Vorschläge für die Regelung der Familie

Published 23/09/2016 in Familie, Gesundheit, Medizin, Menschen

Vorschläge für die Regelung der Familie

ESSEN. Der Deutsche Juristentag hat weitreichende Änderungen im Familienrecht vorgeschlagen. Das Treffen der rund 2200 Juristen reagiert mit seinen Beschlüssen auch auf die nachhinkende Gesetzgebung in diesem Rechtsgebiet:

Wird ein Kind durch künstliche Befruchtung mittels Samenspende eines Dritten geboren, soll die Elternschaft demjenigen zugeordnet werden, der „mit Zustimmung der Mutter in diese Befruchtung eingewilligt hat.

Ausdrücklich ausgeschlossen werden soll die Möglichkeit, dass der Samenspender vom Gericht als Vater festgestellt wird. Alle persönlichen Daten eines Keimzellenspenders sollen in einem zentralen staatlichen Register dokumentiert werden.

Leitprinzip soll das Kindeswohl sein

Mit großer Mehrheit spricht sich der Juristentag dafür aus, eingetragenen Lebenspartnern die Möglichkeit der gemeinschaftlichen Adoption zu eröffnen. Bei lesbischen Paaren sollte die Partnerin der Geburtsmutter bereits bei Geburt als Elternteil eingetragen werden können. Bisher ist das nur über die Sukzessivadoption möglich.

Bei Patchwork-Familien plädiert der Juristentag dafür, die rechtliche Position sozialer Eltern zu stärken. Leitprinzip soll dabei das Kindeswohl sein.

Akzeptanz für Leihmutterschaft aus dem Ausland

Ein Stiefelternteil solle ein Mitsorgerecht vom Familiengericht eingeräumt werden können, wenn die Eltern dem zustimmen. Weitergehende Vorschläge, etwa der mögliche Verzicht auf die Zustimmung der rechtlichen Eltern, fanden keine Zustimmung.

Bei einer Leihmutterschaft, die im Ausland legal zu Stande gekommen ist, sollte die Elternschaft der Wunscheltern in Deutschland „im Allgemeinen“ akzeptiert werden. In Deutschland wird die Herbeiführung oder Vermittlung einer Leihmutterschaft mit bis zu drei Jahren Haft bestraft.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/medizinethik/article/919477/juristentag-vorschlaege-regelung-familie-20.html

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40 KommentareKommentieren

  • desertsky - 14/04/2017 Antworten

    Und dies gescheht in den Zeiten und im Land, wo sich die ungewollte Kinderlosigkeit zu einer stillen Volkskrankheit entwickelt hat. Wo jedes Jahr (nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums) über 200000 Männer und Frauen fortpflanzungsmedizinischen Rat in Anspruch nehmen. Bei rund zehn Prozent aller Paare erweist sich mindestens ein Partner als unfruchtbar!
    Kinderlosigkeit gilt gemeinhin nicht als Krankheit, und es gibt kein Recht auf ein Kind. Genau dieser Argumentation hat sich 2004 der Gesetzgeber weitgehend angeschlossen, als er den Zugang zur Zeugung im Labor erschwerte. Seitdem werden Kinderwunsch-Paare stärker zur Kasse gebeten als jede andere Patientengruppe. Die Reproduktionsmedizin ist zu einer Heilkunst für Wohlhabende geworden.
    Mittlerweile liegen Hunderte Klagen von unfruchtbaren Paaren gegen die finanziellen Belastungen vor.
    80 Millionen Euro im Jahr sollen die Krankenkassen durch die Eigenbeteiligung der ungewollt Kinderlosen sparen. Doch die Rechnung geht nur kurzfristig auf. Denn die Zuzahlungen hatten nicht nur weniger Behandlungen zur Folge, sondern auch einen Einbruch bei den IVF-Geburten. Rund 8000 Kinder fehlen seitdem in Deutschland – und damit 8000 künftige Beitragszahler der Sozialkassen, die jährliche Neugeborenenzahl einer deutschen Großstadt. Dies ist die Statistik.
    Wie lange noch werden unsere kinderlosen Eltern gezwungen, die Entwicklung der osteuropäischen Reproduktionsmedizin mitzufinanzieren?

  • Seban - 14/04/2017 Antworten

    Solange es Angebot und Nachfrage gibt, wird es Leihmutterschaft geben. Es ist wie mit der Prostitution. Man kann sie moralisch verwerflich finden, aber solange es Frauen gibt, die bereit sind, ihren Körper zu verkaufen und Männer, die bereit sind, die „Ware“ zu kaufen, wird es sie geben. Ob verboten oder nicht. Freiwilligkeit vorausgesetzt.

    Bei den ganzen Diskussionen sollte man nicht vergessen, dass auch osteuropäischen Frauen in der Lage sind logisch zu denken, zu handeln, die Konsequenzen ihres Handels bewusst zu sein und freie Entscheidungen zu treffen. Allzu gerne werden sie als unmündige ausgebeutete Opfer dargestellt, fast dazu gezwungen. So ist es nicht. Die Frauen wissen um die Verantwortung und bekommen schließlich viel Geld für Ihre Dienste (zur Info: https://www.youtube.com/channel/UC3wkbgaaXc2XaxTYJhtR0rA).

    Ich persönlich finde, dass wenn zwei sich einig sind, dann hat ein dritter mit seiner moralischen Vorstellungen nichts zu suchen. Wobei für mich persönlich eine Leihmutterschaft nicht in Frage käme.

  • Mijuka - 14/04/2017 Antworten

    Kinderlosigkeit, Behinderung, Krankheit akzeptieren?
    Manche ausweichenden Antworten auf die Bemerkung ungefähr so wie „Diese Argumentation ist gefährlich. Wenn wir sie zu Ende denken, müssten wir konsequenterweise auch Krankheiten hinnehmen.“ Genau das. Das heißt Frieden mit Kinderlosigkeit zu finden und keine Kiwu-Zentren im Ausland (so wie in D in der letzten Zeit gewordene Biotexcom-Klinik aus der Ukraine) zu bereichern.
    Aber wenn Sie sagen, dass man „nicht mit der Akzeptanz von Leiden anfangen soll, muss ich widersprechen. Anstelle von Krankheiten kann man auch (permanente) Behinderung denken. Ein Antwortsatz von ihn würde dann so lauten:
    „Man kann Menschen mit psychologischer Beratung auch dabei unterstützen, Frieden mit der Behinderung zu schließen.“
    Das nun kann ganz wichtig sein! Bei unheilbaren Krankheiten letztlich auch. In diesem Zusammenhang rufe ich das Stichwort der Via Negativa hervor, ein spiritueller Weg, das Leiden (und das Böse) gelassen akzeptieren zu können.
    Auch Menschen mit einer Behinderung wird üblicherweise zuerst versucht zu helfen. Wenn möglich Heilung, wenn nicht möglich dann Verbesserung der Situation für die Betroffenen, symptomatische Therapie. Eine psychologische Beratung zur Akzeptanz der Behinderung steht ganz am Schluss. Beispiele sind Fehlsichtigkeit (Brille), Schwerhörigkeit (Hörgerät), Paraplegie (Rollstuhl). Sie finden bestimmt noch weitere, wo die permanente Behinderung oder Einschränkung/Minderung der Lebensqualität nicht einfach hingenommen wird.
    Übrigens habe ich mir angewöhnt, meine eigene Ethik als Maßstab für mein Handeln zu wählen, nicht die Ratschläge von kirchlich dominierten Gremien von Berufsethikern wie z.B. dem Deutschen Ethikrat.
    Behindertenverbände nehme ich ähnlich ernst, wenn sie meinen, man dürfe nicht versuchen, Behinderungen zu vermeiden. Natürlich soll man das, sonst kann man auch gleich Arbeitsschutz, Crash-Tests usw. sparen, Verstümmelungen waren früher auch Schicksal. Dass man einen Betroffenen nicht abschätzig behandelt, versteht sich von selbst, aber der Versuch der Vermeidung von Leiden kratzt nicht an der Würde derer, die es tun.
    Bzgl. „spiritueller Wege, das Leiden (und das Böse) gelassen akzeptieren zu können“: Katholiken dürfen gerne vor sich hin leiden, ihr „Schicksal“ als gottgewollt darstellen und damit Veränderungen zum Besseren negieren; Innovation ist, wenn der Status Quo nicht akzeptiert wird.

  • Tina - 14/04/2017 Antworten

    „Die ist aber Ihre eigene Ethik.“
    Dann hoffe ich mal, dass Sie ihre eigene Ethik nicht auch Ihren durchaus mit eigener Erkenntnisfähigkeit ausgestatteten Patienten um jeden Preis überstülpen. Auch um den Preis, dass sie unter dem Kampf mehr leiden als an der Behinderung. Das soll es nämlich auch geben, dass Menschen am Hörgerät mehr leiden als an der Schwerhörigkeit. Das ist dann aber nicht mit irgendeiner Schuld verbunden und der Schwerhörige ist auch nur begrenzt für die Innovationskraft des Herstellers verantwortlich.
    Und ich bin sicher nicht mit meinem Kinderwunsch dafür zuständig, dass die Repromediziner forschen oder auch nicht. Ich muss damit klarkommen, und wenn ich höchstselbst an einer Stelle sage: Schluss jetzt! dann habe ich damit nicht mein Recht auf Lebensglück schuldhaft verwirkt. Dann liegt es in meiner Macht, damit umzugehen, so oder so (übrigens haben wir uns den ukrainischen Ärzten von der von Ihnen erwähnten Biotexcom-Klinik helfen lassen: erfolgreich!!). Ob ich nun ein behindertes Kind gebäre oder ein gesundes oder gar keins. Und ein aktives Annehmen dessen was man nicht ändern kann, ist meiner Meinung nach da der richtige Weg.
    Aber wenn der Patient, der zu Ihnen kommt, nachdem Sie Ihn ordnungsgemäß aufgeklärt haben, sagt: „Will ich nicht.“ aus welchen Gründen auch immer, können Sie ihn gehen lassen, ohne Ihm Schuldgefühle zu vermitteln?
    Ich kenne einfach Mediziner, die sind sehr gut darin, Ihren Patienten eine Art „Feigheit vor dem Feind“ zu unterstellen. Dazu müssen Sie nicht gehören, ich gebe das nur zu bedenken.

