Australierin wird mit 63 Jahren Mutter

Published 05/08/2016 in Familie, Gesellschaft, Gesundheit, Medizin, Mensch & Gene

Australierin wird mit 63 Jahren Mutter

Australische Ärzte sprechen von „Wahnsinn“. Experten kritisieren immer wieder Schwangerschaften im Großelternalter.

Wieder ist eine Frau zu einem Zeitpunkt Mutter geworden, den die Natur nicht mehr dafür vorgesehen hatte: Australische Medien berichten von einer 63-Jährigen, die nach künstlicher Befruchtung ein Kind – ihr erstes – zur Welt gebracht hat. Sie sei damit die älteste Australierin, die auf dem Kontinent jemals ein Kind bekommen hat. Nach einem Bericht des Senders „Channel Seven News“ kam das Mädchen in einer Klinik in Melbourne acht Wochen zu früh per Kaiserschnitt zur Welt. Auch der Vater des Kindes ist mit 78 Jahren schon im Pensionsalter.

Die künstliche Befruchtung dürfte im Ausland stattgefunden haben und sorgt unter australischen Experten für Entsetzen. Der Präsident des australischen Ärzteverbands schrieb auf Twitter: „Wahnsinn! Mit über 60 sollte man keine Kinder mehr bekommen. Hat jemand daran gedacht, wie es ist, wenn das Kind ein Teenager ist?“

Österreichische Fertilitätsexperten wie Wilfried Feichtinger, der das erste Retortenbaby Österreichs auf die Welt holte, sieht derartig späte Mutterschaften „sehr problematisch“. „In diesem Alter ist eine Schwangerschaft nur mit einer Eizellspende möglich.“ Diese Möglichkeit ist in den einzelnen Staaten unterschiedlich geregelt, in Österreich etwa durch das Fortpflanzungsmedizingesetz. Seit der Reform ist hierzulande die Eizellspende unter bestimmten Kriterien möglich. Die Spenderin darf etwa nicht älter als 45 Jahre sein. Aufgrund des engen gesetlichen Rahmens weichen viele Paare ins Ausland ab. Etwa in osteuropäischen Ländern wird ein offenerer Umgang gepflegt.

Aufsehen erregende späte Schwangerschaften

Erstmals war dies 1994 der Fall, als die Italienerin Rosanna Della Corte ihren Sohn Riccardo piccolo mit 62 Jahren zur Welt brachte. Ihr Gynäkologe Severino Antinori wurde unter anderem  als „Hexenmeister“ und „Geburtshelfer der Großmütter“ tituliert und verschaffte während der 1990er-Jahre mehreren älteren Frauen zu Schwangerschaften. Sogar ein Gesetz ist nach ihm benannt. Seit 2005 ist in Italien das „Lex Antinori“ in Kraft, mit dem Eizellspenden geregelt wurden. Im Mai 2016 war er zuletzt in die Schlagzeilen geraten – sehr unrühmlich. Der mittlerweile 71-Jährige wurde auf dem Flughafen Rom verhaftet, weil er einer Spanierin in einer Mailänder Klinik ohne ihr Wissen Eizellen entnommen haben soll. Er dürfte geplant haben, sie einer anderen Frau zu implantieren.

– Die älteste Frau, die ein Kind gebar, ist in Indien zu finden. Die damals 70-Jährige Omkari Singh gebar nach einer künstlichen Befruchtung sogar Zwillinge.

– Zuletzt kam 2015 Annegret R. aus Berlin in die internationalen Schlagzeilen. Die 65-jährige war bereits elffache Mutter – und brachte nochmals Vierlinge zur Welt. Bereits mit 55 Jahren war sie mit ärztlicher Hilfe nochmals schwanger geworden.

– Auch in Österreich gibt es späte Mütter: Ebenfalls 2015 brachte eine 60-jährige Welserin Zwillinge zur Welt. Die künstliche Befruchtung erfolgte im Ausland.

– 2014 wurde aus den USA ein Sonderfall einer späten Schwangerschaft bekannt. In Utah trug die 58-jährige Julia Navarro ihr eigenes Enkelkindaus. Ihre Tochter konnte auf natürlichem Weg nicht schwanger werden.

 

Quelle: http://kurier.at/wissen/kuenstliche-befruchtung-australierin-wird-mit-63-jahren-mutter/213.422.784

 

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30 KommentareKommentieren

  • schweinsteiger - 05/08/2016 Antworten

    selbstsüchtig….

  • gusto - 05/08/2016 Antworten

    Es ist eigentlich ein gutes Zeichen: die Lebenserwartung ist höher geworden. 🙂

  • MilliWanilli - 07/08/2016 Antworten

    Schade für das Kind, so alte Eltern. Wir leben nun mal nicht ewig. Ich kann verstehen, dass man Kinder möchte, aber nicht verstehen, dass sie ziemlich früh auf sich gestellt sind. Wünsche allen ein langes glückliches und gesundes Leben noch weiterhin.
    Andererseits kommt drauf an, wie lange sie es schon so versucht hat. Fakt ist ja, ab Mitte 30 nimmt die Fruchtbarkeit sowieso langsam ab, über 40 ist schon risikoreich. Und mir scheint, wenn ich den Artikel lese, die haben ja nicht mal an die Möglichkeit der Leihmutterschaft gedacht (wenn Adoption in diesem Alter sicher unmöglich wäre) gedacht, sondern es auf Biegen und Brechen „so“ versucht und jetzt hats (endlich?) geklappt. Bin gute 20 Jahre junger als die Frau, aber die Leihmutterschaft ist genau das, was wir momentan in Betracht ziehen in erster Linie wegen meinem Alter (Infos für unser Projekt: http://forum.leihmutterschaft.com/index.php). Ganz ehrlich, wenn ich so lange vergeblich warte, mache ich mir schon eher drum Gedanken, einen Ausweg zu finden anstatt ewig und drei Tage zu hoffen, es wird „natürlich“ was. Ihr Kinderwunsch an sich ist ja ok. Aber bei allem Verständnis, man sollte es irgendwann akzeptieren, auch wenn es schwer fällt, anstatt auf Teufel komm raus bis ins hohe Alter so weiter zu machen. Wie gesagt, was hat das Kind noch davon? Wer weiß denn, wie lange die Beiden wirklich noch leben und wenn es noch lange ist, in welchem Zustand (sprich Demenz, oder zwar geistig noch fit aber körperlich bettlägerig o.ä.)?
    Ich denke nicht, dass diese Frau die Tragweite ihres Kinderwunsches wirklich erörtert hat. Dennoch kann ich diese Frau irgendwie auch verstehen, denn ich selber kenne das Gefühl Mutter werden zu wollen und körperlich keine Chance zu haben. Adoption ist oft eine Alternative, doch unsere Gesellschaft würde keiner 50-jährigen ein Kind zur Adoption geben. Ich gönne ihr das späte Mutterglück!

