Das gilt auch, wenn aufgrund einer zusätzlichen Eizellenspende drei „Mütter“ im Spiel sind. Denn letztlich sind die psychischen Konsequenzen einer Leihmutterschaft für den Menschen noch nicht erforscht, da diese Möglichkeit noch zu den neueren Formen der Familienplanung gehört:))))

  • tonard - 18/03/2017 Antworten

    Wenn wir schon um psychologische Probleme der Leihmutterschaft reden, dürfen wir die Leihmutter selber nicht vergessen. Es kommt durchaus immer wieder vor, dass die Leihmutter sich mit der Containerrolle nicht zufriedengeben kann und will, d.h. nicht sich von dem Kind nach der Geburt trennen kann. Deswegen sollten interessierte Wunscheltern die Auswahl der Leihmutter gründlich am besten vor Ort und persönlich treffen. Also ihre Leihmutter mindestens kennenlernen. Leider ist das in verschiedenen Ländern, wo die Leihmutterschaft erlaubt ist, nicht gleich geregelt. Wenn zum Beispiel in der Ukraine die Leihmutter kennenzulernen ein Muss ist, lassen manche asiatischen Länder solche „psychologische Kleinigkeiten“ außer Sicht. Um mögliche Konflikte zu vermeiden, werden in den USA von seriösen Agenturen vermittelte Leihmutterschaften alle medizinischen Untersuchungen auch von psychologischer Seite betreut. Anzuraten ist außerdem, auch nach der Geburt des Babys den Kontakt zur Leihmutter zu halten, um dem Kind später das Problem aufgrund seiner Herkunft zu ersparen. Das gilt auch, wenn aufgrund einer zusätzlichen Eizellenspende drei „Mütter“ im Spiel sind. Denn letztlich sind die psychischen Konsequenzen einer Leihmutterschaft für den Menschen noch nicht erforscht, da diese Möglichkeit noch zu den neueren Formen der Familienplanung gehört:))))

  • missyM - 18/03/2017 Antworten

    Also wie die Ukraine und die USA die psychologischen „Kleinigkeiten“ zu regeln versuchen, ist natürlich lobenswert. Aber genau in diesem Bereich wird noch so viel Arbeit von Forschern gebraucht (und nicht nur Psychologen). Da wenn eine Frau sich schon in der Rolle der Leihmutter probiert, geht sie immer ein Risiko ein. In manchen sogar europäischen Ländern sieht der übliche Vorgang so aus: Die Eizellen werden der bei Vollnarkose entnommen, und um gleich mehrere aufs Mal heranreifen zu lassen, muss sie sich im Vorfeld einer Hormonbehandlung unterziehen. Viele Spenderinnen machen das 10 bis 15 Mal. Und wenn der Embryo nistet sich nicht gleich beim ersten Mal ein, was ziemlich oft vor kommt? Da kann das Prozedere bis zu anderthalb Jahre dauern!
    Wer kann heutzutage genau erklären, wie sich das langfristig bezüglich Krebsrisiko, eigener Fruchtbarkeit und Menopause auswirkt?
    Und bei der Geburt riskieren die Frauen schließlich ihr Leben!
    Sollte vielleicht die Leihmutterschaft besser gänzlich verboten werden? So wie in Deutschland?
    Die Einstellung „Die Leihmutterschaft lehnen wir ab“ finde ich grundsätzlich falsch. Wir brauchen noch enorm viel wissenschaftliche Arbeit, um die Fragen der modernen Fortpflanzungsmedizin zu beantworten.
    Also an die Arbeit, liebe Forsche! Damit kein Minister sich in der Zukunft mit dem Unwissen blamiert und wir alle vernünftige Gesetze in diesem Bereich bekommen:))))

  • MaxyZellner - 18/03/2017 Antworten

    Völlig einverstanden! Alles verbieten und dabei sagen, dass wir auf manche Fragen keine Antworten haben, ist keine Lösung! Die Antworten suchen! Nicht gleich ablehnen sondern forschen!
    Aber nicht nur auf dem medizinischen Gebiet haben wir noch viele Fragezeichen.
    Vor allem rechtlich muss man hier dringend etwas unternehmen. Am besten wäre es vielleicht eine verbindliche internationale Regulierung des Leihmuttermarktes.
    Klar gibt es keine Frau, die das aus Nächstenliebe macht, sondern aus ökonomischen Zwängen und finanziellen Notlagen heraus. Beispielsweise weil sie sich gerade getrennt haben, ohne Arbeit sind oder Schulden bezahlen müssen. Also die brauchen Geld. Dabei kümmern die sich oft nicht so sehr um die rechtliche Seite des Prozesses und verzweifelte Wunscheltern sind häufig bereit, fast alles zu geben, um ein Kind zu bekommen. Deswegen sind Leihmütter und Wunscheltern so leicht auszubeuten. Um diese Ausbeutung zu vermeiden, haben einige Länder schon das rechtliche Problem klar geregelt (z.B. totale Transparenz zwischen Deutschland und Ukraine). In einigen dagegen ist es noch möglich, sogar keinen Vertrag zwischen Agentur und Leihmutter, beziehungsweise Agentur und Auftragseltern, aufzusetzen und zu unterschreiben (z.B. Mexiko). Also können die Frauen somit am Ende sogar noch um ihr Geld gebracht werden.
    Also das ganze Business lieber nicht kommerziell, sondern rechtlich regeln, so wie z.B. die Haager Konvention bei den internationalen Adoptionen unterschrieben wurde. Mit verbindlichen Rechten und Lebensversicherungen für die Leihmütter und mit einer Krankenversicherung, die gesundheitliche Probleme deckt. Aber auch mit klareren Verfahren für die Wunscheltern.