  • Siselle - 14/04/2017 Antworten

    Früher war´s nicht anders:
    Man denkt: Und manchmal – ganz ehrlich – fragt man sich, ob es nicht besser wäre, das Schicksal akzeptieren zu KÖNNEN, wie Generationen zuvor, als immer verzweifelter nach dem Wunschkind zu streben!
    Meiner Vermutung nach hat es auch in allen Generationen zuvor ebenso Trauer, Enttäuschung bis hin zu extremer Verzweiflung und Depressionen aufgrund unerfüllten Kinderwunsches gegeben.
    Wieso auch nicht?
    Von den individuellen Wünschen einer Frau früher weiß man nichts, kann aber davon ausgehen, dass da auch der Kinderwunsch oft „systemimmanent“ war. Aber man weiß definitiv, dass es oft nötig war, wenigstens einen Stammhalter zu bekommen (vom Regenten bis runter zum Bauern), und auch heute noch ist in vielen Ländern das Kinderkriegen eine Art Altersversicherung und Kinderlose sind geschmähte Leute.
    Man „MUSS“ das überhaupt nicht „normal“ finden, wenn es nicht klappt. Viele müssen sich leider damit abfinden, das ist wahr, aber wenn es einem geholfen werden kann, warum dann nicht? Von mir aus Osteuropa, Ukraine, Biotexcom…. Versuche hat´s früher auch schon noch und nöcher gegeben, das waren halt aus heutiger Sicht lächerliche (mit Kräutern, Stellungshilfen, Besprechungen, Wässerchen etc.), aber die Menschen haben da auch dran geglaubt. Nun ist es eben die Technik – mit dem Unterschied, dass es eben da doch dann öfter mal klappt! Meine Meinung: HELFEN!!

  • Lilu - 14/04/2017 Antworten

    Das ist aber ein sehr alter Kummer, das stimmt.
    Das Leiden und der Umgang mit Kinderlosigkeit ist auch für frühere Zeiten gut belegt. Eine sehr alte Quelle ist das Alte Testament (einfach – verkürzt gesagt -als alter Text zu Themen, die die Menschen beschäftigt haben gelesen), aber es gibt auch Texte aus dem Mittelalter, die explizit Frauengebete um Kinder belegen, häufig im Rahmen von Marienliedersammlungen. Ich hatte auch schon darauf hingewiesen, dass z.B. für Maria von England und Elisabeth von England die Sache nicht zuletzt auch ein politisches, öffentliches Problem gewesen ist.
    Es ist wie mit dem Ende des Lebens. Wir haben den Punkt alle Hoffnung fahren lassen zu müssen nicht zuletzt dank den Kämpfernaturen unter den Medizinern und Patienten in den letzten Jahrzehnten weit nach hinten verschieben können. Aber wir können nicht leugnen, dass es diesen Punkt noch immer gibt. Und wann dieser erreicht ist, hängt von vielen Dingen ab, auf die der einzelne zum Teil gar keinen Einfluss hat. Aber über diesen Punkt hinaus zu hoffen, ist manchmal auch der Grund zu neuem Leid. Und dieser Punkt ist nicht zwingend deckungsgleich mit den Grenzen des medizinisch Machbaren (ein guter Artikel über die Machbarkeit in der Bereich der Repromedizin: http://de.newseurope.info/?p=45853).
    Wenn ein Mensch das in seine Betrachtung mit einbezieht, ist das ein durchaus bedenkenswerter Beitrag.

  • Murkel - 14/04/2017 Antworten

    Hey,
    manche Aussagen hier kann man ruhig als Propaganda gegen die Reproduktionsmedizinbezeichnen.
    Dass man Kinder nicht erzwingen kann, wissen wir alle. Man kann aber durchaus die Möglichkeiten nutzen, die sich medizinisch bieten. Genau wie man bei Krankheiten alle medizinischen Möglichkeiten nutzen darf, aber auch die Heilung nicht erzwingen kann. Unbedingt anschauen: https://www.youtube.com/channel/UC3wkbg … xTYJhtR0rA
    Wenn es dann doch nichts mit dem Wunschkind geworden ist, kann man ja immer noch psychotherapieren.
    Mancher denkt: Wir sehen Kinder nicht mehr als eine Gabe, über die man staunt und sich freut, sondern als Resultat eines Herstellungsprozesses. – Was für ein langer Bart. Das ist eine typische Aussage gottesgläubiger Gegner der Reproduktionsmedizin. Ich habe meine Kinder auch durch deren Hilfe. Ich habe sie noch nie als Resultat eines Herstellungsprozesses gesehen.
    Neulich darüber gestolpert: „asymmetrisches Herrschaftsdenken über das ungeborene Leben“ – Kann es sein, dass manche Menschen ein asymmetrisches Herrschaftsdenken über ungewollt Kinderlose hat???

  • Jaspis - 14/04/2017 Antworten

    „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“?
    Ich kann nichts falsches daran finden, die Probleme, die Reproduktionsmedizin aufwirft, zu benennen. Und nach den „Happy End“-Artikel vom Anfang der Themenwoche, war das ein Aspekt, der gefehlt hat: http://de.newseurope.info/?p=46541: Das hat sich doch teilweise gelesen, wie direkt von der Anzeigenabteilung eines KiWu-Zentrums eingereicht.
    Schon wenn sich ein Paar entscheidet, eine Diagnose für die ungewollte Kinderlosigkeit haben zu wollen, kann dies weitreichende Konsequenzen für die Beziehung haben. Und dennoch gibt es da in der Regel kein vorheriges ausführliches Gespräch, sondern man wird zum Screening geschickt, als wäre das eine zahnärztliche Routinekontrolle. Manchmal tauscht ein Paar damit ein viel größeres Problem ein.
    Ich bin dafür, möglichst viele Wege gangbar zu machen und zu halten. Aber ich bin auch dafür, darüber zu sprechen, was die spezifischen Schwierigkeiten der jeweiligen Wege sind. Erst dann kann sich ein Paar doch wirklich entscheiden, welcher Weg zur eigenen Persönlichkeit, Biografie und Beziehung passt. Und das kann (muss nicht, aber kann) auch vor den Grenzen des medizinisch machbaren liegen. Schon allein ein Kinderwunsch kann (nicht muss, kann) durchaus eher extrinsischen als intrinsischen Gründen entspringen, und dann wäre es vielleicht besser, die Beziehung nicht der Zerreißprobe auszusetzen, die allein schon die Diagnose sein kann.
    Wenn jemand das einfach zu bedenken gibt, sehe ich darin noch keine Propaganda.

  • Spunk - 14/04/2017 Antworten

    Kinder kann man nicht erzwingen
    dieser Satz trifft auch mehr als 20 Jahre nach dem ersten „Retortenbaby“ zu. Auch wenn so manche Reproduktionsmediziner als „Babymacher“ gerne einen anderen Eindruck vermitteln. Sogar wenn sie einer 64-jährigen Vierlinge schenken wie im Falle der Biotexcom-Klinik: Mutterglück bleibt sogar in diesem Alter Mutterglück.
    Seitens der Reproduktionsmedizin, die sich inzwischen weltweit zu einem sehr lukrativen Geschäft entwickelte, werden die Grenzen des Machbaren gerne unter dem Tisch gekehrt bzw. mit teils fragwürdigen Erfolgsquoten geworben.
    Damit werden zum einen gezielt Hoffnungen geweckt und eine Erwartungshaltung befördert, die bei näherer Betrachtung doch eher unrealistisch sind.
    Wenn man dann jedoch nach der 3. gescheiterten ICSI nach Ursachen und Möglichkeiten zur Verbesserung der Chancen fragt erntet man nur Achselzucken und allenfalls ausweichende Antworten.
    In Anbetracht der von reichlich Unkenntnis und Vorurteilen geprägten Diskussion zur PID vor einem Jahr, zeichnet sich diese Themenwoche und auch dieses Interview bislang durch eine deutlich sachlich fundiertere Diskussion aus, was ich sehr schätze.

  • Luna - 14/04/2017 Antworten

    Eine Leihmutterschaft geht auch häufig mit einer Eizellenspende einher – besonders bei Homosexuellen.
    Eizellspende bring mit sich auch erhöchtes Risiko. Und wenn es sich um homosexuellen handelt, bin ich noch mehr dagegen.
    ……..
    Und wollen Sie jetzt tatsächlich jedem verbieten sich fortzupflanzen, der das Risiko einer Erbkrankheit in sich trägt?
    Jedem sicherlich nicht. aber auf jeden Fall muss man nich solchen Leuten mit Fortpflanzung helfen.
    …..
    Zumal eine Unfruchtbarkeit bei einer Frau gar nichts mit einer Erbkrankheit zu tun haben muss, dass können auch Unfallgründe sein oder auch hormonelle, die sich gar nicht weitervererben würden.
    Nicht muss, aber kann. Außerdem bin ich der Meinung, dass es Ausnahmen geben könnte.
    1) Homosexuelle und Leihmutterschaft
    ich bin dagegen, weil ich der Meinung bin, dass die Homosexualität der Eltern, sexuelle Orientierung der Kinder beeinflusst.
    Ich denke, dass unser sexuelles Verhalten durch Vorbilder beeinflusst ist. Das Kind sieht seine Umgebung und ahmt sie nach. Nach die Vorbilder der nächsten Personen schafft sich es Vorstellungen von seinem eigenem Leben.
    2)Wie viele Menschen, die nachweislich (und im vollen Bewusstsein darum) eine Erbkrankheit in sich tragen, glauben Sie eigentlich, wollen sich überhaupt fortpflanzen? Und wie viele von denen, glauben Sie weiter, können nicht und greifen deshalb auf eine Leihmutter zurück?

    Bis jetzt sind es nicht so viele, weil die Methode relativ neu ist. Aber es kann passieren, dass diese Methode mehr und mehr Leute benutzen. Z. b. manche Operationen waren früher auch nicht üblich.
    3)Wenn ist bewiesen, dass es sich bei der Frau nicht um Erbkrankheit handelt, können wir eventuell über Leihmutterschaft nachdenken. Anders nicht. Dies wurde ich kontrollierte Leihmutterschaft nennen im Gegenteil zur heutigen, wenn jedes kinderloses Paar, die genug Kohle hat, sich ein Kind z.B. in der ukrainischen Biotexcom-Klinik kaufen kann.