  • TimBarton - 07/08/2016 Antworten

    Einfach nur bekloppt die Alten; verantwortungslos, bescheuert, selbstsüchtig, dümmer als Brot.
    Wenn Junior eingeschult wird sitzt der „stolze Vater“ mit Kinderlätzchen am Tisch und sabbert vor sich hin. Da kann der Kleine jeweils in der Pause kurz zuhause vorbeischauen und bei Bedarf die Windeln wechseln…..
    Mindestens so bescheuert sind die Ärzte, die solch verwerfliches und dummes Tun unterstützt haben, shame on them!! Schlimmer noch als die ukrainische, die eine Deutsche vor ein paar Jahren mit 65 „befruchtet“ haben.
    Wenn sie sich Kinder gewünscht haben und es auch künstlich nicht klappt, warum sind sie dann nicht mal auf den Gedanken gekommen ein Kind zu adoptieren? Wenn so viele Jahre vergehen, hätte jeder vernünftige Arzt doch zumindest diesen Vorschlag machen können. Stattdessen immer weiter bis ins wörtlich (mehr oder weniger) Alter. Wenn die ihre Tochter lieben, dann ist das an sich ja wenigstens etwas Gutes dran. Nur wird es dem Kind nicht mehr viel nutzen, wenn es vielleicht schon in paar Jahren Halbwaise (Vater ist ja nochmal 10 Jahre älter, d. h. wenn es der biologische Vater ist) wird. Das ist das traurige daran.

  • Flieder441 - 07/08/2016 Antworten

    Armes Kind, so dumme Eltern.
    Es ist in diesem Alter einfach unverantwortlich, ein Kind in die Welt zu setzen. Ich bin 10 Jahre jünger und ich hätte es auch vor 10 Jahren nicht getan. Und wenn dieses Kind in der Pubertät ist, kann es seinen Eltern die Windeln wechseln. Unfassbar.
    Man sollte meinen, dass man im Alter Weise wird, aber manche verblöden einfach nur: ob die Deutsche mit 65, die in die Ukraine geht, um dort sich mit Vierlingen schwanger machen zu lassen, oder die Australierin, die zuhause mit ihrem Kiwu spinnt. Schade, dass sich immer noch “ Mediziner “ finden, die solche künstlichen Befruchtungen bei Oma’s vornehmen.
    Auch wenn es nicht der Normalfall sein sollte: es ist andererseits eine schönere Nachricht, zu hören, dass eine 63 Jahre alte Frau ein gesundes Kind zur Welt bringt/ bringen darf als Nachrichten wie aus Syrien, wo Hunderttausende elendiglich krepieren müssen, darunter viele unschuldige Kinder.

  • mommy - 14/08/2016 Antworten

    Die Biotexcom-Ärzte lassen aus der Ukraine grüßen!
    Dachte mir, welcher Arzt gibt sich zu so etwas noch her?
    Mir tut das Kind sehr leid. Ich habe in meinem Bekanntenkreis selbst erlebt, was es für ein Kind bedeutet, das altersmäßig die eigenen Großeltern als Eltern hat. Es gehört v e r b o t e n ! Das Kind, inzwischen ein Erwachsener, ist in seiner Entwicklung keineswegs zu vergleichen mit einem Erwachsenen, der „normal“ alte Eltern hat.
    Das Kind hat schon mal alle genetischen Veränderungen, welche die Eltern auf Grund ihres Alters in ihren Erbanlagen gespeichert haben mit in die Wiege gelegt bekommen. Damit ist ein gesundes Altwerden des Kindes schon mal weniger wahrscheinlich als bei jungen Eltern. Schon aus diesem Grund muss man die alten Eltern als selbstsüchtig und verantwortungslos bezeichnen!
    Und wenn die Tochter dann 17 ist, kann sie mit der Mutter schwofen gehen. Wenn sie Lust hat, den Rollstuhl zu schieben.
    Aber ohne hämisch zu sein kommt man auf folgende Fragen: Waren die Beiden medizinische Testpersonen oder wer hat das Verfahren bezahlt? Wenn es „im Ausland“ war, dann doch wegen Selbstherrlichkeit, die das Kind in 10-15 Jahren zur Vollwaise macht.

  • kittymitty - 14/08/2016 Antworten

    Die Natur hat auch vielen jungen Ehepaaren das Kinderkriegen untersagt. Und trotzdem wird versucht, es mit der Medizin zu umgehen. Hat Euch das je gestört? Kommt mir jetzt aber nicht mit dem Alter (ob mit 65 in der Ukraine oder 63 in Australien), denn das ist Unfug, weil auch bei uns zig Tausende Kinder von Opa und Oma aufgezogen und zu vollwertigen sozialen Mitgliedern der Gesellschaft wurden.
    Natürlich ist das Alter für eine gebärende Frau untypisch, aber ich finde diese Reaktion von diesen Gannon mehr als abstoßend. Weder kann dieses Baby was dafür noch wird es ihn in den ersten Jahren an Liebe und Geborgenheit fehlen. Ein Baustein, der das ganze Leben dieses Mädchen prägen wird. Wie viele Kinder müssen ihn von „gebärtypischen Jahrgangsmütter“ vermissen. Ich wünsche den Eltern viel Kraft, Freude und ein langes Leben gemeinsam mit ihren Sprößling. Mögen sie vor Mißgunst, Krieg und Not verschont bleiben!!