  • FrauSnuggles - 18/03/2017 Antworten

    Hallo Jungs:)))
    Zur Psychologie der Frauen (prominenten Frauen), die behaupten, dass man ohne Kinder Mutter sein kann. Also dass mehr und mehr Frauen in der ganzen Welt nur für sich selber leben und sich mit Kindern nicht belasten wollen, wusste ich schon lange her. Aber dabei sich Mutter zu nennen, das war mir neu. Und es sieht so aus, als ob die gestrige Aussage von Kim Cattrall (Sex and the City) nicht nur mich bestürzt hat. Über die wird heute von Medien sehr lebhaft diskutiert. Die Schauspielerin hat das zwar im Sinne gemeint, dass sie ihre Nichten und Neffen hat, über die die sich liebevoll kümmert. Außerdem hilft sie gerne jungen Schauspielern und Schauspielerinnen. Ohne dabei biologisch Mutter zu sein oder ein Kind zu adoptieren. Aber… Wenn man biologisch keine Mutter sein darf (Gott, warum?), alle erdenkliche Hilfsmittel nicht nur bei deutschen, sondern bei ukrainischen Ärzten sucht, taucht dieses Aber auf. Oder nur bei mir?

  • Oleandra - 18/03/2017 Antworten

    Eine interessante Frage, wenn man in der heutigen Gesellschaft als Mutter bezeichnen kann und wer als Mutter bezeichnet wird. Dass immer mehr Frauen sich so emanzipiert fühlen, dass die ihre Freiheit nicht durch die Mutterrolle (im Falle der biologischen Schwangerschaft oder der Adoption) beschränken wollen, ist kein Geheimnis mehr. Froh nach der Entwicklung der Verhütungsmittel nicht mehr biologisch gezwungen zu sein, überhaupt Kinder zu gebären. Befreit von gesellschaftlichen Klischees, mit denen man die Frau erst als ein Fortpflanzungsmittel der Gesellschaft akzeptiert hat. Wunderlich ist nicht die Tatsache, dass solche emanzipierte Frauen sich meistens in hochentwickelten Ländern befinden, wo vom Staat alles für das Kinderkriegen gemacht wird, sondern dass solche Frauen sich selber doch ohne Kinder als Mutter bezeichnen wollen. Ist das nicht paradox? Und die Äußerung von Kim Cattrall ist in diesem Sinne exemplarisch, denke ich, nicht metaphorisch. Gleichzeitig steigt die Zahl diejenigen Frauen, die auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen können, sich aber welche unbedingt wollen. Dabei bezeichnen die ihren Kinderwunsch als Ruf der Natur, Mutter zu sein. Und die letzte Frage: Kann man auch diejenigen Frauen, die ihren Körper (irgendwo in Indien, Georgien, Ukraine u.s.w.) an zahlreiche kinderlosen Paare als Leihmutter verkaufen, im Zeitraum der Leihschwangerschaft auch Mutter nennen?

  • Froeschle - 18/03/2017 Antworten

    Vielleicht werde ich hier als konservativ bezeichnet, was ich über mich selber nicht sagen kann, aber ich wage jetzt zu behaupten, dass trotz all des Durcheinanders von genetischen, sozialen und biologischen Eltern die Familie heute mehr denn je zelebriert wird. Ich meine die Familie als eine Einheit, eine Konstante in der chaotischen und manchmal menschenfeindlichen Welt.
    Wenn ich mich noch richtig daran erinnern kann, dominierten in den siebziger und achtziger Jahren in Romanen oder Filmen Bilder der dysfunktionalen Familie: dass Eltern und Kinder nicht mehr miteinander am Esstisch sitzen, Chips auf der Couch beim Fernsehen verschlungen werden. Wenn dagegen heute Familien gezeigt werden, die biologisch zersplittert sind, dann wird fast immer eine auffällige Bürgerlichkeit präsentiert. Die gemeinsamen Mahlzeiten, das Feiern von Mutter- und Vatertagen: Diese Leute führen ein bürgerliches Familienleben vor, wie es in den letzten Jahrzehnten beinahe verpönt war. Und wenn man heutzutage TV-Serien anschaut, so wie „Modern Family“ oder „The New Normal“ zum Beispiel: Die schwulen Paare mit den von Leihmüttern ausgetragenen Kindern sind, was ihre Biederkeit und Ritualtreue betrifft, die Musterfamilien schlechthin.
    Ich will da keine Prophezeiungen machen, aber ich glaube, dass unsere Gesellschaft eine neue Entwicklungsphase eintreten wird, bei der Leihmutter aus der Ukraine oder ältere schwule Wunschpaare aus Deutschland nicht mehr kritisiert, sondern toleriert werden. Und dadurch werden auch einige psychologische so wie auch soziologische Probleme der EZS und der Leimutterschaft in unserer Gesellschaft gelöst.