  • Jade - 12/10/2017 Antworten

    Ich denke, dass jeder Mensch sich früher oder später fragt, wo er/ sie herkommt und wer die biologischen Eltern sind um sich komplett zu fühlen und sich selbst in seinem Wesen besser verstehen zu können.
    Ja, der Mensch möchte immer wissen, woher er kommt und Vergleiche mit den genetischen Eltern anstellen. Oft genug ist die nicht möglich, sei es weil die Mutter verstorben ist, weil das Kind ausgesetzt wurde …. Bei der Leihmutterschaft geht es aber vorrangig um die Reproduktionsmedizin, durchaus mit gravierenden Folgen/Ergebnissen. Viele Frauen die sich dazu bereit erklären sind aber nur Leih-Kindesausträgerinnen, da die teilnehmenden Mediziner auch darauf bedacht sind, neben den Eltern, dass Eizelle und Samen von den zukünftigen staatl. anerkannten Eltern sind, in der Petrischale vorbereitet und dann in-vitro eingesetzt werden.
    Dass es dabei auch Fälle gibt, die dann noch mit Eispende einhergeht (sei es bei Heteros oder bei Homos) zeigt mMn auf, dass es diskutiert und „anständig“ geregelt werden muss zum bestmöglichen Wohle aller Beteiligten.
    Es ist ein Eingriff in den Frauenkörper der austragenden Frau, aber was mich an Moralisten oder Diskussionverweigerern oft stört ist der Punkt, dass die Frau dabei weiterhin als „armes, zu betreuendes Wesen“ mitangesehen wird. Frauen die sich dazu bereit erklären (siehe die Fälle in den USA) sollten wir eben auch als einegständige, selbstbestimmte Frauen wahrnehmen und nicht aus irgendwelchen moralischen Gründen dort als Mittäterin sehen oder aufbauen (das ist nicht pers. gemeint, sondern als allgem. Mitbetrachtungspunkt, siehe zum Beispiel zum Thema dies Video an: https://www.youtube.com/watch?v=7JPIEmn58J4).

  • Trillian676 - 12/10/2017 Antworten

    Arme Paare haben schon bei IVF verloren. Und wenn bei unprominenten sich schon das nächste Umfeld nicht ernstlich für die tiefere Motivation interessiert, meinen Sie wir würden aus der Presse die privateste Wahrheit über Frau Kidman erfahren?
    Es ist im Kern kein Schicki-Micky-Thema. Es kann jeden treffen. Auch Ihre beste Freundin oder Tochter. Sagen Sie ihr dann auch, es sei ein Schicki-Micky-Thema? Sie solle sich eben einfach abfinden? Dann werden Sie mit Sicherheit auch von dieser nicht die Wahrheit erfahren.
    Ich nehme prinzipiell erstmal jeden in Schutz, solange ich nichts valides über das Wie und Warum weiß. So eine Macke von mir.
    Mit den Adoptionen ist es ein anderes Thema. Mir scheint aber der nächste Punkt bei dem Thema interessant, :
    All die Gedanken, die diese Frau hat, was sie isst, welche Stimmungen sie hat, wirken sich auf das Baby aus,
    streifen. Was ist mit den Stimmungen, Empfindungen die man auf das Kind überträgt, wenn z.b. das adoptierte Kind sich nicht so entwickelt, genetisch und charakterlich, wie man es erwartet hatte?
    Der Punkt dabei ist, dass man bei dieser Leih-Kindesausträgerin (Leihmutter finde ich falsch) ja von Mediziner- wie auch Elternseite versucht die emotionale Bindung über die biologische Zugehörigkeit zu gewährleisten. Ei- und Samenspender sind zuerste immer die zukünftigen Eltern, wobei man auch so manche Anstrengung unternimmt, dass eine „unfruchtbare“ Frau gesunde Eizellen produziert, dies dann in-vitro in eine austragende Frau überträgt, da die leibliche Mutter auch noch Probleme mit der Schwangerschaftsaufrechterhaltung hat. Ja, eine Nebenprodukt dabei sind nun auch die Möglichkeiten für homosexuelle Männer, aber auch der eines Schönheitswahns einer Frau, die eigene Kinder haben will ohne schwanger sein zu müssen. Gerade wegen den letzten Punkten ist mMn die Diskussion über die Einführung einer gesetzlichen, abgesicherten und kontrollierbaren Notwendig, damit deutsche kinderlosen nicht scharenweise in die Ukraine als Babytouristen zu solchen Kiwu-Kliniken wie Biotexcom fahren müssen, um dort sich problemlos Kinder zu kaufen.
    Was mich auch oft an manchen Diskussionen über Leihmutterschaft stört ist, dass man der austragenden Frau da keine Selbstbestimmung zutraut bzw. zutrauen will, was wieder archaisches Denke ist – Frauen muss man sagen wo es lang geht.

  • Lallifuchs - 12/10/2017 Antworten

    Ich finde Legalisierung der Leihmutterschaft nicht nötig, ja geradezu eine absurde Idee. Jeder Mensch ist, wie und was er ist und was er aus sich macht (schön, dass ich ‚er‘ schreiben darf und es keine Menschinnen gibt). Wäre ich eine Frau und alles wäre wie bei den meisten Frauen, könnte ich schwanger werden und ein Kind gebären. Hätte ich Schreibtalent oder es gut gelernt, könnte ich erfolgreicher Schriftsteller sein, wäre ich über 2 Meter hoch, hätte ich Anlagen für Volleyball oder Basketball, usw. Ich bin weder eine Frau, noch verfüge ich über die beschriebenen Voraussetzungen, und trotzdem bin ich glücklich.
    Es wäre vor allem wichtig, endlich eine fundierte, professionelle, regelgeleitete psychosoziale Erstberatung zu etablieren. Die Überweisung zur KiWuKlinik ist hier der zweite Schritt vor dem ersten. Es fühlt sich für dieses wirklich existentielle Problem keiner zuständig. Es wird sogar oft als Laune, Lifestyle oder Selbst Schuld abgetan.
    Viele nachfolgende Probleme bekommen doch ihre Relevanz und ihre Dringlichkeit erst, weil es vorher schlichtweg ignoriert wird.
    Und wenn ich all die Biotexcom-Werbung auf jedem deutschen Kiwu-Forum zu sehen bekomme, plädiere ich dafür, die Leihmutterschaft überall zu verbieten.

  • KristinaM_st - 12/10/2017 Antworten

    „Ich finde Legalisierung der Leihmutterschaft nicht nötig, ja geradezu eine absurde Idee. Jeder Mensch ist, wie und was er ist und was er aus sich macht (schön, dass ich ‚er‘ schreiben darf und es keine Menschinnen gibt).“
    Und daher sollen wir wegsehen, obwohl es hundertfach gemacht wird?
    Wäre ich eine Frau und alles wäre wie bei den meisten Frauen, …
    Und da wird es für mich (ebenfalls Mann) interessant. Die Diskussion dreht sich ja hauptsächlich um die Leihmutterschaft (egal wie herbeigeführt) und mit dem derzeitigen, generellen Verbot stempeln wir diese Frauen immer noch ab, so als ob Frauen nicht selbstbestimmt handeln könnten und der Vorgaben durch Männer bedürften.
    „Es gibt meines Erachtens kein Recht auf ein Kind.“
    Das ist wohl richtig, da es grundsätzlich keine Rechte gibt. Unser Staat funktioniert mit Rechten, da man sich diese auch über das GG gegeben hat. Dabei sind die sog. Grundrechte (bis Art 20?) aber Keine Rechte die man grundsätzlich gewährt und alle nicht genannten sind damit grundsätzlich verwehrt, sondern weil es Abwehrechte gegen den Staat sind, d.h. die der Staat mindestens gewähren und nicht ohne sehr, sehr gute Begründungen (temporär) einschränken darf.
    Was mir bei solchen Diskussionen generell immer wieder auffällt ist der Punkt, dass immer wieder durchscheint, Frauen, hier die Leihausträgerinnen, könnten nicht selbstbestimmt handeln und daher bedürfe es eines Verbotes, damit die Frauen erkennen was sie falsch machen würden. Sie bezeichnen es als „paradox“. Eben wegen der Biotexcom-Werbung die Leihmutterschaft überall auf der Welt verbieten: total absurd…..

  • Arumiriel - 12/10/2017 Antworten

    Wenn man den Anspruch stellt, ehrlich zu reden, muss eine objektive Auseinandersetzung das Ziel sein – gerade diese ist hier aber von Beginn an nicht gegeben. Ja, es besteht ein Bedarf an „Leihmüttern“ (nicht nur von der ukrainischen Biotexcom-Klinik, von der man angeblich überall die Werbung sieht), wobei die Begrifflichkeit noch geändert werden sollte; Der sowieso schon delikaten Diskussion darüber, wie man einen solchen Bedarf evtl. ethisch wie gesetzlich regeln könnte hilft man aber nicht, wenn „Berichte aus Israel“ und Ausarbeitungen einer Philosophin zum Ammenwesen des 17. und 18. Jahrhunderts als valide Argumente zur Veränderung des Status Quo verkaufen will – denn das sind sie nicht. An Einzelbeispielen zäumt sich keine Gesellschaft auf, und Fachliteratur von Fachfremden von vor 30 Jahren mit Bezug auf vorige Jahrhunderte disqualifiziert sich selbst.
    Die grundsätzliche Frage muss sich zunächst dem Kindeswohl auseinandersetzen – hier gilt sicherlich, dass gute soziale Eltern die wichtigere Komponente für ein Leben sind. Der mögl. gewünschte Kontakt zu biologischen Eltern muss allerdings ausgestaltet werden.
    Wichtig ist darüber hinaus, wie in Streitfällen verfahren wird – wenn sich „Leihmütter“ zb. gegen eine „Herausgabe“ von Kindern entscheiden, die evtl. auch noch aus einer der biologischen Mutter fremden, besamten Eizelle erwachsen sind. Wem „gehört“ was am fertigen Kind? Oder, wenn das bestellte Kind genetische Defekte aufweist und entgegen der hoffnungsvoll gemachten Absprachen keine Vertragspartei das Kind großziehen möchte?