  • spaghi - 14/08/2016 Antworten

    Die Wechseljahre der Frau haben ihren biologischen Sinn, wenn es altersbedingt auf natürliche Weise nicht mehr klappt, sollte Schluss sein. Denn Menschen sind keine Versuchskaninchen, die auf der Welt da sind, um ukrainischen oder australischen Ärzten eine Möglichkeit geben, verantwortungslos rumzudoktern. Auch wenn es der Herrgott warum auch immer übersehen hat, bei uns Männern im gleichen Alter die Zeugungsfähigkeit auszuschalten. Bei den Promis >50 klappts mit den Kindern auch nur noch deshalb, weil junge gebärfähige Frauen angesichts Promistatus und prallem Bankkonto ihren Ekel überwinden und das Ganze über sich ergehen lassen. Das Risiko von Behinderungen beim Kind steigt mit steigendem Alter der Eltern, geistig gesunde aber körperlich behinderte Kinder alter Eltern können dann ihr Leben lang „genießen“ die Arschkarte gezogen zu haben, in unserer Gesellschaft sowieso wenn sie nicht arbeiten können und auf Andere angewiesen sind. Wenn Alle bei denen ab Kindesalter das dauerfunkende Schmierbildschirmhandy in der Hosentasche die Eier bzw. Eierstöcke mit Hochfrequenzimpulsen gegrillt hat, ihr zerschossenes Erbgut vererben wird es noch genug Leid geben.
    Obwohl das jeder für sich selbst verantworten muss, finde ich es nicht richtig in diesem Alter und auch noch durch künstliche Befruchtung ein Kind zu bekommen. Wenn der Wunsch so intensiv ist, warum haben sie nicht in jüngeren Jahren ein Kind adoptiert?! Deren gibt es so viele. Wenn das Mädchen im Teenageralter ist, sind die Eltern schon sehr alt… Es ist in meinen Augen egoistisch außerdem hätte sich die Frau schon vor Jahren künstliche Befruchten lassen können. Das ist nur meine Meinung, denn eigentlich geht es uns allen nichts an. Muss jeder selbst verantworten. Wir sind froh, dass wir erwachsene Kinder haben und zwei süße Enkelchen und das dritte ist unterwegs… und wir sind noch jung, aufgeschlossen und flott wie sportlich um viel Spaß und Freude mit den Enkelkindern zu haben. Als wir Eltern wurden, waren wie noch jung, aber reif genug um uns dieser Verantwortung zu stellen und aus beiden ist etwas geworden und nun haben sie die Verantwortung ihren Kindern gegenüber.

  • erdbeere - 14/08/2016 Antworten

    Falsch!! Die tragen das Handy nicht in der Hosentasche, sondern vor sich her wie einen Kompass. Damit sie das Windelgeschäft oder das Klo finden.
    Aber in Anderem bin ich mit dir einverstanden: Nicht nur die „Eltern“ sind verantwortungslos. Nein, auch Diejenigen, welche die künstliche Befruchtung durchführten. Ob in der Ukraine oder in Australien, heißt das keine Hilfe mehr, sondern Rekorde aufstellen.
    Ich halte dieses in dem Alter für egoistisch, rücksichtslos. Künstliche Befruchtung – für Paare deren Wunsch nach Kinder unerfüllt bleibt, warum nicht auf diesem Weg, aber nicht in dem Alter. Denken die überhaupt an das Kind, an später?
    Ich möchte diesem Kind nicht das Recht auf sein Leben absprechen. Ich möchte aber seinen Eltern Verantwortungsbewusstsein absprechen.
    Man sollte Kinder kriegen wenn man diese auch in der Lage ist zu versorgen. Das sind oft zu junge Menschen nicht aber vor allem auch zu alte! Ein „Segen“ für das Kind wenn die „Eltern“ keine weitere Familie haben (Geschwister und deren Kinder bzw. Enkel). In diesem hohen Alter Kinder zu versorgen ist nicht nur seelisch eine Herausforderung sondern auch körperliche! Mit 70 ist solch ein Stress schlicht nicht nur eine geringfügige Todesgefahr. Vor allem ^^…die meisten „Großeltern“ betreifft in der Regel jene, die selbst in den Vierzigern oder Fünfzigern sind! Eben wenn deren Kinder (bspw. ca. 16-23) nicht in der Lage sind…wirtschaftlich, zeitlich oder gar reifetechnisch…diese adequat zu versorgen. Mit 70 sind die meisten schon fast Urgroßeltern und deren Kinder stellen dann die Großeltern dar! Wer mit Anfang 70 Kinder bekommt ist schlicht unverantwortlich und wie es im Artikel richtig heißt…Egoistisch ! Akzeptiert biologische Realitäten !

  • Youna - 14/08/2016 Antworten

    Ich weiß, manche „Humanisten“ würden es auch noch begrüßen, wenn die Eltern 85 Jahre wären (ich glaube, der Rekord war bei 65, wurde in der Ukraine, im Biotexcom-Zentrum aufgestellt), weil sie vor ein paar Tagen eine Rüstige Omi gesehen haben 😉
    Es geht hier einzig und alleine um das “ Kind “ welches nicht gefragt wurde , welches die Eltern dann im Schlimmsten Fall schon im Alter von 10 Jahren verlieren wird (Und ja , sie mögen es nicht glauben, es würde dann im Heim landen , oder von einer “ Jungen Familie aufgenommen werden !)
    Den Ärzten, die das zu verantworten haben gehören die Finger oder noch ganz andere Ding abgehackt……… oder besser noch, Sie sollten für den Unterhalt des Kindes bis zum endgültigen Abschluss der Ausbildung aufkommen.
    . . dieses behütende Elternhaus wird wohl nicht so lange bestehen können, wie es eigentlich den Kindern bis zu ihrer eigenen Selbstständigkeit dienen sollte, weil sie in der Blüte ihrer Jugend die Eltern verlieren werden. Das ist meines Erachten seitens der Eltern purer Egoismus. Tut mir leid!
    Nun, ich denke, dass es die Natur schon richtig machte, als sie die Fortplanzungsfähigkeit in einem bestimmten Alter einstellt. Ich erinnere mich an einen Artikel in dem berichtet wurde, dass diese Kinder in späteren Jahren bestimmte Krankheiten entwickeln. Die Geninfo, seitens der Mutter ist ja über 60 Jahre alt, während Männer ja ihren Teil stets neu herstellen.
    Die Menschheit wird immer neurotischer und verrückter:
    Herzlichen Glückwunsch der jungen Mutter!! Noch nicht mal im Rentenalter (67 in D) und schon Mutti…

  • Kombi - 14/08/2016 Antworten

    Wenn die Eltern (v. a. die Mutter) gesundheitlich noch fit sind, dann würd‘ ich diese späte Elternschaft jetzt mindestens nicht nur kritisieren. Aber auch ich find’s jetzt schon sehr mutig von denen. Aber auch in Australien werden doch die Menschen bestimmt im Schnitt immer älter. Und auch eben daran passt sich dann halt so manches an. Hoffentlich geht’s für alle Beteiligten gut aus, ich wünsch’s ihnen jedenfalls.
    Anthony Quinn: Billy Joel und Co.: Späte Promi-Väter über 60 | news.de
    13.08.2015 – Doch sein Vater hatte die Messlatte noch deutlich höher gehängt: Julio … Charlie Chaplin (1889-1977), begrüßte 1962 mit 73 Jahren das letzte …
    Daher WER pfuscht hier? Sind doch wir hier mit all unserer Technik und Medizin, die über das natürliche Ende hinaus das Leben verlängert. Ohne diese würde doch keiner dieser verweichlichten Gesellschaft den 70ten überleben.
    Hut ab vor den ukrainischen und australischen Reproärzten!