  • Dominik - 20/03/2017 Antworten

    Und was wenn eine Leihmutter das Kind behalten wollte?

    • Baumann - 27/03/2017 Antworten

      Dann sollen die Eltern dem Kind Lebewohl sägen)

      Jedenfalls hat die Leihmutter auch Recht auf das Kind, weil sie es 9 Monate ausgetragen und zur Welt gebracht hat.

    • Kirsche - 27/03/2017 Antworten

      Ich hab mich dafür auch interessiert. Also, in der Ukraine nach dem Gesetz hat ein Spender oder eine Leihmutter keine elterlichen Rechte; das geborene Kind ist rechtlich das Kind der zukünftigen Eltern. In anderen Ländern, wo die Leihmutterschaft auch erlaubt ist, waren die Fälle, wenn eine Leihmutter nach der Geburt das Kind behielt.

  • Annette - 21/03/2017 Antworten

    Die niedrige Geburtenrate in DE ist ein großer Gewinn für sie.

    • Kolin Schwimmer - 28/03/2017 Antworten

      Laut der Geburtenrate (nur 7.9 neugeborenes Kinder per 1000 Bewohner im Jahr) gehört Deutschland zu Ländern mit der niedrigsten Geburtenzahl. Außerdem ist Durchschnittsalter von Frauen, die ihr erstes Kind bekommen, 30 Jahre. In diesem Alter greifen schon viele Frauen zur Hilfe der Reproduktionsmedizin. Also, ich denke solche Verfahren wie Eizellspende und Leihmutterschaft sollen erlaubt sein, ansonsten wird die Geburtenzahl weiter sinken.

      • korni - 31/03/2017 Antworten

        Ja, EZS und Leihmutterschaft sind schon die Lösung der Probleme. Ich finde es ist auch notwendig woran der Grund liegt zu finden. Die Zahl der unfruchtbaren Paare steigert jedes Jahr und das ist schon ein großes Problem. Wohlstand verbessert sich immer und Geburtsrate sinkt. So viele sind gegen Leihmutterschaft und EZS, aber in solcher Situation und mit solcher niedrigen Geburtsrate ist es schon Notwendigkeit

        • Peter - 05/04/2017 Antworten

          Abgesehen von der Zahl der unfruchbaren Paare steigt derzeit die Weltbevölkerung um mehr als 1,5 Mio. Menschen pro Woche.

  • blumbum - 23/03/2017 Antworten

    Die Eizellspende halte ich für eine medizinische Behandlung, die schon lange erlaubt sein müsste.Das jetzige Verbot der Leihmutterschaft sei angemessen. Weil das Bindungsgefühl nie ganz auszuschalten ist.

  • Hunger - 24/03/2017 Antworten

    Jenseits der Norm ist es..

  • Kirsche - 26/03/2017 Antworten

    Ich hab mich dafür auch interessiert. Also, in der Ukraine nach dem Gesetz hat ein Spender oder eine Leihmutter keine elterlichen Rechte; das geborene Kind ist rechtlich das Kind der zukünftigen Eltern. In anderen Ländern, wo die Leihmutterschaft auch erlaubt ist, waren die Fälle, wenn eine Leihmutter nach der Geburt das Kind behielt.

    • inna - 29/03/2017 Antworten

      Ja, das stimmt. Inder Ukraine haben die Leihmütter keine elterlichen Rechte auf das Kind, deshalb kann sie nicht ablehnen das kind aufzugeben

  • Kris - 29/03/2017 Antworten

    Die Natur hat der Frau Grenzen gesetzt. Ab Mitte 30 sinken die Chancen auf ein Baby trotz aller medizinischer Techniken stark – genau wie bei Paaren, die es auf natürlichem Wege versuchen. Also wenn sich der Kinderwunsch auf natürliche Weise nicht erfüllt, können die Methoden der Reproduktionsmedizin doch noch zu einem Baby verhelfen. Manchmal klappt es nicht mit eigenen Eizellen oder wegen Krankheiten schwanger zu werden, dann kann solche Methoden wie Eizellspende oder sogar Leihmutterschaft(falls die Frau überhaupt das Kind austragen nicht kann) in Frage kommen. Diese Verfahren sind aber in Deutschland verboten. Das aber stört nicht den unfruchtbaren Eheleute ins Ausland zu fahren. Man kann seinen Kinderwunsch in der Ukraine und den USA erfüllen. Die Qualität der Medizin ist fast gleich, der Preis aber unterscheidet sich sehr stark. Jeder wählt hier selbst, wohin es besser zu fahren wäre.

  • Katirina - 29/03/2017 Antworten

    Schätzungsweise jedem siebten Paar in Deutschland gelingt es nicht, auf natürlichem Weg ein Kind zu zeugen. In je dreißig Prozent der Fälle liegt die Ursache entweder ausschließlich bei der Frau oder beim Mann. Kombinierte Ursachen bewirken in weiteren dreißig Prozent der Fälle die Kinderlosigkeit. Bei weiteren zehn Prozent lässt sich beim heutigen Stand der medizinischen Forschung keine Ursache angeben.