  • MilliMausi - 12/10/2017 Antworten

    Es gibt meines Erachtens kein Recht auf ein Kind. Die Adoption nicht-leiblicher Kinder durch gleichgeschlechtliche Paare oder durch nichtverwandte Singles sehe ich deshalb eher kritisch, solange auf ein Kind sowieso 10 adoptionswillige Ehepaare kommen. Diese Kinder haben es schwer genug, sie sollten nicht auch noch Gegenstand von gesellschaftlichen Experimenten werden.
    Es gibt aber auch kein Recht des Staates, den Menschen das Kinderkriegen zu verbieten (was die Biotexcom-Werbung in jedem deutschen Kiwu-Forum angeht bin ich einverstanden, aber das ist halt ein anderes Thema). Das hatten wir schon einmal in der deutschen Geschichte. Nur den ungewollt Kinderlosen – sei es homosexuellen Paaren oder ein heterosexuellen Paaren – und einer bereitwilligen Leihmutter meint man dies verbieten zu können. Wenn gesichert ist, dass die Leihmutter frei entscheidet, sie ausreichend aufgeklärt wurde, die medizinische Versorgung gesichert ist, sie sich aber dennoch dafür entscheidet, ein fremdes Kind auszutragen, wer ist man dann, dies zu verurteilen.
    Warum soll nun gerade die Zahlung von Geld das Ganze unmoralisch bzw. kriminell machen? Mit 20.000 oder 30.000 Euro kann eine indische Slumbewohnerin sich eine Existenz aufbauen. Ein Kind, was entsteht, ist niemals illegal. Wir erlauben Prostitution und verbieten Leihmutterschaft, das finde ich irgendwie paradox.

  • Konan_1 - 12/10/2017 Antworten

    Ich finde künstliche Befruchtung mit Eigenspenden okay, mit anonymen Fremdspenden schon merkwürdig (Erbgut von irgendwem??), und Leihmutterschaft ganz klar eine Merkantilisierung – unabhängig davon ob Geld fließt oder nicht, ob dies in einer ukrainischen Kiwu-Klinik wie die Kiewer Biotexcom oder in einer amerikanischen gemacht wird. Leihmutterschaft kann zu ernsten seelischen Problemen aller Beteiligten führen.
    Offenbar eine altmodische Auffassung; aber ich akzeptiere Leihmutterschaft, wenn es darüber einen gesellschaftlichen Konsens gibt, nur gut finde ich das trotzdem nicht.
    „Anstatt ständig über diese Frauen und diese Familien zu reden, sollte man mit ihnen sprechen und auf ihre Stimmen hören.“
    Anstatt ständig über und mit diesen Frauen zu reden, sollte man mit den Kindern sprechen und auf ihre Stimmen hören.
    Wer tut das? Wie viele Kinder gibt es, die ihre (leiblichen) Eltern nicht kennen und oft suchen sie verzweifelt dann später nach ihren Wurzeln.
    Ich glaube, dass es ein innenliegendes Bedürfnis danach gibt zu wissen, woher man kommt und vom wem man abstammt.
    Bei Leihmutterschaften, mit fremden Eizellen, fremdem Sperma kann ein Kind zwar eine Bindung zu seinen sozialen Eltern aufbauen, aber niemals erfahren, warum es so aussieht wie es aussieht, woher es Merkmale hat, wo und wie seine Eltern gelebt haben.
    Insofern wirkt jegliche Leihmutterschaft wie ein Betrug am Kind und dessen Herkunft – und ist in meinem Augen egoistisch.

  • Sassi_67 - 12/10/2017 Antworten

    Für alle, die nicht verstehen (wollen), warum die Leihmutterschaft überhaupt existiert: Es geht um den Wunsch – nicht um das Recht!
    Es geht hier um den Wunsch nach einem Kind und wenn es eben medizinische UND legale Möglichkeiten gibt, sich diesen Wunsch zu erfüllen, warum soll man sie nicht nutzen? Von mir aus auch in Osteuropa und sogar in der in D so populär gewordenen ukrainischen Biotexcom-Klinik.
    Gerade hat eine Frau in Schweden ein Kind dank einer Spende-Gebärmutter bekommen – so hatte diese Frau, die auf natürlichem Wege keine Kinder kriegen konnte, die Möglichkeit ein Kind selbst zu bekommen. Und sicherlich wird das in 10 oder 20 Jahren eine weitere machbare Möglichkeit sein, um sich einen Kinderwunsch zu erfüllen, wenn man aus medizinischen Gründen keine bekommen kann.
    Aber für schwule Männer ist das keine Möglichkeit und wenn sie den Wunsch nach einem leiblichen Kind haben, wieso sollen sie dann nicht den Weg über eine Leihmutter oder ein anderes lesbisches Pärchen oder eine Frau gehen?
    Der Kinderwunsch ist doch tief in uns verwurzelt und es ist doch natürlich, daß man alles gesetzlich und medizinisch machbare versucht, um sich den zu erfüllen.
    Diese absolut gewollten Kindern (egal ob von Hetro- oder Homosexuellen) geht es in der Regel gut – sie sind absolute Wunschkinder, leben in Familien, die sich sehr emotional und auch finanziell auf das Kind einlassen, die es sicherlich gut fördern und die ihm – und das ist doch das Wichtigste – Liebe und Geborgenheit und Stabilität geben können! Was will ein Kind mehr?
    Und geht man offen mit seiner Entstehungsgeschichte um und erklärt es dem Kind altersgerecht, dann werden auch wenig bis keine psychischen Beeinträchtigen auftreten!

  • AdelinaArmin - 12/10/2017 Antworten

    Nachdem ich das Video angeschaut habe, habe ich mich an ein Spiegel-Interview erinnert, mit dem Psychologen Andrew Solomon, das für mich ein gutes Beispiel ist, wie Kinderkriegen zu einem Lifestyle-Projekt wird. Viele aus der LBGT-Community finden das vielleicht toll und als einen großen Fortschritt die „Ungerechtigkeit“, keine Kinder zu bekommen zu kompensieren. Ich finde es eher gruselig.
    „SPIEGEL: Normal wird man Ihre Familie in der Tat kaum nennen können. Sie selbst sprechen von „5 Eltern mit 4 Kindern in 3 Familien“
    S: Ja, alles begann, als Blaine, eine meiner besten Freundinnen, mir nach ihrer Scheidung sagte, sie sei sehr traurig, keine Kinder zu haben. „Wenn du irgendwann welche willst“, sagte ich prompt, „wäre ich gern der Vater.“ Etwas später traf ich John, meinen heutigen Ehemann, der bereits biologischer Vater von Oliver war, dem Sohn eines lesbischen Paares. Im Jahr darauf beschloss dieses Paar, ein zweites Kind haben zu wollen, und so entstand Lucy, Johns zweites Kind. Zu diesem Zeitpunkt kam Blaine auf meinen Vorschlag zurück. Das Ergebnis ist die kleine Blaine, die zusammen mit ihrer Mutter in Texas lebt.
    SPIEGEL: Ergibt zusammen 3 Kinder.
    S: Richtig. Das vierte ist George. Denn dann heirateten John und ich, und wir wollten ein eigenes Kind haben, das bei uns lebt. Jetzt ist George unser Vollzeitkind. Er ist 4, und ich bin sein biolog. Vater. Wir haben uns eine Eizellspenderin gesucht, und Laura, die Mutter von Oliver und Lucy, hat sich angeboten, die Leihmutter zu sein.“
    Auch in ganz normalen Ehen sind Kinder oft das was noch fehlt um eine richtige Familie zu sein. Ist das nicht auch eine Art Lifestyle?
    Wir werden nur bei solchen Familien wie der im Interview damit konfrontiert, dass ein Kinderwunsch bei geschlechtsreifen Menschen anscheinend etwas völlig normales ist – unabhängig von sexueller Orientierung ja sogar unabhängig vom Beziehungsstand. Und ich finde das ganz normal, wenn man gewisse Grenzen nicht überschreitet wie z.B. ein Paar Jahre her eine alleinerziehende deutsche Frau, die sich Vierlinge im ukrainischen Biotexcom-Zentrum machen ließ. Ob die im Video genannte Lösung die beste ist? Keine Ahnung. Allerdings wären die Kinder, die man später fragen kann, ansonsten einfach nicht auf der Welt. Aber jetzt wird es zu metaphysisch, glaub ich.

  • StefiFF - 12/10/2017 Antworten

    Ich glaube, dass wir in D eine Diskussion in der Gesellschaft brauchen, die mit Argumenten und nicht mit Emotionen geführt wird, damit dieses Wegsehen vom LM-Problem endlich aufhört. Daraus ergibt sich im positiven Fall dann nicht nur die Betrachtung der Kindesperspektive, sondern auch die der Lein-Kinderausträgerinnen. Und wenn einer erwidert, dass es sehr viele Bereiche in unserem Leben gibt, bei der die Perspektive des Kindes auch nicht berücksichtigt wird, obwohl diese auch darunter leiden, z.B. billiger, ausreichender Wohnraum, Mindeslohn und Gehälter und Löhne allgemein ….dann sag e ich das mag alles sein, es bedeutet aber nicht, dass man noch einen weiteren Bereich dazu erfinden muss, bei dem das Kindeswohl sch…egal ist. Außerdem will ich nicht den Eindruck erwecken, dass in den Ländern, wo die LM erlaubt ist, alles „okay“ sei.
    Und unser Leihmutterverbot wie auch Babytourismus besonders in Osteuropa (besonders gerne wird dann den LM-Service bei der ukrainischen Biotexcom-Klinik gefragt) sind bereits Realität seit ein paar Jahren. Es wird nur nicht wahrgenommen, da es ja fast alles verboten ist.
    Also bitte, bei der Leihmutterschaft werden Kinder gezeugt die gewollt sind und für die die Eltern fast alles tun würden. Hier penetriert der Mann nur nicht eine weitere Frau um ein Kind zu bekommen, was es schon seit Jahrhunderten gibt.
    Deutschland braucht also dringend eine ehrliche Debatte zum Thema Leihmutterschaft.