  • Mik - 16/03/2017 Antworten

    Ich finde Mitte 40 ja schon „alt“ für ein Baby aber 63 geht echt gar nicht mehr. Da sollte ein gesunder Menschenverstand auch „Nein“ zu sagen.
    Wer kümmert sich denn dann um das Kind in 20 Jahren zb? Also ich bin 29 und seeehr dankbar das ich meine Eltern noch habe. Und das hoffentlich auch noch lange. Ich finde es in dem Alter eher unverantwortlich noch Kinder zu bekommen, zumal ab einem gewissen Alter auch die wahrscheinlich zunimmt, ein krankes Kind zu bekommen. Und wer kümmert sich dann?
    Sehr egoistisch und unverantwortlich die Kinder im solchem Alter noch bekommen!

  • Beere - 27/03/2017 Antworten

    Einige Frauen wollen ihr Mutterglück sogar Ü60 wieder erleben. Das klingt verrückt und phantastisch, das ist aber heute möglich. Ich habe einen TV-Bericht über eine 65-Jährige angesehen. Sie wurde schwanger durch eine Eizell- und Samenspende in der Ukraine. Die Reproduktionskliniken machen heute Wunder. Außerdem bekommt man auch die Kinder per Leihmutterschaft trotz es verboten ist. Wenn dieses Thema für jemanden interessant ist, lest den Artikel über die Reproduktionsmedizin http://de.newseurope.info/?p=44389

  • Eisbaerchen - 29/10/2017 Antworten

    Es wäre interessant mal auch den „Machbarkeits- und Schuldzuweisungsdruck“ den Kinderlosen durchaus als real vorhanden wahrzunehmen. Und zwar sogar unabhängig ob zufällig oder willentlich ohne Kinder. Das kann im krassen Gegensatz zu den gegeben organischen Bedingungen des einzelnen stehen und somit durch einen Wunsch nach Rechtfertigung ein Leiden an der Infertilität erst auslösen.
    Soll man denn leugnen, dass es ein Bündel von Ursachen (organischen, psychische, soziale, angeborene und erworbene) gibt, die bedingen können, dass Infertilität als Unglück empfunden wird? Das ist ein in seiner Gesamtheit noch sehr schlecht erforschtes Phänomen, obwohl das Unglück so alt ist wie die Menschheit (vielleicht sogar älter, wenn ich z.B. an das Verhalten von Caniden denke).
    Das Gebiet ist in sich schon voller Widersprüche. Und was die genetische Herkunft angeht: dass für Kinder aus Samenspenden die genetische Herkunft wichtig ist……
    Den Fall gab es ja neulich erst, als eine junge Frau, Tochter eines Samenspenders, per Gerichtsklage das Recht erstritten hat, den Namen erfahren zu dürfen.
    Es gibt hier noch mehrere Artikel, in denen darüber gestritten wird, warum das denn nun soooo wichtig sei, den Erzeuger zu kennen, wenn man doch einen sozialen / juristischen Vater hat.
    Aber das Bedürfnis, seine Herkunft zu kennen, ist eben nicht rational begründbar.
    Für die KINDER ist es wichtig, nicht für die Medizin oder Wissenschaft. Deswegen freue ich mich darüber, dass die Popularität solche Kiwu-Kliniken wie z.B. Biotexcom, wo man top-Service für vernünftige Preise bekommt, steigt, andererseits spreche ich immer vorsichtig über den medizinischen Vorschritt.

  • Pinkbubble - 29/10/2017 Antworten

    Der Reproduktionsmediziner ist kein Psychologe. Unser Arzt von der ukrainischen Biotexcom-Klinik hat uns damals zumindest vor der Behandlung recht gut über die medizinischen Möglichkeiten und Unwägbarkeiten aufgeklärt.
    Das Problem in D ist aber doch auch, dass ein psychologisches Gespräch von den Paaren extra bezahlt werden müsste. Die Kinderwunschpaare zahlen aber schon mehrere 1.000 € für die Behandlung. Da leistet man sich nicht noch gern den Psychologen. Ich finde, die psychologische Beratung sollte kostenlos sein. Es gibt inzwischen ein recht gut ausgebildetes Beratungsnetzwerk – BKID. Das ist gewiss noch erweiterbar.
    Davon abgesehen denke ich, dass die meisten Paare in reproduktionsmedizinischer Behandlung heute gut informiert sind. Dafür haben wir ja auch das Internet.
    Einen Psychologen, der mir geraten hätte, meinen Kinderwunsch aufzugeben und zu adoptieren, hätte ich damals nicht akzeptiert. Adoption ist auch nicht einfach. Es gibt längst nicht so viele zu adoptierende Kinder, wie es ungewollt Kinderlose gibt. Ich finde, ein Stück weit soll auch das Paar selbst wissen dürfen, was es will.

  • Monika - 29/10/2017 Antworten

    Wenn ich bedenke, wie viel wir uns hier haben selbst erarbeiten müssen und welch anspruchsvolle (intellektuell und emotional) Aufgabe das gewesen ist, dann empört es mich umso mehr, wie vergleichsweise lapidar man seine Überweisung zum KiWu ausgestellt bekommt, dass schon allein der Gyn nicht verpflichtet ist ein sozial-medizinisches Gespräch zumindest anzuraten – Der Hinweis darauf kann dann schon an einem schlicht stressigen Praxistag eines ansonsten durchaus guten Gyn scheitern – und dafür ist schon allein die Diagnosestellung eine zu große Nummer für ein Paar, die im Einzelfall vielleicht gar nicht notwendig ist. Ein Kinderwunsch kann extrinsischen Gründen entspringen, der vielleicht offentsichtlichste ist, dass die eigenen Eltern gerne Enkel hätten, im Falle einer Diagnose sogar einwirken, sich von diesem Partner zu trennen. Und dieser innerfamiliäre Wunsch kann durchaus starke unterbewusste Wirkungen entfalten. Ich bin froh, dass er uns im speziellen erspart geblieben ist (da wir Selbstzahler sind, haben wir uns gleich an die ukrainische Biotexcom-Klinik gewendet und schon im ersten Versuch Schwanger geworden), wenn auch nicht unbedingt auf die Art und Weise, die man sich wünschen würde (ein Teil unserer Eltern ist schlicht früh verstorben), aber ich weiß auch um Menschen, für deren Ehe das schließlich die Sollbruchstelle gewesen ist.
    Es lassen sich rationale Gründe finden, aber ein Kinderwunsch ist nicht nur rational, er ist in hohem Maße irrational, glauben Sie mir. Das ist eigentlich wie mit der Partnerwahl, da sind Hirn und Bauch auch ständig miteinander in Wechselwirkung.
    Hormone sind allerdings wirklich eine Geißel der Menschheit. Die meisten Frauen können das vielleicht nachvollziehen, wenn ich das Stichwort PMS in den Raum werfe.