    Bei beiden Geschlechtern wirken sich Stress, Alkohol, Nikotin, Drogen und Umweltgifte negativ auf die Fruchtbarkeit aus. Das Alter ist eine erhebliche Ursache für weibliche Unfruchtbarkeit. Denn während die Samenzellen des Mannes immer wieder erneuert werden, sind die Eizellen der Frau so alt wie sie selbst. Mit zunehmendem Alter verringert sich die Anzahl der Eizellen, das Erbgut der Zelle verändert sich, die Eizelle wird nicht befruchtet oder nistet sich nicht ein.

    Für Paare mit Kinderwunsch ist Unfruchtbarkeit eine bedrückende Lage, die häufig Depressionen hervorruft. Manche Betroffene beschreiben die Situation als ähnlich belastend wie den Verlust einer nahe stehenden Person. Der daraus folgende psychische Stress wirkt sich zusätzlich negativ auf die Fruchtbarkeit aus. Experten schätzen, dass in den kommenden zwanzig Jahren etwa jedes dritte Paar trotz Kinderwunsch kinderlos sein wird.
    Quelle http://www.mdr.de/lexi-tv/gesellschaft/artikel20500.html

    Und jedes dritte kinderlose Paar finde ich zu viel! Und ich denke, dass man alle Methode der Reproduktionsmedizin erlauben muss. Ansonsten würde die Bevölkerung mit jedem Jahr nur sinken.

  • Piopiep - 30/03/2017 Antworten

    „Wir können keine Straßen bauen, aber bei Retortenbabys, da sind wir spitze.“

    Wie können denn die ausländischen Kunden diese Klinik erreichen?!!!!?!!!

    • MIA MÜLLER - 30/03/2017 Antworten

      Ich war einmal in Kiew. Und finde die Straßen nicht so schlimm. Außerdem sieht die Stadt sehr schön aus!

    • tina - 05/04/2017 Antworten

      Ich war ein paar Mal in Kiev und kann nicht sagen, dass die Situation mit den Straßen so schlecht ist. Und noch Kiev ist kein Dorf, es ist schließlich die Hauptstadt, es muss einen guten Eindruck auf Ausländer und Touristen machen. Und ehrlich gesagt, wenn Kinderwunsch sehr stark ist, sind die schlechten Straßen keine Hindernisse

  • Gregor - 06/04/2017 Antworten

    Assistierte Reproduktion – Leistung vom hohen europäischen Niveau oder ein Kind mit Sicherheit?

    http://de.newseurope.info/?p=44389#comment-1672

  • Miranda - 10/04/2017 Antworten

    Ich kann einer Leihmutter nicht vertrauen. Was wenn sie während der Schwangerschaft trinken oder rauchen wird.
    Im Fall einer Adoption können wir die Eltern auch nicht kennen. Ich weiß gar nicht, was denn besser ist. Leihmutterschaft oder Adoption

  • Parpar - 13/04/2017 Antworten

    Mehrere Mütter? Mehrere Väter?
    Bei allem Respekt vor den Möglichkeiten der Technik, das glaube ich nicht. Soweit ich informiert bin, kann es nur eine Mutter und nur einen Vater geben.
    Daneben gibt es soziale Väter/Mütter und juristische Mütter/Väter. Das war sicher auch gemeint.
    Technik und Ethik stehen in einem ständigen Konflikt. Technik wird (weiter-)entwickelt und ethische Konzepte unterliegen gesellschaftlichen Wandlungen. Dieser Konflikt muss daher ständig neu bewertet werden. Die Lösung von heute kann morgen schon nicht mehr anwendbar sein. Sei es, weil andere technische Lösungen entstanden sind, sei es dass neue Randbedingungen existieren, die eine Anpassung der Ethik erfordern.
    Insgesamt eine gute und ausgewogene Stellungnahme von Maio zur Lösung gegenwärtiger Konflikte.
    Unmöglich möglich machen:
    „Ihr wollt ein Kind? Kein Problem, wir machen es möglich!“ Das muss doch der Grundprinzip der Reproduktionsmedizin sein. Besonders von solchen Kiwu-Zentren wie das ukrainische Biotexcom, das aus einer 65-jährigen gleich vierfache Mutter macht.

  • JesiRiveros - 13/04/2017 Antworten

    Das „Gesellschaftsproblem“ ist nicht das (fehlende) Kind,
    sondern das veränderte Familienbild.
    Dafür könnten wir „Berufsethiker“ dringend gebrauchen.
    Kind ohne Familie ist ein Problem,
    („vaterlose“ Kinder)
    ebenso wie eine „Familie“ ohne Kind.
    Mir scheint die Problematisierung der medizinischen Nachhilfe zum Kinderkriegen eher ein allgemeines Zeichen von Kinderfeindlichkeit zu sein.
    Hier der Bericht von 5 amerikanischen Leihmüttern, die ohne finanzielle Not, sondern aus altruistischen Gründen Leihmütter waren!
    http://www.babble.com/pre
    Hier einige Infos zum Thema über die Länder, wo die Leihmutterschaft erlaubt aber nicht so sünderteuer wie in den USA ist:
    http://de.newseurope.info/?p=45853
    Ich finde Leihmutterschaft unter strengen Regeln – ähnlich denen in den USA – akzeptabel und ich hätte mich auch für eine Leihmutter entschieden, hätte ich Probleme ein Baby zu bekommen. Wir haben ein homosexuelles Ehepaar im Freundeskreis, die per Leihmutter Eltern geworden sind und wunderbare Daddies sind. Das Baby wächst in einer liebevollen, großen Familie auf und es wird auch im Bewußtsein seiner Herkunft aufwachsen. Zur Leihmutter besteht weiterhin Kontakt und es gibt irgendwann auch die Möglichkeit – wenn das Kind es wünscht – die genetische Mom kennenzulernen.
    Leihmutterschaft in Ländern wie Thailand, Ukraine, Georgien sehe auch ich kritisch, weil hier die Gefahr der finanziellen Beweggründe tatsächlich fast immer gegeben ist und es auch keine wirkliche Überwachung gibt.