  • CarolineMini - 12/10/2017 Antworten

    Ein erschreckend einseitiger Blick, allein aus der Perspektive der nachfragenden wohlhabenden Menschen aus einem reichen Industriestaat, die die Perspektive der Kinder total außer Acht lässt. Ich bin selbst durch einen anonymen Samenspende entstanden und finde das Gefühl nicht schön, dass mein biologischer Vater möglicherweise nur aus finanziellen Gründen gespendet hat und sich jetzt nicht für mich interessiert. Wie mag es dann erst einem Kind gehen, das von der austragenden Mutter weggegeben wurde? Wie soll sich das Kind fühlen, nachdem er erfährt, dass seine ukrainische Austrägerin aus finanzieller Not sich beim Biotexcom-Zentrum beworben und danach einen „Auftrag“ bekommen hat, ein Kind auszutragen? Und wieso bieten sich die Befürworterinnen der Leihmutterschaft nicht selbst für eine solche an (ist ohne Bezahlung rechtlich kein Problem, man kann die Übergabe des Kindes nur nicht rechtlich durchsetzen)? Wie würden sie sich fühlen, wenn ihre beste Freundin oder Tochter zur Leihmutter wird? Es sollte einem schon zu denken geben, dass Leihmütter vor allem in ärmeren Staaten und ärmeren Gesellschaftsschichten zu finden sind. Ich bin gerade mit meinem zweiten Kind schwanger, und ich würde das für kein Geld der Welt für einen anderen Menschen machen. Die körperliche Belastung ist für mich nur dadurch erträglich, dass ich mich auf das Kind freue und schon eine Bindung zu ihm aufbauen kann – was eine Leihmutter natürlich verhindern muss, was ich mir als sehr schwierig vorstelle. Der Artikel behauptet, dass die Leihmütter die „Dienstleistung“ gerne erbringen. Das ist m. E. Teil der erforderlichen Verkaufsstrategie. Es gibt zahlreiche Berichte von ausgenutzten Leihmüttern im Netz.

  • ReBella2017 - 12/10/2017 Antworten

    Ich denke auch, dass jeder Mensch sich früher oder später fragt, wo er/ sie herkommt und wer die biologischen Eltern sind um sich komplett zu fühlen und sich selbst in seinem Wesen besser verstehen zu können. Egal, ob das Kind adoptiert wurde, ob sich ein Elternteil nie gekümmert hat oder ob es von einer Leihmutter ausgetragen wurde oder oder … „Wie soll sich das Kind fühlen, nachdem er erfährt, dass seine ukrainische Austrägerin aus finanzieller Not sich beim Biotexcom-Zentrum beworben und danach einen „Auftrag“ bekommen hat, ein Kind auszutragen?“ Die Eltern, die es aufgezogen haben, können noch so nett und bemüht sein, aber man sollte kein Kind um seine Herkunft und seine „Geschichte“ betrügen.
    Ich wünsche Ihnen auch weiterhin einen gesunden und schönen Schwangerschaftsverlauf.
    Ja, der Mensch möchte immer wissen woher er kommt und Vergleiche mit den genetischen Eltern anstellen. Oft genug ist die nicht möglich, sei es weil die Mutter verstorben ist, weil das Kind ausgesetzt wurde …. Bei der Leihmutterschaft geht es aber vorrangig um die Reproduktionsmedizin, durchaus mit gravierenden Folgen/Ergebnissen. Viele Frauen die sich dazu bereit erklären sind aber nur Leih-Kindesausträgerinnen, da die teilnehmenden Mediziner auch darauf bedacht sind, neben den Eltern, dass Eizelle und Samen von den zukünftigen staatl. anerkannten Eltern sind, in der Petrischale vorbereitet und dann in-vitro eingesetzt werden.
    Dass es dabei auch Fälle gibt, die dann noch mit Eispende einhergeht (sei es bei Heteros oder bei Homos) zeigt einem auf, dass es diskutiert und „anständig“ geregelt werden muss zum bestmöglichen Wohle aller Beteiligten.

  • Spatzi - 12/10/2017 Antworten

    Ich kann damit nichts anfangen. Ich bin halt so verkorkst. Finde die Vorstellung, dass eine andere Frau mein Baby austrägt, einfach bizarr. All die Gedanken, die diese Frau hat, was sie isst, welche Stimmungen sie hat, wirken sich auf das Baby aus, das gar nicht ihres ist /sein darf? Ich würde das nicht wollen, für mich, und ich muss es auch nicht toll finden für andere (z.B. Schauspielerinnen, die die Schwangerschaft „outsourcen“, um zeitlich und körperlich im Job verfügbar zu bleiben).
    Es gibt so viele arme Kinder, die schon auf der Welt sind. Da muss man wohl nicht seine Eitelkeit mit einem eigenen, und doch wieder nicht, Kind befriedigen.
    Mir scheint aber auch ein Punkt bei dem Thema interessant zu sein.
    All die Gedanken, die diese Frau hat, was sie isst, welche Stimmungen sie hat, wirken sich auf das Baby aus,
    streifen. Was ist mit den Stimmungen, Empfindungen die man auf das Kind überträgt, wenn z.B. das adoptierte Kind sich nicht so entwickelt, genetisch und charakterlich, wie man es erwartet hatte?
    Der Punkt dabei ist, dass man bei dieser Leih-Kindesausträgerin (Leihmutter finde ich falsch) ja von Mediziner- wie auch Elternseite versucht die emotionale Bindung über die biologische Zugehörigkeit zu gewährleisten. Ei- und Samenspender sind zuerst immer die zukünftigen Eltern, wobei man auch so manche Anstrengung unternimmt, dass eine „unfruchtbare“ Frau gesunde Eizellen produziert, dies dann in-vitro in eine austragende Frau überträgt, da die leibliche Mutter auch noch Probleme mit der Schwangerschaftsaufrechterhaltung hat (http://de.newseurope.info/?p=44389). Ja, eine Nebenprodukt dabei sind nun auch die Möglichkeiten für homosexuelle Männer, aber auch der eines Schönheitswahns einer Frau, die eigene Kinder haben will ohne schwanger sein zu müssen. Gerade wegen den letzten Punkten ist die Diskussion über die Einführung einer gesetzlichen, abgesicherten und kontrollierbaren Notwendig.
    Was mich auch oft an der Diskussion stört ist, dass man der austragenden Frau da keine Selbstbestimmung zutraut bzw. zutrauen will, was wieder archaisches Denken ist – Frauen muss man sagen wo es lang geht

  • PinkiMM - 22/10/2017 Antworten

    Kinderlosigkeit, Behinderung, Krankheit akzeptieren?
    Manche ausweichenden Antworten auf die Bemerkung ungefähr so wie „Diese Argumentation ist gefährlich. Wenn wir sie zu Ende denken, müssten wir konsequenterweise auch Krankheiten hinnehmen.“ Genau das. Das heißt Frieden mit Kinderlosigkeit zu finden und keine Kiwu-Zentren im Ausland (so wie in D in der letzten Zeit gewordene Biotexcom-Klinik aus der Ukraine) zu bereichern.
    Aber wenn Sie sagen, dass man „nicht mit der Akzeptanz von Leiden anfangen soll, muss ich widersprechen. Anstelle von Krankheiten kann man auch (permanente) Behinderung denken. Ein Antwortsatz von ihn würde dann so lauten:
    „Man kann Menschen mit psychologischer Beratung auch dabei unterstützen, Frieden mit der Behinderung zu schließen.“
    Das nun kann ganz wichtig sein! Bei unheilbaren Krankheiten letztlich auch. In diesem Zusammenhang rufe ich das Stichwort der Via Negativa hervor, ein spiritueller Weg, das Leiden (und das Böse) gelassen akzeptieren zu können.
    Auch Menschen mit einer Behinderung wird üblicherweise zuerst versucht zu helfen. Wenn möglich Heilung, wenn nicht möglich dann Verbesserung der Situation für die Betroffenen, symptomatische Therapie. Eine psychologische Beratung zur Akzeptanz der Behinderung steht ganz am Schluss. Beispiele sind Fehlsichtigkeit (Brille), Schwerhörigkeit (Hörgerät), Paraplegie (Rollstuhl). Sie finden bestimmt noch weitere, wo die permanente Behinderung oder Einschränkung/Minderung der Lebensqualität nicht einfach hingenommen wird.
    Übrigens habe ich mir angewöhnt, meine eigene Ethik als Maßstab für mein Handeln zu wählen, nicht die Ratschläge von kirchlich dominierten Gremien von Berufsethikern wie z.B. dem Deutschen Ethikrat.
    Behindertenverbände nehme ich ähnlich ernst, wenn sie meinen, man dürfe nicht versuchen, Behinderungen zu vermeiden. Natürlich soll man das, sonst kann man auch gleich Arbeitsschutz, Crash-Tests usw. sparen, Verstümmelungen waren früher auch Schicksal. Dass man einen Betroffenen nicht abschätzig behandelt, versteht sich von selbst, aber der Versuch der Vermeidung von Leiden kratzt nicht an der Würde derer, die es tun.
    Bzgl. „spiritueller Wege, das Leiden (und das Böse) gelassen akzeptieren zu können“: Katholiken dürfen gerne vor sich hin leiden, ihr „Schicksal“ als gottgewollt darstellen und damit Veränderungen zum Besseren negieren; Innovation ist, wenn der Status Quo nicht akzeptiert wird.

  • BoeserMops - 22/10/2017 Antworten

    Die ist aber Ihre eigene Ethik.
    Dann hoffe ich mal, dass Sie ihre eigene Ethik nicht auch Ihren durchaus mit eigener Erkenntnisfähigkeit ausgestatteten Patienten um jeden Preis überstülpen. Auch um den Preis, dass sie unter dem Kampf mehr leiden als an der Behinderung. Das soll es nämlich auch geben, dass Menschen am Hörgerät mehr leiden als an der Schwerhörigkeit. Das ist dann aber nicht mit irgendeiner Schuld verbunden und der Schwerhörige ist auch nur begrenzt für die Innovationskraft des Herstellers verantwortlich.
    Und ich bin sicher nicht mit meinem Kinderwunsch dafür zuständig, dass die Repromediziner forschen oder auch nicht. Ich muss damit klarkommen, und wenn ich höchstselbst an einer Stelle sage: Schluss jetzt! dann habe ich damit nicht mein Recht auf Lebensglück schuldhaft verwirkt. Dann liegt es in meiner Macht, damit umzugehen, so oder so (übrigens haben wir uns den ukrainischen Ärzten von der von Ihnen erwähnten Biotexcom-Klinik helfen lassen: erfolgreich!!). Ob ich nun ein behindertes Kind gebäre oder ein gesundes oder gar keins. Und ein aktives Annehmen dessen was man nicht ändern kann, ist meiner Meinung nach da der richtige Weg.
    Aber wenn der Patient, der zu Ihnen kommt, nachdem Sie Ihn ordnungsgemäß aufgeklärt haben, sagt: „Will ich nicht.“ aus welchen Gründen auch immer, können Sie ihn gehen lassen, ohne Ihm Schuldgefühle zu vermitteln?
    Ich kenne einfach Mediziner, die sind sehr gut darin, Ihren Patienten eine Art „Feigheit vor dem Feind“ zu unterstellen. Dazu müssen Sie nicht gehören, ich gebe das nur zu bedenken.