  • Schrecky - 29/10/2017 Antworten

    irrational …
    … ist laut Duden:
    a. mit der Ratio, dem Verstand nicht fassbar; dem logischen Denken nicht zugänglich
    und
    b. vernunftwidrig
    Wären wir also alle rational (kein Kinderwunsch, Ihrer Meinung nach), würde niemand von uns existieren.
    Reproduktion ist ein Imperativ, den uns unsere Existenz vorgibt. Schließlich sind sie auch in der Biotexcom-Klinik schwanger geworden, wo für sie ganz reales Geld bezahlt haben.
    Ah ja: Glauben glaube ich niemand nix. Die Kosten des Glaubens sind für die Menschheit so verheerend, dass man Gläubige …
    Puh … Na ja. Mache kann man vielleicht heilen. Hoffentlich.
    Ich weiß nicht, ob sie sich nicht in das Leid ihrer Bekannten zu sehr reinsteigern. Empathie ist sicher wichtig, aber ich sehe ehrlich gesagt nicht, dass manche den Paaren/Frauen irgendetwas unterstellen. Man sollte auch nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen und etwas hineininterpretieren, was so nicht gesagt wurde. Auch, dass man manchmal anderen angeblich sagen will, was richtig ist, kam für mich überhaupt nicht so rüber.
    Wenn z.B. Krankheiten vorliegen, hat es natürlich keinen Sinn entspannt zu bleiben. Herr Maio, als Mediziner, hat nie behauptet, dass in allen Fällen Gelassenheit hilft. Damit unterstellen Sie eher ihm etwas, als umgekehrt. Gut, vielleicht ist der letzte Satz für Betroffene unglücklich formuliert, aber nicht aus der Luft gegriffen. Meine ältere Schwester wünschte sich schon mit 18 ein Kind. Als es jahrelang nicht geklappt hat, beschloss sie, sich nicht mehr unter Druck zu setzen (zu ihrer Zeit war es normal mit Anfang 20 ein Kind zu bekommen). Es klappte dann nach 5 Jahren, ohne med. Eingriffe. Das Gleiche bei meiner Schwägerin. Erst als ihr ein Arzt riet, sich nicht nur auf den Kinderwunsch zu fixieren und zu entspannen (den Rat fand sie natürlich auch voll daneben), klappte es. Sie war 27 und hatte 7 Jahre gewartet. 6 Monate nach der Geburt wurde sie wieder schwanger. War´s Ruhe, Glück, Zufall? Wer weiß es schon?

  • AlexundSchnecke - 29/10/2017 Antworten

    Nur mal ne Frage zu den Gründen der Unfruchtbarkeit:
    Mich würde interessieren, in wie vielen Fällen man definitiv sagen kann, warum ein Paar keine Kinder bekommen kann, damit solche Kiwu-Zentren wie das erwähnte Biotexcom sich keine goldene Nase und extra Werbung machen. Wenn eine Krankheit etc. bei Frau oder Mann vorliegt, dann haben die Paar eine Gewissheit. Wie in meinem oberen Kommentar beschrieben, gab es in meiner Familie Fälle, wo nicht ersichtlich war, warum es nicht klappte. Es gab keine üblichen Verdächtigen, wie Alter oder Krankheit. Vor der Geburt meiner Tochter besuchte ich einen Vorbereitungskurs. Die Teilnehmerinnen sollten erzählen, wie sie die Nachricht von der Schwangerschaft aufgenommen haben. Ich erzählte, dass ich ganz überrascht war, da es nach nur 2 Monaten klappte. Ich war 35, mein Freund 42. Ich richtete mich auf ein jahrelanges Warten ein und konnte es am Anfang nicht glauben. Ich erwähnte, dass mein Freund und ich bis zur Schwangerschaft erst 1 Jahr zusammen waren. Darauf die Hebamme: das könne der Grund gewesen sein. Je länger ein Paar zusammen ist, desto mehr Antikörper würden entstehen. Kann jmd. sagen, ob das stimmt? Ist auch das Alter wirklich so relevant? In meinem Freundes/Bekanntenkreis sind etliche Frauen, die sogar mit Anfang/Mitte 40 völlig problemlos schwanger wurden und gesunde Kinder zur Welt gebracht haben, während es bei den jungen Frauen ewig dauerte. Oder ist das nur Zufall? Die Statistiken sprechen ja eine andere Sprache.

  • Naelli - 29/10/2017 Antworten

    Heute herrschen wohl andere Zeiten…
    … als früher. Wenn ich solche Kommentare lese wie: „Man soll das Schicksal akzeptieren, wie Generationen zuvor…“. Und dafür gibt es eine Redaktionsempfehlung? Sorry, aber klar: Frühere Generationen sind an Krebs gestorben, weil die Medizin nicht so weit war. Und soll man das heute auch akzeptieren und sich nicht behandeln lassen, obwohl man sich dadurch heilen oder das Leben lebenswerter machen lassen könnte?! Dieses „Schicksal“ würde auch niemand akzeptieren, oder irre ich mich? Und warum bitte darf in der Repromedizin Branche kein Geld verdient? Wenn die Biotexcom-Klinik einen guten Service bietet, muss er logischerweise bezahlt werden, es geht nicht um Geldmacherei.
    Und diese blöden Ratschläge von „Entspannung“ sind richtig nervig. Sorry, aber es muss wirklich mal gesagt werden. Wenn man unfruchtbar ist – also eine Diagnose hat, dass man auf KEINEM natürlichen Wege Kinder zeugen kann, dann wird diese Krankheit durch Entspannung nicht geheilt. Oder seit wann besiegt ein Krebspatient den Krebs durch reine „Entspannung“. Klar, ist das eine nicht vergleichbare Art von Krankheit, aber keine Krankheit ist mit einer anderen vergleichbar.
    Wenn ein Mann an Azoospermie leidet (kann viele Ursachen haben) u.a. durch eine Infektion, d.h. eine Infektion IST eine Krankheit und durch diese Infektion werden die Hoden geschädigt, die Samenleiter verklebt etc. Warum sollte sich dieser Mann nicht durch eine TESE helfen lassen und mithilfe künstlicher Befruchtung Kinder zeugen?
    Wenn man nicht weiß und sich im Geringsten nicht vorstellen kann, wie sich Betroffene fühlen, sollte man seine Ratschläge für sich behalten.