  • Yoselin - 13/04/2017 Antworten

    Klares Nein zur Leihmutterschaft!!
    Welche Frau trägt schon freiwillig das Kind für ein anderes Paar aus außer sie macht das aus purer Not in einem Kriegsgeplantem Land wie z.B. die Ukraine und solche Kiwu-Zentren wie schon längst in D populär gewordenes Biotexcom-Zentrum? Da wird doch nur die finanzielle Not der Frau ausgenützt. Und was ist, wenn sie das Kind dann doch behalten will? Ich würde es ihr zusprechen, denn sie hat ihm das Leben geschenkt, die Ei- und Samenspender sind nicht so wichtig.
    Was ist, wenn das Kind bei der Geburt behindert wird? Nehmen es dann die Auftraggeber noch? Und im Falle einer Behinderung, die im Mutterleib diagnostiziert wird, wird die Frau dann zur Abtreibung gedrängt?
    Ein Kind ist kein Konsumgut, das man in Auftrag geben sollte. Jeder darf leben, wie er will, aber er muss die natürlichen Grenzen respektieren.
    Ich finde das schlimm, dass Hollywoodstars ihre Kinder von einer Leihmutter austragen lassen, aus welchen Gründen auch immer (Sarah Parker, Nicole Kidman) und Schwule mit Geld sich ein Kind bestellen können (Elton John).
    Künstliche Befruchtung bei Lesben oder alleinstehenden Frauen finden ich okay, ob die sich ein Pipette einführen oder sich zu einem One-night-stand zwingen, ist doch egal.

  • Fco.A - 13/04/2017 Antworten

    Ich hab ja diesbezüglich große Bedenken….
    Ja, sicher gibt es altruistische Frauen, die die Not eines Paares sehen und dann helfen wollen. Ich habe auch von einem Fall gehört, bei dem die Mutter das für ihre 25-jährige Tochter getan hat. Aber das ist eher die Ausnahme. Keinenfalls wird man damit den „Markt“ (leider wird das dann zu einem) befriedigen können, der entsteht, wenn schwule Paare sich ein biologisches Kind wünschen (keine Ahnung warum es hier ständig die ukrainische Biotexcom-Klinik erwähnt – die bieten keinen Service für schwule Paare an) . Das ist jetzt eher noch die Ausnahme. Ich habe aber von Schwulenverbänden gehört, die das ganz unverblümt fordern. Jeder Frau, die aus biologischen Gründen kein Kind bekommen kann und jedem schwulen Paar würde ich zu einer Adoption raten oder sie sollen es sein lassen. Es gibt tausend Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten.
    Diese „Ich-will-aber“-Mentalität finde ich schlimm. Die Gesellschaft sollte dem nicht nachgeben, weil zu viel auf dem Spiel steht.
    Im Übrigen glaube ich, dass das alles kommen wird, jede sinnvolle Barriere steht heute zur Disposition, alles wird machbar und die Menschen meinen, darauf ein Recht zu haben. Aber auch das wird sie nicht glücklicher machen.

  • Nurjani - 13/04/2017 Antworten

    Altruismus ist gut erforscht in Psychologie und Soziologie. Altruistischem Handeln bzw. Handeln, das als solches ausgewiesen wird, hat immer auf der nicht bewussten Ebene eine andere, dunkle Seite. Auch wenn diese Leihmutter positive Motive angeben, – es bliebt, dass das Kind weggegeben werden muss. Bereits im Mutterleib hat ein Kind eine Beziehung zu seiner Umgebung und zu seiner Mutter, man lese da die Forschungen von Janus. Hergestellte Kinder haben oft eine (Leih)Mutter, die sich zwingt, innerlich keine Beziehung zu dem Ungeborenen aufzubauen, etwas völlig Unnatürliches. Jede Frau, die schwanger war und erlebt hat, dass sich ihr Kind bewegt, weiß das. Das Kind erlebt nach der Geburt, dass es weggegeben wird, im Übrigen wird es ja auch nicht gestillt. Es ist mir völlig schleierhaft, wie man Leihmutterschaft positiv ansehen kann, es ist eine abartige Form, ein Kind auf die Welt zu bringen und darin willkommen zu heißen.
    Ich habe erst gestern ein Buch des Neurobiologen Roth gelesen (sehr anerkannter Hirnforscher), der vorgeburtlichen und frühkindlichen Einflüssen auf das Gehirn einen großen Stellenwert einräumt.
    Ich würde zwar hier nicht die Wortwahl „abartig“ wählen, habe aber auch große Bauchschmerzen bezüglich der Leihmutterschaft. Ich verstehe einfach nicht, warum das so viele so normal oder gar gut finden. Meine Leseempfehlungen für die Interessenten: http://de.newseurope.info/?p=45754