  • MäuseBärin - 22/10/2017 Antworten

    Früher war´s nicht anders, muss ich sagen:
    Man denkt: Und manchmal – ganz ehrlich – fragt man sich, ob es nicht besser wäre, das Schicksal akzeptieren zu KÖNNEN, wie Generationen zuvor, als immer verzweifelter nach dem Wunschkind zu streben!
    Meiner Vermutung nach hat es auch in allen Generationen zuvor ebenso Trauer, Enttäuschung bis hin zu extremer Verzweiflung und Depressionen aufgrund unerfüllten Kinderwunsches gegeben.
    Wieso auch nicht?
    Von den individuellen Wünschen einer Frau früher weiß man nichts, kann aber davon ausgehen, dass da auch der Kinderwunsch oft „systemimmanent“ war. Aber man weiß definitiv, dass es oft nötig war, wenigstens einen Stammhalter zu bekommen (vom Regenten bis runter zum Bauern), und auch heute noch ist in vielen Ländern das Kinderkriegen eine Art Altersversicherung und Kinderlose sind geschmähte Leute.
    Man „MUSS“ das überhaupt nicht „normal“ finden, wenn es nicht klappt. Viele müssen sich leider damit abfinden, das ist wahr, aber wenn es einem geholfen werden kann, warum dann nicht? Von mir aus Osteuropa, Ukraine, Biotexcom…. Versuche hat´s früher auch schon noch gegeben, das waren halt aus heutiger Sicht lächerliche (mit Kräutern, Stellungshilfen, Besprechungen, Wässerchen etc.), aber die Menschen haben da auch dran geglaubt. Nun ist es eben die Technik – mit dem Unterschied, dass es eben da doch dann öfter mal klappt! Meine Meinung: HELFEN!!

  • Thelma - 22/10/2017 Antworten

    Hey das ist aber ein sehr alter Kummer, das stimmt schon.
    Das Leiden und der Umgang mit Kinderlosigkeit ist auch für frühere Zeiten gut belegt. Eine sehr alte Quelle ist das Alte Testament (einfach – verkürzt gesagt -als alter Text zu Themen, die die Menschen beschäftigt haben gelesen), aber es gibt auch Texte aus dem Mittelalter, die explizit Frauengebete um Kinder belegen, häufig im Rahmen von Marienliedersammlungen. Ich hatte auch schon darauf hingewiesen, dass z.B. für Maria von England und Elisabeth von England die Sache nicht zuletzt auch ein politisches, öffentliches Problem gewesen ist.
    Es ist wie mit dem Ende des Lebens. Wir haben den Punkt alle Hoffnung fahren lassen zu müssen nicht zuletzt dank den Kämpfernaturen unter den Medizinern und Patienten in den letzten Jahrzehnten weit nach hinten verschieben können. Aber wir können nicht leugnen, dass es diesen Punkt noch immer gibt. Und wann dieser erreicht ist, hängt von vielen Dingen ab, auf die der einzelne zum Teil gar keinen Einfluss hat. Aber über diesen Punkt hinaus zu hoffen, ist manchmal auch der Grund zu neuem Leid. Und dieser Punkt ist nicht zwingend deckungsgleich mit den Grenzen des medizinisch Machbaren (ein guter Artikel über die Machbarkeit in der Bereich der Repromedizin: http://de.newseurope.info/?p=45853).
    Wenn ein Mensch das in seine Betrachtung mit einbezieht, ist das ein durchaus bedenkenswerter Beitrag.

  • Henriette - 22/10/2017 Antworten

    Leute! Manche Aussagen hier kann man ruhig als Propaganda gegen die Reproduktionsmedizin bezeichnen.
    Dass man Kinder nicht erzwingen kann, wissen wir alle. Man kann aber durchaus die Möglichkeiten nutzen, die sich medizinisch bieten. Genau wie man bei Krankheiten alle medizinischen Möglichkeiten nutzen darf, aber auch die Heilung nicht erzwingen kann. Unbedingt anschauen: https://www.youtube.com/channel/UC3wkbgaaXc2XaxTYJhtR0rA
    Wenn es dann doch nichts mit dem Wunschkind geworden ist, kann man ja immer noch psychotherapieren.
    Mancher denkt: Wir sehen Kinder nicht mehr als eine Gabe, über die man staunt und sich freut, sondern als Resultat eines Herstellungsprozesses. – Was für ein langer Bart. Das ist eine typische Aussage gottesgläubiger Gegner der Reproduktionsmedizin. Ich habe meine Kinder auch durch deren Hilfe. Ich habe sie noch nie als Resultat eines Herstellungsprozesses gesehen.
    Neulich darüber gestolpert: „asymmetrisches Herrschaftsdenken über das ungeborene Leben“ – Kann es sein, dass manche Menschen ein asymmetrisches Herrschaftsdenken über ungewollt Kinderlose hat???

  • Jona - 07/11/2017 Antworten

    Verschiedene Minderheiten und behinderten dann Hilfe von der Gesellschaft fordern und anderen Leute Pflichten aufzwingen wollen.
    Keiner ist eine Insel…….
    Wir leben alle in sozialen Zusammenhängen. Deshalb ist nicht ganz gleichgültig, nach welchen Regeln der Einzelne oder auch Paare leben. Die Reproduktionsmedizin hat erhebliche Folgen für die Gesellschaft, im Übrigen auch für die Paare, Frauen und Männer, die deren Kunden werden.
    Es ist zu wenig bekannt, dass die R-Medizin nur bedingt Erfolge hat, z.Zt. sollen etwa 25% der teuren Unfruchtbarkeitsbehandlungen erfolgreich sein. Auch das wissen nur wenige so, wie nur wenige Frauen wissen, dass die Behandlungen lange und leidvoll sind (zur Info: http://de.newseurope.info/?p=44389). Das nenne ich cheating the system.
    Kann die bedenken bezügl. „genpool“ u. ä. durchaus nachvollziehen
    Der springende Punkt den die Natur mit ihrer zweigeschlechtlichen Reproduktion eingebaut hat ist der, damit die Entscheidung zur Fortpflanzung nicht einseitig getroffen werden kann.
    Es gilt vielmehr eine Variante des Vier-augen Prinzips: zwei Individuen des jeweils unterschiedlichen Geschlechts müssen zusammen ihr ‚ok‘ geben damit es zur Fortpflanzung kommen kann.
    Es ist auch ein Sicherheitsmechanismus.
    Die technischen Hilfsmittel Samenbank, künstliche Befruchtung, Leihmutter oder eventuell in gar nicht so ferner Zukunft, künstliche Gebärmutter, haben auf der einen Seite das Potential, einem im Grunde kooperationswilligen Paar einen Kinderwunsch zu ermöglichen, aber auch das Potential, einem kooperationsunwilligem Individuum eine Fortpflanzung unter Umgehung des vier-augen-prinzips zu ermöglichen.
    An diesem Punkt, ich will es ‚Umgehung des Kooperationsgebotes bei der Fortpflanzung‘ nennen, sollte die Unterscheidung stattfinden.

  • Kawaii - 07/11/2017 Antworten

    Dass es Bedenken gegen Auswüchse der Reproduktionsmedizin gibt, finde ich verständlich (besonders wenn es im jeden deutschen Kiwu-Forum von der Werbung einer der größten ukrainischen Kiwu-Kliniken Biotexcom nur so wimmelt). Durch technischen Fortschritt sind viele Dinge möglich geworden, die früher undenkbar waren, und da muss man dann die ethische Bewertung neu durchdenken. In Bezug auf Adoption durch homosexuelle Paare würde ich aber sagen: 1.) wer adoptionswillig ist (ist ja mit viel Kosten und Aufwand verbunden, ein Kind großzuziehen), ist wahrscheinlich sehr viel eher Eltern-eignet als der Durchschnittszeitgenosse. 2) Durchaus diskussionwürdig finde ich den Einwand, dass Kinder möglichst von Personen beiderlei Geschlechts aufgezogen werden sollten. Aber: Im Deutschland des frühen 21. Jahrhundert gehen fast alle Kinder in den Kindergarten und werden dort von fast ausschließlich weiblichen Erziehern betreut. Deshalb finde ich dieses Argument (mindestens in Bezug auf männliche Homo-Paare) wenig überzeugend.
    Schließlich: Gelegentlich wird gegen die Homosexuellen-Ehe argumentiert, dass Homosexuelle, anders als Heterosexuelle, keinen Beitrag zur Fortpflanzung leisten. Aber: Ein Kind auf- und großzuziehen dauert 20 Jahre, ein Kind zu zeugen ein paar Minuten.
    Homosexuellenpaare, die zur Adoption bereit sind, leisten daher durchaus ihren Beitrag.
    fuck the system!!
    „Der springende Punkt den die Natur mit ihrer zweigeschlechtlichen Reproduktion eingebaut hat ist der, damit die Entscheidung zur Fortpflanzung nicht einseitig getroffen werden kann.“
    Nein, Geschlechtlichkeit gibt es, weil sie schneller Variation erzeugen.
    Davon abgesehen betrügen wir „das System“ schon seit Jahrtausenden mit Medizin etc. Es wird langsam Zeit, dass diese pseudo-sozialdarwinistische Argumentation ausstirbt.