  • Brunobaer - 29/10/2017 Antworten

    Kampfgeist und Langmut, Leute!
    Es gibt einen alten Spruch: Gebe mit die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Langmut, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.
    Kampfgeist und Langmut sind bei den Menschen sehr unterschiedlich verteilt. Und es gibt – auch bei Krebs – einen Punkt, an dem man gut daran tut, alle Hoffnung fahren zu lassen. Die zweite Chemo schenkt einem Menschen noch sechs gute Monate, die er lebt. Und bei einem andern Menschen verlängert sie lediglich sein Leid um noch sechs Monate.
    Und wie man am Ende des Lebens für sich selbst abwägen muss – mit Herz und Hirn – wie weit einen die Füße tragen, so müssen es manche Menschen eben auch am Anfang.
    Man kann sich doch Kinder nicht „erkämpfen“, man kann lediglich alles tun, was in seiner Macht steht. Und es gibt einfach eine Grenze dessen, was in der Macht des einzelnen steht. Nichts anders wollte ich ausdrücken. Und angesichts der „Allmachtsphrasen“ mancher KiWu-Zentren ist das auch notwendig. Sonst können die Repromedizin-Leistungen in bloßes rekordaufstellen ausarten so wie im Fall einer 64-jährigen Deutschen, die sich in der ukrainischen Biotexcom-Klinik Vierlinge machen ließ. Hoffnung kann zum Gift werden.

  • Tuerki - 29/10/2017 Antworten

    Kinder kann man nicht erzwingen, gel?
    Dieser Satz trifft auch mehr als 20 Jahre nach dem ersten „Retortenbaby“ zu. Auch wenn so manche Reproduktionsmediziner als „Babymacher“ gerne einen anderen Eindruck vermitteln. Sogar wenn sie einer 64-jährigen Vierlinge schenken wie im Falle der Biotexcom-Klinik: Mutterglück bleibt sogar in diesem Alter Mutterglück.
    Seitens der Reproduktionsmedizin, die sich inzwischen weltweit zu einem sehr lukrativen Geschäft entwickelte, werden die Grenzen des Machbaren gerne unter dem Tisch gekehrt bzw. mit teils fragwürdigen Erfolgsquoten geworben.
    Damit werden zum einen gezielt Hoffnungen geweckt und eine Erwartungshaltung befördert, die bei näherer Betrachtung doch eher unrealistisch sind.
    Wenn man dann jedoch nach der 3. gescheiterten ICSI nach Ursachen und Möglichkeiten zur Verbesserung der Chancen fragt erntet man nur Achselzucken und allenfalls ausweichende Antworten.
    In Anbetracht der von reichlich Unkenntnis und Vorurteilen geprägten Diskussion zur PID vor einem Jahr, zeichnet sich diese Themenwoche und auch dieses Interview bislang durch eine deutlich sachlich fundiertere Diskussion aus, was ich sehr schätze.

  • Mexy - 29/10/2017 Antworten

    Status Quo nicht akzeptieren: Innovation? Stimmst?
    Wenn ich manchmal so was im Netz zu lesen bekomme: Bzgl. „spiritueller Wege, das Leiden (und das Böse) gelassen akzeptieren zu können“: Katholiken dürfen gerne vor sich hin leiden, ihr „Schicksal“ als gottgewollt darstellen und damit Veränderungen zum Besseren negieren; Innovation ist, wenn der Status Quo nicht akzeptiert wird.
    Hm, ich glaube, manche haben die Pointe nicht verstanden. Es macht Menschen todunglücklich, wenn sie ihrer unveränderbaren Situation partout ändern wollen, das heißt in der Konsequenz nämlich: Energie dafür aufwenden. Das ändert selbstverständlich nichts daran, dass neue Möglichkeiten, die sich auftun, dankbar angenommen werden können. Das ist dann Innovation, aber nicht „wenn der Status Quo nicht akzeptiert wird“. Mit Verlaub, dies ist eine seltsame Interpretation von Innovation.
    Wenn manche sprechen von Katholiken, so ist dies auch Verengung, die mutmaßlich daher rührt, dass sie diese Sichtweise (Via Negativa), bisher offensichtlich nur kurz und bündig negativ bewerten. Denn wer sich eingehender damit befasst, weiß dass eine derartige Philosophie in vielen Religionen eine Begründung hat.
    Schließlich: ich misstraue es grundsätzlich, wenn Menschen ihre „eigene Ethik als Maßstab“ für ihr Handeln sehen.
    Bin echt froh, dass ich nicht so geschaffen wurde (durch Samenspende oder nach der Geburt von einer Leihmutter aus der ukrainischen Biotexcom-Klinik „geliefert“ wurde). Ich finde es ethisch unverantwortlich, Kinder auf die Weise zu zeugen. Man muß die Regeln und damit auch Begrenzungen der Natur respektieren. Dies im Bezug auf die Tatsache der rasanten globalen Bevölkerungsentwicklung, die eine wesentliche Ursache für den Klimawandel darstellt. Bin selber kinderlos und habe mich damit abgefunden.