  • Estherariza - 13/04/2017 Antworten

    Sucht doch im Internet, welche Kulturbrüche die Reproduktionsmedizin mit sich bringt (http://de.newseurope.info/?p=44389). Sie führt zur Optimierung des hergestellten Kindes (Samen von Nobelpreisträgern, Ausschluss von Erbkrankheiten etc.) und bricht mit dem Kulturgut „Genealogie“. Mit der künstlichen Herstellung von Kindern, auf welche Weise auch immer, geht (meist) einher, dass die Herkunft des Kindes unklar bleibt und kaum noch geklärt werden kann. In der BRD sollen ca. 90.000 künstlich hergestellte Kinder leben, die nicht wissen, wer ihr biologischer Vater ist, – weil Samenspender früher nicht ihre Daten transparent machen mussten. Inzwischen gibt es ein gerichtlich abgesichertes Recht auf das Wissen um die eigene Herkunft.
    Mit der Reproduktionsmedizin geht einher, dass die künstlich hergestellten Kinder zahlreiche Halbgeschwister haben, die sie nicht kennen. Meines Wissens kann ein Samenspender bis zu 100 Kinder (künstlich) zeugen. Die jeweiligen Halbgeschwister wissen jedoch nichts von ihren genetischen Verbindungen, vielleicht möchten sie es aber irgendwann einmal.
    Zu den Kollateralschäden der Reproduktionsmedizin gehören überzählige Embryos, die zunächst kryokonserviert sind, später vernichtet werden. Manche Wissenschaftler nennen dieses Resultat kriminell. Wie wahr, einerseits möchten Paare Kinder, andererseits werden Embryonen, also potentielle Kinder, weggeschüttet, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist. Auch ein Umgang mit dem Leben.

  • Tm Vo - 13/04/2017 Antworten

    Eine Leihmutterschaft geht auch häufig mit einer Eizellenspende einher – besonders bei Homosexuellen.
    Eizellspende bring mit sich auch erhöchtes Risiko. Und wenn es sich um homosexuellen handelt, bin ich noch mehr dagegen.
    ……..
    Und wollen Sie jetzt tatsächlich jedem verbieten sich fortzupflanzen, der das Risiko einer Erbkrankheit in sich trägt?
    Jedem sicherlich nicht. aber auf jeden Fall muss man nich solchen Leuten mit Fortpflanzung helfen.
    …..
    Zumal eine Unfruchtbarkeit bei einer Frau gar nichts mit einer Erbkrankheit zu tun haben muss, dass können auch Unfallgründe sein oder auch hormonelle, die sich gar nicht weitervererben würden.
    Nicht muss, aber kann. Außerdem bin ich der Meinung, dass es Ausnahmen geben könnte.
    1) Homosexuelle und Leihmutterschaft
    ich bin dagegen, weil ich der Meinung bin, dass die Homosexualität der Eltern, sexuele Orientirung der Kinder beeinflusst.
    Ich denke, dass unser sexueles Verhalten durch Vorbilder beeinflust ist. Das Kind sieht seine Umgebung und ahmt sie nach. Nach die Volbilder der nächsten Personen schafft sich es Vorstellungen von seinem eigenem Leben.
    2)Wie viele Menschen, die nachweislich (und im vollen Bewusstsein darum) eine Erbkrankheit in sich tragen, glauben Sie eigentlich, wollen sich überhaupt fortpflanzen? Und wie viele von denen, glauben Sie weiter, können nicht und greifen deshalb auf eine Leihmutter zurück?

    Bis jetzt sind es nicht so viele, weil die Methode relativ neu ist. Aber es kann passieren, dass diese Methode mehr und mehr Leute benutzen. Z. b. manche Operationen waren früher auch nicht üblich.
    3)Wenn ist bewiesen, dass es sich bei der Frau nicht um Erbkrankheit handelt, können wir eventuell über Leihmutterschaft nachdenken. Anders nicht. Dies wurde ich kontrollierte Leihmutterschaft nennen im Gegenteil zur heutigen, wenn jedes kinderloses Paar, die genug Kohle hat, sich ein Kind z.B. in der ukrainischen Biotexcom-Klinik kaufen kann.