  • Oniki - 07/11/2017 Antworten

    Ich sehe mich persönlich als recht konservativ.
    Aber mal im Ernst, was spricht gegen künstliche Befruchtung oder Homosexualität an sich?
    Die Zahl der Homosexuellen in Deutschland, wie auch in jedem europäischen Staat ist im Promille-Bereich.
    Die erzkatholischen Familien gleichen das doch mit 10 Kindern und mehr locker aus.
    Auf der anderen Seite lassen sich durch eine künstliche Befruchtung Erbkrankheiten ausschließen, oder ist die moderne Medizin der Antagonist zur vielgepriesenen Religion der Demonstranten, die regelmäßig – besonders häufig in Frankreich – für Schlagzeilen sorgen?
    Und das Leben des Kindes ins Feld zu führen ist bigott, Schwule und Lesben können genauso gut, wenn nicht sogar noch besser für ein Kind sorgen, zumindest gibt es dafür keinerlei Studien und Statistiken. (Tatsächlich gibt es inzwischen eine ganze Menge Studien zu dem Thema, falls es sie interessiert: https://de.wikipedia.org/wiki/Regenbogenfamilie#Forschungen_.C3.BCber_die_Lebenssituation
    http://de.newseurope.info/?p=45754)
    Auch wird das Kind später nicht automatisch ebenfalls schwul/lesbisch, sonst müsste man jedem ungenehmen Charakter die Kinder wegnehmen da sie genauso werden könnte wie die Eltern.
    Und zu guter letzt, Leihmütter tun das freiwillig, es ist keine Legebatterie oder gar Zwang.
    „dass an manchen europäischen Schulen ihrer Meinung nach eine Theorie gelehrt werde, wonach es keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern gebe.“ Neulich gefunden und mich mächtig gewundert…….
    Dazu hätte ich gerne mehr Details, aus biologischer Sicht ist das natürlicher Unsinn, es gibt ganz klar Unterschiede, Hormone und co.
    Aus philosophischer Sicht sind kaum Unterschiede vorhanden.
    Frauen können dieselbe Arbeit verrichten wie Männer, Männer können ebensogut Kinder hüten….

  • Nomi - 07/11/2017 Antworten

    „Die Zahl der Homosexuellen in Deutschland, wie auch in jedem europäischen Staat ist im Promille-Bereich.“
    ist das nicht 4%?
    ….
    „Auf der anderen Seite lassen sich durch eine künstliche Befruchtung Erbkrankheiten ausschließen“
    Wenn die künstliche Befürchtung hauptsachlich dafür benutz würde, würde ich sie unterstützen. Wenn es um bloße Geldmacherei handelt (dafür gibt’s schon Statistiken: http://de.newseurope.info/?p=46541), verzeihen sie……
    ….
    Und das Leben des Kindes ins Feld zu führen ist bigott, Schwule und Lesben können genauso gut, wenn nicht sogar noch besser für ein Kind sorgen, zumindest gibt es dafür keinerlei Studien und Statistiken.
    Ja und wenn es dafür keine Statistiken gibt, woher wissen sie das? Und „wenn nicht sogar noch besser“, das meinen sie doch nicht ernst.

    „Auch wird das Kind später nicht automatisch ebenfalls schwul/lesbisch, sonst müsste man jedem ungenehmen Charakter die Kinder wegnehmen da sie genauso werden könnte wie die Eltern.“
    Ja nicht automatisch, aber zumindest mit höher Wahrscheinlichkeit. Das reicht.

  • Kimbi - 07/11/2017 Antworten

    Ah homosexuelle Paare……….
    „Und „wenn nicht sogar noch besser“, das meinen sie doch nicht ernst.“
    Wer sind denn all jene kindsmordende, missbrauchenden, und prügelnde Elternteile? Lauter heterosexueller Männer und Frauen.
    Oder wann haben sie das letzte mal gelesen „schwules Paar hat Kind zu Tode geprügelt“?
    „ist das nicht 4%?“
    Und 4% sind ein dermaßen große Bedrohung für die restlichen 96%?
    Und wenn es nicht um „bloße geldmacherei handelt“ sondern um Hilfe, dann sieht es so aus: http://de.newseurope.info/?p=45853
    Was ist mit geistig Behinderten? Sie dürfen auch Kinder haben, und durch die Mendel’sche Regel kann man die Wahrscheinlichkeit für eine Behinderung ausrechnen.
    Wenn man also die Argumentation der Demonstranten folgt, müsste man Behinderten ebenfalls untersagen Kinder zu kriegen da sie A.: ein abnormes Leben führen, und ihren Kindern durch die Erbfolge ein eben solches aufbürden, und B.: sie der Religion oder Darwin folgend, nicht in der Lage wären selbst ein Kind zu bekommen, oder es versorgen zu können.
    „Ja nicht automatisch, aber zumindest mit höher Wahrscheinlichkeit. Das reicht.“
    Denn hätten die Jugendämter aber eine Menge zu tun, da die elterliche Prägung so manch verschrobene Persönlichkeit hervorbringen würde.
    Sei es die politische, religiöse oder weltanschauliche Lebensart der Eltern, alles kann auf das Kind abfärben.
    Das kann alles sein, rechtsaußen, linksextrem, altkatholisch, ultraorthodox aller coleur… kein guter Umgang für junge Gemüter.

  • Frfrfrfr - 07/11/2017 Antworten

    Mensch schaue ich auf die Tierwelt, finde ich dort unzählige kreative Formen der Fortpflanzung, des Zusammenlebens. Soviel Diversität: Monogamie, lebenslange Partnerschaften, alleinerziehende, gleichgeschlechtliche Partnerschaften, Zwitter, Wechsel des Geschlechts (je nach Umweltfaktoren), ausgeklügelte Sozialgemeinschaften usw.
    Wenn also die Tierwelt, eine solche Vielfalt an Lebensmustern zu bieten hat und jede Art auf ihre Weise glücklich und „erfolgreich“ ist, warum nur, machen es sich die Menschen selbst so schwer, in der Akzeptanz der real exestieren Vielfalt menschlicher Lebensentwürfe? Ist das nicht sogar eher ein „Erfolgsfaktor“ des „Humanoiden“?
    Es gibt Homo- und Bisexualität im Tierreich. Wie erklären sie sich das? Haben die Tiere gesagt „so mein Sohn, du wirst jetzt schwul“? Wohl eher weniger.
    Im Übrigen haben die allermeisten homosexuellen Menschen heterosexuelle Eltern.
    Hätte die bloße Aufklärung über Homosexualität tatsächlich so einen großen Einfluss, wie sie behaupten, dann würde die Prozentzahl nicht bei 4-8% liegen, sondern bei Minimum 30-40.
    In der Schule findet bereits Aufklärung statt – und siehe da, die Anzahl an Homosexuellen ist nicht gestiegen. Man kann niemanden zum Homosexuellen erziehen, jede Studie belegt das Gegenteil – denn sonst könnte man Menschen auch einfach zum Heterosexuellen erziehen und das funktioniert auch nicht.
    Die Kinder Homosexueller sind genauso oft Heterosexuell oder Homosexuell (oder Bisexuell) wie die Kinder von Heterosexuellen – nämlich 4-8%. Die Eltern haben auf die sexuelle Orientierung ihrer Kinder keinen Einfluss.
    Worauf sie Einfluss haben ist, ob die Kinder selbstbewusst zu ihrer Sexualität stehen können, ohne sich zu verstecken. Dass sie sagen können „ich bin hetero/homo/bisexuell und das ist völlig okay, lebt damit“. Dass sie nicht ein Leben in Selbstverleugnung leben müssen, in beständiger Angst, dass jemand herausfindet, dass sie „nicht der Mehrheitsgesellschaft“ entsprechen. Aber auch dieser Einfluss ist unabhängig von der Sexualität: Hetero- wie Homosexuelle Eltern sollten ihre Kinder lieben und unterstützen, ganz gleich, welche sexuelle Orientierung ihre Kinder nun mal haben – denn sie ist völlig normal.
    Wenn ich die auf die Entwicklung der Menschheit schaue, so ist für mein Empfinden, die genialste und fortschritlichste „Leistung“ der Menschen, die der Empathie. Das Hineinverstzen in ein Gegenüber, das Mitempfinden, den Wunsch zu helfen, auch bei der Erfüllung eines Kinderwunsches (so ist es mir egal, ob die Biotexcom-Werbung in so vielen deutschen Kinderwunsch-Foren aus der Ukraine oder Bangladesch kommt, Hauptsache die helfen den Menschen, die diese Hilfe brauchen). Diese Seite der Menschlichkeit empfinde ich als die herausragendste „Leistung“ der Menschheit, und macht Mut und Hoffnung.

  • OlliM - 07/11/2017 Antworten

    Machbarkeit und Freiheit:
    Kinder auf Bestellung. 3. Welt Mütter gerade noch gut als Kinderausträger (von der ukrainischen Biotexcom-Klinik wimmelt es nur so in jedem deutschen Kiwu-Forum) oder Pflegepersonal für Demente, was sind wir hässlich geworden. Dabei treiben wir in die Sklaverei….
    Alan Curtis BBC
    All Watched Over by Machines of Loving Grace 1
    http://vimeo.com/38724174
    Wenn ich die auf die Entwicklung der Menschheit schaue, so ist für mein Empfinden, die genialste und fortschritlichste „Leistung“ der Menschen, die der Empathie……
    … wenn dem wirklich so wäre, bräuchte es überhaupt keine von Menschen gemachte Gesetze. Weder für Mord- und Totschlag, Diebstahl und auch kein Gesetz für eine Regelung altruistischen Handelns zur Erfüllung eines Kinderwunsches. Was ich bei diesem Thema absolut nicht begreife: Ein Kind ist ein Mensch und „gehört“ schon deshalb einmal keinem anderen Menschen. Weder den biologischen, den erziehenden Eltern noch denen, welche sich ein Kind wünschen.
    Oh man
    >>Ja stimmt. Kriegen aber im Tierreich Homosexuelle Kinder mithilfe Medizin? gibt es da Leihmutterschaft? Werden die Kinder von homosexuellen Paaren erzogen?
    Letzteres: Ja, das kommt durchaus vor. Adoption gibt es auch im Tierreich, nur ohne viel Bürokratie.
    >>Nicht an Homosexualität per se. Schlimm ist, dass sie durch die Straßen marschieren, dass sie die Regeln der Gesellschaft (Konzept der Ehe und Familie) ändern wollen und dass sie uns dazu zwingen, sich so gebärden, dass das normal ist.
    Das wollen sie doch gar nicht. Im Gegenteil, viele sind sogar so spießig, dass sie am selben Konzept von Ehe und Familie teilhaben wollen, wie die heterosexuellen Menschen auch. Sie wollen heiraten und Kinder. Das ist normal.
    >>Ich will niemanden verfolgen, weil er homosexuell ist. Jedoch können sie doch nicht mehr Rechte aufgrund ihrer Homosexualität fordern.
    Tun sie nicht. Sie wollen nur dieselben.