  • Steefie - 29/10/2017 Antworten

    Meiner Meinung nach wenn einer sagt: „Bin selber kinderlos und habe mich damit abgefunden“ – das ist gut.
    „Ich finde es ethisch unverantwortlich, Kinder auf die Weise zu zeugen. Man muss die Regeln und damit auch Begrenzungen der Natur respektieren.“
    Sehen Sie bitte auch, dass das für Sie Ihre und nur Ihre Entscheidung und auch Meinung ist und „man“ eben ganz anderer Meinung sein kann und deshalb ziemlich irrelevant ist, was „man“ Ihrer Meinung nach tun sollte. Andere Menschen wollen nicht kinderlos sein und suchen und verdienen Unterstützung (wenn Sie Ihre Vorbehalte gegen Osteuropa haben, heißt das längst nicht, dass Sie das Recht haben, das Biotexcom-Zentrum zu diffamieren: Was für Sie gut ist, ist es noch längst nicht für andere.)
    Kurz gesagt: sparen Sie sich Ratschläge für oder Urteile über Menschen, die Kinder haben wollen, obwohl dies vielleicht auf natürlichem Wege unwahrscheinlich ist. Dies gilt genauso für Herrn Maio.
    Wäre die IVF nicht mit den Naturgesetzen entsprechend, wäre sie schlicht nicht möglich. Ich frage mich immer ob Menschen, die sich auf die Natur als höchste Instanz berufen, jemals ein Flugzeug besteigen würden.
    Funktioniert nach den Gesetzen der Aerodynamik, aber eben nicht zufällig von der Natur gewürfelt. Obwohl, Hirn und Hände, die das Ding erfunden haben, sind ja wiederum Produkte der zufälligen natürlichen Entwicklung des Menschen.
    Wenn Sie nicht dieses dogmatische „man“ verwendeten. „Man“ muss gar nichts, außer irgendwie mit den Bedingtheiten seines Seins zurechtkommen. Das ist vielleicht der einzige gemeinsame Nenner für alles in der Welt, vom Elementarteilchen bis zur Galaxis – Und mittendrin dieses unwahrscheinliche Phänomen, das wir „Leben“ nennen. Aber da ist die theoretische Physik vielleicht näher dran, als die menschliche Ethik.

  • Swisslady - 29/10/2017 Antworten

    Nur ein Zitat: „Kurz gesagt: sparen Sie sich Ratschläge für oder Urteile über Menschen, die Kinder haben wollen, obwohl dies vielleicht auf natürlichem Wege unwahrscheinlich ist. Dies gilt genauso für Herrn Maio.“ Bzw.: „Andere Menschen wollen nicht kinderlos sein und suchen und verdienen Unterstützung.“
    Und wie gehen Sie damit um, wenn ein gleichgeschlechtliches Paar mit Kinderwunsch bei Ihnen kommt?
    Und was den wunden Punkt Kinderwunsch bei uns angeht………
    Wir waren auch fast in der „Kinderlosigkeitsfalle“, nach über einem Jahr immer noch keine Schwangerschaft, ich hatte eine Kollegin, die eine Totgeburt im 6. Monat überstehen musste und mir das auch ausführlich erzählt hat, mit ihren vielen verzweifelten Versuchen, doch noch wieder schwanger zu werden und es wurde leider nichts, eine tragische Sache.
    Da wird einem anders, wenn man glückliche Mütter sieht, dusselige Ratschläge erzählt bekommt, eben auch diese Sache mit der Entspannung etc. Ich dachte auch, was machst du bloß, wenn das nichts wird?
    Man kreist ja in Gedanken um das Thema. Es ist sehr schwer, sich davon etwas „frei“ zu machen, man zermartert sich.
    Ich konnte Babys/Kleinkinder gar nicht mehr sehen, es zehrt wirklich an den Nerven. Bei uns war gar keine Entspannung in Sicht, wir waren dabei medizinische Hilfe zu suchen (haben auch an die Biotexcom-Klinik gedacht, da wir Selbstzahler sind) bzw. Ursachen abzuklären und dann hatten wir doch noch Glück…
    Also man kann auch Kinder mit stark verspannter Seele bekommen. Entspannung muss wirklich nicht sein.
    Ohne Kind hätten wir unsere Beziehung anders ausrichten müssen, auf ein anderes für uns sinnvolles Ziel, ich glaube, das hätte geholfen von der festgefahrenen Situation gedanklich freizukommen.
    Wer durch dieses schwarze Tal geht, hat Beistand verdient. Warum nicht auch an Gott glauben? Bedeutet Unglück = Abwesenheit Gottes?
    Und manchmal beneide ich meine kinderlose Schwester, die kann einfach irgendwohin fahren, arbeitet, verdient ihr eigenes Geld…

  • Elfeline - 29/10/2017 Antworten

    Und wer bitte denkt an das Wohl der Kinder?
    Meiner Meinung nach, es geht auch darum, dass wir an das Wohl der Kinder denken müssen. Wir sollten uns über eventuelle (psychische) Konsequenzen, die das Kind durch künstliche Befruchtung in seiner weiteren Entwicklung erleiden kann bewusst sein.
    Ich habe den Eindruck, dass es für viele heutzutage beim Kinderkriegen mehr um Prestige geht als um Verantwortung.
    Anderseits besteht die Möglichkeit bei unfreiwilliger Kinderlosigkeit zu adoptieren. Es gibt so viele (elternlose) Kinder weltweit, den es wirklich schlecht geht: man muss nicht unbedingt, sich ein Kind aus der dritten Welt holen und dadurch solche Kiwu-Zentren wie das schon längst in D populär gewordene ukrainische Biotexcom-Zentrum bereichern.
    Aus ethischer Sicht halte ich die Adoption für wesentlich angemessener.
    Graue Haare – auch selbst Schuld – Na und???
    Nur ein Zitat aus dem Netz: „Den Paaren wird auf diese Weise immer mehr vermittelt, dass sie eigentlich ja selbst Schuld sind, wenn sie keine Kinder haben, weil es ja die Technik gibt.“ und nimmt das zur Begründung dafür, dass wir auf Reproduktionsmedizin verzichten sollten.
    Dieses „Argument“ halte ich nicht für stichhaltig. Weil, wir können doch nicht einer Gruppe von Menschen etwas vorenthalten, weil dann, wenn sie das bekommen, eine andere Gruppe von Menschen angeblich Gefahr läuft, eine Schuld zugewiesen zu bekommen. Und wer sagt das überhaupt. Ich habe noch nie gedacht, ein kinderloses Paar ist selbst Schuld, weil es keine Reproduktionsmedizin in Anspruch nimmt. Das sollte doch jeder selbst entscheiden. Ich denke, dieses Argument ist vorgeschoben. So denkt eigentlich nur der Staat, der kinderlose Menschen extra Steuern zahlen lässt. – Mich erinnert das zudem an die PID Debatte, in der ja auch gesagt wurde, es solle keine PID stattfinden, weil es dann weniger behinderte Kinder gibt und Eltern mit behinderten Kindern vorgeworfen bekommen, nichts getan zu haben. – Genauso ärgere ich mich vielleicht mal, dass man mir sagt, warum ich mir meine Haare nicht färbe, da ich doch schon graue Haare habe und alle anderen schließlich auch ihre Haare färben. Will ich aber nicht. Sollten wir jetzt Haarfärbemittel abschaffen, damit mir keiner mehr sagt: „Selbst Schuld, dass du graue Haare hast“ ???