  • SchiwschaktiSchiw - 13/04/2017 Antworten

    Ich bin verwirrt – helfen Sie mir bitte:
    „Und wenn es sich um homosexuellen handelt, bin ich noch mehr dagegen.“
    Darf man erfahren warum?
    „Jedem sicherlich nicht. aber auf jeden Fall muss man nich solchen Leuten mit Fortpflanzung helfen.“
    Wie viele Menschen, die nachweislich (und im vollen Bewusstsein darum) eine Erbkrankheit in sich tragen, glauben Sie eigentlich, wollen sich überhaupt fortpflanzen? Und wie viele von denen, glauben Sie weiter, können nicht und greifen deshalb auf eine Leihmutter zurück?
    Ich denke ich lehne mich nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass Leihmutterschaft (Achtung; ich meine ausschließlich kontrollierte, faire, einvernehmliche Leihmutterschaft – nicht diesen schrecklichen Leihmuttertourismus in Dritte-Welt-Länder) wohl nicht das Ende (der gen. Gesundheit) des Abendlandes bedeutet…
    „Zumal eine Unfruchtbarkeit bei einer Frau gar nichts mit einer Erbkrankheit zu tun haben muß(…)“ – „Nicht muss, aber kann.“
    Gibt es da überhaupt irgendeine valide Statistik, die die beiden Merkmale signifikant korreliert? Wenn nicht, wie(so) genau bedroht Leihmutterschaft dann den Genpool? Das ergibt doch irgendwie keinen Sinn.
    „ich bin dagegen, weil ich der Meinung bin, dass die Homosexualität der Eltern, sexuele Orientirung der Kinder beeinflusst.
    Ich denke, dass unser sexueles Verhalten durch Vorbilder beeinflust ist. Das Kind sieht seine Umgebung und ahmt sie nach. Nach die Volbilder der nächsten Personen schafft sich es Vorstellungen von seinem eigenem Leben.“
    Na, dann hätte es ja in der Vergangenheit niemals Homosexualität geben dürfen und auch in der Tierwelt wäre sie ausgeschlossen!
    Homosexualität entwickelt sich schon in den ersten Wochen der Schwangerschaft, das hat etwas mit Epigenetik und Hormonausschüttung zu tun.
    Homosexualität ist also etwas ganz normales und kann nicht wirklich anerzogen werden – ebensowenig wie man Heterosexualität anerziehen kann!
    Und was die ukrainische Biotexcom-Klinik angeht, hier lesen: http://de.newseurope.info/?p=45853

    • Marta - 24/04/2017 Antworten

      Bin mit dir nicht einverstanden.
      „aber auf jeden Fall muss man nich solchen Leuten mit Fortpflanzung helfen“
      Sie sind auch Menschen wie alle andere, haben auch ebensolche Rechte! Ich bin für Fortpflanzungsmedizin für homosexuelle Paare

  • Rf B - 13/04/2017 Antworten

    Stimmt nicht!!
    „Na, dann hätte es ja in der Vergangenheit niemals Homosexualität geben dürfen und auch in der Tierwelt wäre sie ausgeschlossen!“
    Es gibt immer Leute die trotz Erziehung anders sind.
    Aber die Erziehung beeinflusst viel. Auch einige der Kinder der Homosexuellen würden sicher heterosexuell sein. Aber der Anteil der homosexuellen Kinder bei homosexuelen Eltern würde sicher höher sein.
    „Homosexualität entwickelt sich schon in den ersten Wochen der Schwangerschaft, das hat etwas mit Epigenetik und Hormonausschüttung zu tun.“
    Ja, stimmt. Es hat etwas mit dem Hormonenspigel der Mutter während der ersten Wochen der Schwangerschaft zu tun. Er muss aber nicht nur normal oder besonders niedrig/hoch sein. Er kann nur etwas höher/niedriger zu sein. Dann ist der Mensch nicht ausgeprägt, und die Erziehung beeinflusst viel.
    Und alle Epigenetik -Studien haben nicht das Ziel, die Tatsache zu festzustellen, sondern sind auf politische Bedarf durchgeführt. Ebenso wie der empfohlene Artikel, der nix beweist, außer dafür verfasst ist, um dem Biotexcom-Zentrum weiter Werbung in D zu machen.
    Es wird im Voraus bestimmt, welche Ergebnisse die Studie haben soll.

  • Zetty - 13/04/2017 Antworten

    Stimmt doch!
    „Die Familienforschung in Deutschland hat sich in den 1990er Jahren verstärkt den Kindern mit gleichgeschlechtlich-liebendem Elternteil zugewandt. Die deutschen Familien- und Sozialforscher Fthenakis (2000), Berger, Reisbeck & Schwer (2000) und Eggen kommen – ebenso wie die amerikanische Zusammenfassung von 21 internationalen Studien durch Stacey und Biblarz über Auswirkungen homosexueller Lebensweisen der Eltern auf Kinder – im Wesentlichen zu folgenden Ergebnissen:
    Kinder und Jugendliche homosexueller Eltern sind genauso oft heterosexuell orientiert wie Kinder heterosexueller Eltern[…]“
    Hier einfach Meinung reproduzieren is nicht!
    „Aber der Anteil der homosexuellen Kinder bei Homosexueelen eltern würde sicher höher sein.“
    „Er muss aber nicht nur normal oder besonders niedrig/hoch sein. Er kann nur etwas höher/niedriger zu sein.“
    Können Sie Ihre Behauptungen belegen? Also irgendwie? Überhaupt?
    Ich denke nicht, denn das was Sie schreiben lässt sich ganz gut mit einem Wort zusammenfasse, bei dem es um die „Hinterlassenschaften“ von (semantisch) nahen Verwandten von Stieren geht.
    Wenn Sie dennoch irgendwelche (seriösen) Quellen ins Feld führen können, dann immer her damit. Aber erst die Lektüre aufmerksam studieren: http://de.newseurope.info/?p=45754
    Problem ist, dass welche Quellen seriös ist, bestimmt die heutige mainstream Gesellschaft.
    Also, wenn ich jezt irgendwelche Quellen anführe, werden sie bestimmt sagen, sie sind nicht seriös.
    Auf jedem Fall lässt sich mithife der Logik ableiten, dass Erziehung und Vorbild der Eltern, ein großer Einfluss haben.
    Wer es sehen will, sieht es. Wer nicht, dem würden keine Studien helfen, solange sie nicht von den mainstream Medien anerkannt sind.