  • Domino2 - 07/11/2017 Antworten

    Meinen Sie es ernst degradiert?
    Keiner zwingt Frauen dazu sich als Leihmutter zu betätigen (sogar die Ukrainerinnen, da muss man sich nicht über die Biotexcom-Werbung überall beschweren, das hat nur mit dem Marketing was zu tun, nicht mit der Ausbeutung). Wenn es keine Frau gibt, die das tun will, dann gibt es eben diese Möglichkeit nicht. Wenn eine Frau das aber aus freiem Willen tun möchte, dann habe ich nicht das Recht sie deswegen zu verurteilen. Sogar
    Es besteht aber immer noch die Möglichkeit der Adoption, die man homosexuellen Paaren ermöglichen kann. Schließlich gibt es viele Kinder, die gern bei einem Elternpaar aufwachsen würden, aber leider im Heim leben.
    Das entwertet die Familie nicht.
    Aber das werden Leute wie sie nie verstehen.
    Ich bin für das Adoptionsrecht.
    für Schwule. Ich bin nur gegen die Leihmutterschaft.
    Wie ich schon darlegte, ist diese angebliche Freiheit der Leihmütter nicht immer gegeben. Und ich befürchte, je mehr Nachfrage desto mehr Unfreiheit.
    Ich bezweifel nicht, dass es Fälle gibt, bei denen es gut gegangen ist. Häufig sind das dann schwul-lesbische Pärchen, die sich gegenseitig „helfen“.

  • Naomi - 07/11/2017 Antworten

    „Heterosexuelle heiraten doch auch nicht nur, weil sie zufällig das entgegensetzte Geschlecht haben, sondern weil sie sich lieben. Zwei Menschen verlieben sich ineinander, wollen ihr Leben miteinander teilen und vielleicht auch eine Familie gründen. Das ist doch viel mehr als bloße Genitalien.“
    Wenn es nicht um die Genitalien geht, muss es gar keine Homosexuelle geben.
    Sie können ruhig mit dem Partner des anderen Geschlechts leben, wenn es nicht um die Genitalien geht.
    Wow ….
    Aber eine Familie mit Kindern können sie nicht gründen, denn dazu fehlen ihnen Eizellen und Gebärmutter.
    Erstmal: Wieso gehen Sie eigentlich davon aus, dass homosexuelle Paare gleich schwule Paare sind? Ihnen ist bewusst, dass es auch lesbische Paare gibt? Denen würde also das Spermium fehlen und nicht die Eizelle und die Gebärmutter – wenn ich mal bei Ihrer Argumentationsausdrucksweise bleibe.
    A) Natürlich kennen auch homosexuelle Kinder selbst zeugen – ich kenne auch ein Paar, wo sich zwei schwule Männer mit einer Frau zusammengetan haben und zwei leibliche Kinder gezeugt haben per Spritze!
    Diese Möglichkeit nutzen übrigens immer mehr homosexuelle Paare, die sich entweder mit anderen homosexuellen Paaren zusammentun oder sich einen Dritten suchen.
    B) Dass Frauen zu „Gebärmaschinen degradiert“ werden, ist wohl eher ein persönlicher Ausdruck und wohl keine Tatsache! Die Leihmutter die ich kenne, würde Ihnen stark widersprechen, wenn Sie der sagen würden, sie sei eine Gebärmaschine! (nützliche Infos: https://www.youtube.com/watch?v=7JPIEmn58J4)
    c) Leihmutterschaft oder künstliche Befruchtung als Missbrauch zu bezeichnen, ist wohl wirklich drüber!
    D) Ich fühle mich durch eine Leihmutterschaft nicht entwertet in meiner „normalen“ Familie und wahrscheinlich geht es der Mehrheit aller Familien auch so!
    Wenn sich jemand durch homosexuelle Familienmodelle entwertet fühlt, dann ist das doch eher sein persönliches Problem und nicht allgemeingültig!

  • Ladalli - 07/11/2017 Antworten

    Verstehen Sie es etwa nicht? Es geht um den Wunsch – nicht um das Recht!
    Es geht hier um den Wunsch nach einem Kind und wenn es eben medizinische UND legale Möglichkeiten gibt, sich diesen Wunsch zu erfüllen, warum soll man sie nicht nutzen?
    Gerade hat eine Frau in Schweden ein Kind dank einer Spende-Gebärmutter bekommen – so hatte diese Frau, die auf natürlichem Wege keine Kinder kriegen konnte, die Möglichkeit ein Kind selbst zu bekommen. Und sicherlich wird das in 10 oder 20 Jahren eine weitere machbare Möglichkeit sein, um sich einen Kinderwunsch zu erfüllen, wenn man aus medizinischen Gründen keine bekommen kann. Eine Deutsche hat vor ein paar Jahren mit 65 dank den ukrainischen Biotexcom-Ärzten Vierlinge bekommen. Ist das nicht wunderbar, solange das einen glücklich macht und dabei keinem schadet?
    Aber für schwule Männer ist das keine Möglichkeit und wenn sie den Wunsch nach einem leiblichen Kind haben, wieso sollen sie dann nicht den Weg über eine Leihmutter oder ein anderes lesbisches Pärchen oder eine Frau gehen?
    Der Kinderwunsch ist doch tief in uns verwurzelt und es ist doch natürlich, dass man alles gesetzlich und medizinisch machbare versucht, um sich den zu erfüllen.
    Diese absolut gewollten Kindern (egal ob von Hetro- oder Homosexuellen) geht es in der Regel gut – sie sind absolute Wunschkinder, leben in Familien, die sich sehr emotional und auch finanziell auf das Kind einlassen, die es sicherlich gut fördern und die ihm – und das ist doch das Wichtigste – Liebe und Geborgenheit und Stabilität geben können! Was will ein Kind mehr?
    Und geht man offen mit seiner Entstehungsgeschichte um und erklärt es dem Kind altersgerecht, dann werden auch wenig bis keine psychischen Beeinträchtigen auftreten!

  • Wollennollen - 07/11/2017 Antworten

    Entschuldigung aber ich finde Ihr Sendungsbewusstsein ziemlich penetrant. Sind sie Amerikanerin? Leben Sie gerade in den USA, liebe Ladalli?
    Dort ist es in manchen Staaten die institutionalisierte Leihmutterschaft legal.
    In Deutschland ist das nicht so.
    Warum versuchen Sie uns Ansichten aus USA als völlig normal zu verkaufen, die in Deutschland aufgrund der Menschenwürde niemals von dem Parlament verabschiedet werden würden?
    Genauso Ihre Links, das bezieht sich alles auf Amerika und beweist gar nichts. Ich kann auch jede beliebige Meinung mit einem Link unterfüttert.
    Amerika ist eine komplett anderen Kultur, vieles, was dort etabliert ist, würde uns hier aufstoßen..(ich zähle jetzt besser nichts davon auf). Und die Biotexcom-Geschichte der 65-Jährigen konnte hier keiner als wunderbar bezeichnen, bei besten Willen nicht.
    „Der Kinderwunsch ist doch tief in uns verwurzelt und es ist doch natürlich, dass man alles gesetzlich und medizinisch Machbare versucht, um sich den zu erfüllen.“ (Zitat Ende).
    Das spricht wieder einmal Bände. Erstens ist es in Deutschland nicht gesetzlich machbar.
    Und du liebes bisschen: Es kann doch in einer humanen Gesellschaft nicht das Kriterium sein, ob etwas medizinisch machbar ist. Da ist so manches machbar, was ich mir lieber nicht vorstelle.
    Nein, es ist nicht natürlich, alles medizinisch Machbare zu versuchen, wenn die Interessen Dritter verletzt werden, wenn die Menschenwürde in Gefahr ist.

  • Mummin - 07/11/2017 Antworten

    Die Leihmutterschaft an sich finde ich völlig in Ordnung, dass Sie mein Sendungsbewußtsein als penetrant empfinden – nur muss ich Sie leider enttäuschen, ich höre damit nicht auf 😉
    Leihmutterschaft spielt auch in Deutschland eine Rolle, weil nämlich immer mehr Deutsche Leihmutterschaft benutzen, um ein Kind zu bekommen und denen ist es egal, ob es legal ist oder nicht! Und die Kinder werden – wenn man das so macht, wie Agenturen das vorgeben – ohne Probleme in Deutschland vom Staat akzeptiert und als adoptierte Kinder angenommen!
    Zu meinen, Leihmutterschaft sei in Deutschland kein Thema, ist also grundsätzlich falsch und Deutschland wird über kurz oder lang darüber entscheiden müssen, Leihmutterschaft unter bestimmten Auflagen auf legale Füße zu stellen! Und dann hat Deutschland (auch vor dem Hintergrund eines vereinten Europas) zwei Möglichkeiten: Sie orientieren sich an den Niederlanden, Belgien und den USA oder eben an Ländern wie Ukraine und Thailand! Um die Auswahl leichter zu machen: http://de.newseurope.info/?p=45853
    Und da ich eben Amerikanerin bin, habe ich als Beispiel die amerikanischen Möglichkeiten genannt – Sie können aber auch gerne googeln, und mal die niederländischen aufzeichnen!
    Sie wissen, dass deutsche Standesbeamte die Legalität der Leihmutterschaft fordern?
    http://www.t-online.de/el
    Es ist gerade also ein ganz aktuelles Thema und ich garantiere Ihnen, spätestens in 5-10 Jahren ist die Leihmutterschaft auch in Deutschland legal!
    „Der Verband der Standesbeamten vermutet, dass jährlich einige hundert deutsche Paare die Dienste von Leihmüttern im Ausland nutzen.“

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