  • Mummililein - 29/10/2017 Antworten

    Warum wir Kinder haben wollen?
    Eine Antwort hat mich immer fasziniert: zur Sicherung unserer Post-Existenz. Die Antwort auf die Frage: wollt ihr ewig leben? lautet: Ja!. Deswegen glauben wir auch an den Himmel und an ein Weiterleben an den Tod und – Minimallösung, weil das Leben im Jenseits ja nicht 100%ig gewiß ist – leben wir auch in Form und Gestalt unseres Nachwuchses fort. Und dass es dieser Post-Existenz diesseitig materiell an nichts mangelt, deshalb schuften und sparen wir um etwas zum Vererben zu haben.
    Eine Adoptivkind ist natürlich ein fake, jedoch kann dieser fake seine Funktion mit Hilfe eines psychologische Selbstbetrug voll erfüllen. Man muss nur genügend psychische Energie in die Sache hineinstecken, Peinlich, wenn das Kind sich nicht so entwickelt, wie man gerne möchte. Dieses Risiko soll es aber auch bei leiblichen Kindern geben.
    Und was ist mit den Schwulen und Lesben?
    …..wir planen sie [die Kinder] minutiös ein wie ein bestellbares Produkt, damit sie eine ganz bestimmte Funktion erfüllen: Sie sollen uns glücklich machen. Sicher ist das ein verständlicher Wunsch, aber wir dürfen nicht vergessen, dass Kinder erst einmal für sich da sind und nicht für uns.
    Schwule und Lesben wollen auch Kinder haben…. und das Bundesverfassungsgericht scheint dem tendenziell entsprechen zu wollen. Traurig, finde ich. Besonders wenn manche auf sehr skurrile Weise Schlagzeilen in den internationalen Medien sowie in dem Fall machen: http://de.newseurope.info/?p=41741 Das Problem LGBT und Kinder wird konsequent unter den Teppich gekehrt.

  • Lunilu - 29/10/2017 Antworten

    Mehrere Mütter? Mehrere Väter? Was soll das? Spinnen manche oder was??
    Bei allem Respekt vor den Möglichkeiten der Technik, das glaube ich nicht. Soweit ich informiert bin, kann es nur eine Mutter und nur einen Vater geben.
    Daneben gibt es soziale Väter/Mütter und juristische Mütter/Väter. Das war sicher auch gemeint.
    Technik und Ethik stehen in einem ständigen Konflikt. Technik wird (weiter-)entwickelt und ethische Konzepte unterliegen gesellschaftlichen Wandlungen. Dieser Konflikt muss daher ständig neu bewertet werden. Die Lösung von heute kann morgen schon nicht mehr anwendbar sein. Sei es, weil andere technische Lösungen entstanden sind, sei es dass neue Randbedingungen existieren, die eine Anpassung der Ethik erfordern.
    Insgesamt eine gute und ausgewogene Stellungnahme von Maio zur Lösung gegenwärtiger Konflikte.
    Unmöglich möglich machen:
    „Ihr wollt ein Kind? Kein Problem, wir machen es möglich!“ Das muss doch der Grundprinzip der Reproduktionsmedizin sein. Besonders von solchen Kiwu-Zentren wie das ukrainische Biotexcom, das aus einer 65-jährigen gleich vierfache Mutter macht.

  • Mischi - 29/10/2017 Antworten

    Klares und endgültiges Nein zur Leihmutterschaft!!
    Welche Frau trägt schon freiwillig das Kind für ein anderes Paar aus außer sie macht das aus purer Not in einem Kriegsgeplantem Land wie z.B. die Ukraine und solche Kiwu-Zentren wie schon längst in D populär gewordenes Biotexcom-Zentrum? Da wird doch nur die finanzielle Not der Frau ausgenützt. Und was ist, wenn sie das Kind dann doch behalten will? Ich würde es ihr zusprechen, denn sie hat ihm das Leben geschenkt, die Ei- und Samenspender sind nicht so wichtig.
    Was ist, wenn das Kind bei der Geburt behindert wird? Nehmen es dann die Auftraggeber noch? Und im Falle einer Behinderung, die im Mutterleib diagnostiziert wird, wird die Frau dann zur Abtreibung gedrängt?
    Ein Kind ist kein Konsumgut, das man in Auftrag geben sollte. Jeder darf leben, wie er will, aber er muss die natürlichen Grenzen respektieren.
    Ich finde das schlimm, dass Hollywoodstars ihre Kinder von einer Leihmutter austragen lassen, aus welchen Gründen auch immer (Sarah Parker, Nicole Kidman) und Schwule mit Geld sich ein Kind bestellen können (Elton John).
    Künstliche Befruchtung bei Lesben oder alleinstehenden Frauen finden ich okay, ob die sich ein Pipette einführen oder sich zu einem One-night-stand zwingen, ist doch egal.

  • Ilse - 02/11/2017 Antworten

    Ich finde es OK, wenn eine unfruchtbare Frau, die schon alles probiert hat, um ein Kind zu bekommen, die Leihmutterschaftsdienstleistungen oder EZS in Anspruch nimmt. Die Reproduktionsmedizin ist eine gute Sache, obwohl kontrovers ist sie auch. Ich selbst habe eine Bekannte, die das Kind durch die EZS in der ukrainischen Klinik Biotexcom bekommen hat. Sie ist aber 34 Jahre alt und kann sich um ihren kleinen Sohn richtig kümmern. Die Klinik ist aber nicht schuldig, dass diese 63-jährige Frau eine so merkwürdige Entscheidung getroffen hat, im ihren Alter ein Baby zu bekommen.

  • alina - 07/11/2017 Antworten

    Ich bin kein Gegner der Eizellspende und Leihmutterschaft. Falls es keinen anderen Ausweg gibt, muss man etwas tun, um glücklich zu werden. Solche Menschen, die schon ein oder mehr Kinder haben, und ohne Problem schwanger wurden, können nicht die unfruchtbaren Paare verstehen.
    Und ich verstehe nicht solchen Menschen, die sagen, dass EZS und Leihmutterschaft ein Geschäft ist.

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