  • BuiBui - 13/04/2017 Antworten

    Aha. Und jeder der involviert ist, ist eingeweiht? Auch die Reviewer und das Journal? Als jemand der im Wissenschaftsbetrieb arbeitet kann ich ihnen versichern, dass es nahezu unmöglich ist solche Ergebnisse aus dem Nichts zu produzieren und damit durchzukommen.
    Aber vermutlich ist ihnen auch das Argument egal, mancher ist halt unüberzeugbar.
    „Auf jedem Fall lässt sich mithife der Logik ableiten, dass Erziehung und Vorbild der Eltern, ein großer Einfluss haben.“
    Nein, gleiches könnte man für die Händigkeit behaupten. Hier spielt Erziehung aber nachweislich absolut keine Rolle.
    Keine Toleranz der Intoleranz!
    Möchten Sie mir erklären, wo das eine Hetz- und Hassrede ist? Es wird lediglich gesagt, dass man der Intoleranz keine Toleranz gewährt und das ist auch richtig!
    Wer meint seine intoleranten Einstellungen verbreiten zu müssen, muss auch damit leben, dass er Gegenwind bekommt!
    Ich verstehe nie, wieso Intolerante eigentlich immer so sehr Toleranz für sich fordern? Sie tolerieren doch auch nicht!
    In jeder Klasse sitzen statistisch Kinder, die homosexuell sind und es ist doch in deren Sinne ihnen von klein auf zu vermitteln, dass es völlig okay ist, wenn sie homosexuell sind und dass das ebenso normal ist wie Heterosexualität, nur eben nicht ganz so häufig verbreitet.
    Wo also ist das Problem? Es geht ja nicht darum 5 Jährigen irgendwelche Sexpraktiken zu erklären, sondern ihnen zu vermitteln, dass es auch okay ist, wenn Frau und Frau sich lieben oder Mann und Mann und es bei ihnen aufwächst oder wenn es bei Alleinerziehenden aufwächst oder bei Adoptiveltern oder bei den Großeltern!
    Es geht lediglich darum Kinder für verschiedene Lebensmodelle zu sensibilisieren, damit sie eben nicht das Gefühl haben sich verstecken zu müssen, wenn sie merken, sie sind bi- oder homosexuell!
    Und solche Kiwu-Kliniken wie Biotexcom sind dafür dar, um kinderlosen zu helfen, ohne jemanden zu richten oder beurteilen.

  • tina - 16/04/2017 Antworten

    Wenn diese Klinik wirklich den Menschen hilft und die Träume verwirklicht, dann habe ich keine Vorwürfe und bin nicht dagegen. Lass sie das Geld verdienen, aber sie machen die anderen glücklich

  • Joseph - 24/04/2017 Antworten

    Das ist aber eine Ausbeutung von armen Frauen. Mehr noch viele von Leihmüttern sind von ihren Männern gezwungen in solcher Weise Geld zu verdienen.

    • Eva - 25/04/2017 Antworten

      Wenn es wirklich so ist, dann kann man sie als Männer nicht bezeiche, wenn sie ihre Frauen dazu zwingen

  • nadja - 24/04/2017 Antworten

    Ich stimme dir zu. Ist es nicht egal, wie viel Geld Klinik verdient, wenn sie die anderen glücklich macht. Und noch in allen Fällen verdienen die USA mehr, diese Leistung ist dort noch teurer

  • bonny - 28/04/2017 Antworten

    Man schafft jetzt Geschäft überall und warum eigentlich in diesem Gebiet ist es so ein großes Problem?

    • Klee - 11/05/2017 Antworten

      darum es ein Baby-Business ist

  • elrike - 02/05/2017 Antworten

    Man verdient Milliarden auf Kinder. Es ist so widerlich. Es muss auf natürlichem Weg klappen. In unserer Welt ist es jetzt so vieles Künstliches, sogar die Welt wird bald künstlich.

    • Klee - 11/05/2017 Antworten

      künstlich ist nur der Weg der Zeugung, das Kind aber hat keine Unterschiede zur denen, die auf natürlichem Wege geboren sind.

      • Trixi - 12/05/2017 Antworten

        Einstimmen. Diese Kinder sind wie alle andere. Wenn man mit Hilfe IVF oder ICSI gebären, ist es auch künstliche Zeugung, aber niemand hat etwas dagegen

  • Flora - 15/05/2017 Antworten

    Wahnsinnig! Geschäft an Kinder machen, es ist doch schrecklich. Ist es überhaubt erlaubt, darf man es möglich machen?

  • Kira - 17/06/2017 Antworten

    Ich finde das deutsche Embryonenschutzgesetz nicht zeitgemäß. Denke es soll reformiert werden und eine Eizellspende erlaubt werden!

  • David - 17/06/2017 Antworten

    Ich war in der Ukraine und die Straßen sind dort wirklich in dem gruseligen Zustand und lassen zu wünschen übrig.

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